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Was mich heute am Evangelium fasziniert – nicht so sehr, dass der Tote wieder zum Leben auferweckt wird – wem, wenn nicht Jesus oder JHWH würde ich das zutrauen!

Mich fasziniert:

Das Sterben des jungen Freundes, die Trauer der Schwestern, ja der ganzen Dorfbevölkerung, das alles lässt Jesus nicht kalt.

Er weint.

Er ist erschüttert und regt sich seinerseits auf – über den Tod des Freundes, über das Leid der Schwestern, über die Hoffnung, die an ihn herangetragen wird, über die Tatsache menschlichen Sterbens an sich, über die Wundersucht, wo es mehr um die Sensation geht als um Leben und Tod eines Menschen …

Jesus lässt sich durch Menschen bewegen.

Liebe Brüder und Schwestern – Gott/Göttin lässt sich durch Menschen bewegen.

Wir sind gerade mitten in der Fastenzeit, eher schon am Höhepunkt.

Es geht beim Fasten darum, selber weniger zu verbrauchen, bewusster zu leben, damit alle Menschen weltweit das Nötige zum Leben haben.

Menschen können als Einzelwesen nicht leben.

An vielen Orten und in weiten Gebieten unserer Erde fehlt das Grundlegende: Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung, Bildung. Frieden..

In beinahe 100 % fehlt Wesentliches, weil Menschen nicht zusammenhelfen.

Weil sie nicht auf ihre Menschengeschwister achten.

Weil es in vielen Ländern zuviel gibt.

Weil der Austausch nicht funktioniert – und damit meine ich nicht bloß den Transport. Viele Menschen, viele Firmen, viele Länder leben als ob es die anderen nicht gäbe.

Und: Menschen sind nicht lästig genug – wie die Jünger und Marta.

Menschen lassen sich durch fremde Tränen nicht erschüttern, nicht durch den Tod der jungen Menschen in armen Ländern.

Menschen bleiben in ihren Grabhöhlen, obwohl sie beim Namen gerufen werden berufen sind, Verantwortung zu übernehmen – für das eigene Verhalten und für ihre Mitmenschen.

Menschen beten nicht, sind nicht lästig Gott gegenüber, schreien zu leise oder gar nicht um Hilfe, erwarten das Unmögliche nicht.

Dabei ist die Bibel voll von Beispielen, wie Gott angesichts unmöglicher Situationen noch handeln und alles zum Besseren verändern kann. Für Gott ist es nie zu spät. Aber er mag nicht allein handeln ohne aktive Menschen. Ohne uns.