Habe heute an einer Stadtführung in Eferding teilgenommen – Frauenspaziergang hieß es eigentlich.

Was ich Neues erfahren habe:

Susanne Kepler war eine Waise, die von der Familie Starhemberg aufgezogen wurde. 1613 heiratete sie mit 24 Jahren den damals 42-Jährigen bereits renommierten Wissenschafter …

1626 mussten sie Linz und Oberösterreich verlassen. Beide waren überzeugte Protestanten, und die Gegenreformation duldete in Oberösterreich nur katholische Personen.

10 Jahre später starb Susanne Kepler in Regensburg.

Von der Nachkommenschaft des Paares ist weiter nichts bekannt.

 

Dafür kennt heute weltweit jede/r Johannes Kepler – den damaligen Habsburger, der meinte, Anderskonfessionelle aus seinem Herrschaftsgebiet zwangsweise aussiedeln zu müssen, ist weitgehend unbekannt …

Die Geschichte ist manchmal also doch sehr gerecht bei der letztgültigen Beurteilung von Wichtig und Unwichtig …

 

 

Übrigens konnte ich kein Bild von Susanne Kepler, beb. Reuttinger, auftreiben …

Heute habe ich wieder eine Buchempfehlung für euch:

 

Timothy Snyder: Über Tyrannei. Zwanzig Lektionen für den Widerstand.

 

Unglaublich, was auf dieser Erde los ist. Es ist dringend erforderlich, etwas gegen den Abbau von Demokratie und Recht zu unternehmen. diese Buch rüttelt auf, benennt Tatsachen und zeigt Wege, wie wieder herauszukommen möglich ist …

 

20 Lektionen, z. B.:

 

  1. Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.
  2. Verteidige Institutionen. 8. Setze ein Zeichen. 11. Frage nach und überprüfe.  12. Nimm Blickkontakt auf und unterhalte dich mit anderen.  14. Führe ein Privatleben.20. Sei so mutig wie möglich.

Bitte lesen, unbedingt lesen!

Ein ergiebiger Tag:

Festgottesdienst,

Arbeit im Geschirrwagen beim Dekanatsfest

Mittagessen

Weiter im Geschirrwagen, Beheben eines Kurzschlusses

Alles aufräumen

Kaffee und ein Glas Wein

Heimgehen – 10 Minuten bei 35 Grad

kaltes Wasser, eine Stunde Schlaf

Lesen und handarbeiten im kühlen Wohnzimmer

18.30 ins Freibad, meine Längen schwimmen

Eis (ein riesiges) essen im Schanigarten, Leute treffen

drei wichtige Anrufe erledigen: 20.30, 20.45, 20.55

Predigt                                                Sa., 29. 6. 2019, 19.00

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Unmöglich, also ich würde das nie und nimmer tun – alles stehen und liegen lassen, Jesus nachfolgen, mich ihm anschließen auf Gedeih und Verderb, mein bisheriges Leben aufgeben …

Das kann keiner verlangen.

Der helle Wahnsinn. Wer macht das schon?

 

Nun, unmöglich ist es nicht.

Und es gibt sie, die genau das gemacht haben. Gar nicht so wenige.

Die Bekannten aus der Kirchengeschichte, die großen Heiligen, sind dabei nur so etwas wie die Spitze des Eisberges.

Franziskus.

Teresa von Avila – aus ihrem Elternhaus geflüchtet, weil der Vater sie nicht im Kloster eintreten lassen wollte.

Ignatius von Loyola _ vom Ritter zum Einsiedler, dann zum Ordensgründer.

Mutter Teresa von Kalkutta – bei den Ärmsten leben. Oder Sr. Emanuelle in Kairo.

Josef Hehenberger. Mitten in den Slums, bei den Pfarrkindern. Hinausgehen. Sich mit den Reichen anlegen, weil es um Gerechtigkeit geht…

Bischof Erwin Kräutler. Auf beide sind Mordanschläge verübt worden. Viele andere sind solchen zum Opfer gefallen.

 

Na gut. Das sind ganz besondere Menschen. –

Aber für uns Normalverbraucher ist das nix. Oder?

 

Liebe Brüder und Schwestern: Die berühmten Heiligen waren ganz normal. – Na gut, zumindest die meisten.

Gott beruft Arme und Reiche, Gesunde und Kranke, Gebildete und Ungebildete, schlichte Gemüter und Führungskräfte, Männer und Frauen, Alte und Junge …

Für Menschen ist das undurchschaubar, nicht nachzuvollziehen – wieso grade der oder die … Wenn ein Mensch dann besondere Fähigkeiten hat und einbringt, gut und schön –

Aber es geht eigentlich nur darum, dass wir uns rufen lassen.

Jede/r kann genau als die Person etwas im sinne Gottes bewirken, wozu niemand anderer an seiner Stelle fähig ist.

Persönliche Berufung heißt das.

Jede/r von uns – hier, wie wir hier stehen oder sitzen, ist an der Stelle, wo er/sie sich befindet, unersetzlich, nicht austauschbar. Unsere individuellen Lebensumstände sind der Ort, wo Nachfolge für uns geschieht, zu geschehen hat.

Kaum niemand hier wird einen Orden gründen, als Missionar in die Welt ziehen oder etwas dergleichen.

Und dennoch geht es immer darum, sich hier und jetzt, je unverzüglich – für Jesus und die Nachfolge zu entscheiden – im nächsten Moment kann es zu spät sein.

Wenn ich für Wahrheit eintrete – wenn sie verschwiegen, verbogen wird – wenn Mächtige oder Unbelehrbare so tun, als ginge etwas nicht anders – es geht immer anders, nur wehrt sich gegen Änderungen, wer vom Jetztzustand profitiert …

Oder wenn Gerechtigkeit nur dann beachtet und eingefordert wird, wo sie sich leicht durchsetzen lässt, weil sich die Betroffenen nicht wehren können: Oft wird kein Finger gerührt – denn da könnte man ja anecken …

Wenn über Ausländer geschimpft wird – oder über die alte Nachbarin, die sich seltsam benimmt.

Wo Menschen Hilfe brauchen, helfen – unkompliziert.

Gutes Benehmen einfordern und vorleben – und Erhaltung der Schöpfung …

Unangenehm, sich auseinanderzusetzen …

 

Da können wir in Schwierigkeiten geraten.

Ist gar nicht so leicht.

 

Die Propheten und alle prophetischen Heiligen sind in größere Schwierigkeiten geraten.

Nachfolge ist anstrengend, und es gibt Momente, da kommt der Gedanke: Worauf habe ich mich da nur eingelassen. Mit der Ruhe ist es aus.

ABER:

Gott sorgt dafür, dass die sich ergreifen lassen, glücklich werden.

Ein bürgerliches Leben wird dem, der einmal zum Abenteuer Ja gesagt hat, nicht mehr genügen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich keine asketischen Anwandlungen habe. Jesus hat auch die angenehmen Seiten des Lebens mit Freude genossen. Aber es gibt noch mehr.

Ich wage zu behaupten: Ein bürgerliches Leben das sich selbst genügt macht niemanden glücklich. Darum sind ja so viele Satte, denen es „gut geht“, unzufrieden. Nur wer den Traum ernst nimmt und sich auf den Kampf einlässt, findet Erfüllung.

Wenn wir bisher die Angebote Gottes, die laufend hereinkommen in unser Leben, zu mehr Gebet, zu einem besonderen Engagement, zu mehr Nächstenliebe, zu mehr Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, zu Versöhnung in Familie, Arbeit … zu irgendeiner Veränderung …, wenn wir die bisher ausgeschlagen haben, dann steht es uns frei, jederzeit eine andere Wahl zu treffen und sie ab sofort anzunehmen…

Aber: Dass wir`s nicht zu lange aufschieben, das mit dem Glücklichwerden, das wünsche ich Ihnen und mir.

Heute hatten wir in Aschach Ministart – die heurigen Erstkommunionkinder waren eingeladen zu Kennenlernspiel, sich mit Hand und Namen verewigen, Rätsellauf durch den Ort, einer ersten Probe und Eis essen.

2 kamen, 2 Interessierte nicht aus wer weiß welchen Gründen …

Altminis kamen, und es war lustig.

Es gibt jetzt ein neues Miniteam.

Ich bin sehr froh, weil ich die Pfarre ja mit 1. 9. verlasse.

Ministranten gehören zur Katholischen Jungschar.

Wie geht christlich und sozial!

 

Zu diesem Thema fanden sich anlässlich der Dekanatsvisitation Landesrätin Birgit Gerstorfer, Bischof Manfred Scheuer, Direktorin der Diakonie Österreichs und Caritasdirektor von Linz Franz Kehrer zusammen. Im Bräuhaus Eferding gab es Statements, Podiumsdiskussion und Anfragen der BesucherInnen.

Extrem spannend!

Ich hoffe auf eine Zusammenfassung der Diözese oder in der Kirchenzeitung, deren Chefredakteur Matthäus Fellinger die Veranstaltung moderierte.

Finanzen der Pfarre

Komme gerade von einer sehr informativen Veranstaltung im Rahmen der Dekanatsvisitation. Dir. Reinhold Prinz erläuterte die Finanzgebarung der Diözese und das Procedere bei Bauvorhaben in Pfarren.

Dann wurde eine Weile über den neun Strukturvorschlag für die Diözese Linz gesprochen.

 

Klar, dass alles ordentlich und durchschaubar und gesetzeskonform ablaufen muss.

Weil viele Pfarrer, in Zukunft auch Pfarrassistent/innen, weil sie 2 oder 3 Pfarren haben, überfordert sind mit verwaltungstechnischen Angelegenheiten – schließlich sind sie SeelsorgerInnen – , wird es PfarrverwalterInnen geben.

 

Wie gesagt, äußert interessant.

Ein Garten, auch wenn er noch so klein ist, macht Arbeit. Auch ein Balkon – außer es ist nichts drauf.

Pflanzen sind Lebewesen, die der Pflege bedürfen. Manche mehr, manche weniger.

Gießen muss man alle.

 

Eine liebe Freundin hat mir heute 2 Ringelblumenpflanzen geschenkt. Natürlich habe ich sie, kaum zu Hause, in meinem Hochbeet auf dem Balkon eingepflanzt.

Hoffe, es wird was aus ihnen.

 

Wenn ich genug Blüten habe, mache ich eine Ringelblumensalbe:

Rezept: Ringelblumensalbe[1]

2 gehäufte Doppelhände Ringelblumen (Blätter, Stängel und Blüten) werden klein geschnitten. 500 g Schweineschmalz oder gutes Pflanzenfett werden erhitzt; man gibt die geschnittenen Ringelblumen hinein und lässt das Ganze einmal kurz aufprasseln, rührt um und lässt alles abkühlen. Zugedeckt einen Tag stehen lassen, dann nochmals leicht erwärmen und durch ein Tuch in saubere kleine Gläser filtern.

 

Aus: Dagmar Ruhm: Meine saisonale Hausapotheke, Hausarbeit 2018.

 

[1] Zu beiden Rezepten vgl. Treben S. 60 f

 

 

Predigt                                                    12. So. i. Jk C   22. 6. 2019 Haibach

 

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Kreuz auf sich nehmen – also ist das Christentum doch wieder so zum Fürchten, wie wir immer geglaubt haben, Hauptsache es freut sich keiner, lebensfeindlich, trist und grau …?

Liebe Brüder und Schwestern, kann es nicht sein, dass mit „Kreuz“ ganz etwas anderes gemeint ist als wir meinen, ja etwas grundlegend Anderes, als Jahrhunderte hindurch verkündet – ich möchte sagen: verzapft – worden ist?

 

Was meint Jesus hier NICHT, wenn er vom Kreuz spricht?

 

Wenn wir genau lesen und zuhören, dann fällt uns auf, dass das Kreuz an die Nachfolge gebunden ist.

 

Unangenehmes, Mühe, Leid, Widrigkeiten aller Art, Verfolgung und Tod, die sonst aus irgendeinem Grund auftreten und Menschen treffen können., haben mit Kreuz, wie Jesus es hier meint, nichts zu tun. Nicht das Geringste.

 

Oft ist kranken Menschen gesagt worden, sie sollen ihre Krankheit, Schmerzen usw. als Kreuz annehmen.

Ja um Gottes willen – erinnert sich von Ihnen jemand, dass Jesus irgendeinem Kranken das geraten hat oder gar empfohlen hat?

Nein, eben.

Im Gegenteil. Jesus hat alle, die ihn darum gebeten haben, geheilt. D. h., ihr Leid, das aus der Krankheit oder Behinderung stammte, beseitigt.

Ebenso gilt das für Not und Unrecht in jeder Form.

Oder unerträgliche Situationen – Mobbing, schlechte Behandlung, Gewalt usw. … nirgends in der Bibel steht, dass man so etwas schweigend hinnehmen und ertragen soll, im Gegenteil – Gott ist immer der, der darauf Auswege zeigt und schafft und diese gehen hilft – denken wir nur an die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei.

 

Jesus spricht vom Kreuz zu denen, die er in seine Nachfolge ruft.

Diese, wenn Menschen ehrlich versuchen, das Evangelium zu verkünden, zu leben, in prophetischer Weise, wird mit Kreuz, Verfolgung nämlich, verbunden sein, und zwar unweigerlich.

Klar – alle, die Nutznießer der Unrechtsverhältnisse sind, wehren sich gegen die Veränderung.

Die Ägypter wollten natürlich die hebräischen Gratiszwangsarbeiter nicht ziehen lassen.

Die Plantagenbesitzer des amerikanischen Südens und Südafrikas wehrten sich gegen die Sklavenbefreiung und gegen die Apartheid.

Die Großgrundbesitzer und Reichen Lateinamerikas wehren sich gegen die Theologie der Befreiung – wenn alle Menschen gleiche Rechte haben, ja wo kommen wir da hin, wo bleiben unsere Gewinne, wenn wir einen gerechten Lohn zahlen müssen, von Krankenversicherung ganz zu schweigen … und wenn wir nicht einfach Land beanspruchen können, wie es uns günstig erscheint, wenn die Ureinwohner Recht auf ihre Regionen haben, …?

Bei uns heute wird die Caritas und Diakonie verunglimpft, weil Menschen sich gestört fühlen und bedroht, es könnte ihnen was weggenommen werden, wenn für Arme gut gesorgt wird…

Männerbünde fühlen sich bedroht, wenn Frauen alles werden dürfen … weil dann plötzlich Qualität und Fähigkeiten zählen statt Beziehungen …

Starre Systeme jeder Art, das kann in der Familie sein, in einer Firma, einem Verein, einer Pfarre, einer gesellschaftlichen Gruppe …, wehren sich – je erstarrter desto mehr – wenn jemand den Finger auf den wunden Punkt legt. Da brauchen wir uns nur manche Kreise in der Kirche anschauen, wenn von Gleichberechtigung der Frauen in Bezug auf Priestertum und Kirchenleitung die Rede ist…

Wer Unrecht begeht, zulässt, gutheißt, duldet oder verschweigt oder die Augendavor verschließt, um seine Ruhe zu haben, wird aus der Komfortzone gerissen, wenn dies Unrecht benannt wird und wenn es Versuche gibt, es zu ändern.

Menschen, die prophetisch genau dies tun, haben natürlich mit Anfeindung, mit Nachteilen zu rechnen.

Dies ist das Kreuz, mit dem christliches Engagement verbunden ist.

Thomas Becket, Franz Jägerstätter, Johannes Nepomuk, Josef Hehenberger, Bischof Oscar Romero, Jesuiten in Lateinamerika – politische Märtyrer.

 

Wo die Kirche angefeindet wird – natürlich nicht wo sie selber echtes Unrecht begeht, sondern beim Engagement für Flüchtlinge etwa, für den freien Sonntag, für Sozialgesetze …) ist das ein ziemlich tauglicher Hinweis darauf, dass wir auf der guten Spur Jesu sind.

In diesem Sinne: auf, folgen wir ihm nach!

 

 

Jungschar ist Kirche mit Kindern … Heute war JS- Wallfahrt von Haibach nach Inzell.

Was Jungschar macht: z. B. : Sternsingeraktion, Ministrant/inn/enarbeit, … Erstkommunion- und Firmvorbereitung … und … und … und …

 

Schaut euch die Homepage der Diözese Linz an oder googelt einfach!

 

Hier das Leitbild KJS Diözese Linz:

 

 

Leitbild

Die Katholische Jungschar ist…

Hier bekommst du einen Einblick über das Leitbild und die Handlungsfelder der Katholischen Jungschar.

Die Katholische Jungschar ist …

  • die Kinderorganisation der Katholischen Kirche
  • eine Gliederung der Katholischen Aktion
  • die größte Kinderorganisation Österreichs
  • ein Verein der 151.000 Mitglieder zählt und als solcher natürlich extrem vielfältig

 

Vision eines Zusammenlebens…

In der Jungschar gehen wir von der Vision eines Zusammenlebens aus, wo Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen, Arme und Reiche, behinderte und nichtbehinderte Menschen,… das Leben miteinander teilen. Auf dem Weg zu einer so gestalteten christlichen Gemeinschaft leisten wir unseren Beitrag zu einem geglückten Leben der Kinder.

Wir stellen die Kinder in die Mitte

…so lautet das Motto des „Leitbildes“ der Katholischen Jungschar.
Unsere Arbeit mit Kindern orientiert sich an deren Bedürfnissen. Sie ist geprägt vom Bemühen, die Sichtweise der Kinder einzunehmen und dementsprechend zu handeln.
Dieses „Leitbild“ sowie das „pastorale Selbstverständnis“ mit dem Titel „Wir sorgen uns um ein gutes Leben der Kinder“ sind zwei wichtige Grundlagen unserer Arbeit mit den Kindern.