Heute die restliche Besinnung des Bußgottesdienstes:

 

 

  1. Mittelgroßer Stein (z. Werfen)

 

Solche Steine wurden im alten Israel verwendet, um Verbrecher zu steinigen.

 

Gibt es Menschen, die ich schlecht behandle, weil ich mir längst mein vernichtendes Urteil über sie gebildet habe?

Ruiniere ich den Ruf von Mitmenschen?

Schimpfe ich rasch über andere?

Teile ich Menschen in Gute und Böse ein, in Schwarz und Weiß – ohne auf die vielen Zwischentöne und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu achten?

Woran bilde ich mein Urteil

Neige ich zu Härte oder Fanatismus?

 

Verletze ich andere – durch böse Worte, durch Abwertung, durch Misstrauen, durch Verweigerung von Anteilnahme, durch Übersehen und Vergessen?

Handle ich böswillig, z. b., weil ich den anderen nicht leiden kann, – oder einfach so, gedankenlos?

 

  1. Stein im Schuh (Schotter)

 

So ein Stein vom Straßenschotter im Schuh stört ziemlich. Vielleicht nehmen wir ihn zuerst nicht ernst – bis wir eine Blase haben und es wehtut.

 

Wo reiben sich Mitmenschen an mir?

Mit welchen Charakterfehlern gehe ich anderen auf die Nerven – und mir selbst ebenfalls?

Bin ich unhöflich, ständig schlecht gelaunt? Zynisch?

Rechthaberisch, geizig, neidisch, unzufrieden?

Trete ich wichtigtuerisch auf – oder überbesorgt?

Bin ich unpünktlich, unverlässlich, vergesslich?

Halte ich mich an Vereinbarungen, Regeln, Gesetze?

Bin ich unbescheiden, egoistisch, rücksichtslos?

Tue ich nur das Allernotwendigste – „Dienst nach Vorschrift“?

 

Wie steht es mit meinem Einfühlungsvermögen? Wenn ich einen störenden Schmerz, Ärger, Trauer … bei einem Mitmenschen bemerke: Gehe ich der Sache nach, um sie nach Möglichkeit in Ordnung zu bringen? – Oder zumindest meine Hilfsbereitschaft und mein Mitgefühl zu bekunden?

 

Wie reagiere ich auf Warnhinweise meines Körpers?

Achte ich auf eine gesunde Lebensweise? Nehme ich mir ausreichend Zeit für Schlaf, Erholung, Bewegung, Freude, Arztbesuch, Behandlung …?

 

Lasse ich mich von Gott, von seiner Botschaft noch stören – und mein bestens eingerichtetes Leben nach seiner Ordnung ausrichten?

Lasse ich mich von ihm aufrufen, gegen Störendes in Gesellschaft, Kirche, Arbeitswelt, Familie, Staat … anzugehen?

 

 

Achte ich die Überzeugungen und den Glauben meiner Mitmenschen – oder müssen sie ständig mit meinen Angriffen rechnen?

 

Wenn mich jemand um Hilfe bittet – gebe ich in kränkender Weise?

 

 

 

  1. Sand (im Getriebe)

 

Sand im Getriebe bringt die beste Maschine zum Stillstand.

Wüstensand im Sturm verklebt die Lunge und führt zum Ersticken.

 

Wo halte ich „den Betrieb auf“?

Wehre ich mich gegen Veränderungen, Verbesserungsvorschläge? Gegen Reinigung und Klärung, gegen Neues?

 

Bin ich pessimistisch?

Stecke ich andere mit meinen Sorgen an?

Verbreite ich ein negatives Klima?

 

Bin ich faul? Oder „nur“ bequem und unmotiviert?

Stelle ich mich dumm, hilflos, unfähig? Tue ich grundsätzlich immer weniger als ich könnte?

Schiebe ich Wichtiges „auf die lange Bank“?

 

Hintertreibe ich die Vorhaben anderer?  Verweigere ich ihnen meine Unterstützung?

Behindere ich andere in ihrer Entwicklung?

 

Säe ich Misstrauen und Feindschaft zwischen anderen Menschen? Behindere ich den Informationsfluss, den Austausch?

 

Habe ich mich in einer oberflächlichen Frömmigkeit eingerichtet, die beruhigt und Probleme verschleiert und zudeckt – oder möchte ich ernsthaft, dass Gott zum Zug kommt, dass er mir klar und offen begegnet?

 

 

 

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