Ich möchte die heutige erste Sonntagslesung mit euch teilen. Im Kontrast dazu seht euch den Cartoon auf der letzten Seite des Freitagstandard an!

1Kön 3, 5-14

5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! 6 Und Salomo sagte: Du selbst hast ja an deinem Knecht David, meinem Vater, große Gnade erwiesen, weil er vor dir gelebt hat[3] in Treue[4], in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es am heutigen Tag ist. 7 Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Junge, ich weiß nicht aus- noch einzugehen[5]. 8 Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das wegen seiner Menge nicht gezählt noch berechnet werden kann. 9 So gib denn deinem Knecht ein hörendes[6] Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Denn wer vermag dieses dein gewaltiges[7] Volk zu richten? 10 Und das Wort war gut in den Augen des HERRN, dass Salomo um diese Sache gebeten hatte. 11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um diese Sache gebeten hast und hast dir nicht viele Tage erbeten und hast dir nicht Reichtum erbeten und hast nicht um das Leben[8] deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Verständnis erbeten, um auf das Recht zu hören[9], 12 siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so dass es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird. 13 Und auch das, was du nicht erbeten hast, gebe ich dir, sowohl Reichtum als auch Ehre[10], so dass es unter den Königen keinen wie dich geben wird alle deine Tage. 14 Und wenn du auf meinen Wegen gehst, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, so, wie dein Vater David auf ihnen gegangen ist, dann werde ich auch deine Tage verlängern.

So lautet der Titel des Buches, das ich euch heute empfehlen will:

„Aufgetaut“ von David Safier.

Im Urlaub lesen – ich hab es gestern ausgelesen und bin begeistert.

Spannend, lustig, lebensnah, sämtliche Probleme der heutigen Weltlage behandelnd, kurz: genial!

Diesmal eine herzliche Einladung:

Kommt zur Eröffnung des Mahnmals von Florian Pumhösl in Lunzam See: Freitag, 31. 7. 2020, 17 Uhr.

Wasser-Cluster Lunz, Dr. Carl Kupelwieserpromenade 5.

Der Eintritt ist frei.

eine Veranstaltung von „Kunst im öffentlichen Raum“, Land NÖ und der Wellenklänge.

„Das Mahnmal … zeigt auf einer hauswandgroßen Fläche als Sgraffito einen Ausschnitt des Stimmzettels für die Wahl des „Großdeutschen Reichtstags“ und für die „Volksabstimmung zur Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ am 10. April 1938. Der Künstler weist damit reduziert wie präzise und weithin sichtbar auf die Gefahr der Aushebelung demokratischer Prinzipien in einer Gesellschaft hin.“

(Programmheft der Wellenklänge 2020, S. 26.)

Auf dem Foto eine Informationveranstaltung dazu.

Gestern war ich bei der Märchenwanderung mit Helmut Wittmann.

Sehr bereichernde, fröhliche, beeindruckende, abenteuerliche zweieinhalb Stunden auf dem Maißzinken.

Mittendrin ein paar Minuten Gewitterregen, dann ein wunderbarer Regenbogen gleich neben uns, im Tal neben der Wiese, auf der unsere Hosen rasch wieder trocken wurden in der überraschend kräftigen Abendsonne …

Jause im Moas – und Dankbarkeit nicht nur über die Märchen und die begleitende fabelhafte Musik, sondern dass ich das freundliche Ehepaar Wittmann persönlich kennenlernen durfte.

Meine Empfehlung. Hört ihm demnächst zu, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt!

Ich habe Bekannte, die über Rückenschmerzen klagen.

Sie gehen von Zeit zu Zeit zum Hausarzt, um sich eine Spritze gegen die Schmerzen geben zu lassen.

Dabei wäre ihnen mit regelmäßigem Training und dem damit verbundenen Muskelaufbau zwar nicht sofort, aber nachhaltig geholfen.

In der Diagnose heißt es dann: „keine organischen Ursachen erkennbar“.

D. h., das Knochengerüst ist in Ordnung. Manche haben es mit den Bandscheiben, aber in vielen Fällen handelt es sich um Verspannungen im Muskelsystem.

Ich selbst habe mir in meiner Jugend mehrmals beide Knie ausgerenkt. Es hieß, die Sehnen sind zu lang (Folge einer unbehandelten Sehnenzerrung beider Kniegelenke im Kindesalter beim Turnen).

Mit 37 Jahren begann ich, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen.

Nach drei Jahren hatte ich unter der Kniescheibe einen Muskel, von dem ich nie geahnt hatte, dass dort einer entstehen könnte …

Auch meinem Rücken (Verkrümmung der Wirbelsäule seit der Kindheit) geht es seit dem regelmäßigen (1 bis 2 x wöchentlich) Krafttraining, Pilates, Geräte und Beweglichkeitsübungen) gut.

Mache euch auf eine Webseite aufmerksam:

https://www.primal-state.de/muskelaufbau/

Sensationell:

Am Samstag, 18. Juli: Podiumsgespräch mit Erwin Wagenhofer und Sabine Kriechbaum zum Thema: „Nichts existiert unabhängig“.

Es ging vor allem auch um den Film „But beautiful“, der im Herbst in die Kinos kam.

Und anschließend das Konzert!

Mario Rom, Lukas Kranzlbinder, Herbert Pirker – unschlagbar!

Morgen übrigens ab 16.00 (Treffpunkt Wandererparkplatz Rehbergalm) Märchenwanderung mit Helmut Wittmann.

Karten im Internet, schaut auf die Homepage der „Wellenklänge“!

Predigt                   16. So.-A

Liebe Brüder und Schwestern!

Beim Unkraut kann ich mitreden. Wer schon einmal hinten im Pfarrgarten war, weiß, warum. Ich habe nämlich zum Unkrautjäten nicht wirklich Zeit – ich komme nie nach, ich bin immer langsamer als das, was nachwächst… Das meiste Gemüse wächst zwar trotzdem unbeirrt, aber manchmal wird etwas überwuchert, dem Boden entzieht es Nährstoffe, und schön ausschauen tut es auch nicht.

Obwohl es biologisch gesehen ja kein Unkraut gibt – jede Pflanze hat einen Nutzen, wir sind nur mit dem Standort der einzelnen Arten nicht einverstanden – Eichen, so schön so ein Baum ist, im Salatbeet stört er; genauso wie die Brombeerstaude im Rosenbeet…

Unkraut ist lästig. Warum also nicht gleich weg damit?

Wir wundern uns mit den Menschen, die Jesus damals zugehört haben: Unkrautjäten in den Getreidefeldern war durchaus üblich.

Jesus spricht vom Reich Gottes. Er will frohe Botschaft vermitteln.

Und eine solche steckt in diesem Text, sogar eine doppelte.

Die bekannten Bibelübersetzungen reden immer vom „Unkraut“ – gemeint ist der sog. „Taumellolch“, der im Anfangsstadium dem Weizen zum Verwechseln ähnlich sieht; erst knapp vor der Reife ist er an den schwarzen Körnern vom Brotgetreide unterscheidbar. „Sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus“ – die Warnung ist berechtigt.

Liebe Brüder und Schwestern, wenn wir da schnell überlegen, ich trau mich wetten, uns fallen jede Menge Erscheinungen in unserer katholischen Kirche ein, im Geistesleben, die würden wir am liebsten zum sofortigen Verschwinden bringen – vieles kommt uns total übertrieben, ja ungesund vor, manche Formen der Marienfrömmigkeit, manche Gruppierungen, die wir unter obskur, wenn nicht gefährlich einstufen, Aberglauben – es gibt auch kirchlich institutionalisierten, jahrhundertealten Aberglauben -, aber auch manche esoterische Einflüsse, Denkmuster, Praktiken, wo die Meinungen über die Vereinbarkeit mit Jesu Botschaft geteilt sind …

Dafür gibt es Katholiken, durchaus auch mit theologischer Bildung, denen moderne Theologie, die sich über Filme, Bücher beschweren … ja eine halbwegs moderne Pfarre wie unsere, schon höchst verdächtig vorkommt.

Das alles ist maximal zweitrangig – in all dem mitten drin und durcheinander können Menschen das Heil, zu Jesus Christus finden.

Wir dürfen aufatmen: Menschen schaffen das nicht, hier und jetzt die richtige Entscheidung zu treffen. Es kommt uns auch gar nicht zu, etwas zu verurteilen. Gott macht das selber, höchstpersönlich, am Ende der Zeiten, beurteilt er, was schädlich, unnütz, was fruchtbringend gewesen ist.

Unsere Aufgabe besteht lediglich darin, den guten Weizen zu säen – und im übrigen alles wachsen zu lassen.

Wir dürfen aufatmen. Eine inquisitorische Geisteshaltung, die ständig ängstlich nach Abweichungen – noch dazu von der eigenen beschränkten Sichtweise  aufgestellten – Norm fahndet, kann sich nicht auf das Evangelium berufen.

Wenn das keine frohe Botschaft ist!

Und noch dazu steckt eine zweite in diesem Text, habe ich anfangs versprochen.

Unser Bemühen – Verbreitung des Evangeliums, Einsatz für das Gute, und und und – ist höchst erwünscht und notwendig und keinesfalls vergebens.

Aber: wir säen nur.

Das Wachsen und Gedeihen ist Sache Gottes. Der Vergleich mit dem Senfkorn, das zum Baum wird, und vom Sauerteig, der den Brotteig zum aufgehen bringt, deuten das geheimnisvolle, für Menschen nicht nachvollziehbare Wirken Gottes, des Geistes an – in einzelnen Menschen und in der ganzen Weltgeschichte. Das Reich Gottes ist nicht machbar. Und das ist auch gut so. Wo immer Menschen versucht haben, einen Gottesstaat zu konstruieren mit ihrer beschränkten Sicht, ist es höchst unheilvoll ausgegangen.

Jesus stellt in Aussicht: Er selber sorgt für den guten Ausgang.

Es wird nämlich dieses Ende der Welt geben, wo nicht einfach alles wieder ins Nichts hinein verschwindet, sondern alles ist Eigentum Gottes. Alles wird zu Gottes Bereich gehören. Nicht das Unkraut wird sich schließlich durchsetzen, Recht des Stärkeren, Streit, Krieg, Katastrophen …  – ja es wird nicht einmal eine Spur davon übrigbleiben -, sondern das Gute, das Nahrhafte und Nützliche, was Menschen fördert und aufbaut, Gott wird siegen in seiner Menschenfreundlichkeit. Alles und jeder wird zu ihm finden und bei ihm geborgen sein.

Gestern gesehen:

die Frauenvolksversammlung

In Melk, Wachauarena.

Super gespielt, lustig, tiefsinnig – und auf topaktuell ergänzt, die österreichische Politik (und vermutlich die an vielen Orten des Globus) akkurat beschrieben – eitle machtgeile Männer mit beschränkten Fähigkeiten. Von der Antike bis heute.

Mein Tipp: Das Original lesen!

Trotz Kälte ein bereicherndes Erlebnis, ein gelungener Abend.

„Glückshaus“ steht riesengroß auf dem Gebäude, das das Geschäft Fahrnberger in Göstling an der Ybbs beherbergt.

Eine Freundin hat mir am Montag erzählt, es sperrt zu.

Tatsächlich ist bis 31. 8. Totalabverkauf. Alles minus 20 Prozent. Manches noch günstiger.

Warum?

Corona. Was sonst?

Ich war heute dort, ein bisschen stöbern.

Ja, es ist wirklich schade um dieses Geschäft. Sport, Schuhe und Mode.

2004 habe ich mein dunkelgrünes Dirndl dort gekauft, das ich heute noch liebend gern anziehe.

Vielleicht hilft es, wenn ihr alle noch dort vorbeischaut?

20 bis 25 Grad. Eine Viertelstunde Sonne, eine Viertelstunde dicke Wolke zwischen der Sonne und mir. Verbunden mit 17 bis 20 Grad.

Seetemperatur: 21 Grad.

Menschen im Strandbad: Mengenmäßig überschaubar.

Angenehm wenig, mit anderen Worten.

Am Abend den Kachelofen einheizen im Haus. Weil: 17 Grad – und weniger.

Ribisel einkochen.

Gartenarbeit.

Freunde treffen.

Wandern: Wenn es übermorgen laut Wetterbericht noch etwas kühler wird.

Lesen. Scheibenvorhänge häkeln. Kleinigkeiten reparieren. Kreuzworträtsel.

Sommertheater.

Erholung pur.

Wie früher (70er-Jahre …: Schwimmen gehen durften wir ausschließlich ab 14 Uhr, um 17 Uhr musste der Heimweg angetreten werden …).