Beim gestrigen Online – Barbara Prammer-Symposium wurden einige Punkte festgehalten, wie Frauen vor Gewalt geschützt werden können bzw. sich schützen können.

  • möglichst sofort um Hilfe bitten
  • dem Aggressor mitteilen, dass das nicht geht bzw. sich angemessen wehren
  • Informationen, wo es Hilfe gibt: Frauenhäuser, Helpline, Notruf, Start ins eigene Leben, Wohnung, …
  • die Gesetzeslage kennen. VIELE haben keine Ahnung über ihre Rechte.
  • Netzwerk aufbauen: Freundinnen, NachbarInnen, Verwandtschaft, BerufskollegInnen
  • Erlebte Gewalt NICHT verschweigen
  • Eigen Fehlkonditionierung (Scham wegen erlittenes Gewalt) abbauen
  • Sich Coaching oder Seelsorge oder ähnliches suchen – zum Ausreden und Ausweinen
  • Beratung für gewaltbereite Männer, Arbeit an der Persönlichkeit
  • offene Sinne haben als Außenstehende, nicht wegschauen

Frauen, ich helfe euch gern – meldet euch ohne Scheu!

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir haben soeben die Antrittsrede Jesu gehört – sein Programm sozusagen, seine Linie, die er am Beginn seines öffentlichen Wirkens vorstellt.

Ich bin gekommen, um ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen.

Wahrscheinlich ist uns diese Botschaft Jesu seit langem vertraut.

Aber was ist denn das genau: ein Gnadenjahr des Herrn?

Im Judentum gibt es das Jobeljahr. Zuerst das kleine, da werden – ähnlich wie bei den Wochentagen und dem Sabbat – alle 7 Jahre die Felder brach liegen gelassen, damit sie neue Kraft schöpfen können. Man arbeitet wenig, die Menschen leben von dem Ertrag der 6 Vorjahre.

Als Zeichen des Vertrauens in die Zusage Gottes, dass er für sein Volk in Fülle sorgen wird.

Und alle 7 x 7 Jahre, also eigentlich in jedem 50. Jahr, wird das große Jobeljahr gefeiert: In dem herrscht nicht nur völlige Arbeitsruhe, sondern es werden sämtliche Schulden erlassen, Kreditschulden der Israeliten untereinander. Es soll zum Ausdruck kommen, dass alle Mítglieder des Volkes frei und gleich vor Gott dastehen.

Israel hätte eines der wenigen Völker sein können, wo Menschen nicht endgültig  in die Sklaverei geraten konnten – höchstens für 49 Jahre.

Die Bezeichnung „Jubeljahr“ oder „Jobeljahr“ wurde auf das Erlassjahr übertragen.[1]

Das israelitische Erlassjahr wurde mit Posaunen im ganzen Land verkündigt. Wie in einem Sabbatjahr sollte alle Feldarbeit während dieses ganzen Jahres ruhen. Die in Schuldsklaverei geratenen Israeliten seien freizulassen; verkaufte und verpfändete Grundstücke (Häuser in ummauerten Städten und dem Heiligtum gelobte Äcker ausgenommen) seien ohne Entschädigung aus fremden Händen wieder an den ursprünglichen Besitzer oder seine rechtmäßigen Erben zurückzugeben, und alle Schulden seien ihnen zu erlassen. Das sollte die von Gott gebotene Gleichheit aller Angehörigen des erwählten Volkes wiederherstellen und ihnen einen gemeinsamen Neuanfang gewähren. –

 Ob dieses Toragebot vor und nach dem Babylonischen Exil tatsächlich befolgt wurde, ist ungewiss. Landaneignung durch den Königshof, die scharfe Sozialkritik an Großgrundbesitz und Schuldsklaverei bei Amos und Hosea (8. Jahrhundert v. Chr.) und nachexilische Heilszusagen wie Jes 61,1f EU, die die Erfüllung des Gebots Lev 25 vom künftigen Messias erwarten, sprechen dagegen. (vgl. Wikipedia)

Wenn Jesus nun ankündigt, er werde dieses Jobeljahr jetzt ausrufen, dann weist er sich als den erwarteten Messias aus, von dem ja erwartet wurde, dass er Gottes ursprüngliche Heilsordnung wieder herstellen werde.

Eine Sensation.

Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.

Kein Wunder. So etwas war noch nie dagewesen.

Aber JETZT. Und Hier – Nazareth war ein beliebtes Objekt für Witze im Israel zur Zeit Jesu – so wie die Burgenländer bei uns oder die Ostfriesen in Deutschland.

Liebe Brüder und Schwestern: Genau hier liegt die Frohe Botschaft für uns.

Jesus stellt die ursprünglich von Gott vorgesehene Ordnung wieder her. Er will es tun. Jetzt, in diesem Moment. Wenn wir ihn nur lassen.

Es gibt leider so vieles, was dieser guten Ordnung zuwiderläuft. Weil manche Menschen einen immensen Vorteil aus dem Unrecht, aus dem Gegenteil von Gottes Ordnung ziehen, sind sie nicht bereit, eine Änderung zuzulassen – ja nicht einmal denken und reden soll man davon. Wie sähe die weltweite Wirtschaftsordnung aus, gäbe es den vollkommenen Schuldenerlass alle 50 Jahre? Wer hält so etwas überhaupt für möglich?

Wer hält es für möglich, dass Familienfehden, Sorgen am Arbeitsplatz, Krankheiten, … sich ändern und zum Guten wenden können? Und überhaupt. Jetzt gleich, ab sofort? Gleich hier bei uns? In Braunau – Neustadt?

Es hat das viel mit Verblendet sein (die Wirklichkeit nicht sehen können oder wollen) und Nicht Zuhören wollen, aufeinander nicht hören und auf Gott nicht hören, zu tun, wenn sich nichts ändert.

Deswegen öffnet uns Gott zuerst einmal die Augen und die Ohren.

Das Gnadenjahr des Herrn, das Jesus damals in Nazareth ausgerufen hat, hat nicht mehr aufgehört. Jesus lebt und ist bei uns. JETZT und jederzeit ist für uns der richtige Moment, uns an ihn zu wenden, dass er die rechte Ordnung Gottes herstellt – wieder oder zum ersten Mal.

Achtung – er stellt nicht her, das muss nicht unbedingt etwas damit zu tun haben, was wir für richtig halten, sondern was Gott will.

Wo bei uns – in unserem Leben etwas nicht in Ordnung ist, in der Kirche oder in unserem Land und weltweit, ja im ganzen Kosmos.

Gönnen wir uns jetzt einen Augenblick der Stille und stellen wir das, was nicht in Ordnung ist, in Gottes heilende Gegenwart. Tun wir das vielleicht jeden Tag ein oder 2 Mal – und schauen wir, was dann geschieht.

Ich hatte immer wieder schon einmal von der sogenannten „Landjugend“ gehört, kannte aber, bevor ich Pfarrassistentin in Pucking wurde, keine Beteiligten persönlich.

Heute die Jahreshauptversammlung war unwahrscheinlich aufschlussreich.

Tätigkeiten des vergangenen Jahres wurden beschrieben, und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt.

Tipp: Erkundigen Sie sich, ob es bei Ihnen am Ort eine Landjugendgruppe gibt. Wenn sie Kinder im Teenageralter haben: Machen Sie diese auf diese Möglichkeit aufmerksam!

Es lohnt sich.

Die Zeiten, in denen ausschließlich die bäuerliche Jugend dabei sein durfte, sind längst passé.

Jede/r kommt in Frage.

Die Einheit der Kirchen – interessiert das überhaupt noch wen?

Vor 10, 20 Jahren konnte sich die Kirchenobrigkeit noch total aufregen: Interkommunion, strengstens verboten …

Als ob irgendwer wüsste, wie und wie sehr Jesus jeweils in der Hostie der jeweiligen Konfession anwesend ist tatsächlich oder nicht …

Alle Getauften …

Wenn wir das Neue Testament, Paulus v. a., ernst nehmen: Probleme verschwinden…

Denkt einmal darüber nahc!

Und zuvor: Teilnehmen an einem ökumenischen Gottesdienst, z. B. in der evangelischen Kirche Haid.

Die Weihnachtsfeiertage und alles, was irgendwie dazugehört – incl. Aufräumarbeiten, Christbaum wegräumen, letzte Geschenke umtauschen, Gutscheine einlösen …

Fotos einordnen … sind vorbei.

Fasching ist heuer nicht wirklich. Bis 2020 fanden um diese Zeit nach Mitte Jänner die ersten Bälle statt, Faschingssitzungen oder zumindest die Generalproben dafür …

Was machen SIE in dieser Zeit?

Sich in die Berufsarbeit stürzen?

In (Online-)Tagungen?

Es ruhig angehen?

Sich zuhause verkriechen, lesen in der Freizeit, Spaziergänge, …?

Eine Fortbildung planen?

Gewerbetreibende machen vielleicht (noch) den Jahresabschluss…

Gestern Nachmittag habe ich mir die dritte Impfung gegen Covid19 geholt.

Ein bisschen schummrig ist mir heute gewesen, aber ich hatte einen normalen Arbeitstag.

Ich genieße es, geimpft zu sein.

Theater, Kino, Veranstaltungen, Lokalbesuche …

Ich könnte meinen Beruf als leitende Seelsorgerin nicht ausüben ohne Impfung.

Für Sitzungen braucht man sie, Arbeitstreffen …

Ein guter Rat: Holt euch die Impfung – egal die wievielte!

Ein Stück Freiheit und Lebensqualität.

Jasmin Gonzalez: Wir sind die Töchter der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet. Berlin 2021

Woher stammt die unglaubliche allgemein verbreitete (naja, fast) Sucht der Frauen, sich kleiner zu machen, am besten unsichtbar, zurückzustecken, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen … ?

Die Autorin beschreibt eindrücklich die kollektive (unbewusste – dafür stärker wirksame weil nicht bekämpfbare) Sucht von Frauen weltweit und kulturübergreifend, weniger zu erscheinen,als sie sind und in ihnen steckt … die eigene Macht und Kraft zu verleugnen, als Folge des Hexenwahns. Welche auffiel, und sei es im Guten, hatte eine Anklage zu befürchten.

Das Buch ist spannend geschrieben, unerschrocken, auch von den Formulierungen her, ehrlich, aufrüttelnd, nachdenklich machend.

Meine Empfehlung: Lesen, sofort.

Jasmin Gonzalez schildert auch, wie sie aus dem Wahn herausgefunden hat, und zeigt Wege auf, zu gesundem Selbstbewusstsein und zum Ergreifen und Zulassen der Eigen-Mächtigkeit zurückzukommen.

Also, worauf noch warten?

Wie sie es ausdrückt: ES IST AN UNS

Predigt                                                                                     16. 1. 2022

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Kinder!

Es gab Theologen, die haben dieses Evangelium, das wir gerade gehört haben, unter der Rubrik „überflüssige“ oder „unverständliche Wunder“ eingeordnet.

Dass da der Sohn Gottes für Alkohol in großen Mengen sorgt, für Heiterkeit und Ausgelassenheit, das war für biedere Pastoren und kleingeistige bürgerlich katholische Gehirne unfassbar.

Und: Das war es für die frommen Pharisäer damals auch.

Mit Verlaub: So etwas beweist lediglich, dass allzu fromme, allzu brave und biedere Gemüter mit Gottes Unermesslichkeit, an Güte und Fülle und Freude, nichts anfangen können.

Und da sind wir schon bei der frohen Botschaft heute hier für uns.

Das hochtheologische Johannesevangelium erzählt nicht nur eine einzigartig bemerkenswerte Begebenheit, sondern hat einen theologisch tiefen Hintergrund:

Für die Menschen zur Zeit Jesu bedeutete die Hochzeit den Beginn des „Ernsts des Lebens“ – ein neuer Lebensabschnitt, Verantwortung, die man vorher so nicht kannte – die Menschen sind ja damals nicht schon jahrelang vorher von zu Hause ausgezogen und waren berufstätig, sie kamen durch die Hochzeit erstmals weg von der eigenen Familie.

Jesus verwandelt Wasser in Wein.

Dies deutet eine spirituelle Wirklichkeit an, eine Möglichkeit, die Gott für uns bereithält.

Zahlen sind im alten Orient wichtig und heilig. 6 Krüge mit Wasser stehen da – 6 ist keine heilige Zahl – erst sieben wäre das, aber da fehlt eins. Im Enneagramm, eine arabische Weisheitslehre, ist 6 die Zahl der menschlichen Mühe und Anstrengung, des harten Arbeitens … Oder man nimmt sechs als die Hälfte der Heiligen Zahl der Vollkommenheit, das ist 12.

Das passt gut: Durch das, was die Menschen tun, auch durch das jüdische Gesetz der Tora, ist erst die Hälfte der Wirklichkeit, die Hälfte des Heils für Menschen greifbar.

Wasser, um der Reinigungsvorschrift zu entsprechen. Das ist das, was die Menschen tun und bereitstellen.

Oft sind wir ja geneigt, alles tausendprozentig abzusichern und vorherzuplanen und einzuteilen …

Und es heißt trotzdem nicht viel, was herauskommt.

Irgendwie sind wir mit dem Ergebnis immer unzufrieden.

Klar, wir Menschen schaffen es nur, Wasser zu schöpfen. Wir kochen nur mit Wasser, sagt das Sprichwort.

Mindestens die Hälfte trägt Gott bei, wenn es Gelingen und Erfolg und Freude gibt.

Trostreich! Echt super! Da geht es uns gut!

Der Geist macht lebendig, hat sich unser neuer Bischof als Amtsmotto ausgesucht.

Na klar.

Wir sind am Anfang eines neuen Jahres voller neuer Ideen, guter Vorsätze, Arbeits- und Lerneifer.

Aber: Da werden die Zeiten kommen, wo wir nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht vor lauter Arbeit – und da meine ich die Schülerinnen genauso wie die Lehrer.

Arbeit, Haushalt, Schule … bis am späten Nachmittag, der oft lange Dienst- oder Schulweg besonders im Winter, und die Familie ist auch noch da, private Interessen, Hobbies – wer tanzt. Spielt Theater, ist ein einem Chor oder einer Musikgruppe oder bei der Feuerwehr … oder ehrenamtlicher Einsatz…

Dazu Beziehungsstress – Liebeskummer, muss lernen, Schnupfen, Freundin zerstritten …

Die Welt, Politik, die uns fordert – die Pandemie und viele weitere Baustellen,  die nach Hilfe schreien und nach Einsatz …

Wir haben gesehen, dass Politiker überfordert sind.

Oft kommen wir gar nicht dazu, unsere einzigartigen Begabungen zu entfalten, weil der Alltag schon mehr als genug ist.

Sie haben keinen Wein mehr. Wein steht symbolisch für Lebensfreude, Kraft, Begeisterung … die Highlights des Lebens.

Schauen wir an, was im Evangelium getan wird.

Jesus lässt die Leute Wasser in die Krüge füllen. Hier symbolisch gemeint für das Normale, Lebensnotwendige, das, was getan werden muss, Pflichterfüllung.

Es heißt, Ordnung ist das halbe Leben. Das halbe …

Und die Leute arbeiten ganz schön. 600 Liter, das ist kein Klacks.

Und dann plötzlich ist guter Wein daraus geworden.

Liebe Brüder und Schwestern: Gott möchte dass es uns gut geht. Das Leben in Fülle.

Gott meint, wenn wir voll Vertrauen in seine Gegenwart und sein Wirken, im Bewusstsein, dass er da ist voll Liebe und Interesse für uns – das Notwendige Normale sorgfältig tun, auch wenn uns die Pflicht und Arbeit bis zum Hals steht, unser Leben scheinbar ausfüllt bis zum Rand: Mindestens 50 % übernimmt Gott.

Er macht das Besondere daraus. Er schaut, dass unser Leben zum Fest wird, voller Enthusiasmus, Begeisterung, Freude, und Erfolg. Jesus schaut darauf, dass unser Leben gelingt.

Probieren Sie es einfach einmal aus: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Gott macht, auf wunderbare Zufälle, auf das, was geschenkt wird…

Wenn wir das eine Woche schaffen, werden wir vermutlich nicht mehr damit aufhören wollen – und vermutlich staunen, wie unser Leben sich verändert.

Heute möchte ich auf eine wichtige informative, vernetzende und hilfreiche Veranstaltung aufmerksam machen:

Das Barbara- Prammer – Symposium gegen Gewalt an Frauen der SPÖ- Frauen.

Melden Sie sich an, wenn Sie Zeit haben!

Ich bin dabei.

Montag, 24. Jänner 2022 • 10:00 Uhr • online

Leben frei von Gewalt.

Die Istanbul Konvention und ihre Perspektiven.

Anmeldung erforderlich: SPÖ-Parlamentsklub, per eMail: veranstaltung@spoe.at
Die Nennung eines Workshops ist im Zuge der Anmeldung bekanntzugeben.

„Gewalt gegen Frauen einschließlich häuslicher Gewalt stellt in Europa eine der schwersten geschlechtsspezifischen Menschenrechtsverletzungen dar, die immer noch in den

Mantel des Schweigens gehüllt wird.“ (Europarat 2011)

Die Istanbul Konvention ist das weitreichendste international rechtsverbindliche Instrument, mit dem Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt geschützt werden sollen.
War Österreich in der Erstellung des Regelwerks vor 11 Jahren mit seinen Gewaltschutzgesetzen, dem Recht auf Prozessbegleitung oder den Anti-Stalking-Maßnahmen Vorbild, scheint unser Land in Sachen Gewaltschutz wieder zurückzufallen. Die Situation in anderen europäischen Staaten stellt sich noch dramatischer dar. So ist die Türkei bereits aus der Istanbul Konvention ausgetreten, andere Staaten wie Polen, Slowenien und die Slowakei bereiten einen Austritt vor. Fundamentalistische, autoritäre Organisationen versuchen zunehmend, internationales Recht zu unterlaufen. Welche Strategien, Aufgaben und Instrumente benötigen wir, um diesen rückwärtsgewandten und patriarchalen Entwicklungen Einhalt zu gebieten und ein Leben ohne Gewalt zu sichern?

Programm

10.00 Eröffnung
PAMELA RENDI-WAGNER, SPÖ-Klubvorsitzende und Bundesparteivorsitzende

Begrüßung
DORIS BURES, Zweite Präsidentin des Nationalrats, Präsidentin des Karl-Renner-Instituts

Eröffnungstalk
EVA-MARIA HOLZLEITNER, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende
MARIA MALTSCHNIG, Direktorin des Karl-Renner-Instituts
LÁSZLÓ ANDOR, Generalsekretär der FEPS

Keynotes
ROSA LOGAR, Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie &Vorstandsfrau des Vereins AÖF, GREVIO-Mitglied
JOHANNA NELLES, Leiterin des Sekretariats im Europarat zum Monitoring der Umsetzung der Istanbul Konvention

11.45 Mittagspause

12.15 Workshops

WORKSHOP 1 ÖSTERREICH UND DIE ISTANBUL KONVENTION. WELCHE RELEVANZ HAT DIE ISTANBUL KONVENTION AKTUELL IN DER ÖSTERREICHISCHEN

POLITIK?
EVA-MARIA HOLZLEITNER, SPÖ-Frauenvorsitzende und Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses im Nationalrat & MARIA RÖSSLHUMER, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser

WORKSHOP 2 WODURCH IST DIE ISTANBUL KONVENTION BEDROHT? ANALYSEN UND STRATEGIEN FÜR EINE NACHHALTIGE UND WIRKSAME UMSETZUNG.
EVELYN REGNER, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses im Europäischen Parlament & ROSA LOGAR, Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle, GREVIO-Mitglied

WORKSHOP 3 THE NEW EU LEGISLATIVE PROPOSALS ON VIOLENCE AGAINST WOMEN. (ENGLISH)
DR. LOURDES PERONI, PHD (TBC), Senior Lecturer in Human Rights, Helena Kennedy Centre for International Just

ice, Sheffield Hallam University; VALENTINE BERTHET (TBC), PhD candidate, Tampere University and EUGenDem Project & LAETICIA THISSEN, Policy Analyst Foundation for European Progressive Studies

WORKSHOP 4 FRAUENNETZWERKE GEGEN GEWALT AN FRAUEN UND MÄDCHEN. OFFENER AUSTAUSCH ÜBER GELUNGENE UND WIRKSAME PROJEKTE, KAMPAGNEN & AKTIONEN GEGEN GEWALT AN FRAUEN UND MÄDCHEN
KLAUDIA FRIEBEN, Vorsitzende Österreichischer Frauenring, stv. Bundesvorsitzende und Bundesfrauenvorsitzende der PROGE & ROMANA GREINER, Frauensprecherin der SJ

13.45 Präsentation der Ergebnisse und Resümee

14.15 Ende

Predigt  Taufe Jesu                                                             So., 9. 1. 2022

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

Was ist in einer Pfarre normal? Was macht eine Pfarre aus?

Der Gottesdienst, zumindest am Sonntag? Das Kirchengebäude? Die hauptamtlichen SeelsorgerInnen? Die Gruppen und Runden, die sich mehr oder weniger regelmäßig treffen? Dass das Pfarrbüro geöffnet ist? Dass Menschen in Not ein offenes Ohr und konkrete Hilfe erwarten dürfen?

Wann ist es noch eine Pfarre, wenn eines oder mehrere dieser Dinge fehlen?

Liebe Schwestern und Brüder, wir wählen in wenigen Wochen, am 20. März,  einen neuen Pfarrgemeinderat.

Wir halten das meiste für selbstverständlich und bedenken nicht: dass das nicht automatisch geht ohne Menschen, die hier mittun und sich engagieren.

Wir sind eingeladen, von dieser Haltung der Konsumenten wegzukommen – sie beruht nämlich auf einem gewaltigen Irrtum.

Die Pfarre – das ist nicht ein Institut wie ein Supermarkt oder eine Arztpraxis, wo jemand etwas anbietet und ich hingehe, wenn ich etwas haben will.

Bei der Pfarre sind wir diejenigen, die sie zustandekommen lassen. Es ist wie eine Familie, und wir sind die Familienmitglieder. Die Eigentümer. In der Bibel steht: Erben.

Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter.

Das hat Gott nicht nur ein einziges Mal zu Jesus aus Nazaret gesagt.

Gott sagt das zu jedem und jeder von uns bei der Taufe.

Wir sind getauft – und Gott hat bei der Taufe zu jedem und jeder von uns ganz JA gesagt. Hat uns erfüllt mit den Gaben des Geistes. Jeden mit einer besonderen, speziellen Mischung.

Wir haben jeder eine persönliche Berufung. Wir sind unersetzbar, nicht austauschbar.

Unsere Begabungen sind dazu da, dass wir sie einsetzen.

Was ist die Taufberufung? Selber den Kontakt mit Gott zu halten, zu pflegen – und: Andere in Kontakt zu ihm bringen. Und genau das ist auch der Zweck jeder Pfarre. Menschen das Heil zu bringen: durch Verkündigung, durch Gemeinschaftspflege, durch caritative Sorge. Gottes Nähe zu würdigen und zu feiern.

Wenn Menschen durch eine Arbeit oder ein Angebot der Pfarre nicht zu einem besseren Leben kommen als bisher, nicht glücklicher werden, dann kann man sich diese Tätigkeit sparen.

Viele, die sich schon lange hier engagieren, kommen sich wirklich zeitweise überfordert oder doch sehr sehr gefordert vor.

Da brauchen wir keine Angst haben. Zur Taufgnade gehört es dazu, dass Gott uns alles schenkt, was wir brauchen. Nicht nur persönlich, sondern natürlich auch im christlichen Wirken. Simone Weil hat das die „Schwerkraft der Gnade“ genannt. Was immer wir tun, wir landen in der Hand Gottes.

Kennen sie das „Pareto-Prinzip“

20 % des Einsatzes erzielen 80 % des Erfolges oder Ergebnisses.

Bei uns Christen reichen 10 %. Gott erledigt den Rest. Das ist jetzt kein Witz, das verhält sich wirklich so. Probieren sie es aus!

Übrigens halten höchstens 10 % der Katholiken das Pfarrleben aufrecht. Von ca. 2.300 katholischen Christen im Pfarrgebiet Pucking kommen rund 230 Personen einmal im Jahre mit der Pfarre näher in Berührung – Gottesdienstbesuch oder Mitarbeit.

Wir sind berufen, die Freude und das Glück in Pucking zu vermehren. Vielleicht möchten Sie da ja selber mittun. Man darf. Kann und soll sich auch selber für den PGR vorschlagen.

Und schreiben Sie Menschen auf, die Ihnen einfallen!