Liebe Brüder und Schwestern!

Die Kirche soll doch versöhnlich sein, Frieden stiftend wirken – oder etwa nicht?

Vielleicht müssten wir zuerst einmal definieren, was Frieden überhaupt ist. Ein Zustand, wo jeder hat, was er/sie braucht, und in dem Gerechtigkeit herrscht – alle gleich berechtigt sind, die Menschenrechte Geltung haben; mit freundschaftlichem Interesse der einzelnen aneinander, gegenseitiger Achtung und Hilfsbereitschaft. Und wo niemand Angst zu haben braucht vor irgendwelchen feindlichen Aktivitäten oder sonstigen Bedrohungen.

Was ist Frieden nicht?

Wenn einer um des lieben Friedens willen den Mund hält, die eigene Meinung nicht sagt, jedes Mal nachgibt, gute Miene zum bösen Spiel macht, Unterschiede oder Unterschwelligkeiten nicht wahrhaben will, wo es Anpassung um jeden Preis gibt, oder Nivellierung – der kleinste gemeinsame Nenner, wo auf das eigene nicht mehr geachtet wird, Oberflächlichkeit, Vereinnahmung … oder wo vieles wurscht wird, wo mans so laufen lässt und sich nicht einmischt.

Im religiösen Bereich, aber auch in dem politischer und gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten gibt es diese Verwechslung bei uns oft. Es ist „in“.

Es ist unsere Aufgabe als Christen, nicht alles ungefragt mitzumachen, was allgemein üblich ist.

Was Jesus da ausspricht, war in seiner damaligen Umgebung, Gesellschaft sensationell – unerhört.

Die Familie war im Judentum – und ist es noch – das Um und Auf. Nichts geht über die „Mizpoche“. Sippschaft. Wer da herausgefallen ist, war buchstäblich aufgeschmissen. Jesus lebt selber etwas anderes vor. Er selber hat die Verwandtschaft verlassen und auch seine Jünger.

Die frohe Botschaft heute ist auch, die Familie ist nicht das Wichtigste und nicht die letzte Autorität im Leben. Auch der nächste und liebste Verwandte darf nicht Gottes Stelle einnehmen, um den sich alles dreht, dessen Meinung man fraglos hinnimmt.

Achtung – das ist auch eine feministische Botschaft!

Wir sind als Menschen an sich unglaublich wertvoll, einzigartig, selbst verantwortlich, frei, Kosmopolitinnen…

Göttin stellt eine neue Ordnung her oder besser: macht auf die eigentliche Grund-Ordnung wieder aufmerksam. Jesus ist mit dem, was er sagt, heute wieder einmal unglaublich modern!

Liebe Interessierte an meinem Ritual!

Aufgrund zu geringer Anmeldungen findet das Vor-Ort-Ritual, das für morgen, Samstag, 9. 8., 18.00 – ca. 21.00 Uhr geplant war, nicht statt.

Gerne könnt ihr euch noch kurzfristig für das Online-Ritual am Sonntag, 10. 8., 19.00 – ca. 20.30 anmelden. Benutzt dazu meine Landingpage https://www.kostbarleben.jetzt/landingpage/

… oder schreibt einfach ein Mail: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

Ich empfehle, das Buch von Gertraud Klemm zu lesen, sobald sich euch die Gelegenheit bietet…
Soviel auch zur inzwischen aufgetretenen Frage, was Feminismus mit Frieden zu tun hat …… mehr

Ein Zitat daraus: „Nicht der Mensch hat die Erde und ihre Biosphäre auf dem Gewissen, das Patriarchat ist es, das unseren Planeten seit 5000 Jahren im Würgegriff hält.“

Der Artikel stammt aus dem „Standard“ online vom Montag, 28. 7. 2025.

Autorin Gertraud Klemm über phallokratische Zerstörungswut

Heute möchte ich in meiner Eigenschaft nicht nur als feministische Theologin, sondern derzeit als Vorsitzende des Internationalen Versöhnungsbundes Zweig Österreich auf folgende Presseaussendung aufmerksam machen.

OTS-APA – Presseaussendung am 29. Juli 2025

Titel: Die Neutralität schützt Österreich!

Wir sagen Nein zu einem NATO-Beitritt Österreichs!

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sprach sich jüngst in den USA so direkt, wie bisher noch nie, für eine Debatte über einen NATO-Beitritt Österreichs aus.

Meinl-Reisinger liegt damit vollkommen auf dem EU-Kriegskurs, der gegen Russland ausgerichtet ist, und der die EU und Österreich politisch, wirtschaftlich und sozial in ungeahnte Krisen führen wird.

Wenn Österreich eine glaubwürdige Neutralitätspolitik verfolgt, wird es die Sicherheits anderer Staaten nicht bedrohen und im Gegenzug seine eigene Sicherheit stärken.

Österreich darf Kein Transit Korridor für Militär- und Waffentransporte sein. Weder auf der Straße, auf Schienen, in der Luft, oder auf dem Wasserweg (Donau).

Der politische Vorstoß der Außenministerin ist mit unsererVerfassung – auf die sie Anfang März angelobt wurde – nicht vereinbar. Wie bekannt, steht dieser Kurs auf eine NATO-Mitgliedschaft Österreichs diametral den Beteuerungen von ÖVP und SPÖ entgegen. 

Die Verantwortung für diese Politik der „Versuchsballons“, die – wie etwa Sky Shield – unsere Neutralität geradewegs zum Aufbrechen unserer Verfassung und damit zur Infragestellung der 2. Republik führen liegt bei der Bundesregierung.

Wir sagen Nein zu dieser Politik, zu dieser Entwicklung und rufen alle demokratischen und patriotischen Kräfte und Menschen dazu auf, ihren Protest laut hörbar zu machen. Etwa durch die Teilnahme an der großen Friedensdemonstration am 18. Oktober 2025 in Wien.

Wir fordern:

Die sofortige und unmissverständliche Absage an jedwede NATO-Anbindung Österreichs durch den Bundespräsidenten, wie auch durch die Bundesregierung.

Sofortiger Stopp der NATO-Waffentransporte durch Österreich!

Für das Ende der Sanktionen gegen Russland.

Rückfragen & Kontakt:

„Stimmen für Neutralität!“ und „Bewegung 18. Oktober 2025, Dialog-Forum Neutralität-Österreich“

Telefon: 06645307631

E-Mail: office@stimmenfuerneutralitaet.

Übertünchte Feiertage

Die alten großen vorchristlichen Festtage, mehrheitlich der Göttin gewidmet, 8 sind es während des Jahres, in etwa alle 6 Wochen, waren den Menschen so heilig, dass sie durch nichts zu bewegen waren, deren Begehen einzustellen.

Die frühen christlichen Missionare taten etwas Geniales: Sie füllten die vorhandene Form mit neuem Inhalt, so ähnlich wie möglich. Die Gestalt Marias, der Mutter Jesu, eignete sich ziemlich gut: Zum Beispiel wurde aus dem Hohen Frauentag, dem Festtag der Himmelskönigin, Spenderin der Ernte und des Lebens, das Fest der Himmelskönigin Maria am 15. August.

Mehr Informationen dazu gibt es bei meinem Ritual zu diesem Feiertag: vor Ort am 9. 8., online am 10. 8.

„Liebe Brüder…“ – wie kam es dazu?

Im antiken Griechisch lautet die Mehrzahl, wenn Frauen und Männer, in unserem Fall „Brüder“ und „Schwestern“ (die damals übliche Bezeichnung der Christen oder JesusjüngerInnen untereinander) gemeint sind, immer „adelphoi“ mit grammatikalisch männlicher Endung „-oi“. Die korrekte Übersetzung lautet „Geschwister“ oder auch „Schwestern und Brüder“. Im Deutschen ist es umgekehrt, „Geschwister“ (der Anklang an die weibliche Form „Schwestern“ ist deutlich) meint auch die „Brüder“ mit.

Wie kam es nun zur Fehlübersetzung „Brüder“?

Die Heilige Schrift wurde vor allem in Männerklöstern immer wieder abgeschrieben und im Gottesdienst verwendet; auch wissenschaftliche Theologie wurde lange Zeit ausschließlich von Männern betrieben. Diese waren in den allermeisten Fällen Ordensangehörige. Als solche sahen und erlebten sie beinahe ihr ganzes Leben hindurch ausschließlich andere Männer – Klosterbrüder, Äbte = Väter usw.

Das an sich neutrale „adelphoi“ wurde aufgrund seiner grammatikalisch männlichen Endung mit „fratres“ (Brüder) wiedergegeben…

Es gab bereits unvollständige Übersetzungen, die (kirchlich illegal) im Umlauf waren, als Martin Luther die Bibel ins Deutsche übersetzte; das Alte Testament aus dem Hebräischen, das Neue Testament aus dem Griechischen und aus der lateinischen Vulgata; in dieser stand – aus eben genannten Gründen – bereits „fratres“ (Brüder), denn „sorores“ (Schwestern) war ein ganz anderer Wortstamm …

Auch Luther war ursprünglich Mönch. Er war Theologe, er war Mann – in seiner speziellen Zeit und in der damaligen Situation. Natürlich übersetzte er „Adelphoi“ mit „Brüder“… und erst recht „fratres“.

Die theologische Forschung (und nicht nur sie; man hätte nur die Paulusbriefe ordentlich zu lesen brauchen) stellte vor einigen Jahrzehnten fest: Paulus schrieb an Gemeinden, die von Frauen geleitet wurden oder in denen Frauen tonangebend waren. In seinen Briefanreden musste er dementsprechend „Geschwister“ gemeint haben, wenn er „adelphoi“ schrieb …

Die seit den 1980er-Jahren übliche Art, als LektorIn beim Vortrag der Lesung „Brüder und Schwestern“ auszusprechen, obwohl im Messlektionar nur „Brüder“ stand, schlug sich in der Neuauflage der Lektionare nieder, die wegen der Neuübersetzung der Einheitsübersetzung notwendig wurde.

Jetzt steht es also offiziell und Schwarz auf Weiß im Messtext …

… historisch und ganz natürlich erklärbar

Habt ihr euch schon einmal die Frage gestellt, wieso die geschlechtergerechte Bibel, die Änderung der Adressatenanrede in den Paulusbriefen im deutschsprachigen Messlektionar (von „Brüder“ auf „Schwestern und Brüder“) so wichtig waren/sind?

Hat euch das „Gendern“ der als heilig oder zumindest ehrwürdig geltenden Texte vielleicht sogar gestört?

Ich lade euch ein, heute eure Gedanken dazu zu sammeln – morgen findet ihr an dieser Stelle die Erklärung von mir als Altphilologin und Theologin 😊

Mein heutiger Beitrag zur Feministischen Theologie:

Lange Zeit wurde gepredigt, die Frau sei zweitrangig, minderwertig… mit der Begründung, Gott habe Eva als 2. Menschen nach Adam erschaffen – und noch dazu aus seiner Rippe, also indirekt.
Einmal davon abgesehen, dass es sich bei dem entsprechenden Text aus der Bibel (Gen 2,22) um einen Mythos handelt, also eine Glaubens-Erzählung, um einen spirituellen Text, der zeit- und kulturbedingt in einer patriarchalen Gesellschaft der Antike – und später als die erste, ursprüngliche Schöpfungserzählung – verfasst wurde und der theologischen Interpretation bedarf: Der eigentliche Sinn, der ausgedrückt werden sollte: Mann und Frau sind gleichen Wesens.
Man (die predigenden Kleriker) verschwieg geflissentlich die ältere, erste Schöpfungserzählung, in der es heißt: „JHWH schuf den Menschen als sein Ebenbild. Als sein Ebenbild schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf JHWH ihn“ (Gen 1,27). Gleichzeitig, gleichwertig, gleichebenbildlich, „Ebenbild“ wird verdoppelt, also extra betont. Gleichberechtigt ist die gottgewollte Folge, versteht sich von selbst.

In den besten Jahren, auf der Höhe der Kraft, Königin im eigenen Reich – leben wie im Himmel …

In der katholischen Tradition wird „Mariä Himmelfahrt“ feierlich begangen am 15. August – mit Kräutersegnungen, mit Frauengruppen, die im Mittelpunkt stehen… nur wenige wissen, dass es sich um ein uraltes Fest handelt, das lange Zeit zu Ehren der Großen Mutter, der Erdmutter und zugleich Himmelskönigin, begangen wurde.

Die Göttin in ihrer „roten“ Qualität, die ihr Ebenbild hat in den reifen, klugen, voll entfalteten Frauen auf der Höhe ihrer Lebens- und Schaffenskraft – und diese segnet und hütet – dies ist ihr Fest, bei dem es ums Ernten und Ordnen geht, also auch ums Aus-Sortieren und Sein-Lassen von allem, was schädlich ist, was nicht dem Leben dient – die „Schnitterin“ schneidet die Ernte, und sie be-schneidet, was zuviel ist und stört…

Ich lade alle interessierten Frauen ganz herzlich ein zu diesem besonderen Abend.

Was Dich erwartet:

Wissenswertes aus Kultur- und Religionsgeschichte, kreative Übungen, spirituelle Texte/Meditation, Austausch, feierliches Ritual

Teilnahmebeitrag: EUR 50,-

Die Rechnung mit den Bankdaten wird per Mail zugeschickt, der Zoomlink für die Teilnahme folgt am Tag vor dem Ritual.

Hier der Link zu meiner Anmeldeseite: 

Inzwischen wünsche ich Dir wundervolle, inspirierende, erholsame, sonnenlichtdurchflutete, reichhaltige … Sommertage!

Dagmar

Und, wer das lieber mag: Das Ritual findet auch live vor Ort statt, Gerichtsfeldg. 3, 3100 St. Pölten – am Tag zuvor: Samstag, 9. 8. 2025, 18.00 – ca. 21.00 mit gemeinsamem Imbiss und Gelegenheit zu längerem Austausch… Anmeldung: genauso, Nähere Infos per Mail.

Heute habe ich den Rücklauf meiner Umfrage zur feministischen Theologie/femininen Spiritualität abgeschlossen.
Eine Antwort, die immer kam: das Gottesbild, wie es in den großen monotheistischen Religionen vermittelt wurde – und wird -, stellt ein grundsätzliches Problem dar, weil die patriarchale kulturelle Situation, das Umfeld, immer mitverkündet und so als glaubwürdig weitertradiert wird – mit allen unguten, krankmachenden, kleinhaltenden Folgen für Frauen, die wir kennen…
Eines der Hauptgebote der Bibel lautet jedoch: „Du sollst dir kein Gottesbild machen …“ Fundierte Theologie ist dem auf der Spur – wie von Gott/Göttin sprechen, ohne „Bild“, ohne Voreingenommenheit, ohne menschliche Eingrenzungen, Vorbehalte usw….?
Der NAME – ha schem – ist ja genial: JHWH – ich bin da (für dich)
Wie geht es Ihnen/euch mit Gottesvorstellungen?