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Beitrag und Übung für Samstag, 26. 10. 2024

Deine Erfahrungen

Was wir oft und vor allem regelmäßig erleben, prägt sich in unser Unterbewusstsein ein. Und zwar ob wir wollen oder nicht.

Ist dir folgendes schon einmal passiert: Du beginnst mit einem neuen Hobby, sagen wir mit dem Fotografieren. Alle paar Jahre hast du etwas begonnen, was dir wirklich Freude gemacht hat, was dich interessiert hat – Aquarellmalen, Klavierspielen, Chorgesang, Langlaufen, das Thema „Bier“ …

Jedesmal hast du zwei bis drei Kurse oder Veranstaltungen besucht – und nach einem oder zwei oder auch drei Jahren wusstest du nicht einmal mehr, dass du dieses Hobby einmal hattest.

Allerdings: Dein Unbewusstes hat sich etwas gemerkt, nämlich: Dass du es nicht schaffst, eine Sache durchzuhalten. Dass es auf dieser Welt nichts gibt, wofür sich der Einsatz lohnt, weil es ja offenbar egal ist (du lebst ganz gut ohne diese Sache …)

Das ist schade und traurig: Denn sobald du wieder – möglicherweise wider Erwarten – etwas findest, das dich und deine Aufmerksamkeit zu fesseln vermag, wird deine innere Kontrollinstanz das Vergnügen, den Einsatz, … nach einiger Zeit beenden. Ganz ohne dein Zutun, ohne dass es einer bewussten Entscheidung deinerseits bedarf.

Deine bewusste Entscheidung wäre gefordert, um das Neue weiter zu betreiben und mehr oder weniger gute „Ausreden“, Stopper, auszubremsen – als da wären: „keine zeit“, „in meinem Alter passt das noch nicht oder nicht mehr“, dafür bin ich nicht sportlich genug“, „was würden die Leute sagen“, „das ist zu kindisch“, …

Wenn du beruflich damit zu tun hast, Veranstaltungen zu organisieren, einzuladen, in irgendeiner Form Auftritte zu haben, kann die Erfahrung von kaum oder wenig besuchten Events ähnlich wirken. „Hoffentlich kommen diesmal nicht wieder so wenige“ „das interessiert eh keinen“ usw. werden zu selbsterfüllenden Prophezeiungen.

Erfolg, Freude, interessante Lebenserfahrungen, neue Freunde, eine glückliche Paarbeziehung, rauschende Feste mit begeisterten Gästen … das alles scheint UNVEREINBAR mit deinen Erfahrungen, mit dem Gewohnten, mit deiner Prägung.

Dabei kann alles ganz anders sein!

Wie?

Dein Unbewusstes unterscheidet nicht zwischen tatsächlichen Ereignissen und denen, die du dir vorstellst.

Nimm dir mehrmals am Tag die Zeit, dir den Event mit zahlreichen Teilnehmern vorzustellen – plastisch und lebensecht auszumalen. Oder die glückliche Liebesbeziehung. Oder wie du das Hobby begeistert ausübst. Oder … oder … oder.

Mindestens dreimal am Tag, am besten immer zur gleichen Uhrzeit, mehrere Wochen hindurch.

Fang gleich heute, jetzt sofort, damit an!

Vergiss, was nicht geklappt hat. Vorbei ist vorbei.

Und unternimm natürlich konkrete Schritte zur Verwirklichung … du wirst ohnehin Lust dazu bekommen!

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Beitrag und Übung für 24. 10. 24

Biologischee Handicaps

Vielleicht bist du extrem kurzsichtig oder fast blind. Möglicherweise schwerhörig oder sogar taub. In deiner Fortbewegung beeinträchtigt, d. h. kannst ohne Hilfe und Hilfsmittel nicht gehen

Es kann sein, dass jemand nach einer Chemotherapie keine Haare hat, nach einem Unfall entstellende Gesichtsnarben oder fehlende Körperteile. Manche haben eine Diagnose bekommen, die sie bestimmte Verhaltensweisen, Nahrungsmittel usw. vermeiden lässt.

Oder ein/e Ärztin hat dir gesagt, du kannst keine Kinder bekommen.

Oder nie wieder schifahren, tanzen, eislaufen, …

… oder auch: Körperbau oder Gesichtsform oder die Gesamterscheinung entsprechen nicht dem angesagten Schönheitsideal.

Auch wenn solche Beeinträchtigungen naturgegeben sind: Viele damit verbundene Vorstellungen, was dann gegebenenfalls alles nicht möglich ist, sind gesellschaftlich entstanden, anerzogen, gelernt – und können demnach wieder ver-lernt werden.

Du denkst jetzt sicher, ich übertreibe.

Denk an die Menschen, die bei den Paralympics antreten – und freudestrahlend ihre Medaillen in die Höhe halten. Oder an Helen Keller, die taub und blind war und genau aus diesem Grund Großartiges geleistet hat. Oder Stephen Hawkins. Beethoven war mehrere Jahre fast völlig taub. Abraham Lincoln litt unter Depressionen. Frida Kahlo hatte stärkste Schmerzen. Mutter Teresa begann ihr Lebenswerk beim Pensionsantritt.

Gerade das, was wir als Schwächen bezeichnen, kann die Herausforderung sein, die uns zum Besonderen werden lässt, die uns motiviert, uns etwas zu überlegen, wie das Leben mit diesem Handicap gelingen kann. Wie wir glücklich und erfolgreich zu sein vermögen.

Niemand von uns weiß, wie lange das eigene Leben auf diesem Planeten dauern wird. Hab den Mut, jetzt sofort mit dem Glücklichsein zu beginnen!

Ab 1. September sind wieder 2 Plätze frei für mein Begleitprogramm „de luxe“.

Das Ergebnis:  Leben – gesund, erfolgreich und frei in Schönheit und Freude

Der Weg: Mein Trainings- und Begleitprogramm

Wissensvermittlung – Training/Übungen – individuelle Begleitung – Erfolge feiern

De luxe – tiefgreifender Wandel

Dauer: mindestens 9 – maximal 12 Monate, wöchentliche Treffen à 60 min über Zoom oder vor Ort für Reflexion, neue Inhalte und Fragen; 2 x wöchentlich 30 min Coaching online, Übungen und Aufgaben für die Zeit dazwischen.

2 Retreatwochenenden (zweitägig)

Skriptum

Fest mit Dinner und Segensritual zum Abschluss (vor Ort mit allen TeilnehmerInnen, max. 8 Personen gleichzeitig)

Kosten: 25.200,- zzgl. Mwst.

Zahlung in 3 Raten möglich

Anmeldung: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

(Fast) letzte Gelegenheit, mein De luxe-Jahresbegleitprogramm zum alten Preis zu buchen:

Glücklich, frei, gesund und begeistert!

Trainings- und Begleitprogramm

Wissensvermittlung – Training/Übungen – individuelle Begleitung – Erfolge feiern

De luxe – lebensverändernd

Dauer: 9-12 Monate, ca. wöchentliche Treffen, Übungen und Aufgaben für die Zeit dazwischen. Beginn je nach Auslastung jederzeit möglich

2 Retreatwochenenden (zweitägig)

Skriptum

Fest mit Dinner und Segensritual zum Abschluss (vor Ort mit allen TeilnehmerInnen, max. 8 Personen gleichzeitig)

Gebucht bis 22. Februar, 23.59 Uhr: alter Preis!

Schau morgen in meine Facebookgruppe „Göttinnen in Ausbildung“! Ich erkläre live, worum es geht.

Ab 16.00 Uhr.

Hier der Link: www.facebook.com/groups/goettinneninausbildung/

Schreibt auch gern – wir können ein persönliches Telefongespräch oder Zoommeeting vereinbaren!

Bis morgen!

Umfassendes Training zur dauerhaften Verbesserung des Lebens

Alltagssorgen – nicht wirklich weiterkommen, irgendeine Schwierigkeit, die belastet und im Weg ist, Konflikte, gesundheitliche Handicaps …

Unser Leben könnte so viel schöner und wunderbarer sein, leicht, beschwingt, voll Gelingen …

Gespräche

Kennenlernen von Möglichkeiten, wie die Traditionelle Europäische Medizin sie bietet

spirituelle Wissensvermittlung

spritituelle Übungen: Meditation, Rituale, Segensgesten, schamanische Reisen, .Texte, Kreatives ..

Gerne unterstütze ich Sie mit meinen Angeboten. Wählen Sie aus:

Mini/Schnuppern

3x innerhalb von drei Wochen, je ca. 1 Stunde ……. EUR 400,-

Gediegen

3 Monate lang 1 Treffen wöchentlich, 1 Training 1:1, Nachbereitung nach ca. 1Monat, Unterlagen ……. EUR 2.400,-

Mega/Lebensveränderung

1 Jahr lang wöchentlich (ausgenommen 3-4 Wochen Urlaubszeit), 2 Live Tage in Lunz am See oder an einem Ort nach Vereinbarung, Natur-, Humor-, Spiritualitäts-Tage (mind. 3 Tage) während der warmen Jahreszeit in Lunz, Abschlusstreffen (ev. zusammen mit anderen Teilnehmer/inn/en)

EUR 40.000,-

Info und Anmeldung: 0650 2814707 oder Mail: dagmar.ruhm@kostbartleben.jetzt

Liebe Brüder und Schwestern, liebe FirmkandidatInnen!

Wie werde ich glücklich? Was bedeutet das eigentlich: glücklich sein?

Wir gehen in die Kirche, 27 junge Menschen wollen gefirmt werden heuer in Pucking, weil wir uns, weil sie sich davon mehr Glück und Freude versprechen als wir sonst erwarten dürften.

Die Firmvorbereitung hat heuer das Motto: Gottes Geschenke.

Und tatsächlich beschenkt uns Gott überreich. Wir brauchen praktisch nur zu bitten und die Hände aufzuhalten …

Warum also tun das so wenige?

Wenn wir das heutige Evangelium anschauen, das wir gerade gehört haben: Diese berühmte Geschichte von der Versuchung Jesu, die wir alle kennen – da werden drei Möglichkeiten oder Wege vorgeschlagen, die in unserer Welt ganz häufig beschritten werden – in der Hoffnung, da das große ultimative Glück zu erleben.

Wenn du Hunger hast, mach diesen Stein zu Brot.

Wenn du dir alles leisten kannst, alles machen kannst, wozu du gerade Lust hast. Südfrüchte und Erdbeeren, Heidelbeeren mitten im Winter. Die neue Frühjahrskollektion – Mode, hergestellt von krass unterbezahlten Frauen und Mädchen in Asien. Das neueste Handy – hergestellt mit seltenen Bodenschätzen, deren Gewinnung Völker heimatlos macht oder ganze Landstriche vergiftet.

Das größere Auto. Das zweite Auto. Der noch tollere Urlaub …

Kein Warten, kein Sparen, keine Rücksicht auf Verluste bei Mensch und Natur. Hauptsache, ich hab alles und noch mehr. Die Ägypter haben so gedacht, als die das Volk Israel versklavten.

Macht das glücklich?

Alle Macht und Herrlichkeit der Erde werde ich dir geben, wenn du mich anbetest.

Wir erleben gerade, was geschehen kann, wenn einer Macht und Herrlichkeit anbetet, als Gott – als oberste Richtschnur des Handelns ansieht. Ist Putin glücklich?

Sind PolitikerInnen glücklich, die ihr gutes Dastehen vor der Öffentlichkeit, ihr Image, als höchsten Wert ansehen? Menschen, die buchstäblich alles unternehmen für mehr Reichtum und Einfluss?

Wenn du Gottes Kind bist, so stürz dich hier hinab, er wird dafür sorgen, dass dir nichts passiert.

Macht uns das glücklich, wenn wir alles ausprobieren, was es gibt – es gibt so Mutproben, Autowettrennen, Kletteraktionen, Komasaufen, …sich ständig überarbeiten, Sport bis zur totalen Erschöpfung, zuwenig schlafen, ungesundes Essen … das eine oder andere Mal wird’s schon nicht schaden …

Ihr sollt und dürft das Leben schon genießen und einiges ausprobieren – aber ständig und absolut ohne Hirn?

Abgesehen vom kurzen Adrenalinschub: Macht das glücklich?

Was macht aber jetzt glücklich?

Was machte Jesus glücklich? Derart glücklich und sicher, dass er die Vorschläge als Zumutungen von sich gewiesen hat?

Ja als Frechheiten: „Wenn du Gottes Sohn bist …“

Ist er ja schließlich.

Und wir sind es auch.

Das feste Bewusstsein, Gott ist ganz nahe bei uns, interessiert sich für uns, hüllt uns ein mit Liebe und überhäuft uns mit Geschenken ohne Ende.

Alle untauglichen, schädlichen Möglichkeiten, das Glück zu suchen, fallen uns Menschen dann ein, wenn wir so planen und handeln, als ob Gott weit weg, an uns nicht interessiert wäre – oder gar nicht existieren würde.

Wir verschränken die Hände und drehen uns weg, statt uns hinzuwenden und voll Vertrauen die Hände aufzuhalten und entgegenzunehmen, was Gott zu bieten hat.

Das ist mit Umkehr gemeint: Sich umdrehen und Gottes Wirklichkeit zu bemerken. Sein Wirken in unserem Leben.

Wofür bin ich dankbar?

Was kann ich alles?

Wo erlebe ich sogenannte „glückliche Zufälle“?

Wenn es nach Gott geht, leben wir im Paradies. Dass wir uns nicht sorgen oder ängstigen müssen, sondern glücklich sind, so stellt sich Gott ein menschengerechtes Leben vor.

Wir können es jederzeit haben – aber nur verbunden mit ihm.

Predigt                                                                        12. 2. 2022

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

„Selig“ – das ist so ein Wort…besetzt durch diese katholische Sprache… Seligsprechung usw. … gemeint ist eigentlich „glücklich“.

Wir alle wollen glücklich sein. Oder glücklicher werden, als wir sind.

Wir wollen, dass unsere Kinder glücklich sind.

Und wir verstehen darunter: gesund, klug, tüchtig, erfolgreich, gutaussehend, wohlhabend, – dass es ihnen an nichts fehlt. Ein sorgenfreies Leben.

Eltern überlegen oft schon, wenn sie noch ein Kleinkind haben: in welche Schule soll es gehen, in welchen Kindergarten, welche Ausbildung, welche Kurse … werden die besten sein?

Aber da fehlt etwas. Wenn wir Christen sind, aber wahrscheinlich auch sonst, merken wir: Als Menschen allein auf uns gestellt mit diesen Mitteln und Möglichkeiten, die die Welt uns bietet – das ist nicht genug. Wir schaffen es nicht, das Glück herzustellen.

Da braucht es Gott dazu. Eine Ebene mehr, wenn wir es so ausdrücken wollen.

Aber noch etwas: Kann es nicht sein, dass das Glück eventuell anderswo zu finden ist, als wir es im allgemeinen suchen?

Schauen wir uns noch einmal an, was Jesus empfiehlt, wer seiner Meinung nach glücklich zu schätzen ist:

Jedenfalls nicht, wer an das Recht des Stärkeren glaubt.

Oder dass sich der Lauteste durchsetzt. Oder dass, wer reich ist, sich mehr erlauben darf als wer anderer.

Gewaltfrei leben – nicht andere gegeneinander ausspielen, um selber besser dazustehen.

Sanft umgehen – auch mit der Natur. Nicht alles ausschinden aus Bergen, Meeren, Landwirtschaft, was irgendwie geht- sondern Ressourcen schonen.

Nicht alles tierisch ernst nehmen.

Wir sind voreingenommen, weil wir diesen Text schon so oft gehört haben und zu kennen glauben. Wiss ma eh schon …

Wer diese Sequenz zum ersten Mal hört, spürt: Da steckt jede Menge Humor drin.

Jesus meint auch: Mach das Unerwartete. Was keiner glaubt. Überrasche andere.

Steig aus aus dem Irrsinn der Zustände und Abläufe, die für normal gelten.

Es gibt einen tollen Spruch, der lautet: Sei du die Veränderung, die du von der Welt erwartest.

Das ist unmöglich, wenn man MitläuferIn ist, angepasst.

Denke selbst, sei eigenwillig und eigenartig – individuell.

Das schaffen wir nur, wenn wirGott auf unserer Seite wissen.

Ein Baum braucht, um sich gut entwickeln zu können, einen guten Boden – tiefe Wurzeln – Spirituell zu den Urgründen gehen. Zum Urgrund allen Seins.

Nur dann kann eine bestimmte Höhe und Weite nach außen erreicht werden.

Wie gesagt – Gott wünscht sich nichts mehr, als dass wir glücklich sind. Wir, alle Menschen auf diesem Planeten.

Lassen wir uns von ihm raten und helfen.

Predigt                                  Anbetungstag, Blasius      3. 2. 2022 Pucking

Achatius, Ägidius, Barbara, Blasius, Christophorus, Cyriacus, Dionysius, Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina, Margareta, Pantaleon, Vitus.

Liebe Brüder und Schwestern, wer von Ihnen weiß, um wen es sich dabei handelt?

Genau, die 14 Nothelfer.

Bis auf Ägidius lauter Märtyrer. Man hat sie gegen so ziemlich alles um Hilfe angerufen, was in einem Menschenleben von Gefahr bedroht sein kann oder schiefgehen kann.

Blasius: Bischof in Sebaste, im heutigen Armenien. Zunächst soll er Arzt in Sebaste gewesen sein. Seine unermüdliche Hilfsbereitschaft und Toleranz allen Menschen gegenüber, ob arm, ob reich, ob Christ oder Heide, war der Grund, dass er zum Bischof gewählt wurde. Zahlreiche Legenden haben seine Heilungen zum Thema. Die bekannteste Erzählung berichtet, dass er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem jungen Mann, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Deshalb wird er gegen Halsleiden angerufen.

Überlegen wir heute 2 Dinge:

Wovon möchte ich geheilt sein? Es muss sich um keine Krankheit handeln. Es kann ein Ste#reit sein, eine Gewohnheit, über die ich mich ärgere und die ich nicht loswerde, oder eine lästige Pflicht, die ich irgendwann übernommen oder aufgehalst – bekommen habe… aufgehalst, Blasius ist ja für den Hals zuständig …

Oder ein Umstand, eine Umweltbedingung meines Lebens, die ich mir niemals ausgesucht hätte und mit der ich nicht zurechtkomme … die ich mir anders wünsche.

Liede Mitmenschen, Gott liebt uns. Er möchte nicht, dass wir irgendwo uns quälen oder ungut gestresst werden… Gott freut sich über unser Frei- und Leichtsein, über unser Glück.

Herausforderungen, ja, aber da haben wir ja Fähigkeiten dafür bekommen.

Bitten wir – vielleicht heute beim Blasiussegen, dass Gott uns da befreit.

Und das Zweite: Wir haben Fähigkeiten bekommen. Wir sind nicht als Unfähige und Hilflose arme Würstchen ins Chaos der unbarmherzigen Welt geworfen worden.

Wir sind gut ausgerüstet. Werden wir uns unserer Fähigkeiten und Möglichkeiten bewusst.

Und wir sind nicht als einzelne einsame mutterseelenallein da. Wir sollen zusammenhelfen, zusammenwirken. Gemeinschaft sein.

Die Frage: Für wen kann ich Nothelfer Nothelferin sein?

Für wen macht es einen entscheidenden Unterschied, wenn ich mich einsetze, wenn ich in Erscheinung trete, mich einmische, etwas sage, etwas tue…?

Kommen wir heraus aus dieser Armuts- und Bedürftigkeitsfalle.

Jede/r von uns ist Gottes geliebtes Kind.

Und zugleich Gottes Partner. Mitschöpfer und Mitverantwortliche. Gott zählt auf uns. Wer kann auf uns zählen?

Morgen feiern wir in Haid Kindersegnung.

Wahrscheinlich gibt es so etwas in vielen Pfarren. In Pucking zum Beispiel ist sie für den 13. Februar geplant.

Segnen: was bedeutet das eigentlich?

Auf Lateinisch heißt es: benedicere.

Gutes sagen, sprechen. Gutes zu-sprechen. Alles Gute wünschen.

Natürlich beten wir im Gottesdienst, dass Gott die Kinder segnen möge.

Ihnen alles Gute schenken und sie behüten und begleiten auf ihrem Weg durch das Leben.

So, dass sie das Gute nicht nur selber haben, sondern auch ausstrahlen und weitergeben an ihre Umgebung. So hat Gott zu Abraham im Alten Testament gesagt: Ein Segen sollst du sein. Durch dich sollen alle Völker Segen erlangen.

Glück – so könnten wir es auch nennen.

Predigt

Liebe Brüder und Schwestern!

Haben Sie gestern einen Glücksbringer bekommen: ein Rauchfangkehrer, ein Kleeblatt, ein Schwein, ein Fliegenpilz, ein Marienkäfer, ein Hufeisen …?

Es ist üblich, solche kleinen Gegenstände zu Silvester auszutauschen. Sie sollen Glück bringen.

Wieso grad diese und keine anderen?

Eine kurze Erklärung dieser Symbole:

Das vierblättrige Kleeblatt ist sehr selten, und es gilt eine Person als vom Glück besonders begünstigt, wenn sie eines findet. Vielleicht auch, weil, wer es findet, einen besonderen Blick hat und sich auch Zeit nimmt, genau hinzuschauen. Das sind sowieso besondere Menschen, die das tun.

Der Rauchfangkehrer bringt Glück, weil ein sauberer und tadellos funktionierender Kamin unerlässlich ist – sonst ist er eine Brandgefahr für das ganze Haus, und eine Familie könnte ohne Rauchfangkehrer unversehens ihre Existenz verlieren.

Das Schwein steht für Fülle und Wohlstand – es ist auch relativ pflegeleicht in der Haltung, oft das einzige größere Nutztier armer Leute, nach Hühnern und Kaninchen.

Ein Marienkäfer gilt als Mariengruß, drum heißt er auch so – Maria beschützt die Leute, wo Marienkäfer zuhause sind. Ist ein Nutztier, weil er sich von Blattläusen ernährt.

Beim Hufeisen wurden dem „Wundermetall“ eisen, das ja sehr teuer war, im Volksglauben Zauberkräfte nachgesagt. Es mache unverwundbar, schütze gegen böse Geister und könne Naturkatastrophen abwehren. Während des Höhepunkts des Hexenwahns glaubte man, jede Erinnerung an ein Pferd würde „Hexen“ wirksam abhalten, weil sich Hexen vor Pferden angeblich fürchteten. (vgl. Wikipedia)

Fliegenpilz: Wurde wegen seiner psychoaktiven Wirkung von den keltischen und germanischen Schamanen/Druiden verwendet, um besser mit der Geisterwelt (die einem Glück garantieren sollte) Kontakt herstellen zu können; vermutlich trägt aber auch sein extravagantes Aussehen zu seiner Popularität als Glücksbringer bei.

Wenn wir jetzt alle diese Symbole und Zeichen hier haben – bedeutet das für uns die Fülle des Glücks?

Brauchen wir Glück?

Wenn wir auf die Ereignisse und Zustände in unserer Weltgeschichte schauen, was sich auf unserem Globus tagtäglich abspielt, natürlich. Keine Frage.

Trotzdem: Befinden wir uns auf dem Holzweg – gleich in doppelter Weise?

Die Erwartungshaltung eines Menschen hat sehr viel mehr mit seinem Glück (Wohlergehen) zu tun als die äußeren Umstände. Wenn irgendein Glücksbringergegenstand dazu führt, dass sich jemand erwartet, Glück zu haben, ist es eigentlich wurscht, was verwendet wird – Kleeblatt, Hufeisen oder Marienkäfer oder was immer – egal.

So, bei uns gilt aber noch etwas:

Sind hier zufällig ein paar Christen anwesend? … Aha.

Jetzt feiern wir seit einer Woche, dass in Jesus der Retter der Welt geboren wurde.

Wieso vertrauen wir ihm nicht? Er ist doch die oberste Instanz für uns …?!

Warum tun wir so, als ob Jesus gar nicht existiert – oder keine Macht hätte uns zu schützen?

Genau in die Richtung geht es nämlich, wenn wir irgendwelchen Figuren, Symbolen oder Bräuchen Vertrauen schenken – als Glücksbringer verwenden. Wir tun dann so, als ob wir sie brauchen würden.

Wenn Jesus für mich keine Rolle spielt, dann brauche ich was anderes – dann bin ich schließlich verantwortlich für alles und jedes im Leben, das mir passiert – dann muss ich wie eine Haftelmacherin aufpassen, dass ich das Richtige esse, richtig wohne, den besten Arzt habe, den sichersten Job, den optimalen Lebenspartner, die sinnvollste Freizeitgestaltung, die umfassendste Versicherung, dann noch eine Alarmanlage, fähigere Politiker und vielleicht einen Schutzbunker …

Und, selbstverständlich, fast hätte ich es vergessen: die größtmögliche Kontrolle über meine Zukunft, Glücksgarantien, ein tolles Horoskop …

Stressig, diesen Gesetzmäßigkeiten der Welt zu dienen … das ist das Weltbild des Unglaubens.

Wenn ich mich im Herrschaftsbereich Jesu befinde, brauche ich aber das alles nicht.

Dann habe ich immer schon weitaus mehr Glück als man sich vorstellen kann.

Dann lebe ich nach dem Gesetz der Gnade, des Evangeliums. Da ist einer bei und mit uns, der uns über alles liebt und allmächtig ist. Der uns einhüllt wie in einen warmen Mantel damit wir die Kälte des Weltalls nicht spüren.

Es ginge darum, dass wir uns jederzeit daran erinnern.

Kleine Zeichen können uns helfen zu spüren: Gott ist da. Weihwasser nehmen. Das Kreuzzeichen machen. Ein Andachtsbild oder Lesezeichen mit einem Bibeltext als Lesezeichen immer in dem Buch, das wir gerade lesen. Bilder in der Wohnung. Ein Kreuz an der Wand oder an der Halskette. Und immer wieder beten, damit wir uns gewöhnen, wie es sich anfühlt, wenn Jesus bei uns ist …