Derzeit finden Exerzitien in der Kartause Gaming statt mit Leo Tanner zum Thema „Die befreiende Botschaft der Bergpredigt“.
Ihr könnt über Livestream teilnehmen: Googelt KTV!
Und schreibt mir eure Erfahrungen damit!
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Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!
Jesus rechnet uns im heutigen Evangelium etwas vor, da denke ich mir: Schade um die Mühe – wenn soviel vom Saatgut verlorengeht …?
Wir wollen da oft nicht hinschauen, aber uns geht es hier und heute ganz ähnlich: Schön gestaltete Gottesdienste, Runden und Gruppen der Pfarre, zig Angebote von Diözese und Ordensgemeinschaften … und wie viele aktive Christen bleiben unter dem Strich übrig?
Und wir lassen uns leicht entmutigen, sehen schwarz für die Zukunft unserer Pfarre – oder zumindest alles andere als rosa, und für die gesamte Kirche.
Evangelium heißt auf Deutsch: Frohe Botschaft.
Jesus möchte uns mit dem, was er sagt, nicht mutlos machen, sondern ganz im Gegenteil aufrichten, Freude und Hoffnung geben, unseren Glauben stärken, gute Perspektiven aufzeigen.
Wenn er das Verkündigen des Wortes mit einem biologischen Vorgang aus der Landwirtschaft vergleicht, dann bedeutet das: Es gibt ein natürliches organisches Wachstum. Wir können unser ängstliches Besorgtsein abgeben – wie es auch in der Lesung hieß: Gottes Wort bewirkt von sich aus, dass es sich ausbreitet und entfaltet sowieso eine Wirkung.
Nicht immer und überall, und das ist aber unvermeidlich, ganz normal und erwartbar. Dass nur ein Fünftel der Saat Frucht bringt.
Jesus beschreibt im Evangeliumstext übliche Vorgänge.
Da gibt es den steinigen Boden. Die Saat geht, sagt Jesus, schnell auf, verdorrt aber ebenso rasch wegen akuten Wassermangels. Wasser ist in der Heiligen Schrift Symbol für das spirituelle Leben.
Viele Menschen, sehr viele, hören von Jesus – und sind davon sehr angetan, berührt, vielleicht ins Herz getroffen – aber es bleibt beim einmaligen Kontakt. Ein Fernsehfilm. Ein Buch. Das Taufgespräch. Der Schulgottesdienst. Das Begräbnis eines Angehörigen. Die Hochzeit von Freunden. Die Erstkommunion oder Firmung – die der Kinder, Enkel, Nichten, Neffen, … oder der Aufenthalt im Krankenhaus und das Gespräch mit der KH- Seelsorge.
Und das wars dann auch schon.
Es geht nicht weiter.
Diese Menschen verdursten – spirituell betrachtet -, weil keiner nachgießt – OK., manche gehen dem Wasser auch selber in weitem Bogen aus dem Weg -,
weil niemand den Boden lockert mit ständigem Nachstochern mit unserem Glaubenszeugnis oder einer Einladung.
…
Ein anderer Teil der Körner fällt auf den Weg und wird von den Leuten zertreten oder von den Vögeln gefressen.
Viele hören zu Hause und im Betrieb oder Verein oder in Gesellschaft – abfällige Meinungen über Kirche und Glauben – das Evangelium wird in der Tat mit Füßen getreten; und so schließen sie sich der Mehrheit an. Viel Werbung wird gemacht für Esoterik, Buddhismus, Atheismus … Christentum wird als altmodisch hingestellt, ist es auch in manchen Ausdrucksformen, aber die Menschen verlieren die Lust, auch das Moderne, das Tolle und Faszinierende am Christsein sich anzuschauen, sie wollen nichts mehr hören und sehen, das Wenige, das sie gehört haben, verschwindet, zerrieben,…
Ein Teil der Saat geht zwar auf, wird aber von den Dornen erstickt.
Wie oft hört man: Zum Beten habe ich keine Zeit.
In den Gottesdienst gehe ich nicht, der Sonntag gehört dem Ausschlafen, der Familie, Ausflügen, Sport, liegengebliebener Hausarbeit – oder Berufsarbeit.
Lesen – noch dazu im religiösen Bereich, nein, da weiß ich mir was Besseres. Die täglichen Aufgaben ersticken die Spiritualität.
Es gibt aber eben auch das fruchtbare Erdreich. Und dort wächst die Saat von selbst. Das Wort Gottes erweist seine Kraft, entfaltet seine Wirkung, auch wo Menschen das gar nicht planen. Ein paar Beispiele:
In der ehemaligen UdSSR zur Zeit des staatlich verordneten Atheismus wurden immer wieder Schriften veröffentlicht, die Bibelstellen widerlegen oder lächerlich machen sollten. Die bibel zu lesen oder zu besitzen war verboten. Was haben glaubende Menschen gemacht? Sie haben die Textabschnitte aus der Bibel oder auch anderer religiöser Texte, die verunglimpft wurden, ausgeschnitten, den atheistischen Erklärungsrest weggeschmissen, die Bibelsätze auf Papier geklebt und für ihr persönliches Glaubensleben verwendet. Kraft daraus bezogen.
Im ehemaligen Jugoslawien unter Tito war Glaubensverkündigung verboten. Frauen in katholischen Familien haben viel Rosenkranz gebetet; aber nicht die 4 offiziellen, zumindest nicht nur. Mit Hilfe der Einfügungen haben sie nach und nach das gesamte Evangelium an ihre Kinder weitergegeben.
Gebete murmelnde Frauen hat niemand kontrolliert.
Ich denke mir, wir, das Fünftel, das reiche Frucht bringen soll, kann etwas tun dafür: Es darf uns nicht egal sein und es ist bestimmt nicht unsere Aufgabe, tatenlos zuzusehen, wie gute Anfänge in unserer Pfarre und persönlichen Umgebung verdunsten, verkümmern, ersticken, aufgerieben werden.
Schauen wir ein bisschen auf unsere Mitchristinnen und Mitchristen – eine Möglichkeit wäre es, drei Personen auszuwählen und – für ein paar Monate vielleicht – auf deren Spiritualität zu achten, ihnen zu helfen, sie anzusprechen auf den Glauben, sie zu Veranstaltungen einzuladen, in unsere Gottesdienste, und für sie einmal am Tag zu beten. Probieren Sie das einmal.
Wenn wir nur bei einem von den dreien Erfolg haben, wird sich das Fünftel verdoppeln …
Ich werde nach meinem Urlaub die, die das tun, einladen, sich zu treffen zum Austausch und Gebet …
Haid, 12. 7. 2020
Schon mein Angebot gesehen?
Hier der Text:
Heil werden an Leib und Seele …
3 Tage mit der Bibel, mit Elementen der traditionellen europäischen Medizin, kreativen und schamanischen Impulsen.
Was mich erwartet:
SEMINARZEITEN:
9.30 – 21.00 mit einer Vormittags- und Nachmittagspause, einer längeren Mittags- und Abendpause.
Ende am Samstag: 16.00
Vorträge, Übungen, Meditation, Einzel- und Gruppenphasen im Haus und im Freien.
Morgen- und Abendritual.
Feste Schuhe und wetterfeste Kleidung sind von Vorteil.
Für den Aufenthalt (wenn Sie nicht täglich anreisen möchten) ist ein eigenes Quartier zu buchen. Das Tourismusbüro Lunz ist Ihnen gern dabei behilflich: Tel. 07486 8081
In der Mittagspause Eigenverpflegung (wir gehen gemeinsam in ein Gasthaus im Ort).
Getränke und Pausensnacks sind vorhanden, Abendjause im Haus (Zubereitung gemeinsam z. T. aus gesammelten Naturprodukten)
Anmeldung persönlich per Mail oder Brief:
MMag. Dagmar Ruhm, Ledererstr. 5, 4070 Eferding
dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt
Kosten: EUR 200,- Mit der Anzahlung von EUR 70,- wird ein Seminarplatz fix reserviert.
Bankverbindung: IBAN: AT162033003401096007
BIC: SPPBAT21034
Hier der Link zu einer interessanten Webseite: www.talitakum2020.wordpress.com
Auszug aus dem Text:
Mittlerweile hab ich eine Homepage erstellt und möchte mit meinem Anliegen auch andere Reformbewegungen mit einbinden. www.talitakum2020.wordpress.com
Irene Gassmann vom Kloster Fahr hat ein Gebet verfasst um für unsere Anliegen auch zu beten. Vielleicht gibt es Möglichkeiten für euch es donnerstags zu beten.
Ihr werdet euch fragen, was ich in Rom erreichen will… darauf weiß ich leider auch keine Antwort, aber ich weiß, dass ich aufstehen muss und in Bewegung kommen will, in der Hoffnung, dass es die Heilige Geistin ist, die mich antreibt und beflügelt. In diesem Sinne bin ich ganz bei Vaclav Havel: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es Sinn macht, egal wie es ausgeht.“Ihr dürft diese Informationen gerne weitergeben, wenn mich wer ein Stück begleiten mag, freu ich mich. lg
Margit Schmidinger
In den letzten Tagenwurde wieder vieles abgesagt:
Abschluss der Frauenrunde
MitarbeiterInnenfest
Schulschlussgottesdienst
…
…
weniger Arbeit, weniger Vergnügen. Weniger Gemeinschaftserlebnisse.
Mehr Gesundheit?
Schreibt mir eure Meinung, teilt eure Erfahrungen!
Wie geht es euch?
Es interessiert mich.
Als Leiterin von 2 Pfarren bin ich ja hier der „Anstandswauwau“. Lerne gerne von und mit euch dazu.
Also hben wir heute eben das Mitarbeiterfest abgesagt …
Weisung der Diözese Linz.
Wegen einiger freikirchlicher Hiasln, die sich in Linz als besonders gute Christen gefühlt und jede Vorsicht außer Acht gelassen haben.
Auch der Schulgottesdienst wird nicht stattfinden … Schule endet mit morgen…
Meine Ferien beginnen auf diese Weise entspannter, rascher, lockerer …
Aber das wäre nicht der Sinn des Ganzen und nicht der Zweck der Übung.
Was meint ihr dazu?
So läuft ein typischer Alphakurs ab:
10 Abende, je einmal pro Woche.
Eintreffen z. B. um 19.00, Essen.
19.45 Vortrag oder Film
20.15 Gespräch in den Tischgruppen über das Thema.
21.00 Abschluss mit 1, 2 Liedern und einem Schlussstatement („Wie geht es weiter …“)
Bücher von Nicki Gumbel gibt es dazu, eines möchte ich noch empfehlen: Ron Huntley und James Mallon: wie Sie Ihre Pfarrei freisetzen.
Im Buch finden Sie auch Hinweise zu brauchbaren Materialien und weiteren Büchern bzw. Vortragenden.
Mein Rat: Probieren Sie es doch!
Ich arbeite darauf hin, dass es Alpha ab nächstem Arbeitsjahr in der Pfarre Haid gibt. Und bete, dass es funktioniert.
Predigt Sonntag, 28. 6. 2020
Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!
Sind wir nicht gerade erschrocken beim Anhören des Evangeliums?
„Wer Eltern oder Kinder mehr liebt als Jesus, ist seiner nicht würdig… ?
Soll das etwa gute Nachricht, frohe Botschaft sein?
Umfragewerte heute zeigen: Die Familie genießt den höchsten Stellenwert.
Das war übrigens zur Zeit Jesu genauso, damals war der Stellenwert sogar noch höher.
Und genau deswegen sagt Jesus diese Worte.
Schauen wir uns die damalige Situation einmal an:
Im damaligen Israel gab es nichts Wichtigeres als die Familie. Das war das Um und Auf. Die mizpoche, die Sippschaft, im heutigen Judentum ist es noch so, da hält man zusammen, ja es ist fast so: außerhalb kein Heil. Vielleicht waren manche von uns in Mittel- oder Süditalien auf Urlaub oder haben Bekannte, Verwandte dort, im Mittelmeerraum ist es viel stärker. Und erst recht im Orient, besonders damals. Ein herausfallen aus diesem Familienverband war beinahe gleichbedeutend mit einem Herausfallen aus der Gesellschaft.
Die ersten Christen, die Anhänger Jesu haben die Erfahrung gemacht: wenn wir an Jesus und sein Evangelium glauben, dann fallen wir heraus aus unseren Lebenszusammenhängen, dann sind wir bedroht und verfolgt, dann geht es uns nicht mehr gut …
Die frohe Botschaft, die Jesus für sie hat, lautet: es gibt etwas, das noch wichtiger ist als die Familie. Das ist Gott selber und das seid ihr selber, als Mensch, als Person, egal wo und wie ihr lebt … Ihr seid unendlich wertvoll und geliebt unabhängig von eurem Familienstand und eurer sonstigen Zugehörigkeit …
Wenn ihr gesellschaftlich und religiös – wegen Jesus Christus – aus euren Bezügen und Verbänden und Gemeinschaften herausfallt, dann seid ihr dennoch bei Gott geborgen, ja erst recht deswegen schaut Gott, schaue ich besonders auf euch.
Liebe Brüder und Schwestern, diese Botschaft gilt uns heute.
Das Orientieren an dem, was Gott, was Jesus will, ist für viele Menschen schwieriger, als wir uns im Moment vorstellen.
Ja, es gibt Menschen, die halt nicht am Sonntag in die Kirche oder auch in eine Gruppe, Bibelrunde usw. gehen oder sich in der Pfarre engagieren, obwohl sie sich dafür interessieren würden, weil sich Familienmitglieder, der Partner, die Eltern, die Kinder, die Nachbarn, Kollegen … darüber lustig machen – weil sie befürchten, etwas von ihrem Ansehen zu verlieren.
Zu mir hat einmal ein Vater von einem Schüler oder einer Schülerin, die ich in Religion hatte, gesagt: Naja, Sie müssen ja in die Kirche gehen …
Er hat es eher bedauernd gemeint, so in der Art, ich wäre im Grunde ganz ok, ich kann ja nichts dafür, weil ich muss … gehört zum Beruf dazu und der Chef möchte es wohl …
Ich hab gesagt, nein, ehrlich gesagt, ich gehe freiwillig und absichtlich und sehr gern in die Kirche, und das hat er nicht wirklich verstanden…
Noch mehr werden Menschen aber in unserer Gesellschaft – ja sogar verunglimpft und beschimpft und in den sozialen Medien bedroht, wenn sie öffentlich für die Werte des Evangeliums eintreten und deswegen caritativ tätig sind. „Das sind ja Gutmenschen“ ist da noch relativ harmlos, obwohl es durchaus als Schimpfwort gemeint ist.
Werte des Evangeliums – dass jeder Mensch gleich viel wert und gleich schützens- und achtenswert ist wie jede/r andere …
Im heutigen Text liegt noch eine radikalere Botschaft, von der sich in den letzten 2000 Jahren viele Christen leiten haben lassen, die uns heute nicht mehr so geläufig ist… Wenn ich Jünger, eine Jüngerin Jesu, getaufte/r Christ/in bin, dann gibt es für mich keine Fremden mehr. Vor Gott sind wir alle Geschwister…
Und wenn die Blutsverwandtschaft und eigene Familienzugehörigkeit im Judentum zur Zeit Jesu den denkbar höchsten Stellenwert hatte und Jesus so spricht wie heute im Evangelium, dann können wir daraus ableiten, wie wichtig wir Menschen nehmen sollen, die nicht im bürgerlich traditionellen Sinn zu unserer Familie gehören.
Alle die, die z. B. in irgendeiner Weise Unterstützung brauchen. In der Bibel gibt es da zig Mal die gleiche Aufzählung: Fremde, Alleinstehende jeder Art (in der Heiligen Schrift heißt es Witwen und Waisen), Arme. Das sind genau die, die bei Gott in besonderem Ansehen stehen, auf die er schaut …
Wenn wir heute am Ende des Gottesdienstes für die Caritas etwas ins Körbchen hinten geben, dann unterstützen wir im Grund unsere eigenen Geschwister …
Es kann auch eine Option, gute Möglichkeit sein, wenn wir bei der nächsten Gelegenheit, wo jemand über die Caritas oder über „Gutmenschen“ schimpft, diesem Tun. beherzt entgegentreten.
Ich freue mich auch, wenn es Menschen gibt, die in einem Caritasausschuss der Pfarre mittun – den gibt es nämlich derzeit nicht, es wäre aber höchst notwendig.
Und überhaupt mehr auffallen, wenn es darum geht, Gutes zu tun.
Rezept:
20 dkg Butter
25 dkg Zucker
50 dkg Mehl
1/4 l Milch
4 Eier (Schnee schlagen und z. Schluss unter die Masse rühren)
1 P.Backpulver, 1 P.Vanillezucker
Zitronenschale, Rosinen nach Belieben
Gestern habe ich endlich den Film „Die Dohnal“ gesehen, im Movimento Kino in Linz.
Einfach: sehenswert!
Wie die Republik Österreich durch sie und Bruno Kreisky zu einem modernen Staat geworden sind…
Hier findet ihr mehr Informationen:
„Mit historischer Präzision erinnert Sabine Derflinger an Johanna Dohnals Vermächtnis. „
vgl. https://www.cineplexx.at/film/die-dohnal/
vgl. Wikipedia:
„Johanna Aloisia Dohnal (* 14. Februar 1939 in Wien als Johanna Dietz; † 20. Februar 2010 in Grabern im Weinviertel) war eine österreichische Feministin und Politikerin der SPÖ. Als diese war sie ab 1990 die erste Frauenministerin Österreichs.
Dohnal galt als Österreichs bekannteste Frauenpolitikerin und als Ikone der österreichischen Frauenbewegung.[1]„