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Sie schauen entzückend aus, wir freuen uns über erste Frühlingsblumen … aber habt ihr gewusst, dass Veilchen eine Heilwirkung haben, die nicht zu verachten ist?

Veilchen wirken entzündungshemmend und reilindernd.

Veilchentee beruhigt und löst stockenden Husten

Veilchensalbe lindert Hautirritationen, ebenso Umschläge mit Veilchentee

Und natürlich liefern sie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe. In den Salat damit – zusammen mit Gänseblümchen, Löwenzahn und Gundelrebe…

Probiert es aus!

Bei der Bezeichnung „Königskerze“ dachte ich lange Zeit: Klar, wegen des prächtigen, imposanten Wuchses … immerhin wird die Pflanze menschengroß. Jedoch stammt der Name von der früheren Verwendung: Die Stängel wurden mit Wachs überzogen und als Fackeln verwendet.

Es gibt eine Reihe von Königskerzen-Arten; ich beziehe mich hier auf die in Österreich weit verbreitete, die auch auf dem Bild zu sehen ist.

Aufgrund der behaarten Stängel und z. T. Blätter hieß sie bei uns auch Wollblume, „wullena“ bei Hildegard von Bingen.

Das deutsche Bundesgesundheitsamt veröffentlichte 1990 eine (Positiv-)Monographie über Wollblumen-Blüten. Darin wird eine therapeutische Anwendung der getrockneten Blumenkronen sowie deren Zubereitungen als reizmildernd und sekretlösend bei Katarrhen der Luftwege empfohlen.

Bereits in der vorderasiatischen und griechisch-römischen Antike wurden die Blüten der Königskerze bei Atemwegserkrankungen verwendet. Die Tradition dürfte zwischenzeitlich abgerissen sein; auf vielen Umwegen gelangte das Wissen zu den Gelehrten des Mittelalters und der Neuzeit.

Quelle: Wikipedia

Ich habe die Königskerze als Heilpflanze im Europakloster Gut Aich kennengelernt (und dort auch fotografiert); hin und wieder zupfe ich einige Blüten ab und esse sie mit dem Salat oder Gemüse. Die Blüten können auch als Tee verwendet werden oder als Zutat eines Kräuterlikörs.

Praktisch: Die Pflanze wächst über Wochen immer weiter und entwickelt täglich neue Blüten – mit etwas Geduld kannst du jede Menge von einer einzigen Staude ernten.

Winterhart sind sie nicht; sie säen sich aber selber aus; wo einmal eine Königskerze wächst, kommen sie jedes Jahr wieder.

Rose – Rosa centifolia, Rosa gallica

Allgemein wird der Rose eine antivirale, entkrampfende, blutreinigende, beruhigende, entzündungshemmende und wundheilende Wirkung nachgesagt. Sie wird bei Entzündungen (vor allem im Mund- und Rachenraum), Magenkrämpfen, Durchfall und Depressionen eingesetzt.

Sie kann außerdem bei Heuschnupfen helfen, Regelschmerzen, bei leichten Herzbeschwerden, Kopfweh und Schwindel.

Bei mir machten sich 2008 die ersten Wechselbeschwerden bemerkbar; nach einer Küretage Ende Juni fühlte ich mich die darauffolgenden Wochen seltsam kraftlos und antriebslos – trotz Ferien, Urlaub, wunderbarem Wetter …

Gleich nach dem Urlaub wollte ich im August eine Abschlussarbeit für einen Lehrgang schreiben; ich setzte mich regelmäßig brav zu Schreibtisch und PC – aber , wie gesagt … Zufällig (ja, es gibt keine „Zufälle“ – also: es fiel mir zu) hörte ich eines Tages eine Radiosendung mit Hademar Bankhofer, wo ervon der stimmungsaufhellenden Wirkung des Rosentees sprach – gerade an sommerlichen Regentagen, ich erinnere mich an seine Worte, sei dies, 14 Tage lang täglich zwei Tassen getrunken, mit Honig gesüßt, ein wunderbares Mittel …

Rosen gab es im Pfarrgarten von Braunau – St. Franziskus in Hülle und Fülle – also probierte ich es sofort aus. Vermutlich entfalteten die Rosenblütenblätter ihre Wirkung umgehend – ich erinnere mich nur mehr an das Verfassen und Fertigstellen der Arbeit – einen vergleichbaren „Sommerblues“ erlebte ich seitdem nicht mehr.

Wie verwendest du die Rose:

Sammle im Juni, Juli oder August zwischen 10.00 und 13.00 bei Sonnenschein die einzelnen Rosenblütenblätter von Blütenköpfen, die voll geöffnet sind – am besten duftende rosa, orangerote oder rote oder auch sonnengelbe Sorten; verwende sie gleich oder trockne die Blütenblätter auf Papier.

Wenn du Rosenstöcke im Garten hast: Rosen blühen immer wieder, manchmal bis Dezember. Schneide die verblühten Teile regelmäßig ab, dann entwickeln sich immer wieder neue Blüten.

Ab Oktober lasse ich die verblühten Teile am Strauch, damit sich Hagebutten entwickeln können.

Geschichte und Geschichten

Die wilde oder Heckenrose war und ist in ganz Europa im gemäßigten und mediterranen Klima verbreitet.

Auf der Südhalbkugel wachsen Rosen ursprünglich nicht; alle dort wachsenden Rosen wurden im Lauf der Zeit eingeführt.

Die Edelrose stammt unseres Wissens aus dem persischen Raum, wo sprachlich „Rose“ gleichbedeutend war mit „Blume“. Dort wurde sie bereits vor 4000 Jahren kultiviert.

In der chinesischen Antike gab es Rosenkulturen – nach dem Zeugnis von Schriftstellern; in den Rocky Mountains fand man fossile Rosenblätter.

In Ägypten und in der griechisch-römischen Antike war die Rose wegen ihrer Schönheit, ihres Duftes und ihrer Heilwirkung geschätzt und wurde auch im Kult verwendet.

In der Verordnung Karls des Großen 794 zu den Gärten der Landgüter und Klöster mussten neben vielen anderen Heil- und Nutzpflanzen immer Rosen angebaut werden. So kamen Edelrosen in Europa bald in jeden Garten.

Man freute sich an Aussehen, am Duft, am Rosenöl … Die Heilwirkung geriet allmählich in Vergessenheit.

Allerdings entdeckte der Überlieferung zufolge der französische Militärarzt Ambroise Paré im 16. Jahrhundert die Heilkraft der Rose: Als während der Hugenottenkriege die Heilmittel ausgingen, träufelte er in seiner Verzweiflung Rosenöl auf die Wunden schwerverletzter Soldaten – und stellte überrascht fest, dass die Verletzungen viel schneller heilten als zuvor.  (Quelle: Ardalpha.de)

Unbestritten ist die Symbolik: Liebe in sämtlichen Spielarten (je nach Rosenfarbe), für die Frau, für die Verschwiegenheit und Kostbarkeit und zuletzt für die ArbeiterInnenbewegung.

(weitere Quelle: heilkraeuter.de)

Salvia officinalis

„Salvia“ – die lateinische Bezeichnung drückt es schon aus: Hierbei handelt es sich um eine Heilpflanze; nach der Erfahrung und Meinung von Generationen Naturheilkundiger seit der Antike galt Salbei als DIE Heilpflanze schlechthin.

„Officinalis“ bedeutet, dass es sich um eine Apothekenpflanze, um eine medizinische Droge handelt.

Wogegen hilft der Salbei?

Entzündungshemmend, schmerzlindernd, schleimlösend (Husten, …), adstringierend, schweißhemmend, verdauungsfördernd, appetitanregend und stimmungsaufhellend und konzentrationsfördernd.

Was will frau mehr?

Lange Jahrhunderte hindurch verwendeten Menschen Salbeiblätter zur Zahn- und Mundhygiene: die Blätter wurden gekaut und entfalteten nicht nur im Mund, sondern im gesamten -Verdauungstrakt ihr wohltuende Wirkung.

Bei Frauenleiden schworen manche auf Salbei: Sitzbäder mit einem Salbeiaufguss gegen Unterleibsbeschwerden; Tee gegen starkes Schwitzen in den Wechseljahren.

Salbei wurde zur besseren Wundheilung verwendet.

Salbeisträußchen im Wäschekasten gegen Schädlinge …

Geschichten und Spirituelles:

Eine christliche Legende[1] erzählt, dass Maria auf der Flucht vor den Soldaten des Herodes alle Pflanzen bat, ihr und dem Jesuskind ein Versteck zu bieten. Alle hätten sich geweigert bis auf den Salbei, in dessen Laub sie sich und ihr Kind erfolgreich versteckte. Zum Dank verlieh die Gottesmutter dem Salbei die Kraft, alle Krankheiten zu heilen und Menschen vor dem Tod zu erretten.

Salbei wurde als wichtige Pflanze im Aberglauben als Heilmittel gegen Liebeszauber und zur Abwehr von Dämonen eingesetzt. Frauen nahmen Salbei mit in die Kirche, um bei der Predigt nicht einzuschlafen. Als Symbol treuen Gedenkens wurde Salbei gern auf Gräber gestreut oder gepflanzt.

Und: In Räucherungen darf Salbei keinesfalls fehlen; in den Rauhnächten und beim Neubezug eines Hauses reinigt man auch heutzutage Haus und Hof nicht nur vor biologischen, sondern auch vor spirituellen Schädlingen …

Wo findest du Salbei?

Als Kulturpflanze kaufst du ganz einfach in der Gärtnerei einen Topf – und setzt die Pflanze samt Wurzelballen am besten rasch in den Garten oder in ein größeres Pflanzgefäß. Salbei steht gern im Freien und ist äußerst robust, d. h. winterhart (ich habe seit vielen Jahren eine Pflanze im Garten in Lunz am See) und hitzebeständig bei Trockenheit. Vielleicht schenkt dir eine Bekannte einen Ableger; sobald die Pflanze nach etwa drei Jahren verholzt und immer größer wird, sät sich Salbei selber aus – die Blüten sind übrigens wunderschön und haben dieselbe Wirkung wie die Blätter.

Aus ihnen kannst du Sirup herstellen ähnlich Holundersirup – kühlt, mit Wasser aufgespritzt, im Sommer ganz hervorragend!

Schon im Mai blüht der Wiesensalbei; die Wirkung ist allerdings verschwindend gering im Vergleich mit der Heilpflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt.


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Das Johanniskraut wächst jetzt – fast überall: an Waldrändern, auf Wiesen, auf „Gstetten“, in Gärten und Parks …

Die Energie der Sommersonne an ihrem Höhepunkt fängt es ein, bewahrt sie für die dunkleren Jahreszeiten, für die düsteren Stunden, die womöglich kommen werden …

Ich habe Herzwein angesetzt und Johanniskrautlikör.

Wie ihr Herzwein (stimmungsaufhellend, herzstärkend) herstellen könnt?

Ganz einfach:

Zwei Hände voll Johanniskrautblüten in ein Gurkenglas mit Schraubverschluss geben und mit soviel süßem Weißwein übergießen, dass die Blüten bedeckt sind. Die handelsüblichen 0,7 l – Flaschen eignen sich bestens.

4 Wochen im hellen Bereich der Wohnung stehen lassen, nicht in der prallen Sonne (Fensterbrett).

Abseihen – durch ein Tuch filtern. Eventuell etwas Honig dazugeben; im Normalfall ist der Herzwein aber süß genug.

In eine Flasche füllen, am besten in die ausgewaschene, in der der Wein zuvor war.

Fertig.

Ein Stamperl nach dem Mittagessen (im November oder Februar/März) ist optimal.

Kurmäßig zur Herzstärkung: 3 Wochen lang täglich ein Schluck oder kleines Stamperl; allerdings nicht, wenn durch Arzt/Ärztin Medikamente verordnet wurden.