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Heute wäre der Tag in der Karwoche, an dem in jeder katholischen Diözese der Welt Bischöfe die heiligen Öle weihen; die Öle, die für Taufe, Firmung, Weihe und Krankensalbung verwendet werden.

Im Alten Testament wurden Priester, Propheten und Könige gesalbt. In der Regel von einem anerkannten berühmten Propheten (Samuel salbt Saul und David) oder vom Hohenpriester.

Jesus wird gesalbt- vor seiner letzten und schwierigsten Aufgabe als Messias. Sein messianisches Heilswirken erfährt jetzt den Höhepunkt: Leiden, Sterben, Auferstehen.

Jesus wird gesalbt von einer Frau.

Nur in einem der 4 kanonischen Evangelien wird sie mit Namen genannt: Maria Magdalena. Apokryphe Evangelien (die nicht in die Bibel aufgenommen wurden) sprechen ebenfalls von ihr als der Salbenden

Sie wird auch die erste Zeugin und Verkünderin der Auferstehung sein.

Übrigens: Wir alle sind Gesalbte – „Christen“.

Die heutige Aufgabe: Ich suche mir ein kosmetisches Öl (z. B. Arganöl, bio, Drogeriemärkte) oder Ringelblumensalbe oder gutes Körperöl o. ä. und stelle es während meiner Gebetszeit vor mich hin.

Ich kann ganz bewusst und behutsam meine Hände damit salben.

Ich erinnere mich: Seit meiner Taufe bin ich gesalbt zur Priesterin, Porphetin, Königin …

Ich beginne mit Jesus ein Gespräch darüber.

Bibeltext:

Mk 14, 3-9

3 Als Jesus in Betanien im Haus Simons des Aussätzigen zu Tisch war, kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll echtem, kostbarem Nardenöl, zerbrach es und goss das Öl über sein Haupt. 4 Einige aber wurden unwillig und sagten zueinander: Wozu diese Verschwendung? 5 Man hätte das Öl um mehr als dreihundert Denare verkaufen und das Geld den Armen geben können. Und sie fuhren die Frau heftig an. 6 Jesus aber sagte: Hört auf! Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Denn die Armen habt ihr immer bei euch und ihr könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht immer. 8 Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat im Voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt. 9 Amen, ich sage euch: Auf der ganzen Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man auch erzählen, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis.

Die Menschen jubeln Jesus zu, als er in Jerusalem einzieht. Es gibt die alte Prophezeiung von Jesaja – oder vielleicht die Formulierung eines Wunschtraumes, einer Vision, die er gehabt hat, wie der Messias sich verhalten wird -: „Er reitet auf einer Eselin“. Das Tier der armen Leute, mit dem man keinen Staat machen kann… ein Bild der Bescheidenheit und des Friedens – kein Pferd, mit Pferden zieht man in die Schlacht.

Jesus wählt dieses Zeichen ganz bewusst; selbstverständlich weiß er, welche Hoffnungen, Assoziationen er damit heraufbeschwört. Schließlich kennt er die Heilige Schrift.

Ja, er erhebt den Anspruch: Ich bin der Erwartete. Ich bin der Messias.

Alle, die da die Straßen säumen, begreifen das.

Und doch – sofort stellen sie sich wieder vor, was sie gern hätten, was sie gelernt haben, was es an alten Bildern gibt.

Die Menschen suchen sofort den „starken Mann“, rufen nach ihm. Einen, auf den man alle Verantwortung und jede Entscheidung abwälzen kann. Einen, der „es richten wird“. Der es allen recht machen kann. Der endlich Schluss macht mit sämtlichen Missständen der Weltgeschichte.

Wie geht es mir mit diesen Vorstellungen?

Ja, Jesus ist der ersehnte Retter, der letztendlich alles heilen und vollenden wird. Ja, Gott ist allmächtig.

Und doch:

Er entlässt uns nicht aus unserer Verantwortung.

Er nimmt uns Entscheidungen nicht ab.

Er respektiert unseren freien Willen. Unsere Persönlichkeit.

Achtet unsere Fähigkeiten.

Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit: durch und durch biblische Werte…

Und hier der Bibeltext:

Mt 21, 1-11

211 Als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage am Ölberg kamen, schickte Jesus zwei Jünger aus

2 und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir!

3 Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.

4 Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:

5 Sagt der Tochter Zion: / Siehe, dein König kommt zu dir. /

Er ist sanftmütig / und er reitet auf einer Eselin / und auf einem Fohlen, / dem Jungen eines Lasttiers.

6 Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte.

7 Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf.

8 Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.

9 Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen:

Hosanna dem Sohn Davids! / Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. / Hosanna in der Höhe!

10 Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser?

11 Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Predigt    Darstellung des Herrn                     1. + 2. 2. 2020

Liebe Brüder und Schwestern!

So schöne Begegnungen, die wir gerade im Evangelium gehört haben.

Zwei alte Menschen, die im kleinen Kind Jesus den lang ersehnten Retter erkennen …

Der Prophet Simeon und die Prophetin Hanna.

Was ist das eigentlich, ein „Prophet“?

Niemand, der die Zukunft voraussagen könnte, wie wir es z. B. von Nostradamus annehmen oder ähnliches. Weltuntergangspropheten, Wetterpropheten usw. oder die Seherkinder in Fatima und Medugorje.

Im biblischen Sinn ist Prophet ein Mensch, Mann oder Frau, die mit Gott verbunden lebt und quasi mit Gottes Augen sehen kann, mitbekommt, was Gott möchte, stört, worüber sich freut …

Die alttestamentlichen Propheten haben falsche Verhaltensweisen kritisiert und Wege zu richtigem Tun und Leben aufgezeigt und eingefordert.

Kritikpunkte gab es hauptsächlich zwei: Wenn Menschen das Vertrauen in Gott verloren haben und sich deswegen anderen religionsfremden Heilsversprechen zugewandt haben – Götter der geografischen Umgebung, Geldverdienen -Kommerz – oder militärische Stärke.

Das 2. Thema, das sich durchzieht, ist Sozialkritik: dass die reiche Oberschicht die Armen im Land immer ungerechter zu behandeln begann. Unterdrückung, Rechtsverdrehung …

Schauen wir uns uns aber noch an, was die beiden Propheten im
Evangelium überhaupt für eine Botschaft haben.

Sie sehen das kleine Baby das von den Eltern in den Tempel getragen wird und erkennen in ihm den lang ersehnten Messias, den Retter der Welt; sie sehen die Möglichkeiten, die in ihm angelegt sind, die zur Entfaltung kommen, nach und nach in Erscheinung treten werden.

Sie sprechen auch darüber, dass im zukünftigen Leben dieses Kleinen nicht alles vollkommen reibungslos ablaufen wird, alles nur mit Triumph und Erfolg – Eltern und er selber werden auch – no na net, sagen wir heute – mit Leid und Schmerz konfrontiert werden. Auch – und gerade weil er der Hoffnungsträger ist.

Es sind sehr alte Menschen, die hier im Evangelium sprechen. Nicht mehr die Großeltern-, sondern eher die Urgroßelterngeneration. Viel Erfahrung haben sie, viele Jahrzehnte Lebenserfahrung. Und jetzt haben sie Zeit. Zum Erinnern, zum Nachdenken, zum Beten, Zum Lesen, für persönliche Begegnungen.

Auch in unserer Zeit sind die ganz Alten oft die „Weisen“. Die, die Zeit haben – denn Eltern und meistens auch Großeltern stehen voll im Berufsleben.

In unserer Zeit braucht es Menschen, die tiefer sehen und weiter – wie damals auch.

Menschen, die voll Liebe auf die ganz Jungen und die ganz Kleinen schauen – die prophetisch erkennen, was in so einem kleinen Kind steckt. Die Möglichkeiten sehen und sie ins Gespräch bringen.

Wir kennen das auch aus dem normalen Leben.

Ein Kind kann eine besondere Begabung haben – und Eltern, Mutter, Vater oder ein Lehrer sprechen eines Tages ein Machtwort, so sagen wir, du setz dich in deiner Freizeit hin und male. Oder über Klavier. Oder schreiben ihn in einen Sportverein ein. Vor wenigen Jahrzehnten war es auf dem Land noch so: Ich habe Klassenkameradinnen gehabt, die waren im Internat in St. Pölten bei den engl. Frl., da hat in der 4. Volksschule die Klassenlehrerin in Annaberg oder Mariazell oder Lilienfeld, Pöchlarn … ein Machtwort gesprochen: die ist gscheit, die müssts was lernen lassen…

Jeder Mensch hat eine individuelle persönliche Berufung. Meist kommen wir drauf, wenn uns andere das auf den Kopf hin zusagen – wenn es uns im Herzen trifft. Wir spüren das. Wir sprechen davon, dass ein kleiner Mensch der geborene Arzt ist, die Gerechtigkeit in Person, es gibt unter Kindern Friedensstifter, Musiker, Dichter, Humoristen, Schönheitsberaterinnen, usw. …

Jeder Mensch hat als Lebensaufgabe, einen Aspekt Gottes zu verwirklichen – Kreativität oder Barmherzigkeit oder Ordnung oder Wahrheit oder Fülle oder Zuflucht oder Reinheit …

Jeder neue Mensch, jedes Kind bringt etwas Neues in diese Welt, etwas, was noch nie in dieser speziellen Ausprägung vorher da war.

Im Judentum wartet man noch immer auf den Meschiach.

Wir glauben, dass er in Jesus gekommen ist. Aber wir können uns die Grundhaltung an sich zum Vorbild nehmen: In jedem Neugeborenen steckt die Möglichkeit, das Potential, die Welt, die Menschheit komplett rundumzuerneuern, etwas absolut Neues zu bringen, einen Umschwung, eine Kehrtwende zum Guten einzuleiten …

In jedem Menschen. Wirklich in jedem und jeder, weil wir alle Auserwählte Gottes, Gesegnete sind.

Berufen, Licht und Segen zu verbreiten. Wo wir leben. An jedem Ort, wohin wir kommen. Überall.

Predigt                                       Christi Himmelfahrt 2019 Aschach

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Winnetou, Old Shatterhand, Robin Hood, Aeneas, Odysseus, König Artus, Johanna von Orleans, Gandhi, Friedrich Bonhoeffer, Sophie Scholl, Harry Potter, Mutter Teresa … Bischof Erwin Kräutler …

Echte Personen und erfundene Gestalten –

Was haben sie gemeinsam?

Sie sind unter Umständen das, was wir als Helden oder Heldinnen bezeichnen können.

Was sind Helden?

Sie setzen sich unbedingt für das Gute ein. Für Schwächere, für Gerechtigkeit.

Oft gegen eine Übermacht, gegen den Widerstand der Mächtigen, nehmen Verfolgung und Unbequemlichkeit, Mühe … unbeirrt in Kauf, haben einen guten Charakter, Gerechtigkeitssinn, sind hilfsbereit, sozial eingestellt, geben das Äußerste für ihre Ideale, und die sind sehr hoch.

Vorbilder, Originale, nicht erreichbar, man fühlt sich sicher, wenn sie da sind. Man empfindet es als tragisch, wenn se sterben, wenn sie nicht mehr sind.

 

So in diese Richtung etwa haben sich die Menschen zur Zeit Jesu den Messias erhofft.

Jesus ist durchaus in vielem so gewesen als Mensch auf der Erde.

Aber eben noch viel mehr, er hat den Rahmen gesprengt.

Bei der Himmelfahrt – oder wie wir das, was in Lesung und Evangelium geschildert wird, nennen wollen, geht er noch ein letztes Mal über menschliche Maßstäbe und Erwartungen hinaus.

 

Himmelfahrt – das ist ein Abschied. Ein menschenfreundlicher Abschied. Vorsichtig, behutsam, nach und nach.

Jesu, der Auferstandene, zeigt sich immer und immer wieder den Jüngerinnen und Jüngern.

40 Tage ist keine Zeitangabe, sondern 40 ist die biblische Zahl der Vollkommenheit. Der Abschied, die Phase der Umstellung auf das Neue, dauert genau so lang, wie es gut ist. Eine ideale Zeitspanne. Bis alle Jünger so weit sind und es packen. Trauer und Überraschung und Schock und alte Erwartungen verarbeitet haben.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren: Jesus hätte es gern schneller, er hätte uns Menschen gern selbständiger, mutiger, … und er verabschiedet sich zum frühest möglichen Zeitpunkt.

Es entspricht seinem Wesen und dem Wesen Gottes, uns selbständig agieren zu lassen. Er braucht uns nicht zu kontrollieren wie ein misstrauischer Chef. Er vertraut uns wie seinen besten Freunden.

Gott sieht uns allezeit, aber er schaut uns voll Liebe an wie eine Mutter, die die Fortschritte ihres Kindes beobachtet …

Klopft uns nicht gleich auf die Finger, wenn wir etwas falsch machen, lässt uns die Folgen ausbaden, aber unterstützt uns dabei.

Und nie entzieht er uns das Vertrauen …

 

Jesus handelt auch wie optimale Pädagogen: Er zeigt den Jüngern alles, er lehrt sie alles, er sagt: Was ich tue könnt ihr ebenfalls, und sogar noch Größeres …

Sie waren auch immer wieder ohne ihn, selbständig unterwegs, haben verkündet, geheilt, Wunder gewirkt.

Jesus hat die Seinen zur größtmöglichen Selbständigkeit erzogen.

 

Die allzu Zaghaften tröstet er mit der Zusage: ich bin eh bei euch…

Wir brauchen seine Freundschaft, wir brauchen das: zu fragen: was hätte Jesus gesagt, was würde er in einer bestimmten Situation tun, wie würde er entscheiden …

Da könnte sich die Kirche ein gutes Stück abschneiden: Entscheidungen, die von Angst oder Kontrolle, von Vertrauensverlust oder -verweigerung bestimmt werden, kommen ganz sicher nicht vom Heiligen Geist.

Wartet, bis der Heilige Geist euch erfüllt – wartet mit Entscheidungen, bis ihr das ganz deutlich spürt …

 

Aber dann nichts wie los.

 

 

Predigt                                                               2. Fastensonntag 2019

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Wenn wir uns die Gestalten des Evangeliums anschauen – an ihnen können wir ablesen, wie es Gott immer schon gemeint hat.

Jesus spricht mit Mose und Elia.

 

Mose ist der, der das Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten in die Freiheit geführt hat. Gott kämpft auf der Seite der Unterdrückten, tritt selber ein für Gerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit… – auch für Ordnung, die 10 Gebote…

Elia: das ist der, der Gottes Anwesenheit im zarten Säuseln des Windes erfährt, nicht im Sturm, Erdbeben, Feuer, nicht in der Gewalttätigkeit Andersgläubigen gegenüber.

Beide machen laut biblischer Erzählung ihre tiefsten Gotteserfahrungen allein in der Natur, auch auf Bergen.

Beide haben Zeiten gehabt, wo sie Gott so gesehen haben, erlebt, erspürt, wie Gott wirklich ist …

Beide sind der Legende nach nicht gestorben, sondern zu Gott entrückt worden. Leben im Jenseits, im Bereich Gottes, nach wie vor weiter, das haben die Menschen zur Zeit Jesu geglaubt.

 

Jesus ist der endgültige Beweis für Gottes Liebe, für sein Wesen. Lässt sich lieber ans kreuz schlagen als sich gewaltsam zu wehren. Kein Gottesstaat. Keine politische Durchsetzung von Glaubensangelegenheiten. Das haben die Leute damals nämlich auch erhofft und geglaubt. Sie haben Jesus auch deswegen beseitigt, weil er das nicht gemacht hat.

Gott ist anders, als viele, allzu viele denken oder zu glauben wagen.

 

Jesus hat nie jemanden zum Glauben gezwungen oder genötigt.

Seine engsten Vertrauten lässt er teilhaben an der göttlichen Wirklichkeit, und die ist umwerfend, schön, großartig… Am liebsten würden die drei gleich für immer dort bleiben…

Aber Jesus zeigt ihnen, wer er wirklich ist, deshalb, damit sienichtverzweifeln, schließlich befinden sie sich auf dem Weg nach Jerusalem. Sie sollen sich in der Zeit nach der Kreuzigung daran erinnern, was sie an diesem Tag auf dem Berg Tabor erlebt, gesehen haben.

 

Liebe Brüder und Schwestern:

Sternstunden, große bewegende Momente, Highlights … sind es, die uns glauben lassen.

Wir brauchen sie in den Zeiten, in denen es uns schlecht geht, wenn Krisen – Tiefpunkte kommen. Oder einfach im grauen immer gleichen Alltag.

Und da sind wir heute eingeladen, uns zu erinnern: wo habe ich schon solche Sternstunden erlebt?

Urlaub? Wunderbare Momente in der Natur, am Meer, an einem See, ein sensationeller Sonnenauf- oder -untergang?

Der Schulabschluss?

Das Kennenlernen des Partners, der Partnerin?

Hochzeit, Geburt eines Kindes?

Das Fertigwerden des neugebauten Hauses, das Einziehen? Die erste Ernte im neu angelegten Garten?

 

Aber es gibt auch die Sternstunden des Glaubens, der Spiritualität:

In Glaubensrunden, – wochenenden, in Gottesdiensten, im Gebet, bei Exerzitien, durch ein Buch, vielleicht haben Sie erlebt, dass ihnen ein Gebet erhört worden ist, ein tiefer Herzenswunsch in Erfüllunggegangen ist ………bei einer besonderen Feier…?

Wo könnte ich solche Sternstunden erleben? Ich kann bewusst solche Erfahrungen suchen. Gerade in der Fastenzeit. Etwas öfter Gottesdienst. Etwas mehr an Gott denken. Etwas länger beten. Etwas hilfsbereiter sein. Wieder einmal das Bußsakrament oder eine geistliche Aussprache in Anspruch nehmen. Mich trauen, über Glauben zu sprechen mit anderen…ein anderes, tiefergründiges Buch lesen…mir eine stille Zeit gönnen jeden 2. Tag, zweimal am Tag 5 Minuten. Die Zeitung aufmerksam lesen. An anderen Anteil nehmen…

 

Wir sind kleinmütig. Unser gewohntes Denken beherrscht uns allzu sehr, allzu oft.

Wir brauchen es, dass wir uns uns von Gott weiter, offener, glücklicher, weniger engstirnig machen lassen, über unseren Horizont hinausführen lassen.

Er tut das gern.

Und wir hier in der Pfarre – ja die Pfarre ist dazu da, wir möchten Ihnen gern zu Sternstunden des Glaubens verhelfen, durch Gottesdienste, durch Gruppen und Runden der Pfarre, Veranstaltungen und Feste, durch Zuhören und Für Sie da Sein, wenn sie das brauchen.

 

Wir möchten Ihnen heute etwas schenken:

Die kleinen Erdbeerpflanzen werden Früchte tragen, auch wenn man noch nicht einmal Blüten sieht, wie beim Baum hier in der Kirche.

Sie brauchen Boden, Erde, Wasser, etwas Pflege. Sehr anspruchsvoll sind Erdbeeren nicht.

Sie bekommen Ausläufer und leben praktisch ewig.

Menschen haben im Allgemeinen viel Freude damit.

Und genau das wünschen wir Ihnen heute für Ihr Leben in unserem schönen Ort, in unserer Pfarrgemeinde. Es möge sich zum Besten entwickeln und entfalten.