Gerade habe ich den gleichnamigen Film gesehen – zum 4. Mal, denke ich. Kann man immer wieder anschauen, mit Gewinn. Habe heute Szenen mitverfolgt, an die ich mich bei den letzten Malen nicht erinnern kann. Ein Klassiker also.

Ideale, spannende, treffende, witzige Dialoge, straffe Handlung, mehrdimensionale Charaktere, es geht um was …

Um echten (die Armen wissen um die eigene Würde) und falschen (Überheblichkeit der “besseren” Kreise) Stolz zum Beispiel. Lehrreich!

Jane Austen wusste, was sie tat.

Ein guter Rat: Selber anschauen! Oder das Buch lesen, im Bild anbei.

Schaut doch beim Sommerforum der Pioneers of Change vorbei – zumindest online! (Googeln oder auf Facebook suchen)

Vom 2. 8. (heute) bis 16. 8.

Predigt                                                               1./2. 8. 2020   Pucking

Liebe Brüder und Schwestern!

Vor 10 Jahren war ich in der Mongolei, Wanderexerzitien, veranstaltet vom Bildungshaus Puchberg. Die täglichen Wanderrouten und auch die der Begleitfahrzeuge mit dem Gepäck haben sich daran orientiert, wo es Wasserstellen gab oder Siedlungen mit einem Geschäft, wo man Wasser in Flaschen kaufen konnte.

In vielen Ländern der Erde dreht sich das tägliche Leben in erster Linie darum, wer wann wo Wasser beschaffen kann. Auf einer anderen Reise im Sudan ist unsere Reisegruppe einer Frau begegnet, die mit einem Eselskarren, beladen mit 2 Metallfässern – wie Regentonnen bei uns -, die bei einer Wasserstelle Wasser holte. Der einfache Weg dauerte nach ihrer Angabe 3 bis 4 Stunden. Das Schöpfen, Füllen der Tonnen, eine gute Stunde – also ein Unternehmen, das den ganzen Tag beanspruchte. Sie fahre jede Woche 2 mal, meinte sie …

Die Texte der Bibel, der Glaube des AT, sind in einer Gegend entstanden, wo das Wasser eine vergleichbare Bedeutung hat. Auch heute noch: Wissen Sie, warum die Kurden nicht selbständig werden dürfen? Weil sich in ihrem Gebiet das Wasserreservoir der Türkei, von Syrien und dem Irak befindet …

Wasser: lebensnotwendig.

In der Lesung, die wir gehört haben, preist Gott selber seine Fähigkeit an, allen Menschen Wasser zu geben. Den Durst zu stillen.

Als geübte Christen und KirchgängerInnen wissen wir schon: Wasser ist im geistlichen Bereich immer Symbol für das, was uns von Gott her leben lässt, für spirituelle Nahrung. Ein Vergleich, der in allen Kulturen der Welt üblich ist.

Und das, was in diesem Vergleich Wasser = Glaube drinsteckt, was im Jesajatext gesagt wird, ist in mehrfacher Weise bemerkenswert.

Wasser ist lebensnotwendig. Unbedingt. Ohne Wasser sind wir in spätestens 24 Stunden apathisch oder bewusstlos und in drei Tagen tot.

Spirituell gesehen: Wenn Glaube, die Botschaft Gottes, Jesu an uns Menschen, wie Wasser ist, ist sie für uns existentiell notwendig. Spirituelle Bedürfnisse sind kein Luxus, sondern überlebenswichtig.

Wie jeder Mensch Durst empfindet, so gibt es bei allen diese Sehnsucht nach „Mehr“ – nach dem was darüber hinaus geht über das Alltägliche, Messbare und Sichtbare. Die geistliche Tradition nennt dieses Gefühl „Sehnsucht nach Gott“.

Es ist in unseren Breiten – und wahrscheinlich weltweit – üblich geworden, genau das zu tun, was der Jesajatext beschreibt:

Wir kaufen um teures Geld, was uns nicht wirklich satt macht. Wir geben uns mit einem minderwertigen Ersatz zufrieden – wir laufen ihm hinterher – Essen und Trinken gehören da dazu, aber auch seichtes Freizeitvergnügen, Zeittotschlagen mit Tratscherei, oberflächliche Beziehungen, WhatsApp, Facebook und Co, Shoppen, alles ausprobieren was grad in ist und geht … viele Suchende fallen auf spirituelles Junkfood herein, das nicht satt, aber dafür abhängig und träge macht, spirituell krank – da fehlt dann die Energie, sich auf wirkliche und tiefe Begegnung mit dem lebendigen Gott – oder mit einer ernsthaften spirituellen Tradition – einzulassen. Das würde Zeit und Geduld erfordern, Anstrengung auch – wie das Wasserholen der sudanesischen Dame …

Wie wäre es, wenn wir beginnen uns um das zu kümmern, was für uns lebenswichtig ist?

Wie es bei dieser spirituellen Wanderung durch die mongolische Steppe darum gegangen ist, dass die Gruppe immer wieder an Wasserstellen vorbeikommt, so können wir unseren Weg durch den Alltag, durch die Woche, so gestalten, dass wir immer wieder auftanken können – unserer spirituellen Sehnsucht nachgeben: ein, zwei Seiten in einem Buch lesen, eine religiöse Fernsehsendung ansehen, 5 Minuten für ein schnelles Gespräch mit Jesus Christus einplanen, drei Minuten in die Kirche schauen, vielleicht eine Kerze anzünden, in schönen Augenblicken ein spontanes „Danke“ in den Himmel schicken …

Wir können auch eine Kleinigkeit für Jesus erledigen … in seinem Sinne.

Uns ist sicher klar, dass diese Erzählung von den 5 Broten und 2 Fischen im Evangelium auch (AUCH!) im übertragenen Sinn eine Botschaft für uns bereithält.

Für die Menschen damals:  Ja, dieser Jesus ist Gott, stammt von Gott – er macht sein Volk satt wie einst Jahwe auf dem Zug durch die Wüste ins Gelobte Land …

Aber außerdem:

Jedes noch so geringste Tun, jede noch so unscheinbare Kleinigkeit, die ich uneigennützig für Jesus, für das Reich Gottes zur Verfügung stelle, wird tausendfach vermehrt durch Gott selber …

Kann sein, dass wir denken:

Was ist das schon: meine 5 Minuten Beten angesichts der Zustände auf dieser Welt … meine 5 Euro angesichts der Hungerkatastrophe oder sonstiger Nöte wieder einmal irgendwo weit weg … mein gesetzestreues verantwortungsbewusstes Verhalten angesichts der Tausenden, denen Corona schon wieder wurscht ist … oder angesichts der Hunderttausenden in den USA oder Lateinamerika oder Afrika …mein Bemühen um Mülltrennung und Energiesparen angesichts internationaler Furchtbarkeiten …

Die Jünger haben angesichts der 5 Brote und 2 Fische auch gemeint: … aber was ist das für so viele …

Eine Empfehlung möchte ich heute aussprechen:

Wer kennt das Gasthaus Teufl, Kirchenwirt in Purgstall an der Erlauf?

Es gehört meinem Cousin Martin Teufl und seiner Frau, gestern war ich dort.

Das Essen dort hat mir schon als Kind geschmeckt, als ich mit meiner Großmutter dort war, die bei der Ernte von Ribiseln, Kirschen und Co half, – und wir Kinder mit ihr.

Eine nicht allzu große, aber erlesene Auswahl von saisonalen Gerichten und österreichischer Hausmannskost in Topqualität zubereitet vom kleinen feinen Küchenteam, zu dem auch meine Großtante Julia (bald 80!) gehört.

Schaut vorbei!

Montag und Dienstag ist Ruhetag.

Auch heuer: Jakobisingen in Lunz – diesmal im Freien, auf der Seebühne.

Es war sonnig, sehr kühl – und unvergleichlich wunderbar aufgrund der dargebotenen Musik.

18.00 bis 20.10, ohne Pause.

Drei Gruppen.

Schön.

Ich möchte die heutige erste Sonntagslesung mit euch teilen. Im Kontrast dazu seht euch den Cartoon auf der letzten Seite des Freitagstandard an!

1Kön 3, 5-14

5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! 6 Und Salomo sagte: Du selbst hast ja an deinem Knecht David, meinem Vater, große Gnade erwiesen, weil er vor dir gelebt hat[3] in Treue[4], in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es am heutigen Tag ist. 7 Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Junge, ich weiß nicht aus- noch einzugehen[5]. 8 Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das wegen seiner Menge nicht gezählt noch berechnet werden kann. 9 So gib denn deinem Knecht ein hörendes[6] Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Denn wer vermag dieses dein gewaltiges[7] Volk zu richten? 10 Und das Wort war gut in den Augen des HERRN, dass Salomo um diese Sache gebeten hatte. 11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um diese Sache gebeten hast und hast dir nicht viele Tage erbeten und hast dir nicht Reichtum erbeten und hast nicht um das Leben[8] deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Verständnis erbeten, um auf das Recht zu hören[9], 12 siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so dass es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird. 13 Und auch das, was du nicht erbeten hast, gebe ich dir, sowohl Reichtum als auch Ehre[10], so dass es unter den Königen keinen wie dich geben wird alle deine Tage. 14 Und wenn du auf meinen Wegen gehst, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, so, wie dein Vater David auf ihnen gegangen ist, dann werde ich auch deine Tage verlängern.

So lautet der Titel des Buches, das ich euch heute empfehlen will:

“Aufgetaut” von David Safier.

Im Urlaub lesen – ich hab es gestern ausgelesen und bin begeistert.

Spannend, lustig, lebensnah, sämtliche Probleme der heutigen Weltlage behandelnd, kurz: genial!

Diesmal eine herzliche Einladung:

Kommt zur Eröffnung des Mahnmals von Florian Pumhösl in Lunzam See: Freitag, 31. 7. 2020, 17 Uhr.

Wasser-Cluster Lunz, Dr. Carl Kupelwieserpromenade 5.

Der Eintritt ist frei.

eine Veranstaltung von “Kunst im öffentlichen Raum”, Land NÖ und der Wellenklänge.

“Das Mahnmal … zeigt auf einer hauswandgroßen Fläche als Sgraffito einen Ausschnitt des Stimmzettels für die Wahl des “Großdeutschen Reichtstags” und für die “Volksabstimmung zur Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich” am 10. April 1938. Der Künstler weist damit reduziert wie präzise und weithin sichtbar auf die Gefahr der Aushebelung demokratischer Prinzipien in einer Gesellschaft hin.”

(Programmheft der Wellenklänge 2020, S. 26.)

Auf dem Foto eine Informationveranstaltung dazu.

Gestern war ich bei der Märchenwanderung mit Helmut Wittmann.

Sehr bereichernde, fröhliche, beeindruckende, abenteuerliche zweieinhalb Stunden auf dem Maißzinken.

Mittendrin ein paar Minuten Gewitterregen, dann ein wunderbarer Regenbogen gleich neben uns, im Tal neben der Wiese, auf der unsere Hosen rasch wieder trocken wurden in der überraschend kräftigen Abendsonne …

Jause im Moas – und Dankbarkeit nicht nur über die Märchen und die begleitende fabelhafte Musik, sondern dass ich das freundliche Ehepaar Wittmann persönlich kennenlernen durfte.

Meine Empfehlung. Hört ihm demnächst zu, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt!

Ich habe Bekannte, die über Rückenschmerzen klagen.

Sie gehen von Zeit zu Zeit zum Hausarzt, um sich eine Spritze gegen die Schmerzen geben zu lassen.

Dabei wäre ihnen mit regelmäßigem Training und dem damit verbundenen Muskelaufbau zwar nicht sofort, aber nachhaltig geholfen.

In der Diagnose heißt es dann: “keine organischen Ursachen erkennbar”.

D. h., das Knochengerüst ist in Ordnung. Manche haben es mit den Bandscheiben, aber in vielen Fällen handelt es sich um Verspannungen im Muskelsystem.

Ich selbst habe mir in meiner Jugend mehrmals beide Knie ausgerenkt. Es hieß, die Sehnen sind zu lang (Folge einer unbehandelten Sehnenzerrung beider Kniegelenke im Kindesalter beim Turnen).

Mit 37 Jahren begann ich, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen.

Nach drei Jahren hatte ich unter der Kniescheibe einen Muskel, von dem ich nie geahnt hatte, dass dort einer entstehen könnte …

Auch meinem Rücken (Verkrümmung der Wirbelsäule seit der Kindheit) geht es seit dem regelmäßigen (1 bis 2 x wöchentlich) Krafttraining, Pilates, Geräte und Beweglichkeitsübungen) gut.

Mache euch auf eine Webseite aufmerksam:

https://www.primal-state.de/muskelaufbau/