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Ganz schön streng, oder?

Und: Wenn wir ganz ehrlich sind: Genau dieses Verhalten, das Jesus da empfiehlt, wünschen wir uns im Grunde.

Wir möchten uns auf andere verlassen können.

Dass andere es ehrlich mit uns meinen.

Dass Menschen feste Beziehungen, Ehe, Treue, respektieren, hochachten.

Und wir leiden darunter, dass das oft und schnell einmal wo nicht so ist.

Dieser Abschnitt des Evangeliums steht in einem größeren Zusammenhang. Innerhalb der sogenannten Bergpredigt. Am Anfang der Bergpredigt stehen die Seligpreisungen.

Das was wir heute gehört haben, sind die genauen Erläuterungen von Jesus, er will uns eigentlich Handlungsanleitungen geben, wie das geht, wie das gehen kann: glücklich sein. Denn:

Dieses glücklich sein als Christ…

Das geht über das Normal-Menschliche noch hinaus.

Es gibt noch mehr, möchte Jesus in der Bergpredigt sagen.

Das menschlich Erwart- und Wünschbare, das Durchschnittliche, das was alle erwarten, der Konsens, was gesellschaftlich etwas gilt,  ist nicht das, was im Grunde und im letzten glücklich macht. Wieviele Menschen haben alles, Reichtum, Haus, Familie, gute Arbeit… und sind nicht glücklich,

Ja, Gott will, dass wir Menschen glücklich sind.

Gottes Ordnung ist eine ganz andere als die der Menschen. Als Christen gehören wir eigentlich zu dieser Ordnung Gottes dazu, da gelten andere Gesetze – Gesetze nicht im Sinn von Vorschriften, sondern von Naturgesetzen oder geistlichen Gesetzmäßigkeiten. Und in diesem Sinn ist Dieser Text aus dem Evangelium das neue Gesetz, Jesus steigt auch wie einst Mose bei den 10 Geboten auf einen Berg…

Jesus fordert uns auf, ein gesundes Gottvertrauen zu entwickeln – wenn wir in seinem Auftrag unterwegs sind, wenn wir handeln, wie er es möchte, ehrlich und gerecht, dann liegt sein Segen darauf – und wir brauchen uns die Sorgen um den weiteren Verlauf und guten Ausgang der Sache nicht zu machen.

Viele Menschen sind der Meinung, sie müssten ein bisschen tricksen, sich Vorteile verschaffen durch Lobbys oder Freunde, „Vitamin B“, Beziehungen … damit „was weitergeht“. Das ist menschliches Denken.

Gott ist anderer Meinung.

Bei ihm spielt das alles keine Rolle. Wenn er für jemanden, für etwas ist, dann kann sein was will – die Großkopferten dieser Welt, auch innerhalb der kirchlichen Hierarchie, werden sich anschauen.

Jesus möchte uns einladen zu größerem Vertrauen.

Wie bekommen wir das? Der Fasching ist eine tolle Möglichkeit dafür. Ausgelassen feiern, wirklich lustig sein. Dem Leben und seinen Widrigkeiten ins Gesicht lachen. Über sich selbst lachen.

Humor ist ein Geschenk Gottes.

Humor hat dieselbe Wortwurzel wie „humilitas“, Demut. ERDE Da geht es ja gerade darum, dass ich nicht alles selber zu machen brauche, weil ich als Mensch das gar nicht schaffen kann. Wir brauchen schlicht und einfach 1. die natürlichen Lebensgrundlagen – Luft zum Atmen. Essen, Trinken, ein Klo, Wärme, Kleidung, ausreichend Schlaf, Hygienemaßnahmen, Geborgenheit, Heimat, ggf. ärztliche Versorgung und später einmal ein Begräbnis usw. … Ich brauche die anderen Menschen.

Und ich brauche den göttlichen Beistand und Segen.

Die Leichtigkeit, die im Lachen steckt – ist nicht zu verwechseln mit Leichtfertigkeit. Humor blendet das Schwere und Dunkle des Lebens nicht aus – es gibt Krankheit, Tod, Katastrophen … Aber von dauerndem ängstlichem Sorgen, was alles sein könnte, hat noch niemand etwas besser gemacht. Dies ist verschwendete Lebenszeit, in der man sich dankbar über das Gute, das da ist, freuen könnte.

Und sooft wie möglich herzlich lachen.

Liebe Brüder und Schwestern!

Die zwei alten Menschen – der Prophet Simeon und die Prophetin Hanna, sagen da im heutigen Evangelium über Jesus – was aus dem kleinen Kind einmal werden wird.

Nach dem Verständnis der Heiligen Schrift handelt es sich dabei um das Bestmögliche, das passieren kann: Er ist der Messias, der Meschiach, der lang Erwartete … mehr geht nicht.

Sie alle haben das Fest, das wir heute feiern, schon unzählige Male miterlebt. Darstellung des Herrn. Oder Mariä Lichtmess, wie es bis zum 2. Vatikanum hieß. Es sind da zwei oder sogar drei Feste oder Vorkommnisse zusammengefallen: Früher hieß es Beschneidung des Herrn, die wäre aber am 7. Tag nach der Geburt fällig – dann die Auslösung der Erstgeburt, nach jüdischem Verständnis gehört diese Gott, ist Gottes Eigentum und es braucht eine Opfergabe – und dann das Ende des AT Mutterschutzes – nach einer Geburt nahm eine Frau 6 Wochen , bei einem Mädchen sogar 12 Wochen, nicht am gesellschaftlichen und am Arbeitsleben teil. Man hat im Lauf der Geschichte das gut Gemeinte ins Gegenteil verkehrt, als ob eine junge Mutter durch die Geburt unrein würde, was natürlich Unsinn ist – es wurde als Gesetz bestimmt, damit sich auch wirklich alle dran halten…

Zurück zum Evangelium: Das, was Simeon sagt, ist zu einem kirchlichen Gebet geworden, das Ordensleute und Priester täglich beten, und heißt „Benedictus“. Segen. Heute wird bei uns im Gottesdienst ziemlich viel gesegnet: Die Kerzen zu Beginn – und am Schluss der Blasiussegen.

Was ist denn das überhaupt: ein Segen?

Im lateinischen Wort steckt bene – gut und dicere – sagen. Wörtlich übersetzt: etwas Gutes sagen.

Gute Wünsche – wie wir es auch gewohnt sind, bei bestimmten Anlässen: Taufe, Geburtstag, Heirat, wenn jemand etwas Neues beginnt, vor einer Reise oder Geschäftseröffnung usw.

Gutes zusprechen. Auf die guten Möglichkeiten hinweisen, Hoffnung und Mut machen.

Wir wissen, wie wichtig das gerade für Kinder ist. Oder umgekehrt wie schädlich es sich auswirken kann, wenn ein Kind dauernd zu hören bekommt: Du taugst zu nichts. Aus dir wird nie was werden. Du bist zu nichts zu gebrauchen. Du hast da nichts verloren. Du hast nichts zu sagen. Du machst nur Ärger, Sorgen und Arbeit …

Ein schlechte Basis für das Leben – und das soll ja gelingen.

Uns ist meistens nicht bewusst, wieviel Macht, Einfluss unser Reden – und unser Denken – hat.

Überlegen wir einmal, wie wir im Normalfall sprechen – im Alltag.

Über uns selber. Reden wir begeistert über unsere Pläne, voll Freude über das, was wir tun und geschafft haben, über scöne Erlebnisse – auch wenn sie ganz klein sind -, über einen wunderbaren Film, den wir gesehen haben, über Leistungen und Glücksfälle in der Familie, im Bekanntenkreis… ? Worüber wir froh und dankbar sind? Oder wärmen wir immer wieder die Fehler und Mängel auf, die Sorgen, die wir haben, was uns für ein Unglück widerfahren ist – oder geschehen könnte, schildern wir lang und breit unsere Krankheiten und betonen wir, was alles nicht geht und unmöglich ist …?

Die negative Sicht schadet nicht nur uns selbst, sondern vergiftet das Denken aller, die sich das anhören müssen.

Segen bringt Licht ins Leben. Ja, und bewirkt was. Ich habe in einem Glaubensseminar vor zig Jahren eine Idee gehört: Im Vortrag wurde geschildert, dass und wie wir – sagen wir einmal: verhaltensauffällige – Mitmenschen bewusst segnen können und diese dann tatsächlich sich ändern.

Ich bin im Innviertel als Seelsorgerin viel Auto gefahren, auch beruflich, und habe das umgehend probiert. Verhaltensauffällige Verkehrsteilnehmer gibt es genug.

Man weiß ja nicht, wieso z. B. Autofahrer seltsam fahren. Möglicherweise ist ihnen nicht gut oder sie tragen mit Beifahrern einen Streit aus oder haben Sorgen usw. … wenn sie mit knapp 70 km/h vor dir ewig herfahren, obwohl 100 erlaubt sind… wenn ich sie segne, fahren sie entweder dann anständig oder sie biegen ab oder fahren an den Rand und bleiben stehen. In 9 von 10 Fällen.

Oder bei einer Schlange an der Supermarktkassa. Segnen Sie die Kassierin und alle vor Ihnen und hinter ihnen, die sich anstellen. Es ist erstaunlich, wie freundliche Worte man dann meistens hört.

Oder loben Sie die anderen, die Sie treffen: Ob Aussehen oder etwas, was diese gut können – oder wenn Sie ihnen einfach einen wunderbaren Tag, schöne Stunden oder gute Fahrt usw. wünschen.

Das hat eine positive Wirkung nicht nur auf die Gesegneten, sondern mindestens genauso auf uns selber.

Es ist ja ohnehin Fasching – machen Sie alles mit einer riesen Dosis Humor.

Fasching . Zeit für Genuss! Wem die Faschingskrapfen schon langweilig sind, hier ein traditionell österreichisches Rezept:

Zutaten:

Teig: je 16 dkg (= 160 g) Zucker, Mehl, Butter und Kochschokolade; 6 Eier, Vanillezucker, Zitronenschale

Für eine größere Torte: 8 Eier, je 20 dkg. Bei der Glasur um ein Viertel mehr nehmen, z. B. statt 20 dkg 25 dkg…

Glasur: 15 dkg Kochschokolade gerieben, 2 Eiklar, 2 El Staubzucker, Vanillezucker

Oder: 20 dkg Kochschokolade, 19 dkg Butter

Oder: 20 dkg Kochschokolade, 2 El Rum, etwas Wasser und Zitronensaft, 2 El Staubzucker

Marillenmarmelade

Zubereitung:

Schokolade im Backrohr bei ca. 100 Grad erweichen.

Schnee aus 6 Eiklar schlagen

6 Dotter mit Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig mixen; erweichte Schokolade dazumixen. Mehl und Eischnee unterheben. Bei 190 Grad auf der mittleren Schiene bei Ober- und Unterhitze backen. Nach 30-35 Minuten mit einer Stricknadel mehrmals einstechen. Wenn der Rand dunkler wird und an der Nadel kein Teig mehr kleben bleibt, ist die Torte fertig gebacken. Es kann auch 50 Minuten dauern. KEINE Umluft; das trocknet den Teig aus. Backrohr ausschalten, einen Spalt öffnen und die Torte langsam auskühlen lassen.

Torte 1x  durchschneiden. Mit Marillenmarmelade füllen und außen besteichen, glasieren.

Glasur 1: Schnee von 2 Klar schlagen, geriebene Schokolade einrühren (gern mit dem Mixer!), Staub- u. Vanillezucker dazumixen.

Glasur 2: Schokolade und Butter im Wasserbad miteinander erweichen, verrühren. Fertig.

Glasur 3: Schokolade in einem Kochtopf im Wasserbad (kleiner Topf in einem größeren) zusammen mit dem Rum und einem Spritzer Zitronenwasser unter ständigem Rühren erweichen. Sobald eine konsistente Masse entstanden ist, den Zucker unterrühren, ev. noch etwas Zitronenwasser zugeben. Fertig.

Trockendauer aller Glasuren: mindestens 2 Stunden, kühl und luftig.

Ich schneide zur Deko 2 Mozartkugeln in Sechstel und platziere sie am Rand der Torte…

Am besten schmeckt die Torte 2-4 Tage nach der Fertigstellung. Kühl und zugedeckt aufbewahren.

Der Geografielehrer am Donnerstagmorgen in der Schule: „Jeden Donnerstag machen wir es jetzt so: Wer meine erste Frage beantworten kann, darf nach Hause gehen und hat den Rest des Tages frei.“

Die erste Frage lautete: „Wie viele Sandkörner befinden sich in der Sahara?“ Niemand wusste die Antwort.

In der Woche darauf lautete die Frage:“ Wie viele Fische befinden sich im Atlantik?“ Wieder konnte niemand antworten.

Am dritten Donnerstag kam Susi vor Beginn des Unterrichts in die Klasse, legte eine Euromünze auf den Lehrertisch und setzte sich auf ihren Platz.

Der Geografielehrer betrat die Klasse, sah den Euro und fragte: „Wem gehört dieser Euro?“

„Mir“, sagte Susi, „und Tschüß, Herr Lehrer, bis morgen!“

Die Weihnachtsfeiertage und alles, was irgendwie dazugehört – incl. Aufräumarbeiten, Christbaum wegräumen, letzte Geschenke umtauschen, Gutscheine einlösen …

Fotos einordnen … sind vorbei.

Fasching ist heuer nicht wirklich. Bis 2020 fanden um diese Zeit nach Mitte Jänner die ersten Bälle statt, Faschingssitzungen oder zumindest die Generalproben dafür …

Was machen SIE in dieser Zeit?

Sich in die Berufsarbeit stürzen?

In (Online-)Tagungen?

Es ruhig angehen?

Sich zuhause verkriechen, lesen in der Freizeit, Spaziergänge, …?

Eine Fortbildung planen?

Gewerbetreibende machen vielleicht (noch) den Jahresabschluss…

Ehrlich gesagt: Ich hatte hute einen „ganz normalen“ freien Tag – wie jeden Montag.

Den Vormittag verbrachte ich im Europakloster Gut Aich, Begleitgespräch mit Bruder Thomas Hessler, Behandlung im Hildegardzentrum.

Dann bin ich eine Weileim Wald spazieren gegangen – Schneeglöckchen fand ich keine, dafür Himmelsschlüssel und Bärlauch – sehr klein noch, aber in einer Woche wird er voll dasein.

Am Abend Pilatestraining.

Gemütlich lesen, ein bisschen aufräumen, Bügeln, Vorbereitungen für den morgigen Arbeitstag.

2 liebe Menschen anrufen, die heute Geburtstag haben.

Und morgen?

Werde ins Pfarrbüro Faschingskrapfen mitbringen … Mittag ist morgen Schluss.

Geht ihr irgendwo hin Fasching feiern?

Was unternehmt ihr?

3 Stunden Programm am Eferdinger Gauklerfest …

Bemerkenswert und wunderbar, dass sich so viele Menschen monatelang bemühen, Programmpunkte, Kabarettbeiträge einfallen lassen. Ich bin begeistert.

Humor, die achte Gabe der Ruach Jahwe.

Gottes Geist weht, wo es ihr gefällt.