Was sind Exerzitien?

 

Nach Ignatius von Loyola, ihrem „Erfinder“, handelt es sich um alle Übungen, die uns Gott näherbringen, unser spirituelles, geistliches Leben fördern, trainieren, z. B. Beten, Bibel lesen, Meditieren, Betrachten, geistliche Lektüre, singen, tanzen, malen, gestalten für und vor Gott …

 

Lesen Sie sein Exerzitienbuch!

 

Melden Sie sich zu einem Exerzitienaufenthalt in einem Kloster oder Bildungshaus an!

 

Ihr Leben wird sich ändern, so dass es kein Vergleich ist zu vorher …

 

Nur zu!

Predigt 14. 7. 2019                  Der barmherzige Samariter     15. So. i. Jk. C

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

„Dann geh und handle genauso!“

Was hat der barmherzige Samariter denn eigentlich getan? Gehen wir es noch einmal durch:

Ein Händler auf Geschäftsreise, der von Jerusalem, der Hauptstadt, der Metropole, kommt – unterwegs zu weiteren Unternehmungen nach Jericho – sicher hat er gute Geschäfte gemacht, die Einnahmen vermutlich bei sich. Wenn jemand Angst vor Räubern haben musste, dann jedenfalls er. Der Priester, der Levit, die beide ebenfalls aus der Hauptstadt, vom Tempeldienst nach Hause zurückkehren, haben im Gegensatz dazu wahrscheinlich keine Reichtümer dabei, um die sie bangen müssten.

Nun ist der Mann aus Samarien ziemlich eilig und vorsichtig unterwegs – da sieht er eine Bewegung, hört einen Schrei oder ein Stöhnen – geht näher hin und zögert nicht zu helfen.

Kein Gedanke daran, dass dieser da ein Feind ist, beinahe zumindest, einer aus dem Volk Israel, die kein gutes Haar lassen an denen aus Samaria, hochmütig immer darauf pochen, wir haben die wahre Religion… und ihr nicht… als ob unser gemeinsamer Vater Jakob diesen Unterschied gemacht hätte…

All das weiß der Samariter, und es kümmert ihn nicht, denn da ist ein Mensch in Not, und sein einziger Gedanke ist: Wie helfe ich am besten und am schnellsten?

Und das macht er dann, in der bestmöglichen Weise. Er tut mehr als üblich, mehr als zu erwarten war.

 

Liebe Brüder und Schwestern, darauf käme es an.

Ich bin davon überzeugt, jede/r hier würde einem Menschen, der uns plötzlich unterwegs begegnet und auf uns angewiesen ist, helfen.

 

Leider herrscht bei sehr vielen auch in unserem Land, gerade bei Menschen, denen materielle Not eher fremd ist, die umgekehrte Grundeinstellung vor. Viel zu viele fragen als erstes: „Was brauche ich nicht zu tun?“ Wo kann ich mich heraushalten, unauffällig davonkommen…? Lieber tu ich nichts, bis zum Beweis des Gegenteils geht’s mich nichts an.

 

Jesus spricht bewusst vom „Nächsten“ – das bedeutet doch, wer mir begegnet, ist grundsätzlich so wie Bruder und Schwester. Ausdrücklich gilt das für alle Menschen, als Hilfesuchender genauso wie als Helfender, Glaube und Nationalität spielen keine Rolle.

Wir, die Jünger Jesu, die Christen, müssten darüber noch hinausgehen. Uns wäre es angemessen und zuzumuten, dass wir in dieser Grundhaltung leben und durch die Welt gehen: Ich bin angesprochen, es betrifft mich, ich bin gemeint, gefordert, gefragt. Was kann ich tun – und wie kann ich es bestmöglich tun?

Die Kapitänin der SeaWatch 2 Carola Rackete hat genau das getan. Und die Richterin hat – sie wurde ja angezeigt und kurzfristig in Italien eingesperrt – den Freispruch mit dem geltenden Völkerrecht begründet: Wer in Seenot ist, dem ist zu helfen. Gott sei Dank gibt es dieses Völkerrecht.

Im geltenden österreichischen Gesetz gilt ebenfalls: Wer in akuter Not ist, dem ist zu helfen. Fahrerflucht oder unterlassene Hilfeleistung stellen strafbare Tatbestände dar. Gott sei Dank.

Übrigens war das auch damals so – nach der Tora, dem mosaischen Gesetz … Der Priester und der Levit hätten es besser wissen müssen.

 

Wie kann das, was Jesus fordert, in unserem persönlichen normalen Leben aussehen?

 

Mit offenen Augen durchs Leben gehen. Ein offenes Herz haben gegenüber Mitmenschen, offene Ohren für Missstände in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Umwelt, Kirche, für Hilfeschreie im Nachbarhaus, Zivilcourage im eignen Betrieb.

 

Jesus meint nicht, wir sollen ein krankhaftes Helfersyndrom haben. Er sagt auch: Ruht ein wenig aus, er selber zog sich oft zurück, um allein zu sein, und er konnte feiern, das Leben genießen, dass es manchen Frommen zu bunt war.

Uns ein Beispiel nehmen an Jesus selber. Ein vorurteilsfreier, offener, zugewandter Blick zum Menschen neben mir.

Manche Menschen machen sich zu gegenüber anderen, gegenüber den Anforderungen des Lebens. Viele davon kommen sich sehr brav, ordentlich und fromm vor. Wer nie was erlebt, macht sicher nichts falsch, aber er versäumt das Leben.

 

 

Mehr zu Carola Rackete erfahren Sie z. B. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ, v. a. auf der entsprechenden Website.

Ignatius von Loyola schreibt, Menschen, die Exerzitien machen,sollten in der Gebetszeit eine Bibelstelle „betrachten“. Eine Begebenheit aus dem Evangelium sich so vorstellen, als ob man selber dabei wäre und eine der angegebenen Rollen dabei übernehmen.

Heute würde man sagen: Stell dir vor wie Jesus z. B. heilt oder predigt, wie einen Film, in dem du auch in irgendeiner Rolle (die du dir aber aussuchst!) mitspielst.

Über die dabei entstehenden Gedanken und Gefühle, Erkenntnisse, Eindrücke usw. komm anschließend mit Gott oder Jesus ins Gespräch …

 

Zu Beginn deiner Gebetszeit bete das Vorbereitungsgebet:

 

Herr, öffne mir die Augen,

mach weit meinen Blick und mein Interesse,

damit ich sehen kann,was ich noch nicht erkenne.

 

Herr, öffne mir die Ohren,

damit ich dein Wort nicht nur höre,

sondern verstehe,

was du mir sagen willst.

 

Herr, gib mir ein großzügiges Herz,

das sich deinem Wort überlässt

und zu tun wagt,

was es noch nicht getan hat.

Eines weiß ich ganz sicher: persönlich, von Du zu Du, zu beten, mit Gott/Jesus zu sprechen, ist das Notwendigste, das wir tun können.

Ich bin heute sehr dankbar, da geht es besonders leicht.

Auch wenn es uns sehr schlecht geht, wenn wir Unrecht erleiden oder uns in einem Streit befinden, dann wenden wir uns gern an eine „höhere In stanz“, um Recht zu bekommen … oder wenn es Schwierigkeiten gibt.

 

Aber das konsequente, regelmäßige, tägliche Kontakt halten, auch und gerade inmitten von Belanglosigkeiten, in der Normalität, wo scheinbar alles in Ordnung ist, wo alles normal abläuft, wo unser Leben frei von den großen Gefühlen ist … da vergessen wir leicht, auch ich.

Gott aber will unser Partner sein, unser Freund in allen (ALLEN!) Lebenslagen und unter allen Umständen.

In seinen Augen gibt es Belanglosigkeiten gar nicht, weil jede/r von uns unendlich wertvoll ist in jedem einzelnen Augenblick

Ich habe vor kurzem von diesen alternativen Reiseveranstaltern erfahren und möchte sie euch vorstellen:

 

www.weltanschauen.at

 

Schaut euch die Website an!

Ich bin ganz begeistert und werde in den nächsten Jahren sicher das eine oder andere Angebot nutzen und wo mitfahren.

Jungschar- und Minilager    2019      Aschach (in Haibach)

Übrigens: Auch das gemeinsame Kochen gehörte zum Programm.

 

SONNTAG

 

9.00 Ankommen, bis 9.30 Sachen einräumen, Haus erklären …

 

9.30 Lieder, Spiel z. Kennenlernen, Motto/Thema des Lagers – Naturvolk

 

Name suchen, 1 persönliches Abzeichen basteln

 

10.15/10.30    Ausflug in die Natur (Donauleiten)… Natur erklären

 

11.15/11.30   Miteinander kochen

 

12.30 Mittagessen – Schnitzel, gebackene Zucchini mit Reis und Salat

 

wegräumen, abwaschen

 

14.30 – 16.30/17.00 Ausflug ins Fuchsbachtal, Botschaften des einheimischen Stammes und Suchaufgaben

 

Auswertung, Beratung

 

17.30/18.00 Vorbereiten Lagerfeuer, Knacker grillen, Steckerlbrot, Bananen

 

Essen

 

Bunter Abend  Lieder, Spiele, Geschichten

 

21.00 Kirche, Abendlob

 

Niederlegen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MONTAG

 

7.30 aufstehen, 8.00 Frühstück

 

 

9.00 Rätsel auflösen vom Vorabend – in Kirche gefunden

 

Lösung: Schatzkarte – Ort erkunden

 

9.30/45 Schatz suchen

 

11.00 Heimkehr

 

Wenn noch Zeit: Spiele – Ball, wer fürchtet sich, versteinern, Feuer Wasser Sturm …

 

11.30 Kochen

 

Essen            Spaghetti mit Tomatensugo und Faschiertem, grüner Salat

 

14.00 Aufbruch Ecker Bauernhof

 

Bei Rückkehr Bild malen

 

Abendessen: Sommersalat, Palatschinken

 

20.00 Rollenspiele am Lagerfeuer

 

Sobald es finster ist:  Geisterbotchaft, kurze Nachtwanderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIENSTAG

 

7.30 Aufstehen      Semmeln b. Scheuer holen

 

8.00 Frühstück

 

9.00 (spätestens) Geisterbotschaft bearbeiten (wie Millionenshow)

 

Steine bemalen …. Beschluss, wo wir am Nachmittag hingehen

 

 

10.15  Putzfest – zusammenräumen, kehren, Boden wischen, WCs

 

Mittagessen: Pizza       (Teig 10.30)

 

 

Abwaschen, Küche putzen …

 

Ab 14.00/14.30  SCHATZ finden   Wir gehen zur Donau (hinter Lagerhaus)

oder z. Steinerfelsen

  1. ein Stück mit Autos fahren

 

bei Rückkehr Eis essen b. Scheuer (spätestens 17.00)

 

anschließend Heimfahrt nach Aschach

 

 

 

 

 

Morgen früh fahre ich mit den Aschacher MinistrantInnen und zwei Begleitpersonen auf Minilager nach Haibach. Hab heute fast den ganzen Tag dafür verwendet, Material, Spiele, Texte, … dafür herzurichten.

Freu mich schon.

Für alle, die vielleicht heuer noch ein Kinderlager vorbereiten und gestalten, stelle ich hier gern den Ablauf (Programm) zur Verfügung.

Am Dienstag Abend hört ihr hier wieder von mir.

Also Pfiat euch inzwischen …

Predigt zum Schulschlussgottesdienst der NMS Hartkirchen/Aschach

(Als Lesung wurde die Stelle aus „Momo“ vorgelesen mit Beppo, dem Straßenkehrer: Schritt – Atemzug – Besenstrich.

LESEN SIE DAS BUCH!

Evangelium: Mt 28, 16-20

 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Brüder und Schwestern!

 

Was wird ab September sein? Wie wird es mir im nächsten Schuljahr gehen? Wieviele kenne ich schon in der neuen Schule, in die ich komme?

Wo genau werde ich einmal zu arbeiten anfangen? Wann werde ich eine -Familie gründen? Wo werde ich eine Wohnung finden, ein Haus neu oder umbauen? Wofür soll ich alles vorsorgen? Krankheit, Pension, …

 

Je weiter unsere Gedanken in die Zukunft gehen, desto nebuloser werden die Vorstellungen.

Manche Menschen machen sich viel mehr Sorgen als andere, das ist persönlichkeitsbedingt.

Natürlich denken wir über die Zukunft nach und planen und sorgen vor.

Das ist normal und gut.

Aber genauso normal und gut ist es, dass wir nicht alles planen können.

Bei manchen entsteht da Stress – oje, ich möchte aber genau wissen, wie, Details festlegen …

 

In der Geschichte von Momo der Straßenkehrer – hat der Stress?

Nein.

Er weiß aber genau, wie er Stress erzeugen könnte: Wenn er zu sehr auf die Zukunft schaut, sich auf das konzentriert, was er noch alles machen muss und noch nicht geschafft hat.

 

Wieso hat er keinen Stress?

— Er lebt im gegenwärtigen Augenblick. Er konzentriert sich auf das, was jetzt zu tun ist, und macht es so gut wie möglich, mit ganzem Einsatz, mit Leib und Seele.

Eine kurze Anmerkung für die anwesenden Erwachsenen: Es gibt teure Exklusivseminare, wie man das lernen kann – dann nennt man es Achtsamkeit …

 

Liebe Jugendliche, es gibt dennoch etwas, was wir über die Zukunft wissen.

Gott, Jesus ist bei uns. (Auch wenn wir nicht an ihn denken und ihn nicht bemerken!)

Gott interessiert sich für uns. Gott liebt uns. Schaut auf uns, segnet uns …

 

Es ist klar, dass es in jedem Menschenleben auch Sorgen, schwierige Entscheidungen, Stress, Trauriges, Missverständnisse, Streit, Misserfolge, Plage und Mühe, Schwierigkeiten jeder Art geben kann.

Aber ich wünsche euch, dass ihr dran denkt, wenn solche Zeiten kommen, Gott, Jesus ist da. Einige von euch sind heuer gefirmt worden.

Gottes Geist steht mir bei.

Egal, was ist: Ich habe Fähigkeiten, und ich bin nicht allein.

Ich habe eine Zukunft.

In Haibach war heute eucharistische Anbetung, vorbereitet vom Gebetskreis.

Das Gebet zur Sorgenübergabe möchte ich euch heute bekannt machen:

 

Gebet Sorgenübergabe

 

Herr, ich übergebe dir meine Sorgen,
die ich mit mir oder meinen Mitmenschen habe,
mit meinen seelischen und körperlichen Leiden.
Du sagst auch zu mir:
„Werft alle eure Sorgen auf den Herrn,
denn er kümmert sich um euch!“ (1 Petr. 5,7)
Mit einem großen Vertrauen nehme ich dich beim Wort
und werfe alle meine Sorgen dir in die Hand.
Mache du damit, was du willst.
Von nun an gehören sie alle dir.

Mit meinen Sorgen übergebe ich dir auch
alle meine Ängste und unguten Gefühle,
die in mir wühlen und immer wieder hochkommen,
die mich quälen und unglücklich machen.
Ich löse sie von den Menschen und Umständen,
von den Ursachen und Zufälligkeiten,
in denen sie begonnen haben.
Ich übergebe sie dir, so wie sie sind,
auch wenn sie in mir noch spürbar bleiben.
Alle Unsicherheit und Angst tausche ich ein
für die Gewissheit, dass du für mich sorgst.

Ich übergebe dir alles, was mich aufregt,
jede Unzufriedenheit und Enttäuschung,
jeden Ärger und Zorn, Hass und Schmerz.
Zeige mir, wie du alles beurteilst
und hilf mir, meine Aufgabe zu erkennen,
aus allem das Beste zu machen.
Heile mich, wo ich mich beleidigt und gedemütigt fühle.

Beende Unrecht und Unfrieden in meinem Leben.
Hilf mir, dass ich vergeben und vergessen kann.

Ich überlasse es dir,
mich zu verteidigen und mit´r Recht zu verschaffen.
Ich will niemand Böses mit Bösem vergelten,
ich will nicht bei mir immer nur das Gute
und bei anderen das Schlechte hervorkehren,
ich überlasse dir die Beurteilung jeder Situation.

Ich übergebe dir jeden Grund, den ich habe,

mich zu sorgen und zu ängstigen.
Ich will nicht mehr zurückdenken,
wie und warum etwas begonnen hat.
Es genügt, dass du es weißt.
Ich übergebe dir auch meine Krankheiten und Leiden.
Du kennst ihre Ursachen und Auswirkungen.
Du kennst auch den Weg der Besserung und Heilung.
Ich will mit Vertrauen in die Zukunft blicken,
weil du nur mein Bestes willst.

Alle meine Sorgen lege ich zusammen
und werfe sie dir in die Hand, o Herr.
Ich vertraue dir, dass du sie übernimmst,
dass du für mich sorgst und mir hilfst,
mit allem in rechter Weise fertig zu werden.

Herr, ich danke dir und preise dich,
dass du mich so entschieden aufgefordert hast,
anstatt mich zu ängstigen und zu ärgern,
anstatt zu jammern und unglücklich zu sein,
dir zu vertrauen und dich für mich sorgen zu lassen.
Ich weiß, dass du mir hilfst und danke dir dafür.

Nach: Gib dem Herrn deine Sorgen v. P. Paul Haschek

Liebe alle, ich trete am 1. September eine neue Stelle an und muss das lang geplante Seminar „Natur erleben – Gott/Göttin finden“ aus diesem Grund absagen.

Bei Interesse (mindestens 3 Anmeldungen) finden wir einen neuen Termin.

Sonst bitte weiterhin meine Websitelesen, nächsten Sommer kann ich diese Veranstaltung auf jeden Fall einplanen.