Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Haus einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, sich im Gästezimmer des Hauses auszuruhen.

Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.

Als sie sich aufdem harten Bodn ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: „Die Dinge sind nicht immer fas, was siescheinen.“

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus einer sehr armen, aber gastfreundlichen Bauernfamilie.

Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen die Bauersleute die Engel in ihrem eigenen Bett schlafen und begnügten sich selbst mit der Bank hinter dem Ofen in der Kpche.

Als am nächsten Tag die Sonne aufging, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot im Stall.

Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren, wie er das habe geschehen lassen können.

„Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm!, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte fast nichts, und du ließest die Kuh sterben.“

„Die Dinge sind nicht immer das, was sie scheinen“, sagte der ältere Engel. „Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier und Dünkel besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht mehr finden konnte.

Als wir dann in der letzten Nacht im Bett der Bauersleute schliefen, kam der Engel des Todes, um die Bauersfrau zu holen. Ich bewog ihn, statt ihr die Kuh zu nehmen.

Die Dinge sind nicht immer das, was sie scheinen.“

Möglichkeiten:

  • lange schlafen
  • gemütlich frühstücken
  • etwas Besonderes kochen
  • ausgiebig spazieren gehen
  • an Online- Kursen teilnehmen (Turnen, Yoga, Pilates, Tanztraining, malen, …)
  • in der Früh wegfahren, irgendwo schifahren, um 16.00 heimfahren – oder schneewandern oder Rodeln geht auch
  • Stadtbesichtigung von außen, Jause mitnehmen oder mittags in einem Gasthaus zum Mitnehmen bestellen und auf dem Parkplatz im Auto verzehren
  • Briefe schreiben
  • lesen
  • Homepage gestalten
  • Witze erfinden
  • spielen (Mensch ärgere dich nicht …)
  • handarbeiten
  • musizieren
  • etwas Neues lernen
  • Haare färben
  • Küche oder/und Bad neu fliesen

Ich fahre jedenfalls in ein paar Tagen nach Lunz, übe mich im Kachelofenheizen, gehe viel wandern, koche, lese, ja … den Laptop habe ich auch mit, und ein Wintergrillabend – Würstl über dem Feuerkorb hinter dem Haus – mit einer lieben Freundin ist geplant … ultimativ erholsam …

Eine orientalische Weisheitsgeschichte:

Ein vornehmer Mann, dem Vollkommenen in besonderem Masse zugetan, vernahm von dem Liebreiz eines armen Mädchens. Er hatte alle Schätze zu besitzen vermeint und glaubte sich gesättigt von ihrer Schönheit. Aber von diesem Tage an verzehrte er sich in Sehnsucht, und er wünschte nichts so sehr, als zu allen anderen Kostbarkeiten auch noch das Herz dieses Mädchens zu gewinnen. Er durchstreifte das Land viele Tagereisen weit, ohne sie erblickt zu haben, die er suchte. Einmal, am hohen Mittag, kam er in ein weites Tal. Die Sonne brannte so heiß, dass die Luft wie ein glühender Nebel vor seinen Augen wallte, und außer einigen niederen Sträuchern unterbrach nichts die Ruhe. 

Da und dort arbeiteten Leute auf den Feldern. Aber ihr hartes Los rührte nicht an das träge Herz des reichen Mannes, der seinem Wunschtraum nachjagte. Plötzlich trat aus einem der Büsche ein Mädchen auf ihn zu. Der Mann verhielt den Schritt, geblendet von ihrer Schönheit. Nie hatte er ein solches Ebenmaß an Gestalt, so zierliche Füße, so prächtiges Haar und einen so schönen Mund gesehen!

„Bist du es, die ich suche?“ fragte er. Aber da sah er plötzlich, wie die Blätter, welche ihre Hand gestreift hatten, zu welken begannen und wie die kleinen Tiere aus der Spur ihrer Schritte flüchteten. Ja, selbst der Bach, der die Felder tränkte, bog plötzlich wie erschrocken aus und änderte seinen Lauf. Nun erst bemerkte er voll Entsetzen, dass die Vermeintliche Schönheit innen hohl war und bedeutungslos.

Kaum hatte er das aber erkannt, so begann sich das schöne Antlitz auf eine so grauenhafte Art zu verändern, dass er schnell entfloh.

Er kam dabei vom Wege ab und geriet an eine schattige Stelle. Aber hier war es wenigstens nicht so unerträglich heiss. Eine Quelle sprudelte, die Zweige eines Baumes bedeckten wie ein Baldachin ein morsches Boot, der im Wasser schaukelte. Darin lag ein Mädchen und schlief. Es lag da mit nackten Füßen, in einem ärmlichen Gewand, das Gesicht zur Hälfte von einem Strohhut verdeckt. Das Mädchen schien nicht besonders hübsch zu sein, und seine Hände zeigten die Spuren harter Arbeit. Der Verirrte hätte es kaum beachtet, so aber weckte er es, um es nach dem Weg zu fragen. Als es aber die Augen aufschlug, da sah er: Ihre Augen lachten, obwohl sie seine Frage nach dem Weg ungeduldig beantwortete- um rascher wieder zu Ihrer Familie zu kommen, der sie bei der Feldarbeit helfen sollte.

Und er sah: Die kleinen Vögel kamen herbei, setzten sich auf den Baum und begannen zu singen, stärker sprudelte der Quell, und an jedem Zweig, den die Hand des Mädchens berührte, brach eine Fülle weißer Blüten auf. Und als der Mann näher herantrat, sah er das Wesen des Menschen ihm gegenüber leuchten in einer unsagbaren Schönheit. 
Da verneigte sich der Mann tief vor ihr, denn er erkannte in einem einzigen Augenblick, dass wahre Schönheit als ein göttliches Geheimnis aus den Tiefen steigt und nichts mit Äußerlichkeit gemein hat. Er bat sie, mit in seinen Palast zu kommen, und wurde einer der glücklichsten Menschen. 

Ja, sie sind unterwegs. Ich selber war unterwegs als „Königin“. 2 Tage.

Die armen Menschen in den unterstützten Projekten sind es mir wert.

Wenn Sie zu Ihnen kommen, ein paar Tage geht es ja noch: freundlich zuhören, spenden – alles im Freien, ohne Gesang, mit Abstand und wo nötig mit Maske.

Informieren Sie sich über die Aktion: Googeln geht immer.

www.sternsingen.at

Was haben Sie heute gemacht ,am ersten Tag des vielversprechenden Jahres 2021?

Ich war ca. 50 Minuten im Wald spazieren.Wunderbar!

Gekocht habe ich, gut gegessen, ein Bad genommen.

Mit ein paar lieben Menschen telefoniert, gelesen, Briefe zur Post gebracht.

Gleich nach dem Aufstehen musste ich mit der Polizei telefonieren.

Der Schaukasten an der Außenwand der Autobahnkirche Haid wurde zerstört. Diesmal vollständig.

Scherben beseitigen, …

Man kann an einem Tag alles haben, wie in einem Jahr auch.

Was man sich wünscht und was man sich nicht wünscht.

Sonst ist es ja nicht „alles“.

Sehen wir es doch auf diese Weise…

„Nach 25 Jahren wird die Wochenzeitung JA eingestellt

Infos künftig nur noch online auf www.p-udo-ja.at“

So steht es auf dem Titelblatt der letzten JA-Ausgabe.

Schade.

Ich war bei der Gründung dabei, kurz bevor ich nach Oberösterreich ausgewandert bin damals. 1995.

Ich hatte die „Neue Kirchenzeitung“ die ganze Zeit hindurch abonniert und mit Interesse gelesen.

Einige Male habe ich Beiträge verfasst, zuletzt im November 2019 den Sonntagskommentar.

Sie wird mir abgehen, und vielen anderen auch.

Es fehlt etwas.

Meine Empfehlung: Bleiben Sie kritisch, interessiert, informiert. Besuchen Sie die genannte Webseite von P. Udo Fischer.


Clemens Arvay: Wir können es besser.

Es geht um Corona – und wie wir mit der Krise fertig werden können. Leichter als befürchtet, anders als gedacht …

Der Autor, Ökologe, zeigt Irrwege auf, die in diesem Jahr gegangen wurden, aber auch neue Möglichkeiten, die bisher kaum bedacht oder übersehen werden.

Es ist keine leichte Lektüre. Aber:

Lesen!

Unbedingt!

gibt es z. B. bei Thalia, jederzeit online bestellbar!

Predigt                                                              Christmette 2020

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir haben oft den Eindruck, Weihnachten ist ein beschauliches, ruhiges Fest – oder sollte es zumindest sein. Vielleicht haben wir als gute Christen sogar ein bisschen ein schlechtes Gewissen, wenn wir noch kurz vor dem Heiligen Abend ziemlich gestresst sind.

Das Weihnachtsevangelium, das wir gerade gehört haben und das wir jedes Jahr wieder hören, spricht aber gar nicht von beschaulicher Ruhe.

Im Gegenteil: Ganz schön viel ist in Bewegung.

Schon der kaiserliche Befehl verursacht jede Menge Bewegung: Die Boten der Regierung strömen durchs ganze römische Reich.

Die Menschen sind unterwegs wegen der Volkszählung.

Maria und Josef suchen eine Unterkunft. Der Brauch des Herbergsuchens zeugt davon.

Die Hirten, eigentlich Nomaden, sind sowieso immer unterwegs, führen ein unstetes Leben ohne festen Wohnsitz.

Die Engel begeben sich vom Himmel auf die Erde, zu den Hirten und zum Stall.

Sogar der Stern von Bethlehem wird als Komet dargestellt, der vor den drei Weisen herzieht, aber davon später.

Auch die Geburt ist Bewegung: aus dem Mutterleib heraus in diese Welt, ins Freie.

Die Hirten kommen zur Krippe.

Und es dauert nicht lange bis zur Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten …

Gottes Kommen in die Welt bringt einiges in Bewegung, wenn nicht alles.

Es ist wie ein Umsturz des bisher Geltenden, eine Neuordnung.

Wenn man etwas neu ordnet, muss man es – alles – auch zuerst einmal vom gewohnten Platz weg bewegen.

Gott kommt zu uns Menschen, wird ganz menschlich: Er kommt mitten in unsere Hektik und Unordnung hinein, selbst ohne festen Wohnsitz, und die Nomaden, die keinen haben, bemerken und begreifen das als erste von allen …

Möglicherweise liegen wir falsch, wenn wir meinen, Gott käme, sobald alles ruhig und friedlich ist, geordnet und sicher.

Vielleicht ist es im Gegenteil gerade das Unstete, Ungesicherte, Improvisierte, die ungewisse Zukunft, der Gelegenheitsjob, die Übergangslösung, die getrennte und neu zusammengewürfelte Familie, die Flüchtlinge ohne Aufenthaltsgenehmigung, das Land ohne eigene Regierung, der viel Arbeitende, dem auf einem seiner gestressten Wege durch die Stadt kurz der Gedanke kommt, er könnte für einen Moment in die Kirche da hineinschauen …

Ja, vielleicht kommt Gott unangemeldet, ungeplant, im falschen Moment und zwischendurch … schneller und lieber und leichter, es käme nur drauf an, ihn zu bemerken …

Im AT ist Gottes Wohnung immerhin ein Zelt. Das ist etwas, wo man sich nicht fix niederlassen kann.

Als er Mensch wird, tut er das in einer Notunterkunft für Hirten und Tiere.

Alles bringt er durcheinander und in Bewegung: Die Weltordnung wird eine andere. Was Mächtige für unwichtig und vernachlässigbar halten (ein Kind armer Leute am Rand der Welt), wird zum Wesentlichen. Das übliche Verhalten wird als menschenfeindlich entlarvt. Die Menschen unten und am Rand der Gesellschaft, die in Unsicherheit und ständiger Bewegung leben müssen, sind die, auf die es ankommt, sind diejenigen, die Gottes Liebe zu spüren bekommen.

Die, die ihre starre Ordnung hinter geschlossenen Türen ängstlich zu bewahren suchen, bekommen nichts davon mit – höchstens eine kurze Störung merken sie, die sie aber nicht an sich heranlassen. Augen, Ohren, Herzen und Türen bleiben zu – angefangen in Bethlehem und bis heute.

Liebe Brüder und Schwestern: Auch Sie sind heute in Bewegung. Spät in der Nacht sind Sie noch in die Kirche gekommen.

Dieses Gehen in die Christmette ist ein Zeichen des Glaubens an diesen Gott und der Bereitschaft, sich von ihm in Bewegung setzen zu lassen. Die Feier in der Familie, zu Hause, das Essen, der Baum, die Geschenke und Gespräche, eigentlich ist es eine Störung, da herausgerissen zu werden.

Aber es ist die Gelegenheit, von Gott etwas mitzubekommen.

Denken wir an unser Leben: die Situationen, mit denen wir nicht gerechnet, die wir uns nicht gewünscht haben, gerade heuer, aber auch sonst überall, wo etwas schief gelaufen ist, wo wir traurig sind oder ein Stück ungeborgen oder heimatlos, gestresst oder überfordert, wo wir uns wünschen, es möge anders werden: Das, genau das sind die Orte, wo wir dem begegnen, wo der mitten drin ist, anwesend, präsent, der als Neugeborenes außer dem Stroh in der Krippe und einer Handvoll zwielichtiger Gestalten nichts weiter als Begrüßung durch die Welt vorgefunden hat.

Dies hat er sich zugemutet, selber. Weil so das durchschnittliche Schicksal eines der 8 Milliarden Menschen auf unserer Erde ausschaut.

Und wo er uns deswegen – von innen heraus- ganz und gar versteht. Weil er einer von uns geworden ist.

Ihr könnt Weihnachtsgottesdienste aus der Pfarrkirche Pucking – St. Michael mitverfolgen:

Zugangsdaten

Do., 24. 12., Heiliger Abend

um 16.00 Uhr Kindermette

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um 22.30 Uhr Christmette

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Fr., 25. 12., Christtag

um 9.30 Uhr Gottesdienst

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eunkaufen, Packerl machen, Kindermette vorbereiten, zig Telefoonste – schließlich muss man sich anmelden, wenn man an einem Gottesdienst teilnehmen will …

putzen? Ja, auch, v. a. morgen …

Karten zur Post bringen, die ich am wochenende geschrieben habe.

Eine Meditation, ein bisschen lesen.

Müde ins Bett fallen.

OK, freier Tag ging heute nicht.

Ein neuer Lockdown steht ins Haus, ab Montag nächster Woche.

Erholung?

Ja wahrscheinlich.

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn der Coronaspuk endlich vorbei sein wird.

Wie geht es euch?