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Mein heutiger Beitrag zur Feministischen Theologie:

Lange Zeit wurde gepredigt, die Frau sei zweitrangig, minderwertig… mit der Begründung, Gott habe Eva als 2. Menschen nach Adam erschaffen – und noch dazu aus seiner Rippe, also indirekt.
Einmal davon abgesehen, dass es sich bei dem entsprechenden Text aus der Bibel (Gen 2,22) um einen Mythos handelt, also eine Glaubens-Erzählung, um einen spirituellen Text, der zeit- und kulturbedingt in einer patriarchalen Gesellschaft der Antike – und später als die erste, ursprüngliche Schöpfungserzählung – verfasst wurde und der theologischen Interpretation bedarf: Der eigentliche Sinn, der ausgedrückt werden sollte: Mann und Frau sind gleichen Wesens.
Man (die predigenden Kleriker) verschwieg geflissentlich die ältere, erste Schöpfungserzählung, in der es heißt: „JHWH schuf den Menschen als sein Ebenbild. Als sein Ebenbild schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf JHWH ihn“ (Gen 1,27). Gleichzeitig, gleichwertig, gleichebenbildlich, „Ebenbild“ wird verdoppelt, also extra betont. Gleichberechtigt ist die gottgewollte Folge, versteht sich von selbst.

Unterschätze nie deinen Einfluss.

Bei meiner heutigen Gebetszeit am Abend ist mir dieser Satz untergekommen – und hat spontan Resonanz bei mir ausgelöst.

Wie oft denken wir: Auf mich kommt es ja nicht an. Wer bin ich schon …

Möglicherweise denken wir oft gar nichts.

Vieles, was auf dieser Welt passiert, stört uns, wir leiden unter so manchem, aber im Grunde nehmen wir es hin.

Wir unternehmen nichts dagegen.

Und ich fürchte, es reicht nicht einmal soweit, dass wir in diesen Anliegen beten.

Wir machen die Augen zu und schalten auf Autopilot, gehen zur Tagesordnung über.

Wir unterschätzen unseren Einfluss nicht; wir nehmen ihn nicht einmal wahr.

… Gottes Ebenbilder sind wir …

eigentlich…