Es gibt zwei Meinungen:
- Um erfolgreich zu sein, braucht es ein gewisses Maß an Beliebtheit.
- Wer nur beliebt sein will, bleibt am Ende auf der Strecke und hat keinen Erfolg.
Beide stimmen.
Also: Was jetzt?
Da ich auch Jahrzehnte hindurch an verschiedenen Schulen unterrichtet habe, ein Beispiel aus diesem Bereich.
Als jungen LehrerInnen wurde uns ein bemerkenswerter Grundsatz beigebracht:
„Seid drei Monate, von Schulbeginn bis ca. Dezember, sehr streng und genau – aber natürlich gerecht, mit nachvollziehbaren klaren Vorgaben und Entscheidungen. Die SchülerInnen respektieren euch dann als ernstzunehmende Lehrkraft und sind diszipliniert. Wenn ihr dann ab Weihnachten von Zeit zu Zeit eine Ausnahme macht, z.B. keine Hausaufgaben, wenn an den nächsten Tagen schwierige Prüfungsarbeiten in anderen Fächern anstehen, oder eine „Faschingsstunde“ mit Witzeerzählen und lustigen Spielen am Faschingdienstag – und wenn ihr in Notfällen auch einmal eine Viertelstunde ein offenes Ohr habt für die Sorgen der Jugendlichen, werdet ihr auch als menschlich und beliebt gelten, und die Arbeitsdisziplin wird sogar noch steigen.“
Also: Beliebt UND erfolgreich. Nur so geht es.
Und in der freien Wirtschaft?
Morgen dazu mehr!
