Weißt du schon, was du einem besonderen Menschen schenken wirst, deiner besten Freundin zum Beispiel?

Weißt du, was sich der/die andere wirklich wünscht?

Machst du etwas selbst? Kaufst du ein?

In einem Geschenk gibt man sich immer auch selber. Die Person, Persönlichkeit der/s Schenkenden ist spürbar.

Ein gelungenes Geschenk passt immer zur beschenkten Person, trifft ihren Geschmack, Vorlieben, Begabungen …

Erinnere dich: Über welches (Weihnachts-)Geschenk hast du dich in der Vergangenheit am meisten gefreut?

Warum?

So ein besonderes Geschenk waren für mich die Wasserfarben, die ich von meinen Eltern in der ersten Volksschule zu Weihnachten bekommen habe. Ich habe auf der Stelle, noch am Weihnachtsabend, zu malen begonnen.

Heute gibt es für euch eine Geschichte:

Das Puppenhaus            nach einer wahren Begebenheit aus der Nachkriegszeit

Ein paar Tage war er schon da, der Advent. Großvater fuhr sich durch die Haare – ja, beinahe fertig war das Puppenhaus. Nur noch einige kleine Möbelstücke lackieren und trocknen lassen, die Vorhänge an die kleinen Fenster,,, wie würde sich seine Enkelin freuen! Ihr und den zwei größeren Buben ging es zwar gut, schließlich war ihr Vater, sein Schwiegersohn, angesehener Gemeindearzt für dieses Stadtviertel ,,, aber er hatte Elisabeths Augen leuchten sehen, als vor mehreren Wochen ihre Mutter, seine Tochter, von ihrem eigenen Puppenhaus erzählt hatte, das er vor – ja, mehr als 30 Jahren – geschnitzt hatte und das es längst nicht mehr gab… 2 Kriege …

Fast jeden Tag schaute jemand von der Familie vorbei um den Fortschritt zu bestaunen, den das Puppenhaus machte – nur vor der kleinen Elisabeth wurde das Geheimnis bewahrt.

Soeben klopfte es ans Werkstattfenster. Ah, Otto, sein Schwiegersohn, schaute auf seiner Runde nach dem letzten Hausbesuch vorbei. “Wie geht es?“

„Ach, weißt du, das Wetter ist gut, etwas Schneefall, alles Routine … nur die kleine Veronika macht mir Sorgen, du weißt, sie geht mit Elisabeth in die gleiche Schulklasse, aber seit Anfang November ist sie krank … ich war in dieser Woche schon zum 3. Mal dort. Sie hat noch eine Lungenentzündung dazu bekommen, sie haben eh fast nichts, wohnen im Tiefparterre, ich fürchte das Schlimmste, die Lebenskräfte des kleinen Mädchens sind aufgezehrt…“

Dankend nimmt er die Tasse Tee, die ihm der Schwiegervater anbietet. Dann betrachtet er das fast fertige Puppenhaus von allen Seiten.

„Das ist ja wirklich prächtig geworden!“

Er hilft noch bei einigen Handgriffen, sie reden über den Advent, das bevorstehende Familienfest zu Weihnachten, und als Otto, der Arzt, seinen Mantel anzieht, um nach Hause zu gehen, hält er inne, dreht sich zu seinem Schwiegervater und meint:

„Ich habe da so eine Idee … „

Bei seinen Schilderungen leuchten die Augen des Älteren: Ja, das machen wir! Das kranke Kind soll zumindest noch eine Freude erleben in seinen letzten Lebenstagen: das Puppenhaus soll in ihrem Krankenzimmer aufgestellt werden.

Eifrig und voller Sorgfalt verpacken sie am nächsten Morgen, dem Samstag, das Puppenhaus in einen großen Karton und machen sich auf den Weg zu der armseligen Wohnung, in der Veronikas Familie wohnt.

Dort wird ihnen erstaunt geöffnet. Wie groß ist die freudige Überraschung der ganzen Familie und besonders bei der kleinen Veronika, als das Puppenhaus vorsichtig aus dem Karton ausgepackt und vor ihrem Bett aufgestellt wird.

„Morgen Nachmittag schaue ich wieder nach ihr!“ Mit diesen Worten verlässt der Arzt mit seinem Schwiegervater das Haus.

Das Unerwartete jedoch geschieht.

Sei es wegen der großen Freude, sei es wegen der Wertschätzung ihrer Person, die die kranke Veronika aufgrund des kostbaren Geschenkes spürt – sie erholt sich zusehends. Nach zwei Tagen sitzt sie bereits im Bett und lächelt dem Doktor entgegen, nach einer Woche steht sie auf, bedarf freilich noch der Erholung und Pflege, aber es besteht kein Zweifel, dass sie wieder ganz gesund werden wird.

Aber: Was ist jetzt mit dem Puppenhaus?

Wo bekommen wir, so der Großvater, Mutter und Vater, ein neues für das eigene Kind, für unsere Elisabeth her?

Keinesfalls kann das Puppenhaus, das so viel Gutes bewirkt hat, der kleinen Veronika wieder genommen werden…

Also macht sich der Großvater Mitte Dezember nochmals an die Arbeit, diesmal 12 Stunden täglich, und jeder der Familie, der irgendwie Zeit erübrigen kann, beteiligt sich an den Bastelarbeiten. Am 24. Dezember steht ein neues Puppenhaus unter dem Weihnachtsbaum im Haus der Arztfamilie, bestaunt von Elisabeth …

Hast du als Kind vor Weihnachten einen Wunschzettel ans Christkind geschrieben? Oder vielleicht tust du das sowieso, weil du noch ziemlich jung bist …?

Ich wette, du wusstest genau, was du wolltest, was dir besondere Freude machen würde.

Je älter Menschen werden, desto mehr vergessen sie manchmal auf ihre eigenen Wünsche.

Viele wünschen sich etwas, weil es alle haben oder weil etwas gerade in ist oder weil es Nutzen verspricht oder weil „man“ (Nachbarn, Kollegen, Freunde, das Werbefernsehen …) dauernd davon sprechen.

Gar nicht wenige Menschen glauben, sie seien es nicht wert, Wünsche zu äußern, es gehöre sich nicht o. ä.

Auch wenn sie beten, wünschen Sie sich Frieden, Ende der Not, Gesundheit für die Tante, Lernerfolg für die Kinder usw. Das ist gut und richtig.

ABER: Gott meint jede/n von uns ganz persönlich und möchte uns glücklich, froh, begeistert sehen. GENAU DICH!

Egal, ob du zu den Schulkindern, Teenies, jungen Erwachsenen, „gestandenen Personen“ oder zu den Senioren oder ganz Alten zählst: Setz dich hin und denke nach … und dann formuliere deine Wünsche ans Christkind!

(und, ja: es darf natürlich auch etwas sein, das in Geschenkpapier verpackt unter dem Christbaum liegen soll … 😊)

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau Maria

Ein komplizierter Name für eine komplizierte Sache …? Was soll denn das wieder sein: Erbsünde? Kann man eine Sünde erben?

Wir können alles Mögliche Ungute mitbekommen von unseren Vorfahren:

Traditionen, Familienzwiste, Einstellungen, Glaubenssätze, Verhaltensweisen, Meinungen, auch die Art, wie wir glauben und natürlich was wir uns unter Gott vorstellen usw.

Natürlich haben wir das alles nicht „geerbt“ in dem Sinn, als ob wir es mit der DNA mitbekommen hätten, automatisch sozusagen.

Wir haben all das gelernt.

Und da kommt die frohe Botschaft von Jesus zum Tragen: Alles, worunter wir leiden, was wir falsch denken oder tun, unsere Zwänge, Grenzen, Vorstellungen… was wir GELERNT haben, können wir auch wieder VERLERNEN.

Wir sind nicht, NIEMALS an Entscheidungen oder Vorstellungen unserer Eltern, Großeltern, Chefs, Vordenker, Religionsoberhäupter … gebunden.

Wir haben die Freiheit, ganz anders zu sein.

Wir alle haben die Chance, uns zu glücklichen Menschen zu entwickeln.

Gott liebt uns und möchte uns aus allem Furchtbaren unserer Umgebung herausreißen …

Die Übung für heute:      

Überlege: Wovon möchtest du frei sein?

Tipp: Gott hilft dir dabei liebend gerne …

Beten – wie geht das? Soll ich wirklich diese alten Formeln aufsagen? Oder wenn es heißt: Mit Jesus reden wie mit einem Freund …

Und manchmal bringe ich gar nicht die Energie auf …

Du hast dir deinen Gebets- oder Feierplatz am Vorbereitungstag hergerichtet.

Setz dich doch einfach hin und zünde die Kerzen am Adventkranz an – oder die eine Kerze, die du dir hingestellt hast.

Schau einfach in die Flamme.

Sei einfach da.

Du musst nichts Besonderes tun.

Bleib 5 Minuten sitzen.

Wenn du möchtest, stell dir vor, dass Jesus bei dir am Tisch sitzt.

Wenn es dir Freude macht, sing zum Abschluss ein Adventlied, das du kennst.

Das ist alles.

Nikolaus war Bischof in der Stadt Myra in Kleinasien, in der heutigen Türkei.

Besonders hat er sich für Kinder und Notleidende eingesetzt.

Die Tradition, dass an seinem Gedenktag Geschenke für Kinder vor die Tür oder aufs Fensterbrett gelegt werden, geht auf zwei Begebenheiten zurück:

Zum einen hat Nikolaus armen Menschen tatsächlich Lebensmittel vor die Tür stellen lassen, damit sie nicht hungern mussten.

Bemerkenswert finde ich die Legende von den drei goldenen Äpfeln:

Drei Schwestern, heute würden wir sagen: im Teenageralter, wurden zu Waisen; ihre Eltern starben beide überraschend. In der damaligen Zeit gab es keine öffentliche Sozialversorgung. Da die Familie außerdem Schulden hatte, sollten alle drei Mädchen als Sklavinnen verkauft werden.

Nikolaus soll ihnen drei goldene Äpfel geschenkt haben. So konnten sie die Schulden bezahlen und waren noch immer wohlhabend genug, um junge Männer aus angesehenen Familien heiraten zu können.

Für heute 2 Vorschläge:

😊 Mache jemandem eine Freude

😊 Besorge dir Informationen zum Sozialsystem in Österreich. Du kannst deine Eltern fragen oder im Internet stöbern, welche Unterstützung es z. B. für arme Familien mit Kindern gibt oder für Kinder, die keine Eltern haben …

„Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.“ (Lk 3,6)

So steht es im heutigen Sonntagsevangelium. Und es ist auch dringend nötig.

Gestern haben wir von Barbara gehört, die als Märtyrin gestorben ist. Ihre Legende spielt im Gebiet der heutigen Türkei,

Wir denken oft nicht daran, dass Zwangsverheiratungen von minderjährigen Mädchen in vielen Kulturen gang und gäbe sind. Ein Eingriff in die persönliche Integrität und Entscheidungsfreiheit, wie er größer kaum sein kann.

Die Freiheit, das eigene Leben eigenverantwortlich zu bestimmen und zu gestalten, haben nicht nur die meisten Frauen und Mädchen in den orientalischen Ländern nicht, sondern immer noch zu viele weltweit.

Ohne Zugang zu Bildung, Beruf, sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und gesellschaftlicher Anerkennung ist die Entscheidungsfreiheit erheblich eingeschränkt.

Uns Christen kommt es zu, nach dem Vorbild Jesu Gottes Heil zu jedem Menschen zu bringen, bis in die entferntesten Winkel der Erde.

Das Nachdenken darüber, wie und was wir unternehmen können, kann in diesem Advent beginnen, an besten jetzt gleich.

Heute ist Barbaratag.

Vielleicht ist es bei euch so, dass Kirschzweige abgeschnitten und in eine Vase gestellt werden. Bis Weihnachten sollen sie dann aufgeblüht sein.

Woher kommt dieser Brauch?

Die heilige Barbara war bereits Christin, ohne dass ihr (heidnischer) Vater das wusste. Als er sie mit einem vornehmen jungen Mann, der ebenfalls Heide war, verheiraten wollte, weigerte sie sich, v. a., weil sie befürchtete, ihr Chriostsein dann nicht leben zu können. Ihr Vater sperrte sie in einen Turm – quasi als letzte Frist, damit sie es sich anders überlege. Da sie bei ihrer Haltung blieb, ließ er sie enthaupten.

Vor dem Turmfenster stand ein großer Kirschbaum; da gibt es nun 2 Erzählvarianten: 1. Der Baum begann mitten im Winter zu blühen und schenkte Barbara so Freude.

2. Barbara erklärte, sie werde sich entschließen, die vom Vater arrangierte Ehe einzugehen, sobald die Kirschblüte vorbei sei – worauf der Baum immerfort weiterblühte.

Dieses Blühen zur falschen Jahreszeit bzw. trotz widriger äußerer Bedingungen (Winterkälte oder Sommerhitze) ist auch Symbol für großes Durchhaltevermögen, für Widerstandsgeist – Eigenschaften, die Barbara offenbar besessen hat.

Hole dir einen Barbarazweig aus dem Garten (es geht auch Weichsel, Ringlotte, Marille, Zwetschke …) und stell ihn auf deinen Feierplatz.

Wo brauchst du Durchhaltevermögen? Wobei sind Widerstand oder entschlossenes energisches Auftreten gefragt und sinnvoll?

PS.: Du kannst auch darum bitten. Es handelt sich um eine Gabe des Heiligen Geistes („Stärke“); Gott schenkt sie dir gern, wenn du in seinem Sinne unterwegs bist …

Es begegnen uns immer wieder Personen, bei denen wir einfach nicht „ankommen“. Wenn du dich ärgerst, dass dich bestimmte Menschen nicht mit offenen Armen willkommen heißen, mach dir bewusst: Du bist in der besten Gesellschaft.

Jesus hat durchaus nicht bei allen Anklang gefunden. Wir hören es am Weihnachtstag im Evangelium: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,11).

Schon seinen Eltern ging es so. In vielen Pfarren gibt es den Brauch des Herbergsuchens. Es erzählt davon, wie Maria und Josef – beinahe – vergebens eine Unterkunft suchen in Betlehem.

Schließlich wird ein Stall zum Ort der Geburt.

Du kannst heute einmal nachschauen, wo sich bei euch zuhause die Weihnachtskrippe befindet, die dann am 24. Dezember unter dem Christbaum oder an einem besonderen Ort aufgestellt wird.

Ist etwas zu reparieren? Ist sie vollständig? Du kannst sie auch leer, ohne Figuren, schon einmal aufstellen …

„Ankommen“ -das hat noch eine andere Bedeutung.

Ein Sänger, eine Schauspielerin „kommen an“ beim Publikum, das heißt, sie finden Anklang. „Das kommt gut an“, vermuten Werbetexter in Wirtschaft und Politik und wählen mit Bedacht ihre Worte …

Wer „ankommt“, ist beliebt, willkommen.

Für Menschen aller Altersgruppen ist es wichtig, bei anderen „anzukommen“, dazuzugehören, gemocht und anerkannt zu sein. Für viele ist es das Wichtigste überhaupt.

Bei wem kommst du gut an? Bei welchen Menschen ist es dir wichtig, beliebt und anerkannt zu sein?

Und: Warum gerade bei diesen?

Wer kommt bei dir gut an – und: was? Von wem hast du eine gute Meinung, wen bewunderst und schätzt du, wer ist bei dir willkommen?

Du kannst mit deinem besten Freund/ mit deiner besten Freundin darüber reden oder dir Notizen machen.