Es gibt zwei Meinungen:

  1. Um erfolgreich zu sein, braucht es ein gewisses Maß an Beliebtheit.
  2. Wer nur beliebt sein will, bleibt am Ende auf der Strecke und hat keinen Erfolg.

Beide stimmen.

Also: Was jetzt?

Da ich auch Jahrzehnte hindurch an verschiedenen Schulen unterrichtet habe, ein Beispiel aus diesem Bereich.

Als jungen LehrerInnen wurde uns ein bemerkenswerter Grundsatz beigebracht:

„Seid drei Monate, von Schulbeginn bis ca. Dezember, sehr streng und genau – aber natürlich gerecht, mit nachvollziehbaren klaren Vorgaben und Entscheidungen. Die SchülerInnen respektieren euch dann als ernstzunehmende Lehrkraft und sind diszipliniert. Wenn ihr dann ab Weihnachten von Zeit zu Zeit eine Ausnahme macht, z.B. keine Hausaufgaben, wenn an den nächsten Tagen schwierige Prüfungsarbeiten in anderen Fächern anstehen, oder eine „Faschingsstunde“ mit Witzeerzählen und lustigen Spielen am Faschingdienstag – und wenn ihr in Notfällen auch einmal eine Viertelstunde ein offenes Ohr habt für die Sorgen der Jugendlichen, werdet ihr auch als menschlich und beliebt gelten, und die Arbeitsdisziplin wird sogar noch steigen.“

Also: Beliebt UND erfolgreich. Nur so geht es.

Und in der freien Wirtschaft?

Morgen dazu mehr!

Es wird heuer 3 meiner Rituale in Wien vor Ort geben. Merkt euch gern schon Termine und Ort vor:

Feminine Spiritualität im Jahreskreis

Als Frau zur eigenen femininen Spiritualität finden – frei von einengenden, krankmachenden oder frauenfeindlichen Dogmen und Traditionen…

Den Ursprung entdecken, patriarchale Verdrehungen auflösen, Wissen sammeln und Praktiken lernen, die gut tun und wirklich etwas bewirken… aufleben zu den vollkommenen Wesen, die wir sind …

Merkt euch gern schon die Termine vor:

    Mittwoch, 29. 4. 2026: Walpurgisnacht

   Dienstag, 23. 6. 2026:  

Sommersonnenwende – Mittsommer

   Freitag, 14. 8. 2026: Hoher Frauentag –

    Mariä Himmelfahrt

    Dauer jeweils 18.30 – max. 21.00

                                            Ort: „Ladykompass“ Silvia Hummel, 

                                                   Gersthoferstr. 109/12, 1180 Wien

Anmeldung jeweils bis spätestens 2 Tage zuvor 12.00:

Mail: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt   oder

Tel. 0650/2814707

Kosten pro Abend: 50,-

Was euch erwartet: Wissenswertes und aus feministischer Sicht Relevantes aus Religions- und Kulturgeschichte zur jeweiligen Festzeit, kreative und meditative Übungen, spirituelle Texte, Austauschrunde, Ritual, Getränke, zum Ausklang kleine kulinarische Köstlichkeiten

RITUAL

zur

Frühjahrs- Tagundnachtgleiche/Ostara

Montag, 23. 3. 2026, 19.00 – ca. 20.30 Uhr

online via Zoom                      Teilnahmegebühr: EUR 50,-

Wir alle merken: die Tage sind spürbar länger und wärmer, die Natur erwacht zu neuem Leben. Gras und Blumen sprießen, Vögel zwitschern, es zieht uns hinaus ins Freie … Aufbruchstimmung.

Das Leben besiegt den Tod. Religionen aller Zeiten und Kulturen (nicht nur das Christentum) haben dies in Worte und Rituale gefasst.

Wir feiern – mitten in der Fastenzeit der Großkirchen – ein Fest der Auferstehung und Fülle. Warum das kein Gegensatz zu sein braucht und welche guten Bräuche und Traditionen uns in der Frühlingszeit unterstützen und bereichern, darum geht es an diesem Abend.

Was euch erwartet:

Wissenswertes zur feministischen Religions- und Kulturgeschichte des Frühlingsanfangs, kreative Übungen, spirituelle Texte/Meditation, Austausch, Auferstehungsritual

Anmeldung bis spätestens Freitag, 20. 3. 2026 abends:

Mail: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt   oder: 

Der Zugangslink wird am Tag vor dem Ritual per Mail zugeschickt.

Veranstalterin: MMag. Dagmar Ruhm, Schule der Kostbarkeiten, Gerichtsfeldg. 3,

                         3100 St. Pölten, Tel.: 0650/2814707

Am heutigen Sonntag ist als Lesung im Gottesdienst die Sündenfallerzählung vorgesehen.

Im Lauf der Jahrhunderte wurde kirchlicherseits derart viel Seltsames, Missverständliches, Frauenfeindliches und einfach Verkehrtes gelehrt und gepredigt, dass eine wohltuende Auflösung mehr als nötig ist – wenn auch nicht ganz einfach.

Kurzfassung (traditionell): In der Mitte des Garten Eden wachsen der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse und der Baum des Lebens; Gott hat Adam und Eva verboten, von deren Früchten zu essen.

Schlange/Teufel verführt Eva, vom Baum der Erkenntnis zu essen; sie gibt auch ihrem Mann davon, wodurch sie die Erbsünde begründen und aufgrund ihres Ungehorsams Gott gegenüber von diesem aus dem Paradies vertrieben werden, wobei er das Menschenpaar noch mit einigen Verfluchungen belegt (Arbeit im Schweiß des Angesichts, Geburtsschmerzen, patriarchale Gesellschaftsordnung).

Bekanntermaßen hat die theologisch verdrehte Rezeption dieser mythologischen Erzählung (die im Grunde bereits den unguten Ist-Zustand erklärt) zu einer extremen Abwertung der Frauen geführt à la „Eva ist an allem schuld“ und muss daher kontrolliert, kleingehalten, … usw. werden…

Dass TheologInnen und MystikerInnen immer schon bemerkt haben: Die eigentliche „Sünde“ besteht im Misstrauen Gott gegenüber (JHWH könnte es nicht gut mit uns meinen), dem Vertrauen-Schenken  einer wildfremden Person, die absichtlich Misstrauen sät zwischen einander Nahestehenden, das Mangeldenken (im Paradies, wohlgemerkt!), es könnte nicht genug da sein – dieser Umstand war zwar bekannt, wurde aber nicht der Allgemeinheit weitergegeben.

Irgendwie verständlich: Man(n) hätte sich ja beim weiblichen Geschlecht entschuldigen, die Frauen rehabilitieren, vieles revidieren müssen.

Das eigentliche Übel: Männer haben sich eine Gottesvorstellung geschaffen nach dem orientalischen antiken Patriarchatsmodell: Der Vater (Scheich) ist unumschränkte Obrigkeit, die absoluten Gehorsam fordert und Zuwiderhandeln bestraft (bei Nomaden wurden Missetäter buchstäblich in die Wüste geschickt).

Im Judentum übrigens wird das Hören auf die Schlange (Verkörperung von Wissen und Weisheit) und Mehr-Wissen-Wollen Evas positiv gesehen.

Schlange, fruchtbarer Garten: Es handelt sich um uralte Erinnerungen an die große Muttergottheit. Diese guten Erinnerungen, den älteren, lebensfreundlichen Glauben, wollten Autoren der Bibel auslöschen. Dazu mehr im morgigen Beitrag.

Schon gewusst? Markante Frauenpersönlichkeiten spielen in der Bibel immer wieder eine entscheidende Rolle.

Richterin Deborah

„Damals war Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappidot, Richterin in Israel. Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bet-El im Gebirge Efraim, und die Israeliten kamen zu ihr hinauf, um sich Recht sprechen zu lassen.“ Richter 4,4-5

Richter hatten damals eine Funktion ähnlich unseren heutigen Bundeskanzlern; sie wurden prophetisch ermittelt und gewählt bzw. mussten vom Volk akzeptiert sein, was bei Debora der Fall war.

Debora zieht auch zusammen mit dem von ihr beauftragten Feldherrn Barak siegreich in den Kampf (Ri 4), das Volk verleiht ihr den Ehrentitel „Mutter in Israel“  (Ri 5,7)

Frauenfeindlichkeit hat ihren Ursprung in der Bibel…?

Nein, umgekehrt! Allerdings haben verschiedene Texte und Aussagen, die in der Bibel stehen, bereits existierende Frauenabwertung religiös untermauert, quasi legitimiert.

Die Bücher des Alten und Neuen Testaments sind in einem Umfeld entstanden, das durch eine strenge patriarchale Kultur und Gesellschaft geprägt war.

Menschen haben die Erfahrungen, die sie spirituell gemacht haben und die ihre Gemeinschaft, i. e. das Volk Israel, mit JHWH gemacht hat, schriftlich festgehalten und für die Nachwelt auch interpretiert. Die Texte sind NICHT wortwörtlich von höheren Mächten diktiert worden, sondern von gläubigen menschlichen Autoren (ich spare mir hier das „-innen“, weil es sich fast ausschließlich um Männer gehandelt haben dürfte) nach bestem Wissen und Gewissen, auf der Höhe der damaligen Erkenntnis, Wissenschaft und Traditionen – aber nicht darüber hinaus -, und in der besten Absicht verfasst worden.

Die katholische Theologie hat den von Thomas von Aquin formulierten Grundsatz: „Die Gnade baut auf der Natur auf“ – d. h., Menschen können von der Wirklichkeit Gottes/der Göttin usw. nur so viel erfassen, wie weit ihr Verständnis und ihre Auffassungsgabe reicht. – Mit anderen Worten: In ein Schnapsgläschen geht kein ganzer Liter…

Dass – und wie sehr v. a. aus der göttlichen Perspektive – in der Bibel durchgehend Frauen und Männer als gleichwertig beschrieben werden, ist angesichts der damaligen Gesellschaftsformen beachtlich. Viele Textabschnitte sind sozusagen ihrer Zeit voraus gewesen.

Ab morgen bekommt ihr dazu verschiedene Beispiele!

Ganz schön streng, oder?

Und: Wenn wir ganz ehrlich sind: Genau dieses Verhalten, das Jesus da empfiehlt, wünschen wir uns im Grunde.

Wir möchten uns auf andere verlassen können.

Dass andere es ehrlich mit uns meinen.

Dass Menschen feste Beziehungen, Ehe, Treue, respektieren, hochachten.

Und wir leiden darunter, dass das oft und schnell einmal wo nicht so ist.

Dieser Abschnitt des Evangeliums steht in einem größeren Zusammenhang. Innerhalb der sogenannten Bergpredigt. Am Anfang der Bergpredigt stehen die Seligpreisungen.

Das was wir heute gehört haben, sind die genauen Erläuterungen von Jesus, er will uns eigentlich Handlungsanleitungen geben, wie das geht, wie das gehen kann: glücklich sein. Denn:

Dieses glücklich sein als Christ…

Das geht über das Normal-Menschliche noch hinaus.

Es gibt noch mehr, möchte Jesus in der Bergpredigt sagen.

Das menschlich Erwart- und Wünschbare, das Durchschnittliche, das was alle erwarten, der Konsens, was gesellschaftlich etwas gilt,  ist nicht das, was im Grunde und im letzten glücklich macht. Wieviele Menschen haben alles, Reichtum, Haus, Familie, gute Arbeit… und sind nicht glücklich,

Ja, Gott will, dass wir Menschen glücklich sind.

Gottes Ordnung ist eine ganz andere als die der Menschen. Als Christen gehören wir eigentlich zu dieser Ordnung Gottes dazu, da gelten andere Gesetze – Gesetze nicht im Sinn von Vorschriften, sondern von Naturgesetzen oder geistlichen Gesetzmäßigkeiten. Und in diesem Sinn ist Dieser Text aus dem Evangelium das neue Gesetz, Jesus steigt auch wie einst Mose bei den 10 Geboten auf einen Berg…

Jesus fordert uns auf, ein gesundes Gottvertrauen zu entwickeln – wenn wir in seinem Auftrag unterwegs sind, wenn wir handeln, wie er es möchte, ehrlich und gerecht, dann liegt sein Segen darauf – und wir brauchen uns die Sorgen um den weiteren Verlauf und guten Ausgang der Sache nicht zu machen.

Viele Menschen sind der Meinung, sie müssten ein bisschen tricksen, sich Vorteile verschaffen durch Lobbys oder Freunde, „Vitamin B“, Beziehungen … damit „was weitergeht“. Das ist menschliches Denken.

Gott ist anderer Meinung.

Bei ihm spielt das alles keine Rolle. Wenn er für jemanden, für etwas ist, dann kann sein was will – die Großkopferten dieser Welt, auch innerhalb der kirchlichen Hierarchie, werden sich anschauen.

Jesus möchte uns einladen zu größerem Vertrauen.

Wie bekommen wir das? Der Fasching ist eine tolle Möglichkeit dafür. Ausgelassen feiern, wirklich lustig sein. Dem Leben und seinen Widrigkeiten ins Gesicht lachen. Über sich selbst lachen.

Humor ist ein Geschenk Gottes.

Humor hat dieselbe Wortwurzel wie „humilitas“, Demut. ERDE Da geht es ja gerade darum, dass ich nicht alles selber zu machen brauche, weil ich als Mensch das gar nicht schaffen kann. Wir brauchen schlicht und einfach 1. die natürlichen Lebensgrundlagen – Luft zum Atmen. Essen, Trinken, ein Klo, Wärme, Kleidung, ausreichend Schlaf, Hygienemaßnahmen, Geborgenheit, Heimat, ggf. ärztliche Versorgung und später einmal ein Begräbnis usw. … Ich brauche die anderen Menschen.

Und ich brauche den göttlichen Beistand und Segen.

Die Leichtigkeit, die im Lachen steckt – ist nicht zu verwechseln mit Leichtfertigkeit. Humor blendet das Schwere und Dunkle des Lebens nicht aus – es gibt Krankheit, Tod, Katastrophen … Aber von dauerndem ängstlichem Sorgen, was alles sein könnte, hat noch niemand etwas besser gemacht. Dies ist verschwendete Lebenszeit, in der man sich dankbar über das Gute, das da ist, freuen könnte.

Und sooft wie möglich herzlich lachen.

Ihr seid das Salz der Erde.

Wozu ist Salz gut?

Salz brauchen wir zum Leben. Es bindet Wasser an den Körper. Ohne Salz würden wir nicht Nahrung aufnehmen und nicht Wasser im Körper, in den Zellen halten können – es gäbe keinen Stoffwechsel, keinen Austausch, keine Entgiftung des Körpers, kein Leben. Wir würden ohne Salz verdursten.

Essen schmeckt nicht nur besser mit Salz, sondern wir brauchen es dringend.

Wir Christen sind nötig, damit es Leben gibt auf dieser Erde. Alle Arbeit und jedes Vergnügen ist schal, geschmacksneutral, geschmacklos – ohne Sinn, ohne Zukunft.

Wasser gibt Stabilität.

Wir Christen sollen Stabilität geben: Erstens Sicherheit, Gewissheit in Zeiten des Umbruchs, des Zweifels, der Not – den Weg zeigen, Orientierung geben.

Eine Zuflucht sein für Gestrandete, für vom Leben Zerbrochene.

Zweitens sollen wir Rückgrat beweisen, einen aufrechten Gang gegenüber Unrecht, Willkür, Lüge, Gewalt usw.

Salz brennt in offenen Wunden.

Wir sollen auf offene Wunden dieser Welt aufmerksam machen, damit sie nicht schöngeredet oder vergessen werden, damit sich die Satten und Zufriedenen nicht an sie gewöhnen, die Armut, die Ungleichstellung verschiedener Menschen, Not, Krieg, unheilbare Krankheiten, Fanatismus, Dummheit, Bosheit Unrecht … für normal halten – „da kann man nichts tun“ – Christen haben die Verpflichtung, in schrecklichen, schwierigen und aussichtslosen Fällen etwas zu tun, sich einzumischen, die Wunden öffentlich zu machen.

Salz kann aber auch heilen. Wunden heilen schneller, wenn man z. B. im Meer badet. Brennt zwar am Anfang, aber hilft enorm.

Salz brauchen wir im Winter, um Glatteis aufzutauen.

Christen sollen auch unter eiskalten Bedingungen, Umwelt … das Eis des Hasses, der Gleichgültigkeit, der Feindschaft, des Unglaubens, … zum Schmelzen bringen.

Anderen helfen, die aufs Glatteis gelangt sind.

Menschen in Sicherheit bringen, für einen gangbaren Weg sorgen.

Für ein gefahrloses Ans Ziel Kommen.

Übrigens: Zuviel Salz im Essen ist ungesund, ja gesundheitsschädlich.

Ein ziemlich neues Buch heißt: „Ihr seid das Salz, nicht die Suppe.“

Bitte nicht zuviel des Guten. Wo es nichts anderes gibt als nur mehr Bibelverse, Moralkontrolle jeder durch jeden – christliche Milieus uah, Tilman Moser spricht da von Gottesvergiftung.

Es ist gut, sich bei allem an Jesus zu orientieren.

Aber es ist nicht gut, wenn jeder jedem dreinredet, wie er/sie gefälligst zu leben habe.

Es kann nämlich für jeden etwas anderes bedeuten. Einer ist zur ehre Gottes arm – ein anderer reich, einer erträgt Krankheit mit Geduld, ein anderer preist Gott durch die Heilung, einer durch gute ehe, einer im Orden ehelos.

Einer himmelt den Papst an aus Liebe zur Kirche, andere kritisieren ihn aus demselben Grund.

Das alles muss drin sein.

Nur eines geht nicht, meint Jesus: Gar nichts tun – oder nichts tun, weil es einen nicht interessiert oder weil wir uns zu minderwertig vorkommen, zu unbegabt, weil wir uns nicht in den Vordergrund rücken wollen, usw.

Das sollen wir nicht.

Er räumt uns einen Rang neben sich ein. Er ist ja das Licht der Welt. Hier sagt er, WIR sind es. Er traut uns viel zu. Schüchternheit ist nicht in.

Heute am Sonntag ein Irrtum im Bereich Theologie:

Die sogenannten „Seligpreisungen“ (Mt 5, 1-12) rufen bzw. Jesus ruft dazu auf, Unrecht und Gewalt widerstandslos hinzunehmen …

Ihr wisst schon: „Selig die keine Gewalt anwenden…“ 

Ganz und gar nicht.

Lange Zeit wurde gerade den Ärmeren, den unterdrückten Gesellschjaftsschichten, insbesondere den Frauen, vermittelt: Sich nicht zu wehren, alles still zu ertragen und zu erdulden … sei eine Tugend, und Gott würde die Betroffenen ja am Ende (im Jenseits) entschädigen…

Gepredigt haben das einflussreiche Männer, die ein Interesse daran hatten, dass alles so bleibt wie es ist: Wenige Mächtige und Reiche leben auf Kosten anderer, die bequemerweise glauben, dies sei in Ordnung so.

Dass die Worte genau an sie gerichtet sein könnten und tatsächlich auch waren, sahen sie nicht. Sich zufrieden geben mit dem, was man hat und nicht noch und noch mehr haben wollen und deshalb Kriege anfangen, andere ausbeuten, kontrollieren, alles für sich nehmen, sodass nichts übrig bleibt: das spielte sich auch zu biblischen Zeiten schon ab – und WER DAS NICHT TUT, SORGT DAUERHAFT FÜR FRIEDEN UND DAFÜR; DASS ES ALLEN GUT GEHT, lautet der Klartext.

Diesen Text ausschließlich als Vertröstung auf ein besseres Jenseits zu interpretieren, war und ist grundverkehrt.

Die Frohe Botschaft für die „NormalverbraucherInnen“: Wenn wir uns dafür einsetzen, dass Unrecht aufhört und gutes Leben für alle möglich wird, und lange keine oder wenig Erfolge sehen, brauchen wir nicht traurig zu sein; denn Gott/Göttin ist auf unserer Seite, und das Recht wird sich schlussendlich durchsetzen; rascher, je mehr darauf hinarbeiten. Jeder Einsatz zählt und wird vom Universum bemerkt und gewürdigt.

Liebe Frauen und irgendwie Kleingehaltenen: Seien wir NICHT genügsam und bescheiden oder zurückhaltend, wenn es um unsere Rechte und Lebenschancen geht!

RITUAL

zu

Mariä Lichtmess

Imbolc                                                                                             

                                  Noch ist Winter – doch das Tor

                                   zum Frühling steht schon offen

Montag, 2. 2. 2026, 19.00 – ca. 20.30 Uhr

online

Der 2. Februar war lange Zeit ein bedeutendes Datum im Jahreslauf: An diesem Tag endete bis 1967 die liturgische Weihnachtszeit … das Licht kommt wieder, das Jahr nimmt Fahrt auf – die Nähe des Frühlings wird immer spürbarer; früher war es der Termin für Stellenwechsel und Neubeginn bei Bauern und Handwerkern

Was euch erwartet:

Wissenswertes – auch über die zum Teil verschwiegene feministische -Religionsgeschichte des Festes, kreative Übungen, spirituelle Texte, Austausch, Ritual für Segen und Heilung

Nach der Anmeldung wird den TeilnehmerInnen der Zoomlink per Mail zugeschickt.

Teilnahmebeitrag: EUR 50,-             

Mail: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt   oder: 

Veranstalterin: MMag. Dagmar Ruhm, Schule der Kostbarkeiten, Gerichtsfeldg. 3,

                         3100 St. Pölten, Tel.: 0650/2814707