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Kapuzinerkresse

In vielen Gärten blüht die Kapuzinerkresse gerade, auch in meinem – in Tönen von Gelb über leuchtend sonnengelb mit orangem Rand, kräftigem Orange bis zinnober- und dunkelrot …

!Iss jedenTag eine Blüte, das wirkt als natürliches Penicillin …“, heißt es oft.

Die Pflanze – Blüten, aber auch Blätter – enthalten Senföle, die imstande sind, bestimmte Bakterien, Viren und Hefepilze zu vernichten. Sie wirkt durchblutungsfördernd, kann gegen Schmerzen, zur besseren Wundheilung oder Akne äußerlich angewendet werden. Innerlich, einfach so gegessen oder als Auszug, hilft Kapuzinerkresse bei Verdauungsstörungen und Blasenentzündung.

Ich esse täglich ein bis 2 Blüten – zum Käsebrot, zum Salat – oder einfach so im Vorbeigehen. Eine meiner Cousinen bereitet aus den Blättern Pesto zu.

Die Pflanze – in ca. 90 Erscheinungsformen – stammt ursprünglich aus Lateinamerika. Inzwischen ist sie eine beliebte Zier- und Gartenpflanze weltweit im gemäßigten Klima.

Winterhart ist sie nicht, obwohl sie bei guter Pflege von Anfang /Mitte Juni bis Ende November blühen kann – nach dem ersten Frost ist es vorbei.

Der Name stammt von Menschen, die die Blütenform an die Kapuzen von Mönchskutten erinnerte.

Wegen der antibiotisch wirkenden Senföle wurde die Kapuzinerkresse zur Heilpflanze des Jahres 2017 erklärt.

Calendula officinalis

Wieder eine alte Heilpflanze – und was sie alles kann!

Keimtötend (und zwar in Bezug auf Bakterien, Viren und Pilze), krampflösend, entzündungshemmend, wundheilend …

Dementsprechend vielseitig ist die Anwendung: Bei Verbrennungen, Wunden, Hautirritationen, Insektenstichen, … als Salbe auf die Haut aufgetragen, zeigt sich bald die gute Wirkung. Bei Verdauungsproblemen, v. a. Krämpfen lindert der Tee die Beschwerden.

Der erste gesicherten Nachweis über die Verwendung in Europa findet sich bei Hildegard von Bingen, die die Pflanze innerlich bei Verdauungsstörungen und Vergiftungen empfahl und äußerlich bei Ekzemen und Kopfgrind.

Erfolge bei der Behandlung von Warzen werden berichtet und Mundspülungen mit Ringelblumentee bei Wahn- und Zahnfleischentzündungen.

Maria Treben beschreibt Heilerfolge bei Narbenschmerzen, bei Krampfadern, Pilzerkrankungen, Muskelzerrungen, Quetschungen, Blutergüssen und sogar bei Hautkrebs, bei einer Typhuserkrankung, bei Dickdarmentzündung und Durchfall.

Sie schreibt über gute Erfolge bei infektiöser Gelbsucht, Lebererkrankungen, zur Blutreinigung und empfiehlt Augenbäder mit lauwarmem Tee zur Stärkung der Sehkraft.

Die Salbe, täglich verwendet, macht eine wunderbare Haut und ist in ihrer Wirkung nach der Erfahrung mancher AnwenderInnen der Aloe überlegen.

Wo findest du Ringelblumen:

Im Garten. Öfter wachsen sie „von selbst“ in der Nähe von bewohnten Häusern und an Wegrändern, wo Menschen die typischen eingeringelten Samen an den Schuhsohlen aus besuchten Gärten mitgebracht haben.

Bei wem einmal Ringelblumen im Garten wachsen, der hat bald Unmengen davon; Freunde und Bekannte versorgen dich sicher mit Samen oder Ablegern.

Ringelblumen sind in Mittel-, Südeuropa, Westasien und den USA zu Hause.

Geschichte:

Im alten Ägypten galt die Ringelblume wegen des üppigen Wachstums und der Fähigkeit, nach der Ernte rasch nachzuwachsen, als Liebespflanze.

Vor der Zeit täglicher Wettervorschau in Fernsehen und Radio dienten die Ringelblumen für die bäuerliche Bevölkerung als wichtiger Regenanzeiger; waren die bei Nacht geschlossenen Blütenköpfe um sieben Uhr morgens (Sommerzeit: acht Uhr) noch nicht geöffnet, deutete das auf Regen noch am selben Tag hin.