Möglicherweise habt ihr dieses unsägliche Interview mitbekommen – Frauen, die die Priesterweihe empfangen, werden gleichgesetzt mit Menschen, die Kinder missbrauchen.

Quelle: https://religion.orf.at/stories/3225353/

Zitiert: „Ex-Glaubenspräfekt zu Priesterinnen: „Irrtum“

Frauen zu Priesterinnen zu weihen, ist nach Aussage des deutschen Kardinals Gerhard Ludwig Müller sakramental unmöglich. Das gelte auch, wenn sie sich zu diesem Amt berufen fühlten: „Frauen können nicht zu diesem Amt berufen sein. Das muss ein Irrtum sein.“

Es ist einfach so haarsträubend und himmelschreiend – ignorant, dumm, böse, verblendet …

Natürlich können wir alle unsere Meinung darüber öffentlich kundtun und Stimmung machen … ich als Dagmar Ruhm kann allerdings noch etwas tun:

Ich habe 20 Jahre lang als Pfarrassistentin in der Diözese Linz insgesamt 3 Pfarren geleitet. In allen drei Pfarren – Haid, Pucking, aber vor allem Braunau – St. Franziskus, wo ich auch am längsten wirken durfte -, haben mir Leute immer wieder gesagt: So wie Sie das machen – so wie du hier arbeitest und als Seelsorgerin wirkst – es wäre das ganz Folgerichtige und Normalste, wenn du auch die Eucharisite feiern könntest, wenn du zur Priesterin geweiht wärst.

Ich weiß, Gott macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, sieht nicht auf die Person …

Und: Wie gestört ist es, wenn die Priesterweihe ein Grund für die Exkommunikation sein soll?

Erinnerung: Bis morgen, Sonntag, 16. Juni, 22.00 Uhr könnt ihr euch noch anmelden zum ersten Abend der „Schrägtheologie“ – wenn ihr mehr wissen wollt über Themen wie:

– nein, in der Bibel gibt es KEINE Abwertung von Frauen gegenüber Männern

– nein, der „Sündenfall“ bestand NICHT darin, dass Adam und Eva mehr wissen und können wollten

– nein, der alttestamentliche Schöpfungsmythos und die moderne Wissenschaft widersprechen einander in keiner Weise

… und … und … und …

In den letzten Tagen habe ich an einem wunderbaren Seminar teilgenommen von Nicole&Susanne Uplift.

Im sogenannten „Kundengewinnungscamp“ ging es unter anderem ums Sichtbarwerden als Unternehmerin. Wir sollten eine Zeitschriftentitelseite gestalten – fiktiv mit uns und unserem Business als Cover.

Hat Freude gemacht!

Schaut euch selber an, worum es bei den beiden kompetenten, liebenswürdigen, erfrischend humorvollen Damen geht;

Susanne Pillokat – Tangen, Nicole Frenken: UP-Lift GmbH

Viel Erfolg!

Heute möchte ich euch einen Bekannten empfehlen: Helmut Breiteneder, der als Dienstleistung anbietet, euch die Energiekosten für Strom und Gas senken zu helfen:

1. indem ihr den richtigen Anbieter findet

2. durch sparende Maßnahmen zu Hause und in der Firma.

Ruft ihn an: Tel.: 0043 676 5621243

Im heutigen Sonntagsevangelium erfährt die engste Familie von Jesus eine krasse Abfuhr. Sie wollen ihn mit Gewalt nach Hause zurückhole; weil sich die Massen bei ihm anstellen, um seine Predigt zu hören und geheilt zu werden, halten sie ihn für übergeschnappt. „Wer mein Wort hört und den Willen meines Vaters tut, ist für mich Schwester und Bruder und Mutter“, sagt er. Also: Das sind wir.

Jesus hatte seine spezielle Berufung, sein Wesen zutiefst erfahren – in der Szene, wo er sich taufen lässt, ist das verdichtet fassbar.

Und jetzt kommt die Familie und will ihn davon abhalten, zu tun, zu leben, was er als richtig und ultimativ heilbringend für die gesamte Menschheit erfahren hat.

Umso erstaunlicher, weil im Orient zur damaligen Zeit die Familie über alles ging. Ohne die mizpoche v. a. im Judentum heute noch erlebbar, war man niemand und eigentlich verloren.

In unserem modernen Verständnis ist es normal, dass Jugendliche sich von der Ursprungsfamilie entfernen, selbständig werden, sich ein eigenes Leben aufbauen – schon auch einmal konträr zum zu Hause Erfahrenen und Gelernten. Es gilt sogar als gesund und normal, den eigenen Weg zu gehen – auch und gerade über Widerstände hinweg.

Das Richtige zu tun: davon werden allerdings auch heute Menschen abgehalten oder lassen sich abhalten durch falsche Rücksichtnahme.

Wie viele werden heute noch neurotisch oder sonstwie krank oder unglücklich, weil sie auf die Meinung von Nachbarn, FreundInnen, Eltern, Verwandten, KollegInnen … gehört haben, sich nach ihnen gerichtet haben, obwohl sie spürten, dass etwas anderes richtig wäre?

Sich von der eigenen Berufung, von der eigenen Integrität abbringen lassen, um gut dazustehen, um nicht anzuecken …

Heute wird in der gesamten EU gewählt.

In unserem Land treten mehrere Parteien an. Da sind jetzt unter uns immer wieder Menschen „politikverdrossen“ – es geht nichts weiter in der Politik, und man wendet sich enttäuscht ab.

Es ist tatsächlich erschreckend, wie sehr Politikerinnen sich an Meinungsumfragen orientieren – nicht das entscheiden und umsetzen, was wichtig und richtig ist, sondern was opportun erscheint – damit man bitte nur ja von möglichst vielen gewählt wird.

Schade. So wird Integrität verspielt. Und weiter geht auch nichts, was schrecklich ist: in der Klimafrage, in der Asylpolitik, im Bildungsbereich, im Gesundheitswesen … in der Armutsbekämpfung…

Als Christen sind wir berufen, in der Politik mitzumischen. Uns zu orientieren an unserem großen Vorbild Jesus und unserem Gewissen. Leuchttürme sein. Nicht irgendwelches seltsames katholisches ewiggestriges Zeugs wiederzukäuen…

Dass das immer mehr und immer besser gelingt, dazu helfe uns Gottes inspirierende stärkende Geistkraft.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag – und eine gute Wahl!

Morgen ist die EU Wahl in Österreich. Geht auf jeden Fall in euer Wahllokal und wählt!

Ein Drittel der österreichischen Gesetzé werden auf EU-Ebene beschlossen. Es ist unverzichtbar, mitzureden. Es stimmt nicht, dass wir nichts tun können als einzelne. Viele einzelne ergeben die Mehrheit!

Heute habe ich mir im Café Wildnis in Lunz am See einen Eisbecher gegönnt. Mit freudiger Überraschung habe ich festgestellt: Die Eiskarte ist kreativer als in so manchem Restaurant. Meist geben sich die Lokalbesitzer mit den seit 1970 unveränderten einfallslosen „Früchtebecher“, „Bananensplit (richtig müsste es heißen: Banane „Split“)“, „Eiskaffee“ und „Heißer Liebe“ zufrieden.

Pfirsich Melba und Coup Dänemark sind sehr selten zu finden – glücklicherweise beim Reschinsk in Scheibbs und Wieselburg. Den „Teuflbecher“ gibt es klarerweise nur bei meinem Cousin Martin Teufl in Purgstall (Vanilleeis, Preiselbeermarmelade, Schlagobers, Nusskrokant, Schokostreusel)

Das Café Wildnis hat übrigens am Freitag bis 21.00 Uhr geöffnet. Super, wenn man im Seebad war, solange es geht…

Diesen Film müsst ihr unbedingt sehen – wenn ihr politisch interessiert seid oder gerade an der Weltlage verzweifelt oder Sinn im Leben sucht oder nicht so ganz mit eurer angelernten herkömmlichen Spiritualität zufrieden seid oder als Friedensaktivisten, als Menschen die Vorbehalten gegen Juden haben oder die Vorbehalte gegen wen auch immer haben …

Die schwerkranke Golda Meir, die im Jom Kippur-Krieg ihr Land erfolgreich aus der Krise führt, den Krieg beendet und einen Friedensschluss zu schließen versteht: einmalig, sensationell gespielt von Helen Mirren.

Ich bin bestärkt für alles Gute, voll Hoffnung und tief bewegt und SEHR nachdenklich aus dem Kino rausgegangen.

So schrecklich immer wieder die Bilder sind, die gezeigt werden – so tief und spirituell und klug ist der Film.

Großartig und sehenswert.

Wo ich im Kino war? Im Cinema Paradiso am Dienstag.

Ich bin heute richtig froh über meinen neuen Kachelofen.

7 Holzscheite, und schon ist es warm…

Meine Empfehlung: die Fa. Kummer in Großsierning. Schnell, genau, liebenswürdig, kundenfreundlich.

Predigt 2.6.2024 Heilen am Sabbat

Liebe Brüder und Schwestern!

Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.

Sagt Jesus. Die fromme Religionspolizei seiner Zeit dachte allen Ernstes, am Sabbat, am heiligen freien Tag, dürfe man nicht einfach etwas am Wegrand abpflücken und essen.

Da würden sich unsere heutigen Beeren- oder SchwammerlsucherInnen, die ihre Freizeit im Wald verbringen, schön bedanken…

Davon abgesehen: Die guten Leute haben ebenso allen Ernstes geglaubt, am Sabbat dürfe niemand geheilt werden. Jesus tut dies öfter, z. B. auch die Frau, die seit 18 Jahren mit einer extremen Rückgratverkrümmung leben musste.

Bedeutende Denker der Menschheitsgeschichte haben festgehalten: Buchstabengetreue Auslegung und Beobachtung des Gesetzes hat weit mehr mit Unrecht und Menschenfeindlichkeit zu tun als mit Gerechtigkeit.

Marcus Tullius Cicero, der große römische Anwalt, Politiker und Staatsphilosoph, ist sich einig mit Paulus.

Jesus selbst hat stets gegen engstirnige Auslegung gekämpft. Verurteilt ist er mit dem Argument worden: Wir haben ein Gesetz und nach dem muss er sterben – nämlich als Gotteslästerer.

Der wahre Unterschied zwischen Fundamentalismus, religiösem Fanatismus und echtem Glauben menschenfreundlicher Religion ist genau das: Fundamentalisten überlegen, wie sie mithilfe der Religion und der Vorschriften Menschen das Leben schwer machen, sog. „Moderne“ überlegen, wie das Leben durch den Glauben leicht wird.

Wir haben in der katholischen Kirche ebenfalls Religionsgesetze, die menschenverachtend und schlicht hirnrissig sind und das Glaubensleben behindern. Das Verbot, dass Frauen das Weihesakrament nicht empfangen dürfen oder dass Menschen, die geschieden sind, kein weiteres Mal heiraten dürfen (in beiden Fällen ist die Folge Exkommunikation, zumindest de iure, eben dem Gesetzeswortlaut bzw. der momentanen Gesetzesauslegung entsprechend).

Wo ist da der Geist Christi am Werk?