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Auflösung zu Satire 12 „Immer wenn Ihnen etwas einfach, logisch und plausibel erscheint: Finger weg! Das kanns nicht sein – das Leben ist kompliziert. Nicht vergessen: Hinterfragen Sie auf jeden Fall Ihr Bauchgefühl!“

Ja, Das glauben viele. Zu viele.

Diese Einstellung widerspricht diametral den Ratschlägen des Ignatius, der ja meint: Die einfachste, logische Entscheidung ist meistens die richtige. Achtung: NICHT von vornherein schon die, die leichter umzusetzen ist!

Unser sogenanntes „Bauchgefühl“ ist das Ergebnis, die Summe aller Eindrücke, aller Umstände – auch derer, die wir bewusst nicht wahrnehmen. Dazu kommt: Unser Unbewusstes vernetzt und ergänzt, kombiniert neu – es handelt sich beim „Output“ immer um weit mehr als bloß die Summe aller Teile. Tiefere Weisheit…

Das rationale Denken hat ausschließlich die wahrnehmbaren Inhalte und die bewussten Erinnerungen zur Verfügung, ist also viel ärmer dran. Sich ausschließlich auf Logik und 5 Sinne zu verlassen, grenzt im Grunde an sträflichen Leichtsinn. Einer Kontrollsucht, die alles bedenken und überblicken will, ohne sich auf die tieferen Erkenntnisschichten (und zusätzlich auch auf die höheren Dimensionen) zu verlassen, sie einzubeziehen, kommt das Leben selbstverständlich extrem kompliziert vor.

Der Satz müsste umgedreht richtig lauten:

„Immer wenn Ihnen etwas zu kompliziert vorkommt, fragen Sie Ihr Bauchgefühl…“

Überfordert und ausgelaugt (Satire 10) – Überforderung und Erschöpfung entstehen, wo Menschen zu lange nicht auf ihren Körper und auf ihr Bauchgefühl achten. Glauben, alles selbst managen zu müssen, für alles zuständig zu sein, nie Pause machen zu dürfen.

Also lasst es euch bitte gut gehen!

U

Beitrag und Übung für Samstag, 26. 10. 2024

Deine Erfahrungen

Was wir oft und vor allem regelmäßig erleben, prägt sich in unser Unterbewusstsein ein. Und zwar ob wir wollen oder nicht.

Ist dir folgendes schon einmal passiert: Du beginnst mit einem neuen Hobby, sagen wir mit dem Fotografieren. Alle paar Jahre hast du etwas begonnen, was dir wirklich Freude gemacht hat, was dich interessiert hat – Aquarellmalen, Klavierspielen, Chorgesang, Langlaufen, das Thema „Bier“ …

Jedesmal hast du zwei bis drei Kurse oder Veranstaltungen besucht – und nach einem oder zwei oder auch drei Jahren wusstest du nicht einmal mehr, dass du dieses Hobby einmal hattest.

Allerdings: Dein Unbewusstes hat sich etwas gemerkt, nämlich: Dass du es nicht schaffst, eine Sache durchzuhalten. Dass es auf dieser Welt nichts gibt, wofür sich der Einsatz lohnt, weil es ja offenbar egal ist (du lebst ganz gut ohne diese Sache …)

Das ist schade und traurig: Denn sobald du wieder – möglicherweise wider Erwarten – etwas findest, das dich und deine Aufmerksamkeit zu fesseln vermag, wird deine innere Kontrollinstanz das Vergnügen, den Einsatz, … nach einiger Zeit beenden. Ganz ohne dein Zutun, ohne dass es einer bewussten Entscheidung deinerseits bedarf.

Deine bewusste Entscheidung wäre gefordert, um das Neue weiter zu betreiben und mehr oder weniger gute „Ausreden“, Stopper, auszubremsen – als da wären: „keine zeit“, „in meinem Alter passt das noch nicht oder nicht mehr“, dafür bin ich nicht sportlich genug“, „was würden die Leute sagen“, „das ist zu kindisch“, …

Wenn du beruflich damit zu tun hast, Veranstaltungen zu organisieren, einzuladen, in irgendeiner Form Auftritte zu haben, kann die Erfahrung von kaum oder wenig besuchten Events ähnlich wirken. „Hoffentlich kommen diesmal nicht wieder so wenige“ „das interessiert eh keinen“ usw. werden zu selbsterfüllenden Prophezeiungen.

Erfolg, Freude, interessante Lebenserfahrungen, neue Freunde, eine glückliche Paarbeziehung, rauschende Feste mit begeisterten Gästen … das alles scheint UNVEREINBAR mit deinen Erfahrungen, mit dem Gewohnten, mit deiner Prägung.

Dabei kann alles ganz anders sein!

Wie?

Dein Unbewusstes unterscheidet nicht zwischen tatsächlichen Ereignissen und denen, die du dir vorstellst.

Nimm dir mehrmals am Tag die Zeit, dir den Event mit zahlreichen Teilnehmern vorzustellen – plastisch und lebensecht auszumalen. Oder die glückliche Liebesbeziehung. Oder wie du das Hobby begeistert ausübst. Oder … oder … oder.

Mindestens dreimal am Tag, am besten immer zur gleichen Uhrzeit, mehrere Wochen hindurch.

Fang gleich heute, jetzt sofort, damit an!

Vergiss, was nicht geklappt hat. Vorbei ist vorbei.

Und unternimm natürlich konkrete Schritte zur Verwirklichung … du wirst ohnehin Lust dazu bekommen!