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Mein heutiger Beitrag zur Feministischen Theologie:

Lange Zeit wurde gepredigt, die Frau sei zweitrangig, minderwertig… mit der Begründung, Gott habe Eva als 2. Menschen nach Adam erschaffen – und noch dazu aus seiner Rippe, also indirekt.
Einmal davon abgesehen, dass es sich bei dem entsprechenden Text aus der Bibel (Gen 2,22) um einen Mythos handelt, also eine Glaubens-Erzählung, um einen spirituellen Text, der zeit- und kulturbedingt in einer patriarchalen Gesellschaft der Antike – und später als die erste, ursprüngliche Schöpfungserzählung – verfasst wurde und der theologischen Interpretation bedarf: Der eigentliche Sinn, der ausgedrückt werden sollte: Mann und Frau sind gleichen Wesens.
Man (die predigenden Kleriker) verschwieg geflissentlich die ältere, erste Schöpfungserzählung, in der es heißt: „JHWH schuf den Menschen als sein Ebenbild. Als sein Ebenbild schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf JHWH ihn“ (Gen 1,27). Gleichzeitig, gleichwertig, gleichebenbildlich, „Ebenbild“ wird verdoppelt, also extra betont. Gleichberechtigt ist die gottgewollte Folge, versteht sich von selbst.

Heute habe ich den Rücklauf meiner Umfrage zur feministischen Theologie/femininen Spiritualität abgeschlossen.
Eine Antwort, die immer kam: das Gottesbild, wie es in den großen monotheistischen Religionen vermittelt wurde – und wird -, stellt ein grundsätzliches Problem dar, weil die patriarchale kulturelle Situation, das Umfeld, immer mitverkündet und so als glaubwürdig weitertradiert wird – mit allen unguten, krankmachenden, kleinhaltenden Folgen für Frauen, die wir kennen…
Eines der Hauptgebote der Bibel lautet jedoch: „Du sollst dir kein Gottesbild machen …“ Fundierte Theologie ist dem auf der Spur – wie von Gott/Göttin sprechen, ohne „Bild“, ohne Voreingenommenheit, ohne menschliche Eingrenzungen, Vorbehalte usw….?
Der NAME – ha schem – ist ja genial: JHWH – ich bin da (für dich)
Wie geht es Ihnen/euch mit Gottesvorstellungen?

Guter-Hirten-Sonntag, neuer Papst und Muttertag – wie passt das alles unter einen Hut?

„Hirte“ ließen sich die altorientalischen Könige titulieren, der ägyptische Pharao und Herrscher im antiken Rom bis ins Mittelalter… Ein Ehrentitel, der mit dem tatsächlichen Verhalten der oft tyrannischen, grausamen Herrscher nichts zu tun hatte.

Und die Kirchenfürsten, Bischöfe und Päpste haben diese Tradition weitergeführt, mit dem Anspruch, dass es ja im Evangelium steht – aber allzu sehr und allzu oft in der konkreten Ausformung eher wie die altorientalischen Potentaten. In der evangelischen Kirche steckt der „Hirte“ übrigens noch in der Bezeichnung: Pastor/in für PfarrseelsorgerInnen.

In der katholischen Kirche weigert sich die Obrigkeit (!) nach wie vor, Frauen zu kirchlichen Leitungsämtern, die eine Weihe bedingen, zuzulassen. Vermutlich wegen dieses altorientalischen Machtgehabes: da will man Frauen einfach nicht dabei haben…

Denn: das, was eigentlich, im Sinne Jesu, mit „Hirte“ gemeint ist, das können Frauen von Natur aus und automatisch und besser als Männer, die das meist in teuren Managementseminaren lernen müssen…

Mütter sind die vollkommenen Hirtinnen im Sinne des Evangeliums: Sie lieben die Ihren, setzen sich für sie ein oft bis zur Selbstaufgabe, haben den Überblick, was jede/r braucht, damit es ihm/ihr gut geht, sorgen für Recht und Ordnung in der Familie, halten die Kommunikation am Laufen …

Gute SeelsorgerInnen können das – leider oft mit dem Gefühl der Überforderung und unter Burnoutgefahr. Da verweise ich auf die frohe Botschaft des heutigen Evangeliumstextes: Jesus sagt ja von sich: ICH bin der gute Hirte.

In den letzten Tagen habe ich einen wunderbaren Rat gehört an sich überfordernde Mütter und Frauen: „Setz zuerst die eigene Sauerstoffmaske auf!“

Gemeint ist: Nur und erst wenn wir gut für uns selbst sorgen, sind wir in der Lage, gut für andere zu sorgen. Sonst wird das nichts.

Die Göttin, JHWH, ist für uns da, sorgt für uns, verwöhnt uns, möchte, dass es uns gut geht.

Wir sind getragen und beschenkt, gesegnet durch und durch. Geleitet und geliebt.

Also: Nur Mut, traut euch, Hirtinnen zu sein!

Literatur zur Feministischen Theologie

Florin, Christiane: Der Weiberaufstand. Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen. München 2017.

Francia, Luisa: frauenkraft, frauenweisheit. Mit Freude den eigenen Weg gehen. München 2014.

Gössmann, Elisabeth: Geburtsfehler: weiblich. Lebenserinnerungen einer katholischen Theologin. München 2003,

Göttner-Abendroth, Heide: Die Göttin. Das Matriarchat.

Göttner-Abendroth, Heide: Die tanzende Göttin.

Göttner-Abendroth, Heide: Mythologische Landschaft Deutschland.

González, Jasmin: Wir sind die Töchter der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet. Berlin/Wien 2021.

Hagenschneider, Maria: Es reicht jetzt! Frauen in der katholischen Kirche stehen auf. Ostfildern 2020.

Heyward, Carter: Und sie rührte sein Kleid an. Eine feministische Theologie der Beziehung. Stuttgart 1986.

Langsdorf, Antonia: Lilith. Die Weisheit der ungezähmten Frau. Überarbeitete Neuaflage München 2018.

Kohler-Spiegel, Helga/Schachl-Raber, Ursula: Wut und Mut. Feministisches Materialbuch für Religionsunterricht und Gemeindearbeit. München 1991.

Kristof, Nicholas D., WuDunn, Cherl: Die Hälfte des Himmels. Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen. Originalausgabe New York 2002. Dt. Ausgabe: München 2010.

Mollenkott, Virginia R.: Gott eine Frau? Vergessene Gottesbilder der Bibel. München 1985.

Moltmann-Wendel, Elisabeth: Das Land, wo Milch und Honig fließt. Perspektiven einer feministischen Theologie. Gütersloh 1985.

Moltmann-Wendel, Elisabeth: Ein eigener Mensch werden. Frauen um Jesus. Gütersloh 1985.

Moltmann-Wendel, Elisabeth: Wenn Gott und Körper sich begegnen. Feministische Perspektiven zur Leiblichkeit. Gütersloh 1989.

Mulack, Christa: Im Anfang war die Weisheit.

Mulack, Christa: Der veruntreute Jesus.

Mulack, Christa: Maria, die heimliche Göttin im Christentum.

Mulack, Christa: Maria Magdalena. Apostelin der Apostel.

Pinkola Estés, Clarissa: Die Wolfsfrau. Die Kraft der weiblichen Urinstinkte. 29. Aufl. der überarb. U. erw. Ausgabe, München 1991.

Prieler-Woldan, Maria: Das Konzil und die Frauen. Pionierinnen für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche. Hg. Von der Frauenkommission der Diözese Linz. Lin 2013.

Radford Ruether, Rosemary: Gaia & Gott. Eine ökofeministische Theologie zur Heilung der Erde. Luzern 1994. Titel der amerikanischen Originalausgabe: Gaia and God. An Ecofeminist Theology of Earth Healing. New York 1992. Aus dem Englischen üs. v. Veronika Merz.

Raming, Ida; Jansen, Gertrud; Müller, Iris; Neuendorff, Mechthilde (Hg.): Zur Priesterin berufen. Gott sieht nicht auf das Geschlecht. Zeugnisse römisch-katholischer Frauen. Wien/München 1998.

Rumpel, Kristina Marita: Die Kraft des Weiblichen. Der Schlüssel für Frau und Mann in eine lebensbejahende Welt. Murnau a. Staffelsee 2016.

Scherzberg, Lucia: Grundkurs Feministische Theologie. 1995.

Schüssler-Fiorenza, Elisabeth: Kongress der Frauen. Religion, Frauen und kyriarchale Macht. Üs. v. Christine Schaumberger. Berlin 2023.(= Internationale Forschungen in Feministischer Theologie und Religion. Befreiende Perspektiven. Bd. 10).

Schüssler-Fiorenza, Elisabeth:         weitere Werke:

  • Zu ihrem Gedächtnis… Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge. München-Mainz 1988.
  • Brot statt Steine. Die Herausforderung einer feministischen Interpretation der Bibel. Freiburg/Schweiz 1988.
  • Frauenkirche – eine Exodusgemeinschaft. Luzern 1990.
  • Grenzen überschreiten. Der theoretische Anspruch feministischer Theologie. Münster 2004.
  • Gerecht ist das Wort der Weisheit. Historisch-politische Kontexte feministischer Bibelinterpretation. Luzern 2008.
  • WeisheitsWege. Eine Einführung in feministische Bibelinterpretation. Stuttgart 2005.

Sommer, Norbert (Hg.): Nennt uns nicht Brüder! Frauen in der Kirche durchbrechen das Schweigen. Stuttgart 1985.

Wörterbuch der Feministischen Theologie, Hg.: Elisabeth Gössmann, Helga Kuhlmann, Elisabeth Moltmann-Wendel u. a.,2., vollst. Überarbeitete und grundlegend erweiterte Aufl. Gütersloh 2002.

Romane:

Fitzgerald, Bea: Girl, Goddess, Queen. Mein Name ist Persephone. München 2023. Aus dem Englischen von Inka Marter. Originalausgabe: London 2023.

Marmery, Nikki: Mein Name ist Lilith. Frankfurt/Main 2024. Aus dem Englischen üs. v. Sabine Herting. Englische Originalausgabe London 2023.

Webadressen:

Österreichisches Frauenforum Feministische Theologie (ÖFFTh):

www.feministisch.at

DI Dr.in Uli Feichtinger: www.weripower.at

Wildmohnfrau /Renate Fuchs-Haberl): www.wildmohnfrau.at

Schule der Kostbarkeiten (MMag. Dagmar Ruhm): www.kostbarleben.jetzt

Facebookgruppe „GöttInnen in Ausbildung“: www.facebook.com/groups/goettinneninausbildung/ – an Sonn- und Feiertagen eine Live-Kurzpredigt und vieles mehr

Heute in Seitenstetten, Niederösterreich, Bildungszentrum St. Benedikt: Frauen-bar camp.

Ich war dabei.

Themenfindung und Stundenplanerstellung vor Ort.

Frauenrelevante Themen, z. B.:

Frauensolidarität über Generationen hinweg

Frauen und Politik

Frauen und Gewalt

Feministische Theologie – feminine Spiritualität

Gesund sein das ganze Frauenleben hindurch und im Alter

Die Gruppe „Feministische Theologie“ habe ich vorgeschlagen und durfte sie dann betreuen

Mehrere der insgesamt 13 Teilnehmerinnen (13, die heilige Zahl der Göttin) habe ich neu kennengelernt.

Für nächstes Jahr – es ist bereits ein Termin Anfang März 2026 angedacht – meine Empfehlung: unbedingt dabeisein! Bringt euch ein!

Sehr herzlich lade ich heute zu meinem nächsten Onlineritual ein.

Mariä Lichtmess – so heißt das Fest seit dem 2. Vatikanum in der Katholischen Kirche offiziell nicht mehr; einer der alten „Frauenfeiertage“ wurde von Amts wegen zu einem „Herrenfest“ und nennt sich seither „Darstellung des Herrn“. Das macht für viele sicher Sinn.

Allerdings geht da auch ein gewaltiger Reichtum und hilfreiches Menschheitswissen verloren.

Als feministische Theologin will ich mit meiner EINZIGnichtARTIGen Theologie einen Beitrag leisten, dass Spiritualität lebenskundlich relevant, ganzheitlich und aufbauend ist. Oder wieder wird: Denn die Frauensicht, die weiblichen Traditionen wurden mit der Zeit vergessen – oder gewaltsam in den Hintergrund gedrängt bzw. verboten …

Deswegen lade ich im Jahreslauf an den alten Frauenfesten zu Ritualen inclusive Wissensvermittlung ein.

Im ersten Jahr ist die Teilnahme gratis; 4 Termine haben  schon stattgefunden: am 15. August, 22. September, 31. Oktober und 21. Dezember.

4 weitere sind geplant:

2. Februar – siehe Anhang

22. März – Frühlings-Tagundnachtgleiche

1. Mai – Walpurgisnacht (am 30. 4.)

22. Juni – Sommersonnenwende

Weiter wird es dann wieder im August gehen mit einem neuen Jahreszyklus; dazu kommen rechtzeitig Infos.

Ich freue mich, wenn du am 2. 2. – oder ein anderes Mal – dabei bist! Hier kannst du dich anmelden:

Am Sonntag, 22. 9., fand mein Online – Ritual zum Erntedank statt – alternativ, unerhört neu, humorvoll, aus der Sicht von und für Frauen.

Aufgrund der überwältigend positiven Rückmeldungen habe ich mich entschlossen, zu den alten Festen des Jahreskreises – alle 6 Wochen – jeweils wieder zu einem Onlineritual einzuladen.

Der nächste Termin ist Allerheiligen – Samhain – Halloween und wird am Mittwoch, 30. 10. ab 19.00 Uhr stattfinden.

Weitere Termine:

Wintersonnenwende/Weihnachten: Sonntag, 22. 12.

Imbolc/Lichtmess: ca. 2. Februar 2025

Frühlings-Tagundnachtgleiche/Ostern: ca. 22. März

Walpurgis/1. Mai – ca. 30. 4./ 1. 5.

Sommersonnenwende ca. 21. 6.

Schnitterin/ Hoher Frauentag: um den 10. – 15. August

Die Einladung in Form einer Landingpage wird jeweils ca. 3-4 Wochen vor dem Termin veröffentlicht bzw. an alle, deren Mailadresse ich zu diesem Zweck erhalten habe und erhalten werde, ausgeschickt.

Ich freue mich auf euch!

Es sind seitdem schon 10 Tage vergangen, aber ich möchte ein sehr beeindruckendes Erlebnis mit euch teilen.

Am 19. Jänner war ich Teilnehmerin beim 10. Barbara-Prammer-Symposium in Wien. Ort der Veranstaltung war das Parlament, Veranstalter waren die SPÖ-Frauen. Ohne Feminismus keine Demokratie, lautete das Motto – und es stimmt:

Wo Frauen als Menschen 2. Klasse gelten (und sei es nur unbewusst und unbeabsichtigt), dort ist echte Demokratie nicht möglich. Dieser Grundsatz gilt natürlich für alle Menschen und Gruppen,. die als nicht gleichwertig oder gleichberechtigt angesehen werden.

Als feministische Theologin und vor allem in meiner Eigenschaft als Sprecherin des Österreichischen Frauenforums Feministische Theologie ist mir Vernetzung immens wichtig. Gemeinsam sind Frauen stark – über sämtliche weltanschaulichen Richtungen hinweg. Leider gibt es weltanschauliche Richtungen, die Frauen noch immer nicht als gleichwertig ansehen. Ich schäme mich da auch immer wieder für die Römisch-Katholische Kirche, der ich angehöre.

Aber: Wer das Recht auf seiner/ihrer Seite hat, wird sich am Ende durchsetzen. Davon bin ich überzeugt.

In diesem Sinne: Feministinnen aller Länder, Zeiten und Sorten: Vereinigt euch!

Die Welt und unser Land haben es bitter nötig.

Heute wieder eine Buchempfehlung: Dass die Welt wohnlich für alle wird. Festschrift für Ina Prätorius zum 65. Geburtstag.

Noch nicht gelesen?

Nachholen!

Mir gingen die Augen auf. Feminismus, Christentum, Natur und Umwelt, Klima und Gerechtigkeit …

Lesenswert.

Tipp: Gibts bei Thalia und bei Meritas, Linz

Viele Menschen wollen lieber nichts oder so wenig wie möglich mit der Kirche zu tun haben. Sie glauben nicht,dass es da etwas gibt, das sie nährt und stärkt und aufbaut, ihnen im Leben hilft.

Zu sehr gab es in der Vargangenheit  – gerade für die Normalbevölkerung – die ständigen Ermahnungen und das Rubterziehen, das Schlechtmachen – betont wurde vor allem, dass der Mensch sündig sei, dauernd etwas üben oder leisten müsse, damit er „gerettet“ wird – Sonntagspflicht (der Zwang, in die Messe zu gehen), die -Vorschrift, regelmäßig zu beichten, ein permanentes Schuldgefühl, eine gewisse Lebensfeindlichkeit (dies in der katholischen Kirche weniger) – „Besinnt euch auf das Wesentliche“ – meinte: Theater, Kino, Tanzveranstaltungen, gutes Essen, schöne Kleidung, Körperpflege, Make Up, Gesellschaftsspiele … seien nicht wirklich wichtig und am besten ganz zu meiden … Sex sowieso.

Dass sich die Sicht der Dinge seit mindestens dem 2. Vatikanischen Konzil geändert hat, sprach sich nicht oder nur sehr mangelhaft herum …

Was ist jetzt feministische Theologie – oder Spiritualität?

Drei Prinzipien oder Voraussetzungen gibt es:

Ich bin ganz – Ich bin gut – ich bin schön (vgl. Elisabeth Moltmann – Wendel: Das Land, wo Milch und Honig fließt, Gütersloh1985, S. 162 – 170)

  1. Ich bin ganz

Menschen – Frauen – haben von Geburt an als Menschen an sich alles mitbekommen, was sie zum Leben und Glücklichsein brauchen.

Leib und Seele sind Gottes gute Schöpfung. Natürlich braucht ein Baby totale Fürsorge – und jeder Mensch ist auf die Mitmenschen angewiesen um überleben zu können und um gut leben zu können.

Aber: Es bedarf keiner speziellen Theorie oder Praxis, um heil oder heilig oder vollständig zu werden. Wir sind es bereits, es liegt an uns, dies im Leben Tag   mehr und neu zum Vorschein zu bringen, auszudrücken. Den Schatz in uns zu finden.

Jesus Christus hat darauf hingewiesen, wer wir eigentlich sind: Gottes geliebte Kinder.

  • Ich bin gut

Menschen sind Gottes gute Schöpfung. Ein Kind ist arglos, vertrauend, anderen zugewandt, kreativ, hilfsbereit, lebensfördernd … Natürliche Prozesse und Gefühle – Hunger, Durst, Lust, Schmerz, … und erst recht die leibliche Verfasstheit sind sehr gut, wie es im Schöpfungsmythos der Bibel von Gott zugesagt wird.

Deformationen, „böses“ Verhalten, Unehrlichkeit, Berechnung, Gier, Neid, Hass, Gewalt … werden gelernt durch Erwachsene oder ältere Kinder, die dies weitergeben und vorleben … („Erbsünde“). Ein kleiner Mensch entwickelt sich so, wie er/sie es in der Umwelt sieht, durch Nachahmung.

Es gilt, unsere guten Anlagen durch Bildung und Übung zutage zu fördern…

Frauen wurden sehr lange durch ihre Zugehörigkeit zu Männern definiert – Gattin, Tochter, Mutter, Schwester, … von … und erhielten ihren Wert, ihren gesellschaftlichen Status dadurch.

So etwas bleibt auch Männern nicht immer erspart …

Definieren wir uns als freie Frauen, als Gegenüber Gottes… oder der

Göttin

  • Ich bin schön

… weil ich Gottes Gute Schöpfung bin. Nach Gottes Bild und Gleichnis geschaffen …

Gott macht keine halben Sachen.

Menschen, v. a. Frauen, haben sich in der Geschichte allzu sehr über herr(!)schende Schönheitsideale selber bewertet, meist abgewertet: Zu dick, zu dünn, zu jung, zu alt, zu groß, keine idealen Proportionen, zu muskulös, zu schlaff, falsche Haarfarbe, (Sie wollte blond, blond wie eine Semmel sein …), zu große Nase, Damenbart, behaarte Beine – oder sonstige Körperstellen, … zu aufgetakelt, zu wenig zurechtgemacht, zu viel Schminke, zu blass …

Wir sind schön, weil wir schön sind! Wenn wir selber uns schön finden – Modediktate hin oder her – , das Beste aus uns machen, unsere Schönheit betonen, präsentieren, weil wir uns gefallen und mit unserem Aussehen glücklich sind.

Tun wir es zum Lob Gottes!

Weil die Menschheit gelernt hatte, sich Gott als Mann vorzustellen, galt lange nur der Mann als tatsächliches Ebenbild Gottes …

Feministische Theologie macht darauf aufmerksam, dass es 1. Zahlreiche weibliche Vergleiche und Bilder für Gott in der Bibel gibt, und ermutigt 2. Dazu, für das Göttliche weibliche Benennungen zu verwenden:

Göttin, Geistin, Geistkraft, Sophia, Schekinah, ruach, Mutter, unendliche Zärtlichkeit, …

Werden wir erfinderisch!