Beim Entsorgen des Altpapiers habe ich einen kurzen Blick über den Hof geworfen. Schon seit einigen Tagen interessierte mich, was da wohl auf der anderen Seite unterhalb der Mauer Grünes wächst. Ich habe es vermutet, und meine Vermutung bestätigte sich: Vogelmiere, Und zwar in rauen Mengen.

Ich pflückte etliche Pflänzchen ab, eine Handvoll.

Siehe da -dazwischen wuchert Zitronenmelisse. Noch klein, aber auch gar nicht wenig.

Eine gute Handvoll Kräuter habe ich auf meine mittägliche Suppe gestreut.

Schmeckte gut, ist gesund.

Kleine Freuden im Alltag.

Für morgen, beim Fastensuppenessen in der Pfarre Aschach, werde ich ein Schüsselchen Vogelmiere mitnehmen…

Bin schon gespannt, was die Leute dazu sagen.

Wir haben heute einen besonderen Kreuzweg in der Kirche gebetet. „Kreuzweg der Märtyrer des 20. Jahrhunderts.Andacht für Gemeinde, Gruppen und das persönliche Gebet.“ HG.; Gundula Kühneweg. Maria Laach und Stuttgart 2016.

Ein Auszug daraus ( S. 10 f):

Er ließ sich den Mund nicht verbieten. Der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King lehrte seine Anhänger gewaltfreien Widerstand gegen die Rassentrennung zu leisten. Beim Versuch an einer Gerichtsverhandlung teilzunehmen, wurde er von weißen Polizisten misshandelt und anschließend beschuldigt Widerstand geleistet zu haben. Der Richter sprach Martin Luther King schuldig, verurteilte ihn zu einer Geld-, beziehungsweise Haftstrafe. Martin Luther King gab zu Protokoll: „/Ich könnte/ nicht guten Gewissens eine Strafe zahlen für eine Tat, die ich nicht begangen habe, und vor allem nicht für die brutale Behandlung, die ich nicht verdiene. … Mein Verhalten wird bestimmt durch die zwingende Stimme des Gewissens und den Wunsch, der Wahrheit und dem Willen Gottes zu folgen, wo sie auch hinführen mögen. Da ich die Strafe nicht zahlen will, werde ich die von Ihnen gebotene Alternative bereitwillig und ohne Groll annehmen.“

Martin Luther King ging ins Gefängnis. Am 4. April 1968 wurde er ermordet.

 

 

Caritastreffen in der Stadtpfarre Eferding.

Wo kann wem wie so rasch und gut wie möglich geholfen werden?

Trotz vielfältigen Angebots fallen dennoch immer wieder Menschen „durch den Rost“.

Unkompliziert und effektiv – das wäre ein schönes Ziel.

Leute, traut euch, um Hilfe zu bitten, wenn ihr etwas braucht.

Die nächste Pfarrkanzlei ist nicht weit.

Habe heute beim Webseminar von Uli Feichtinger ein Mantra mitgesungen – das hab ich schon lang nicht mehr gemacht.

Probiert es einmal aus.

Kann ein Wort, ein Satz sein, der euch inspiriert.

egal.

Oder ihr nehmt eines,das Menschen schon erprobt haben, das seit langem verwendet wird.

 

Z. B.: Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser

Oder: Gott liebt mich, denn ich bin sein/ihr Kind.

Kostbar und wertvoll

(du bist) voll der Gnade, der Herr ist mit dir

Heute war ich beim KFB-Bildungstag des Dekanats Eferding.

Es war ein tolles Thema: Gesundsein.

Was bedeutet das überhaupt?

Die Definition der UNO: Völlige Abwesenheit von Krankheit, Beeinträchtigung im körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Bereich. Ich möchte hinzufügen: und im spirituellen…

Na gut – so gesehen ist wohl niemand ganz gesund.

Sich wohlfühlen wäre es schon eher. einen Sinn spüren, für den ich mich auch vehement und wenn nötig unter Entbehrungen und Mühen einsetze …Das schon eher.

Gesund leben als beste Vorsorge.

Denkt mal drüber nach.

Ich bin meinem ehemaligen Pfarrmoderator dankbar.

Heute hatte ich ein klassisches Begräbnis mit drei Stationen – dank Erfahrungen, die ich in Ranshofen machen durfte – mehrere Begräbnisse hatte ich mit P. Severin zusammen – konnte ich mir problemlos vorstellen, wie der im Beerdigungsbuch beschriebene Ablauf konkret umzusetzen sei..

In großer Schlichtheit und Würde. Kein Wort, keine Geste zuviel, so habe ich ihn erlebt.

An seinem heutigen Geburtstag sage ich: Danke.

Predigt                                                               2. Fastensonntag 2019

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Wenn wir uns die Gestalten des Evangeliums anschauen – an ihnen können wir ablesen, wie es Gott immer schon gemeint hat.

Jesus spricht mit Mose und Elia.

 

Mose ist der, der das Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten in die Freiheit geführt hat. Gott kämpft auf der Seite der Unterdrückten, tritt selber ein für Gerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit… – auch für Ordnung, die 10 Gebote…

Elia: das ist der, der Gottes Anwesenheit im zarten Säuseln des Windes erfährt, nicht im Sturm, Erdbeben, Feuer, nicht in der Gewalttätigkeit Andersgläubigen gegenüber.

Beide machen laut biblischer Erzählung ihre tiefsten Gotteserfahrungen allein in der Natur, auch auf Bergen.

Beide haben Zeiten gehabt, wo sie Gott so gesehen haben, erlebt, erspürt, wie Gott wirklich ist …

Beide sind der Legende nach nicht gestorben, sondern zu Gott entrückt worden. Leben im Jenseits, im Bereich Gottes, nach wie vor weiter, das haben die Menschen zur Zeit Jesu geglaubt.

 

Jesus ist der endgültige Beweis für Gottes Liebe, für sein Wesen. Lässt sich lieber ans kreuz schlagen als sich gewaltsam zu wehren. Kein Gottesstaat. Keine politische Durchsetzung von Glaubensangelegenheiten. Das haben die Leute damals nämlich auch erhofft und geglaubt. Sie haben Jesus auch deswegen beseitigt, weil er das nicht gemacht hat.

Gott ist anders, als viele, allzu viele denken oder zu glauben wagen.

 

Jesus hat nie jemanden zum Glauben gezwungen oder genötigt.

Seine engsten Vertrauten lässt er teilhaben an der göttlichen Wirklichkeit, und die ist umwerfend, schön, großartig… Am liebsten würden die drei gleich für immer dort bleiben…

Aber Jesus zeigt ihnen, wer er wirklich ist, deshalb, damit sienichtverzweifeln, schließlich befinden sie sich auf dem Weg nach Jerusalem. Sie sollen sich in der Zeit nach der Kreuzigung daran erinnern, was sie an diesem Tag auf dem Berg Tabor erlebt, gesehen haben.

 

Liebe Brüder und Schwestern:

Sternstunden, große bewegende Momente, Highlights … sind es, die uns glauben lassen.

Wir brauchen sie in den Zeiten, in denen es uns schlecht geht, wenn Krisen – Tiefpunkte kommen. Oder einfach im grauen immer gleichen Alltag.

Und da sind wir heute eingeladen, uns zu erinnern: wo habe ich schon solche Sternstunden erlebt?

Urlaub? Wunderbare Momente in der Natur, am Meer, an einem See, ein sensationeller Sonnenauf- oder -untergang?

Der Schulabschluss?

Das Kennenlernen des Partners, der Partnerin?

Hochzeit, Geburt eines Kindes?

Das Fertigwerden des neugebauten Hauses, das Einziehen? Die erste Ernte im neu angelegten Garten?

 

Aber es gibt auch die Sternstunden des Glaubens, der Spiritualität:

In Glaubensrunden, – wochenenden, in Gottesdiensten, im Gebet, bei Exerzitien, durch ein Buch, vielleicht haben Sie erlebt, dass ihnen ein Gebet erhört worden ist, ein tiefer Herzenswunsch in Erfüllunggegangen ist ………bei einer besonderen Feier…?

Wo könnte ich solche Sternstunden erleben? Ich kann bewusst solche Erfahrungen suchen. Gerade in der Fastenzeit. Etwas öfter Gottesdienst. Etwas mehr an Gott denken. Etwas länger beten. Etwas hilfsbereiter sein. Wieder einmal das Bußsakrament oder eine geistliche Aussprache in Anspruch nehmen. Mich trauen, über Glauben zu sprechen mit anderen…ein anderes, tiefergründiges Buch lesen…mir eine stille Zeit gönnen jeden 2. Tag, zweimal am Tag 5 Minuten. Die Zeitung aufmerksam lesen. An anderen Anteil nehmen…

 

Wir sind kleinmütig. Unser gewohntes Denken beherrscht uns allzu sehr, allzu oft.

Wir brauchen es, dass wir uns uns von Gott weiter, offener, glücklicher, weniger engstirnig machen lassen, über unseren Horizont hinausführen lassen.

Er tut das gern.

Und wir hier in der Pfarre – ja die Pfarre ist dazu da, wir möchten Ihnen gern zu Sternstunden des Glaubens verhelfen, durch Gottesdienste, durch Gruppen und Runden der Pfarre, Veranstaltungen und Feste, durch Zuhören und Für Sie da Sein, wenn sie das brauchen.

 

Wir möchten Ihnen heute etwas schenken:

Die kleinen Erdbeerpflanzen werden Früchte tragen, auch wenn man noch nicht einmal Blüten sieht, wie beim Baum hier in der Kirche.

Sie brauchen Boden, Erde, Wasser, etwas Pflege. Sehr anspruchsvoll sind Erdbeeren nicht.

Sie bekommen Ausläufer und leben praktisch ewig.

Menschen haben im Allgemeinen viel Freude damit.

Und genau das wünschen wir Ihnen heute für Ihr Leben in unserem schönen Ort, in unserer Pfarrgemeinde. Es möge sich zum Besten entwickeln und entfalten.

 

ok, zwei Paare, einmal Mutter und Sohn und ein Pensionist waren da. Eine Familie hat sich entschuldigt.

Ca. 25 hätte es betroffen. 25 Prozent Rücklauf sind wohl gar nicht so schlecht…

war aber sehr interessant, denn ich bin auch neu als Pastoralassistentin, wohne zwar in Eferding, habe aber etliches Interessante erfahren, von dem ich bisher nichts gewusst habe.

Freue mich, z. B, den Verschönerungsverein und den WWF zu kontaktieren.

Eine tolle Erfahrung: Im Linzer Landhaus veranstaltete die KFB heute das traditionelle Suppenessen anlässlich des Familienfasttags.

Drei Ordensgemeinschaften spendeten je eine Sorte Suppe, verschiedene Firmen Brot und Getränke, das Stift Schlägl Bier.

Ich war zum ersten Mal dabei und beeindruckt. Heuer wird vor allem ein Projekt in Tansania unterstützt, bei dem Energiesparöfen hergestellt werden.

Genaue Infos: www.teilen.at

Genauso beeindruckend: Während der Veranstaltung zog die Schülerdemo zum Klimawandel unten am Landhaus vorbei. Deutlich war das Skandieren zu hören. Jede/r Redner/in nahm darauf Bezug.

Und ich dachte mir: Wenn das Feuer von innen und von außen brennt, dann wird die Veränderung, die Wandlung, nicht lange auf sich warten lassen …

In der Pfarrgemeinderatssitzung gestern habe ich den Strukturvorschlag vorgestellt, danach haben wir darüber eine Weile diskutiert und dann beschlossen,unsere Rückmeldungen alle am Pfarrcomputer zu sammeln und Anfang Mai nach Linz zuschicken.Das wird unsere Resonanz sein, und so ist es auch gewünscht und vorgesehen.

Hier der Link zum Text:

www.dioezese-linz.at/zukunftsweg