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Ihr Lieben!

Hier in Niederösterreich hat gestern das neue Schuljahr begonnen – und für viele Menschen beginnt in diesen Tagen der Berufsalltag wieder, der Urlaub ist vorbei, der Sommer hält sich noch eine Zeit …

Doch liegt schon eine Ahnung in der Luft: die Abenddämmerung kommt früher, am Morgen ist es schon recht kühl, die ersten Blätter verfärben sich, der Wind bläst intensiver. Die Felder sind abgeerntet, Äpfel, Birnen, Zwetschken, Nüsse werden reif.

All das ist Sinnbild für unser Leben: Manches ist vorbei. Manches reift noch. Es tut gut, Störendes loszulassen und zu „kompostieren“, dass es Grundlage werde für Zukünftiges – und Gelungenes, Wertvolles zu bewahren, zu würdigen, dankbar zu feiern.

Wir erfahren immer wieder: Nicht alles hängt von uns ab, kommt aus eigener Anstrengung. Vieles stammt aus der Quelle, die unglaublich wohlwollend und großzügig achtet auf uns. Vielleicht sogar ist das Wesentliche immer geschenkt …

Im Ritual zur Herbst-Tagundnachtgleiche wollen wir Erntedank begehen – in einer anderen Form als üblich, spirituell, mit alten Traditionen, aber nicht in starrer Form einer Religion. Kreativ, freudig, bewusst, – und in der Gemeinschaft des Frauenkreises.

Vor Ort in Ratzersdorf (max. 8 Teilnehmende) am 20. 9. – oder online am 21. 9.

Hier der Link zu meiner Anmeldeseite, auf der du auch die genauen Infos bekommst. 

Ich freue mich, wenn du dabei bist!

Ein ziemlich heftiger Wind weht draußen. Schon in der Früh hörte ich die Geräusche, die die Böen verursachen – am Nachmittag war kurz Pause. Und jetzt, je später am Abend es wird, nimmt der Wind an Stärke zu. Ja, Sturm dazu zu sagen, ist nicht verkehrt.

Morgen und die Tage danach soll es winterlich werden.

Die Luft aus dem Westen bringt den Schnee.

Ja, es ist Spätherbst.

Den Mistkübel – morgen früh kommt die Müllabfuhr – habe ich eingeklemmt neben dem Zaun.

Drinnen bleiben, außer man muss unbedingt ins Freie. Vorüberlegungen für Advent und Weihnachten: Seit heute habe ich richtig Lust dazu.

Adventkranzkerzen habe ich heute besorgt. Und Keksrezepte herausgesucht.

Draußen war ich auch, gut eingepackt im heute früh entstaubten Wintermantel und aus dem Kasten geholten warmen Schal.

Erfrischt (ein bisschen mehr als das…) und gut durchgelüftet bin ich nach 20 Minuten froh über den heißen Tee.

Noch etwas: Die letzten Blätter verlassen die Bäume.

Heute ist mir ein einzelnes wunderbar verfärbtes Blatt in seinem rotorangen Ton direkt ins Auge gesprungen beim Vorbeigehen … zum Glück hatte ich mein Handy dabei und konnte es fotografieren für euch.

Im Herbst bauen die Blätter das Chlorophyll ab, es ist die grüne Farbe, die Kohlenwasserstoff aus der Luft aufnimmt und den Kohlenstoff als Zucker und Nährstoff verbraucht, den Sauerstoff in die Atmosphäre freigibt.

Chlorophyll ist chemisch betrachtet der nächste Verwandte des Hämoglobins, dem Stoff, der unser Blut rot macht. Durch den Sauerstoff.

Beide Stoffe sind beinahe identisch.

Natur – wir sind Verwandte des Blattes, der Bäume, wir Menschen sind Teil der Natur.

Wir leben von den Bäumen, von den Pflanzen – direkt aufgrund der Nahrung – und ebenso direkt, wenn auch unbemerkt meistens, aufgrund des Sauerstoffs, den wir einatmen. Von dem wir leben.