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Gestern nahm ich an einem berührenden Konzertabend in der ehemaligen Synagoge in St. Pölten teil. Lieder des Trostes und des Überlebens von jüdischen Autorinnen, Ilse Weber und Elfriede Gerstl, anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938.

Bei Teilen v. a. bei den Vertonungen von Elfriede Gerstls Texten, handelte es sich um eine weltweite Uraufführung.

Was habt ihr anlässlich des Gedenkens unternommen? Wart ihr bei Feiern, Lesungen, …?

Eigentlich, wörtlich aus dem Altgriechischen übersetzt, heißt das Wort „Versammlung, Zusammenkunft“.

Versammlungsräume, in denen gläubige Juden zum Beten zusammenkamen, hießen schon zur Zeit Jesu so. In jedem Dorf, in jeder Stadt gab es sie. Einen „Tempel“ gab es ausschließlich in Jerusalem; dort wurden Opfergottesdienste gefeiert, d. h. Opfertiere rituell geschlachtet.

Seit der Zerstörung des 2, Jerusalemer Tempels 70 nach Chr. gibt es ausschließlich Synagogen im Judentum und keine Opfergottesdienste mehr.

Die Synagoge in St. Pölten ist frisch renoviert und vor einem guten Monat wiedereröffnet worden – als kultureller Treffpunkt. Da passt die Bezeichnung „Versammlungsort“ wiederum gut.

Sehr informativ fand ich die Führung zur Wiedereröffnung Mitte April.

Konzerte, Vorträge usw. sind geplant.

Vom 7. – 9- Juni und vom 14. – 16. Juni gibt es z. B. Jewish Weekends – ein Festival für jüdische Kultur.

Informiert euch gerne selbst:

www.ehemalige-synagoge.at

Wenn Gott uns, die Menschen, über alles liebt – wie kommt es dann, dass Schlechtes, Böses … in der Welt existiert?

Verschiedene Religionen und religiöse Strömungen haben im Lauf der Geschichte versucht, Antworten darauf zu geben. Erklärungsversuche.

Am besten davon gefällt mir folgender: Gott will das Negative nicht. Die Entscheidung, es zuzulassen, war jedoch der einzige Weg, unsere Freiheit zu garantieren.

Was wir glauben dürfen:

Jesus Christus hat, wo immer er hinkam, Leid gelindert und Gutes beginnen lassen. Die vielen Heilungswunder, die in den Evangelien geschildert sind, (und vieles mehr, im Grunde sein gesamtes Wirken) zeugen davon.

Der heutige Bibeltext zur Betrachtung:

Die Heilung der gekrümmten Frau: Lk 13, 10-17

Ein Gedanke dazu: Auch nach so vielen Jahren des Leids ist es möglich, dass alles gut wird. Gott ist Herr über die Zeit. Das, was er jetzt tut, wie er heute und in Zukunft an uns wirken will und kann, ist mächtiger als das Vergangene.

Lukas 13, 10-17

10 Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge. 11 Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen. 12 Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst. 13 Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott. 14 Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da. Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat! 15 Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke? 16 Diese Frau aber, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen? 17 Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt; das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.