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Win-Win-Lösungen wären ohne weiteres auch im Bereich der Schule möglich. Geringes Bemühen aber der aufrichtige Wille aller Beteiligten reichen aus, um das Erleben von Schule in all seinen Facetten für SchülerInnen, Lehrkräfte und Eltern zu einer erfreulichen Sache u machen.

Wie?

Oder fragen wir besser: Wieso klappt es oft nicht?

Viele Eltern schimpfen auf Schule und LehrerInnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Ja, es gibt sie, die Lehrenden, die „Dienst nach Vorschrift“ machen – und nicht einmal das. Wo der Unterricht langweilig, die Beurteilung ungerecht, das menschliche Verhalten destruktiv ist.

So etwas gehört abgestellt, keine Frage.

Die überwiegende Mehrheit hat sich den Lehrberuf aber ausgesucht – und übt diesen seit Jahrzehnten aus -, weil sie die Arbeit, das tägliche Zusammensein mit Kindern und Jugendlichen schätzt und das Beste an Informationen aus dem eigenen Interessengebiet (Schulfach) weitergeben möchte.

Eltern und LehrerInnen, die zusammenwirken, sind eine tolle Chance, dass aus jungen Menschen tatsächlich „etwas wird“: glückliche, verantwortungsbewusste, tüchtige, kluge, freie Erwachsene.

Noch etwas: Sogenannte „Problemschüler/innen“ – ich habe in Jahrzehnten, in denen ich unterrichtet habe, festgestellt: Als ich die dazugehörigen Eltern kennenlernte, war ich froh, dass die Kinder „nur so“ sind – nämlich weit harmloser. Unerträgliches Benehmen (nicht zuhören, nicht Ordnung halten, Aufgaben nicht erledigen, Faulheit, Rücksichtlosigkeit, Gewalt, Beschimpfungen, Mobbing …) werden gelernt. In den meisten Fällen zu Hause.

OK., so neu ist sie nicht. Es gibt sie seit 11 Jahren: die Da Vinci – Schule in Wels, freie Schule (und Kindergarten und Krabbelstube) für Kinder von 1,5 bis 15 Jahren.

Googelt sie einfach!

Meine Bekannte Rafaela Strasser – Maurer hat sie auf ihrem eigenen Grundstück errichten lassen und ist die Chefin, Oder noch besser: wenn ihr in der Nähe wohnt, schickt eure Kinder dort hin!

Es wird sich lohnen.

Glückliche,. lern- und lebensmotivierte Kids …

Der Geografielehrer am Donnerstagmorgen in der Schule: „Jeden Donnerstag machen wir es jetzt so: Wer meine erste Frage beantworten kann, darf nach Hause gehen und hat den Rest des Tages frei.“

Die erste Frage lautete: „Wie viele Sandkörner befinden sich in der Sahara?“ Niemand wusste die Antwort.

In der Woche darauf lautete die Frage:“ Wie viele Fische befinden sich im Atlantik?“ Wieder konnte niemand antworten.

Am dritten Donnerstag kam Susi vor Beginn des Unterrichts in die Klasse, legte eine Euromünze auf den Lehrertisch und setzte sich auf ihren Platz.

Der Geografielehrer betrat die Klasse, sah den Euro und fragte: „Wem gehört dieser Euro?“

„Mir“, sagte Susi, „und Tschüß, Herr Lehrer, bis morgen!“

Also hben wir heute eben das Mitarbeiterfest abgesagt …

Weisung der Diözese Linz.

Wegen einiger freikirchlicher Hiasln, die sich in Linz als besonders gute Christen gefühlt und jede Vorsicht außer Acht gelassen haben.

Auch der Schulgottesdienst wird nicht stattfinden … Schule endet mit morgen…

Meine Ferien beginnen auf diese Weise entspannter, rascher, lockerer …

Aber das wäre nicht der Sinn des Ganzen und nicht der Zweck der Übung.

Was meint ihr dazu?

Beim Schulanfangsgottesdienst der NMS Haid wurde heute eine Geschichte vorgelesen, die auch mich beeindruckt hat.

Hier der Text:

Joel stand kurz vor seiner Bar Mizwa (vergleichbar mit unserer Firmung).
Einige Wochen vorher  durfte er dem Rabbi einen Besuch abstatten.

Der Rabbi begrüßte Joel und seinen Vater mit einem freundlichen Händedruck.

Dann segnete er den Buben, damit er wachsen möge und eine Freude für die Gemeinde und seine Familie werde.

Schließlich  stellte der Rabbi eine ungewöhnliche Frage an Joel: „Bist du ein Fußball-Fan?“ Joel bejahrte die Frage.

„Von welcher  Mannschaft bist du ein Fan – von Rapid Wien oder  FC Salzburg?“ „Von FC Salzburg“, antwortete der  Bub.

„Ist auch dein Vater ein Anhänger dieser Mannschaft?“ „Ja“, antwortete Joel.

„Nimmt er dich zu den Spielen mit?“, fragte der Rabbi weiter.

„Hin und wieder“, sagte Joel. „Erst vor drei Wochen habe ich ein Spiel mit ihm gesehen.“

„Wie war das Spiel?“, fragte der Rabbi.

„Es war enttäuschend“, meinte der 13-jährige. „Bereits nach der ersten Halbzeit ist unsere Mannschaft 3:0 hinten gelegen. Daher haben wir uns entschieden, das Stadion zu verlassen.“

Da fragte der Rabbi: „Und haben auch die Spieler das Spiel verlassen, als ihr gegangen seid?“

„Aber nein, Rabbi. Die Spieler können das Spiel nicht mittendrin verlassen“, erklärte Joel.

„Warum nicht?“, fragte der Rabbi lächelnd. „Erkläre mir, wie das funktioniert.“

Joel sagte: „Also das ist so. Es gibt Spieler und es gibt Anhänger. Die Anhänger können gehen, wann immer sie wollen. Denn sie sind nicht Teil des Spiels. Das Spiel geht auch ohne sie weiter. Aber die Spieler müssen bleiben. Sie müssen bis zum Ende des Spiels versuchen zu gewinnen.“

Da lächelte der Rabbi erneut und sagte: „Das ist eine Lehre, die ich dir auch in Bezug auf die Religion und die Schule geben will.  Du kannst ein Anhänger oder aber auch ein Spieler sein. Sei ein Spieler!“