Schlagwortarchiv für: feministische Theologie

Sommersonnenwende  

Montag, 22. 6. 2025, 19.00 – ca. 20.30 Uhr

online                                        Teilnahmegebühr: EUR 50,-

In unserer westlichen modernen Kultur haben wir uns angewöhnt, „Sommerbeginn“ zu diesem Termin zu sagen … die Alten wussten um den tatsächlichen Kreislauf der Natur und nannten diesen Tag „Mittsommer“.

Um die unterschiedlichen Zeiteinteilungen, das Wieder-Erlernen eines gesunden Rhythmus, um das Mitleben mit den Schwingungen von Kosmos, Zeit, Natur geht es an diesem Abend.

Sonne, Planeten, Mond, Wetter, die Elemente und alles um uns lebt und beeinflusst einander …

Ich lade alle interessierten Frauen ganz herzlich ein zu diesem besonderen Abend, an dem wir uns rückbesinnen wollen auf unsere ureigene Kraft und schöpfen aus der Fülle des Lebens.

   Was euch erwartet:

   Wissenswertes aus Kultur- und    

   Religionsgeschichte, kreative Übungen,

   spirituelle Texte/Meditation, Austausch,

   feierliches Ritual

Nach der Anmeldung wird den Teilnehmerinnen der Zoomlink per Mail zugeschickt.

Anmeldung: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

Apostola Apostolorum

Apostelin der Apostel. Diesen Ehrentitel hat die Ostkirche der ersten Zeugin der Auferstehung, Maria Magdalena, schon vor sehr langer Zeit verliehen.

Papst Franziskus hat dies offiziell für die römisch-katholische Kirche nachgeholt und ihren Gedenktag am 22. Juli offiziell zum Apostelfest erklärt. So steht sie zumindest im Kirchenkalender gleichrangig neben den sogenannten „12 Aposteln“, wobei Judas durch den später gewählten Matthias ersetzt wurde, aber das ist eine andere Geschichte.

Mirjam, die Migdalah, „Turmfrau“, ist der erste Mensch, der Jesus nach der Auferstehung begegnet. Für viele handelt es sich dabei um einen klaren Hinweis darauf, dass sie ein (Ehe)Paar waren. Das kann sein, macht aber nicht die Essenz der Persönlichkeit Mirjams aus. Ihre Bedeutung als spirituelle Anführerin im JüngerInnenkreis und in der ersten Zeit nach Ostern wurde lange Zeit verschwiegen. In der Westkirche wurde Mirjam sogar herabgewürdigt zur Prostituierten, die Jesus geheilt und „bekehrt“ habe.

Die 7 Dämonen, von denen sie Jeschua laut Evangelium befreit hat: Die Depression, das Leiden an der Situation, die sie als hochgebildete in jeder Spiritualität und Theologie bewanderte Frau in der patriarchalen Gesellschaft und Theokratie ihrer Zeit und Umgebung gespürt haben muss: Wenn nun JHWH selbst klarmacht, dass eine andere Wahrheit zählt, dass sie wertvoll und würdig ist als Person, dass die Gesellschaftsordnung krank und verkehrt ist und nicht diejenigen, die an ihr leiden: eine Erfahrung von Befreiung und Auferstehung, ein Neuanfang muss das für sie gewesen sein und für viele Frauen mit ihr, die sich dem Rabbi anschlossen.

Dazu kommt, dass sie ihren Meister und Freund auf dem Leidensweg begleitet und unter dem Kreuz ausgeharrt hat zusammen mit anderen Frauen.

Wo braucht ihr so eine Auferstehungserfahrung, so ein Befreitwerden von der üblichen Denkweise der heutigen – immer noch patriarchalen – Gesellschaft?

Wir reden oft über die notwendige Änderung unseres Mindsets.

Wir arbeiten daran und haben nicht immer den gewünschten Erfolg.

Laut Bibel versucht JHWH seit Anbeginn, uns Menschen dieses Mindset zu vermitteln. Wie wäre es, wenn wir die Göttin einfach bitten, uns da zu unterstützen?

Kann sein, sie wartet nur darauf uns zu beweisen, dass Auferstehung und Erlösung gelten und wirklich sind.

RITUAL

zur

Frühjahrs- Tagundnachtgleiche/Ostara

Montag, 23. 3. 2026, 19.00 – ca. 20.30 Uhr

online via Zoom                      Teilnahmegebühr: EUR 50,-

Wir alle merken: die Tage sind spürbar länger und wärmer, die Natur erwacht zu neuem Leben. Gras und Blumen sprießen, Vögel zwitschern, es zieht uns hinaus ins Freie … Aufbruchstimmung.

Das Leben besiegt den Tod. Religionen aller Zeiten und Kulturen (nicht nur das Christentum) haben dies in Worte und Rituale gefasst.

Wir feiern – mitten in der Fastenzeit der Großkirchen – ein Fest der Auferstehung und Fülle. Warum das kein Gegensatz zu sein braucht und welche guten Bräuche und Traditionen uns in der Frühlingszeit unterstützen und bereichern, darum geht es an diesem Abend.

Was euch erwartet:

Wissenswertes zur feministischen Religions- und Kulturgeschichte des Frühlingsanfangs, kreative Übungen, spirituelle Texte/Meditation, Austausch, Auferstehungsritual

Anmeldung bis spätestens Freitag, 20. 3. 2026 abends:

Mail: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt   oder: 

Der Zugangslink wird am Tag vor dem Ritual per Mail zugeschickt.

Veranstalterin: MMag. Dagmar Ruhm, Schule der Kostbarkeiten, Gerichtsfeldg. 3,

                         3100 St. Pölten, Tel.: 0650/2814707

Am heutigen Sonntag ist als Lesung im Gottesdienst die Sündenfallerzählung vorgesehen.

Im Lauf der Jahrhunderte wurde kirchlicherseits derart viel Seltsames, Missverständliches, Frauenfeindliches und einfach Verkehrtes gelehrt und gepredigt, dass eine wohltuende Auflösung mehr als nötig ist – wenn auch nicht ganz einfach.

Kurzfassung (traditionell): In der Mitte des Garten Eden wachsen der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse und der Baum des Lebens; Gott hat Adam und Eva verboten, von deren Früchten zu essen.

Schlange/Teufel verführt Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen; sie gibt auch ihrem Mann davon, wodurch sie die Erbsünde begründen und aufgrund ihres Ungehorsams Gott gegenüber von diesem aus dem Paradies vertrieben werden, wobei er das Menschenpaar noch mit einigen Verfluchungen belegt (Arbeit im Schweiß des Angesichts, Geburtsschmerzen, patriarchale Gesellschaftsordnung).

Bekanntermaßen hat die theologisch verdrehte Rezeption dieser mythologischen Erzählung (die im Grunde bereits den unguten Ist-Zustand erklärt) zu einer extremen Abwertung der Frauen geführt à la „Eva ist an allem schuld“ und muss daher kontrolliert, kleingehalten, … usw. werden…

Dass TheologInnen und MystikerInnen immer schon bemerkt haben: Die eigentliche „Sünde“ besteht im Misstrauen Gott gegenüber (JHWH könnte es nicht gut mit uns meinen), dem Vertrauen-Schenken  einer wildfremden Person, die absichtlich Misstrauen sät zwischen einander Nahestehenden, das Mangeldenken (im Paradies, wohlgemerkt!), es könnte nicht genug da sein – dieser Umstand war zwar bekannt, wurde aber nicht der Allgemeinheit weitergegeben.

Irgendwie verständlich: Man(n) hätte sich ja beim weiblichen Geschlecht entschuldigen, die Frauen rehabilitieren, vieles revidieren müssen.

Das eigentliche Übel: Männer haben sich eine Gottesvorstellung geschaffen nach dem orientalischen antiken Patriarchatsmodell: Der Vater (Scheich) ist unumschränkte Obrigkeit, die absoluten Gehorsam fordert und Zuwiderhandeln bestraft (bei Nomaden wurden Missetäter buchstäblich in die Wüste geschickt).

Im Judentum übrigens wird das Hören auf die Schlange (Verkörperung von Wissen und Weisheit) und Mehr-Wissen-Wollen Evas positiv gesehen.

Schlange, fruchtbarer Garten: Es handelt sich um uralte Erinnerungen an die große Muttergottheit. Diese guten Erinnerungen, den älteren, lebensfreundlichen Glauben, wollten Autoren der Bibel auslöschen. Dazu mehr im morgigen Beitrag.

Schon gewusst? Markante Frauenpersönlichkeiten spielen in der Bibel immer wieder eine entscheidende Rolle.

Richterin Deborah

„Damals war Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappidot, Richterin in Israel. Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bet-El im Gebirge Efraim, und die Israeliten kamen zu ihr hinauf, um sich Recht sprechen zu lassen.“ Richter 4,4-5

Richter hatten damals eine Funktion ähnlich unseren heutigen Bundeskanzlern; sie wurden prophetisch ermittelt und gewählt bzw. mussten vom Volk akzeptiert sein, was bei Debora der Fall war.

Debora zieht auch zusammen mit dem von ihr beauftragten Feldherrn Barak siegreich in den Kampf (Ri 4), das Volk verleiht ihr den Ehrentitel „Mutter in Israel“  (Ri 5,7)

Frauenfeindlichkeit hat ihren Ursprung in der Bibel…?

Nein, umgekehrt! Allerdings haben verschiedene Texte und Aussagen, die in der Bibel stehen, bereits existierende Frauenabwertung religiös untermauert, quasi legitimiert.

Die Bücher des Alten und Neuen Testaments sind in einem Umfeld entstanden, das durch eine strenge patriarchale Kultur und Gesellschaft geprägt war.

Menschen haben die Erfahrungen, die sie spirituell gemacht haben und die ihre Gemeinschaft, i. e. das Volk Israel, mit JHWH gemacht hat, schriftlich festgehalten und für die Nachwelt auch interpretiert. Die Texte sind NICHT wortwörtlich von höheren Mächten diktiert worden, sondern von gläubigen menschlichen Autoren (ich spare mir hier das „-innen“, weil es sich fast ausschließlich um Männer gehandelt haben dürfte) nach bestem Wissen und Gewissen, auf der Höhe der damaligen Erkenntnis, Wissenschaft und Traditionen – aber nicht darüber hinaus -, und in der besten Absicht verfasst worden.

Die katholische Theologie hat den von Thomas von Aquin formulierten Grundsatz: „Die Gnade baut auf der Natur auf“ – d. h., Menschen können von der Wirklichkeit Gottes/der Göttin usw. nur so viel erfassen, wie weit ihr Verständnis und ihre Auffassungsgabe reicht. – Mit anderen Worten: In ein Schnapsgläschen geht kein ganzer Liter…

Dass – und wie sehr v. a. aus der göttlichen Perspektive – in der Bibel durchgehend Frauen und Männer als gleichwertig beschrieben werden, ist angesichts der damaligen Gesellschaftsformen beachtlich. Viele Textabschnitte sind sozusagen ihrer Zeit voraus gewesen.

Ab morgen bekommt ihr dazu verschiedene Beispiele!

Am Sonntag früh startet der Advent- und Rauhnachtkalender.

Höchste Zeit also, euch anzumelden: Bis morgen 18.00 Uhr ist dies möglich.

klickt für Infos und Anmeldung einfach weiter auf die Landingpage: www.kostbarleben.jetzt/landingpage

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Als Frau zur eigenen femininen Spiritualität finden – frei von einengenden, krankmachenden oder frauenfeindlichen Dogmen und Traditionen…

Den Ursprung entdecken, patriarchale Verdrehungen auflösen, Wissen sammeln und Praktiken lernen, die gut tun und wirklich etwas bewirken…

Denn: Wir sind so viel mehr …

Merkt euch gern schon die Termine vor:

Samstag, 1. 11. 2025: Allerheiligen/Allerseelen – Samhain – Hallow‘een

Sonntag, 21. 12. 2025: Wintersonnenwende – Rauhnächte – Weihnachten

Montag, 2. 2. 2026: Lichtmess – Imbolc

Montag, 23. 3. 2026: Frühjahrs-Tagundnachtgleiche – Ostara

Donnerstag, 30. 4. 2026: Walpurgisnacht

Montag, 22. 6. 2026: Sommersonnenwende – Mittsommer

Samstag, 15. 8. 2026: Hoher Frauentag – Mariä Himmelfahrt

Online via Zoom, Dauer jeweils 19.00 – ca. 20.30

Anmeldung bis spätestens zwei Tage zuvor 12.00

Kosten pro Abend: 50,-

Bei Buchung aller 7 Ritualabende bis 20. Oktober 2025 Bonuspreis: 300,-

Wie gewohnt erwarten euch jedesmal: Wissenswertes und aus feministischer Sicht Relevantes aus Religions- und Kulturgeschichte zur jeweiligen Festzeit, kreative und meditative Übungen, spirituelle Texte, Austauschrunde, Ritual

Liebe Interessierte an meinem Ritual!

Aufgrund zu geringer Anmeldungen findet das Vor-Ort-Ritual, das für morgen, Samstag, 9. 8., 18.00 – ca. 21.00 Uhr geplant war, nicht statt.

Gerne könnt ihr euch noch kurzfristig für das Online-Ritual am Sonntag, 10. 8., 19.00 – ca. 20.30 anmelden. Benutzt dazu meine Landingpage https://www.kostbarleben.jetzt/landingpage/

… oder schreibt einfach ein Mail: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

… historisch und ganz natürlich erklärbar

Habt ihr euch schon einmal die Frage gestellt, wieso die geschlechtergerechte Bibel, die Änderung der Adressatenanrede in den Paulusbriefen im deutschsprachigen Messlektionar (von „Brüder“ auf „Schwestern und Brüder“) so wichtig waren/sind?

Hat euch das „Gendern“ der als heilig oder zumindest ehrwürdig geltenden Texte vielleicht sogar gestört?

Ich lade euch ein, heute eure Gedanken dazu zu sammeln – morgen findet ihr an dieser Stelle die Erklärung von mir als Altphilologin und Theologin 😊