Bei einem gar nicht so langen Spaziergang in der Ratzersdorfer Traisen-Au hat mich die herbstliche Natur mit wunderschönen Farben und Formen beschenkt.
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Heute kaum mehr bekannt – und wenn, dann nicht genutzt bzw. gegessen: der Schleh- oder Schwarzdorn.
Zu Unrecht; denn die Schlehe, Prunus Spinosa, bei der es sich um eine „wilde“ Verwandte all unserer Pflaumen- und Zwetschkensorten handelt, hat es in sich. Die Steinobstfrüchte enthalten Vitamin C, Gerbstoffe, Fruchtsäuren und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide. Die Traditionelle Europäische Medizin kennt und schätzt sie als adstringierend, antioxidativ, harntreibend, schwach abführend, magenstärkend, fiebersenkend und entzündungshemmend; ganz allgemein wirken sie unterstützend auf unser Immunsystem.
Zwar finden auch Blüten und Rinde Verwendung, die eigentlichen „Stars“ sind aber die Früchte, die ab ca. Mitte August, sicher Mitte September reif sind: Sobald die „Beeren“ (eigentlich Steinfrüchte) zur Gänze schwarzblau sind und sich leicht von ihren Stielen lösen lassen, können wir sie ernten.
Aber Achtung: Obwohl sie auch direkt vom Strauch genießbar sind – und ich kenne Menschen, die immer wieder im Vorbeigehen von ihnen naschen -, schmecken sie aufgrund der Gerbstoffe ziemlich herb. Während der ersten Nachtfröste bauen sich diese zu einem erheblichen Teil ab, wodurch die Früchte milder werden.
Da dies auch die Vögel merken, kann es sein, dass wir dann Mitte Oktober oder Anfang November keine Schlehen mehr an den Sträuchern finden… Mit einem einfachen Trick werden auch im Spätsommer gepflückte Früchte schmackhafter: Wir geben sie für einige Tage, mindestens für 24 Stunden, in Tiefkühltruhe oder -fach.
Schlehen lassen sich zu Saft, Likör, Marmelade oder Chutney verarbeiten.
Zu finden sind die Schlehdornsträucher in den Hecken rund um St. Pölten, meist in der Nachbarschaft von Heckenrosen, Holler und Weißdorn. Mein Tipp: der Ratzersdorfer Kellerberg und die Spazier- und Wanderwege rund um die Traisen
Ihr Lieben!
Hier in Niederösterreich hat gestern das neue Schuljahr begonnen – und für viele Menschen beginnt in diesen Tagen der Berufsalltag wieder, der Urlaub ist vorbei, der Sommer hält sich noch eine Zeit …
Doch liegt schon eine Ahnung in der Luft: die Abenddämmerung kommt früher, am Morgen ist es schon recht kühl, die ersten Blätter verfärben sich, der Wind bläst intensiver. Die Felder sind abgeerntet, Äpfel, Birnen, Zwetschken, Nüsse werden reif.
All das ist Sinnbild für unser Leben: Manches ist vorbei. Manches reift noch. Es tut gut, Störendes loszulassen und zu „kompostieren“, dass es Grundlage werde für Zukünftiges – und Gelungenes, Wertvolles zu bewahren, zu würdigen, dankbar zu feiern.
Wir erfahren immer wieder: Nicht alles hängt von uns ab, kommt aus eigener Anstrengung. Vieles stammt aus der Quelle, die unglaublich wohlwollend und großzügig achtet auf uns. Vielleicht sogar ist das Wesentliche immer geschenkt …
Im Ritual zur Herbst-Tagundnachtgleiche wollen wir Erntedank begehen – in einer anderen Form als üblich, spirituell, mit alten Traditionen, aber nicht in starrer Form einer Religion. Kreativ, freudig, bewusst, – und in der Gemeinschaft des Frauenkreises.
Vor Ort in Ratzersdorf (max. 8 Teilnehmende) am 20. 9. – oder online am 21. 9.
Hier der Link zu meiner Anmeldeseite, auf der du auch die genauen Infos bekommst.
Ich freue mich, wenn du dabei bist!
Schon seit einigen Wochen , genau gesagt: seit Ende Februar, hole ich mir immer wieder Bärlauch aus der Natur. Er ist das erste Wildgemüse, das wir im Jahreslauf in Aulandschaften finden können.
An der Traisen, in Ratzersdorf zwischen Feldmühle und Badesee, aber auch im Kaiserwald wächst jede Menge.
Gestern fuhr ich nach Pucking in Oberösterreich zu einem Begräbnis. Vor Mittag hatte ich etwas Zeit und ging etwa 45 Minuten in der Au an der Traun spazieren. Auch dort: Ein grüner Teppich aus Bärlauch. Natürlich nicht überall, aber an manchen Stellen – die ich aus den letzten Jahren noch gut in Erinnerung habe.
Was Bärlauch alles kann: (aus: MMag. Dagmar Ruhm: Meine saisonale Hausapotheke, Linz 2018, S. 8
Bärlauch enthält dieselben Wirkstoffe wie Knoblauch[1], allerdings in um zwei Drittel geringerer Dosierung: hauptsächlich schwefelhältige Verbindungen, die (Allicin zusammen mit Brenztraubensäure und Ammoniak) den typischen Knoblauchgeruch hervorrufen. Diese schwefelhaltigen Verbindungen wirken antiarteriosklerotisch, durchblutungsfördernd und antimikrobiell.
Dazu kommen Proteine, freie Aminosäuren, Selen (Selenocystein), Kohlenhydrate, Steroidsaponine und Spuren von Flavonoiden.
Bärlauch beeinflusst den Lipid- und Cholesterinstoffwechsel und vermindert den Triglycerid-, LDL- und Cholesterinspiegel.
Der HDL-Spiegel wird erhöht; Bärlauch wirkt antioxidativ und hemmt die Ablagerung von Cholesterin an den Gefäßwänden sowie die Thrombozytenaggregation, vermindert also die Thrombosegefahr. Bärlauch wirkt gefäßerweiternd und erhöht die Elastizität der Blutgefäße; die schwefelhaltigen Peptide wirken blutdrucksenkend.
Die angeführten Wirkungen verstärken einander gegenseitig.
Sie sind im Labor- und Tierversuch bestätigt; klinische Untersuchungen an Menschen gibt es bisher nicht.[2]
Weiters wirkt Bärlauch antiphlogistisch, löst den Schleim in Lunge und Bronchien auch nach längerer Erkrankungsdauer und fördert das Abhusten.
Bemerkenswert ist die keimtötende Wirkung auf Bakterien, Viren und Protozoen.
Überhaupt stärkt Bärlauch das Immunsystem, wirkt günstig auf das Magen- und Darmsystem sowohl bei Durchfällen als auch bei Verstopfung, beseitigt Darmwürmer, wirkt hautreinigend und gegen Rheuma.
Nach Maria Treben bringt frischer Lauchsaft schlecht heilende Wunden zum Abheilen.
Bäumler nennt als Anwendungsgebiete (für Knoblauch) Arteriosklerose, Erkältungskrankheiten, v. a. Atemwegsinfekte, an, die Eignung als Antibiotikum gegen krankheitserregende Darmbakterien, die Prophylaxe von Darminfektionen in warmen Ländern und die Linderung von Darmbeschwerden. Er erwähnt den volksmedizinischen Gebrauch innerlich bei Wechselbeschwerden, Zuckerkrankheit, als Stärkungsmittel und Wurmmittel und äußerlich gegen Hühneraugen, Warzen, Nerven- und Muskelschmerzen.
[1] Vgl. Bäumler, S. 80 sowie S. 346 f. Zu den praktischen Wirkungen vgl. auch Treben, S. 17
[2] Spirituelle Pflanzenheilkunde, HG.: Akademie für Naturheilkunde GmbH und Verein Europäische Klosterheilkunde Gut Aich, Salzburg 2018, S. 63
Liebe Mitmenschen,
ich möchte euch herzlich einladen zu meinem „Tag der offenen Tür“ am Donnerstag, 22. 2. 2024, 15.00 – 18.00 Uhr.
Wo: Villa Sophia, in 3100 Ratzersdorf, Gerichtsfeldgasse 3
Was euch erwartet:
2 kurze Vorträge zu den Themen Gesundheit natürlich erhalten und zur authentischen Schönheit.
Snacks, Getränke
Besichtigung meines Büros und Praxisraums, Zeit für Fragen und Antworten, Schnuppertraining Naturgesundheit oder Stilberatung.
Ich freue mich!
Am Abend ab 18.30 wird es einen FrauenGenussAbend geben – Entdecke deine individuelle Schönheit und kreiere deinen persönlichen Stil. Eintritt: EUR 20,- Imbiss, Ende 21.30.
Persönliche Anmeldung erforderlich.
Der Hausumbau beginnt erst; wir treffen und bei mir im Wohnzimmer.
