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Todsünde Nr. 7: Trägheit, acedia (so fad, dass es eklig ist)

Nein, es ist nicht wohlverdiente Ruhe, Erholung, es sich gut gehen lassen gemeint. Oder gar, wenn jemand Arbeitsabläufe optimiert und vereinfacht.

Vielleicht noch Faulheit, die zum Himmel stinkt – aber auch das ist nur ein Aspekt davon.

Gemeint ist:

Wenn einen nichts mehr „vom Hocker reißt“

Alles wurscht, sagen wir in Österreich.

Wenn einem egal ist, was andere tun, sagen, wie es ihnen geht. Fehlende Empathie.

Die Jugend nennt es „cool“. (Obwohl sich die Bedeutung in den letzten Jahren etwas gewandelt hat).

Es regt einen nichts auf, es bewegt einen nichts mehr – und dann bewegt man selber auch nichts mehr.

Man bewegt sich selbst nicht mehr.

„My home is my castle“. Modernes Biedermeiertum. Sich heraushalten aus dem Weltgeschehen, aus der Politik. Unspektakulärer Egoismus – man ist sich selbst genug, schaut nicht über den eigenen Tellerrand. Geht mich nichts an, was rundherum passiert. Nach mir die Sintflut.

Stagnation in allen Bereichen.

Und wir wissen, was Stillstand bedeutet: Tod. Was sich nicht mehr verändert und weiterentwickelt, stirbt.

„Ich habe nie etwas Böses getan“ lautet die Rechtfertigung.

Ja. Aber auch nie etwas Gutes.

Das katholische allgemeine Schuldbekenntnis kennt die die Unterlassungssünden.

Es unterlassen, mich einzumischen, aufzuregen, mitzutun, zu widersprechen, sich zu engagieren, … wo es angebracht gewesen wäre.

Es unterlassen, das Bestmögliche aus sich selbst und dem eigenen Leben zu machen.

Beziehungslosigkeit. Beziehungsunfähigkeit.

Heute ist der sogenannte „Dreifaltigkeitssonntag“. Gott/Göttin ist in sich lebendige Beziehung und Bewegung. Kein starres „System“.

Bild von Afrikaansvatter auf Pixabay