Liebe Brüder und Schwestern!

Denken sie sich manchmal: Das, diese Aufgabe, Herausforderung, was Sie tun sollen, ist eine Nummer zu groß für mich – das schaffe ich nie und nimmer, das übersteigt meine Fähigkeiten und Möglichkeiten?

Das heutige Evangelium, der Text, den wir gerade als Evangelium gehört haben, will uns da wirklich eine gute Nachricht und eine frohe Botschaft bringen:

Da geht es um ein paar Menschen, die überfordert sind.

Zuerst als Fischer. Obwohl das eigentlich ihr angestammter Brotberuf ist, fangen sie nichts. A Wahnsinn, net amal das bringen wir zusammen … Erst als Jesus ihnen hilft, und auf einmal sind sie äußerst erfolgreich.

Petrus ist ebenfalls überfordert.

Die dreimalige Frage und Antwort erinnert uns, das hat der Autor beabsichtigt, an die dreimalige Verleugnung. Petrus selber ist sich dessen nur zu deutlich bewusst. Der, dem er praktisch die _Freundschaft aufgekündigt hat – ja, wie lange ist das her, ein paar Tage, eine gute Woche vielleicht, der steht jetzt vor ihm und schaut ihm ins Gesicht und fragt genau danach: Liebst du mich?

Für uns hört es sich schon eindringlich genug an. Dabei werden im griechischen Urtext 2 verschiedene Wörter verwendet: Jesus fragt nach der Agape – Ganzhingabe, die Liebe, mit der eigentlich er uns geliebt hat bis zum Tod am Kreuz ist das – eine Mutter, die für das kleine Kind Tag und Nacht parat steht …

Petrus antwortet: phileo te – ich bin dir freundschaftlich verbunden, ich mag dich, du bist mir sympathisch, du taugst mir irgendwie … das ist das, wozu er imstande ist im Moment.

Aber wir spüren: da liegen Welten dazwischen, das passt nicht zusammen – und Petrus spürt es selber, das kanns nicht sein, das bleibt hinter dem zurück, was Jesus entsprechen würde … und er wird traurig.

Jesus fragt ihn zweimal nach der Agape – und als sich Petrus gerade selber zu fragen beginnt, ob er das irgendwann können wird vielleicht – ob es nicht doch drin wäre, Jesus so zu lieben – da steckt Jesus zurück. Er passt sich dem an, was Petrus zu leisten imstande ist, und fragt: Bist du mir freundschaftlich verbunden? Und Petrus meint, ja, du weißt, wie es mit meiner Liebe und Liebesfähigkeit, mit meinen Möglichkeiten steht …

Das ist die Frohe Botschaft:

Jesus beauftragt Petrus – nichts nimmt er zurück. Im Gegenteil: Du bist der Fels – an dir sollen sich die anderen orientieren und anhalten können, du stärke deine Brüder … Er holt Petrus dort bei dem ab, wo der sich momentan geistig und kapazitätsmäßig befindet.. Das, wozu Petrus fähig ist, ist nicht das, was Jesus sich eigentlich wünschen würde, aber es reicht aus.

Liebe Brüder und Schwestern, wir dürfen aufatmen.

Gott, Jesus, nimmt niemanden in Anspruch über seine Möglichkeiten hinaus. Er nimmt jede/n so an mit dem, was wir einbringen können.

Der große Anspruch nach der Ganzhingabe bleibt bestehen – aber Jesus freut sich über alles und kann alles brauchen, schätzt alles, was wir ihm bieten, wie weit es auch hinter dem, was im Optimalfall möglich wäre, zurück bleibt.

Wir kennen das aus allen Bereichen, in denen Menschen für das Reich Gotte arbeiten: in Pfarren, in Büros und Organisationen der Kirche, in Ordenshäusern …

Wir meinen oft, alles müsste perfekt sein, und alles muss mit voller Hingabe getan werden. Oft gibt es die, die pausenlos im Einsatz sind und sich zu Hause noch etwas überlegen und ihr Bestes geben – und dann gibt es die, die ein Mal im Jahr kommen, wenn es was zu feiern gibt und sich sonst nicht blicken lassen – und es gibt sämtliche Abstufungen dazwischen. Und es ist gar nicht so selten, dass die sehr Engagierten über die seltenen schimpfen und sich ärgern. Der sucht sich die schönen Dinge aus … und umgekehrt lachen oft die weniger Eifrigen: Ja, die haben ja einen Vogel, dauernd sans in der Pfarre, was haben sie denn davon.

Schauen wir doch auf Jesus: Zuerst hilft und stärkt er uns einmal. Er sorgt dafür, dass die Jünger eine Menge Fische fangen. Und als sie von ihren Booten kommen, hat er schon ein Frühstück für sie bereitet. Kommt und stärkt euch einmal …

Keinem sagt er: Das, was du einbringst, genügt nicht für die Verkündigung und das Leben im Reich Gottes. Nicht alle haben dieselben Zeit- und Kraftreserven. Das, was du kannst, super, mach das.

Tu, was dir Freude macht und möglich ist.

Er lädt uns ein, nicht auf das leere Netz zu schauen: was wir alles nicht können, schaffen, was liegenbleibt und wichtig wäre, … sondern auf unsere Möglichkeiten, was wir können.

Er würde uns sagen: O.K., wenn du bloß meine Ideen gut findest, was immer du tust dafür, es ist gut. Es dienst der Botschaft vom Reich Gottes. Du dienst dem Heil der Welt.

Halleluja, Jesus ist auferstanden!

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

Glauben Sie das? So wirklich, von Herzen und aus tiefster Überzeugung: dass Jesus auferstanden ist und lebt?

Und wenn ja, schließlich sind sie jetzt hier, um genau das zu feiern: Glauben Sie, dass dies mit uns, mit Ihnen, mit dieser ganzen Wirklichkeit etwas zu tun hat, dass dies alles verändert?

Ich möchte heute den Versuch antreten, diesen Glauben zu stärken.

Zuvor noch eine Frage: Ist bei irgendwem hier schon einmal eingebrochen worden? Da herrscht nachher ein ziemliches Durcheinander, meistens wird mehr kaputt, der Reparaturaufwand ist größer als das, was gestohlen wurde.

Heute hören wir in allen biblischen Texten von der Ordnung, die Gott schafft.

  • Zuerst der Schöpfungsbericht – aus Chaos und Dunkel (tohuwabohu – wüst und leer) werden Licht und der Kosmos – Kosmos ist das griechische Wort für Ordnung.
  • Dann der Durchzug durch das Schilfmeer, die Befreiung des unterdrückten Volkes. Unrecht, Gewalt, Unfreiheit als Unordnung, mit der Gott aufräumt …
  • Und dann Not, in die Menschen geraten, weil sie eine Ordnung ohne Gott schaffen wollen – sie ernten ständige Arbeitsüberlastung und Uneinigkeit hinsichtlich der Werte, die gelten sollen. Gott wirbt um das Vertrauen der Menschen, darum, dass seine Ordnung wieder Geltung bekommt, weil es dann auch Fülle geben wird. Wissen, Glaube, aber auch materielle Güter.
  • Im Brief an die Römer schreibt Paulus davon, dass Gott die Menschen, die das wollen, die sich darauf einlassen, umwandelt – aus der alten Unordnung, Sünde, heraushebt und umgestaltet in der Weise, wie sie ursprünglich gedacht waren – es war sehr gut.

Wo Gott handelt, entsteht mehr an Ordnung – eine größere Ordnung.

Im Evangelium begegnen wir Menschen, die sich bereits auf die Ordnung Gottes eingelassen haben, die Jesus als Jüngerinnen und Jünger gefolgt sind. Es geht ordentlich zu.

Die Frauen gehen in der Früh des 1. Tages der Woche zum Grab, um die Bestattung Jesu perfekt durchzuführen; am Rüsttag des Paschafestes war ja nur mehr Zeit für das Allernotwendigste. Menschen, die in der Gnade leben, halten sich an die religiösen Gebote: sie halten den Sabbat, da hätten sie weder den weiten Weg aus der Stadt hinaus gehen dürfen noch mit einem Leichnam in Berührung kommen.

Und: Menschen, die in der Gnade, mit Gott verbunden, leben, spiegeln Gotts Ordnung wider: Sie tun mehr als unbedingt nötig. Jesus, die wichtigste Person in ihrem Leben, soll ein Begräbnis haben wie ein König.

Solchen Menschen kommt Gott mit seinem Tun zu Hilfe. Beseitigt Hindernisse: Der Stein ist schon weg, die Frauen können das Grab ungehindert betreten.

Der tote Jesus ist nicht mehr da.

Die Jüngerinnen sind ratlos, ihr Weltbild ist aus den Fugen – jedoch offen für die himmlischen Boten, die sie informieren – und zwar der Ordnung halber umfassend. Gott lässt sie nicht im Unklaren. Und die Erklärung der Engel stimmt haargenau mit dem überein, was Jesus die ganze Zeit schon über seinen Leidensweg gesagt hat, als sie mit ihm seit Galiläa herumgezogen sind.

Und dann bringen die Frauen das neue Wissen zu den männlichen Jüngern, die im Obergemach in Jerusalem geblieben sind.

Nur einer lässt sich auf den Hauch, die Ahnung von Gottes Ordnung ein und läuft zum Grab, sieht die Leinenbinden – wir wissen aus dem anderen Evangelium, von Johannes, dass im leeren Grab säuberlich aufgeräumt war, alles zusammengelegt an seinem Platz …

So viele Hinweise auf Ordnung – und die Auferstehung? Damit ein Organismus am Leben sein kann, ist ein höchstmögliches Maß an Ordnung nötig: Zusammenspiel chemischer, physikalischer, biologischer Prozesse … Leben ist ein äußerst sensibles Gefüge, ein hochkomplexes System, Leben ist anstrengend: dauernd muss man etwas tun, damit es nicht aus dem Gleichgewicht gerät – Tod ist einfach. Sobald das Leben draußen ist, zerfällt alles, wird wieder Chaos. Unordnung. Mist.

Jesus hat mit seinem Wirken die ganze Zeit schon auf Gott hingewiesen: wohin er auch kam, hat er etwas ins Lot gebracht, das rechte Maß, Gottes Ordnung wieder hergestellt. Gesundheit; er hat Tote wieder ins Leben gerufen. Aus Not Fülle geschaffen (das Weinwunder, die Brotvermehrung). Freude statt Trauer. Versöhnung. Frieden. Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Auferstehung geschieht auch heute, wo Menschen sich auf Gottes Wirken einlassen. Menschen allein schaffen das bei aller fieberhaften Anstrengung nicht: Frieden. Fülle für alle. Nicht einmal im Kleinen, in Familie oder Beruf. Wer an die Auferstehung Jesu glaubt und sich darauf einlässt, darf sich einklinken in Gottes Struktur, sich tragen lassen, spüren und erleben, wie alles umgestaltet wird- unser Denken, die Menschheit, die Erde, die gesamte Wirklichkeit.

Liebe Brüder und Schwestern!

Aha, auf frischer Tat ertappt.

Kennen Sie das auch: Jemanden einmal so richtig bloßstellen, alle Fehler und Mängel ans Licht zerren und an die Öffentlichkeit, jetzt sagen wir es dem einmal so richtig hinein …

Die Ankläger sind in der Mehrheit – wir wundern uns heute, was die Leute das angeht, wenn jemand in der Ehe fremdgeht.

Ist alles privat. Denen ihre Angelegenheit.

Damals war das nicht so.

Frau und Mann waren rechtlich in keiner Weise gleichgestellt.

Die Frau galt als so etwas wie das Eigentum des Mannes. Wenn sie ihn betrügt, ist das quasi eine Besitzstörung – umgekehrt höchstens ein Charakterfehler des Mannes, ein Kavaliersdelikt.

Das hatte sich historisch so entwickelt. Im jüdischen Gesetz, in der Tora, in der Bibel, steht nichts davon. Da gilt für beide, Frau und Mann, auf Ehebruch steht die Todesstrafe: Warum?

Der Bund zwischen Mann und Frau wurde als Sinnbild, Symbol, Ausdruck des Vertrages gesehen, den Gott mit den Menschen seines Volkes geschlossen hat.

Ehebruch galt wie das Aufkündigen des Bundes mit Gott, war also ein Sakrileg.

Die Männer hatten die Macht und haben sich’s gerichtet.

Sie haben schon recht, die Frau ist schuldig. Sie wehrt sich auch nicht.

Aber die Selbstgerechten übersehen und übergehen die höhere Gerechtigkeit:

Vermutlich haben sie schon länger vom Verhältnis dieser Frau gewusst. Wahrscheinlich war ihr Geliebter einer aus ihrem Kreis, vielleicht Sohn oder Bruder. Der war ihnen mehr wert – sie haben dafür gesorgt, dass er das Weite suchen kann.

Erstens messen sie mit verschiedenem Maß.

Zweitens: Sie stöbern die Frau gerade jetzt auf, weil sie sie brauchen können, um Jesus eine Falle zu stellen. Um ihn aufzublatteln. Ginge es ihnen nicht darum, hätten sie das Paar möglicherweise ungestört weiter machen lassen.

Und Jesus spürt das.

Es geht nicht um den Bund mit Jahwe. Es geht nicht um das Gesetz, und es geht schon gar nicht um diese Frau.

Und da schafft er Ordnung. In genialer Weise.

Ihm geht es um Jahwe, um das Gesetz und um die Frau. Da ist eine höhere ORDNUNG UND EINE TIEFERE; STIMMIGERE GERECHTIGKEIT:

Da täte es gut, wenn wir uns etwas von Jesus abschauen.

Sünde ist schlecht und gehört benannt. Umkehr ist erforderlich. Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehrt.

Recht muss für alle gleich gelten.

Menschen gelten um ihrer selbst willen – und nicht als Zweck und Sache.

Liebe Frauen, wenn ihr auf meiner Webseite zur Landingpage weiterklickt, findet ihr die aktuelle Einladung zum nächsten Ritual: „Walpurgisnacht – Maifeiertag“ mit der Möglichkeit, euch direkt über den Button anzumelden!

Diesmal und auch das nächste Mal zur Sommersonnenwende ist die Teilnahme noch gratis.

Ich werde die Rituale zu den heiligen Frauenzeiten weiterhin anbieten; ab August, also genau nach einem Jahr und 8 Ritualen, ist ein Teilnahmebeitrag zu bezahlen.

Ich freue mich auf euch!

Kirche ist altmodisch, brauche ich nicht, hat nichts mehr zu sagen, …irrelevant, engstirnig, fundamentalistisch…

Ja, das gibts. Ich selber kenne manche Personen (und Gruppen) innerhalb der Katholischen Kirche, wo das zutrifft: Fundamentalismus, Engstirnigkeit, Dummheit, Rückständigkeit…

ABER: Jede/r katholische TheologIn bzw. Seelsorgerin muss an einer staatlich anerkannten Universität Theologie studieren. Da ist fundierte Wissenschaft, Bibelauslegung usw. auf dem höchsten Niveau Standard – und vorausgesetzt.

Freikirchen haben Prediger/innen – oha, nein, ich glaube eher nur Männer, weil sie die Paulusbriefe fundamentalistisch wörtlich nehmen … Fanatismus, Engstirnigkeit … und eben keine moderne Theologie auf dem neuesten Stand der Forschung.

Die Gottesdienste sind lebendiger? Heutzutage auch nicht mehr.

Man ist persönlich angesprochen? Ist in jeder katholischen Pfarre in Österreich mit wenigen Ausnahmen auch so.

Das Problem: In Freikirchen herrscht eine Sozialkontrolle wie sonst im Mittelalter oder in kleinen Dörfern vor 60 Jahren und mehr. Da hängt keine/r die Wäsche am Sonntag auf die Leine, da wirst du gerügt, wenn du bestimmte Filme ansiehst usw.

Ich übertreibe vielleicht – weil es zum Glück nicht jede einzelne Gemeinde die sich freikirchlich nennt, betrifft. Aber die Tendenz ist gang und gäbe.

Also gebt acht, wo und wie und mit wem ihr euer Christsein leben möchtet.

Die freie westliche Gesellschaft, offen und modern, mit gleichberechtigten Frauen und Männern, Wissenschaftlichkeit, ohne Verschwörungstheorien, dafür mit echter Mystik, mit viel Vergnügen, Leibfreundlichkeit, Kino, Theater, Disco, Individualität, Eigenverantwortung und Mitbestimmung auf allen Ebenen ist mit nichts u vergleichen – und Besseres wurde bis dato nicht erfunden.

In den christlichen Großkirchen hat sich seit den 1960er-Jahren die Feministische Theologie entwickelt.

Worum es dabei geht, dazu morgen mehr.

Sie schauen entzückend aus, wir freuen uns über erste Frühlingsblumen … aber habt ihr gewusst, dass Veilchen eine Heilwirkung haben, die nicht zu verachten ist?

Veilchen wirken entzündungshemmend und reilindernd.

Veilchentee beruhigt und löst stockenden Husten

Veilchensalbe lindert Hautirritationen, ebenso Umschläge mit Veilchentee

Und natürlich liefern sie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe. In den Salat damit – zusammen mit Gänseblümchen, Löwenzahn und Gundelrebe…

Probiert es aus!

Literatur zur Feministischen Theologie

Florin, Christiane: Der Weiberaufstand. Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen. München 2017.

Francia, Luisa: frauenkraft, frauenweisheit. Mit Freude den eigenen Weg gehen. München 2014.

Gössmann, Elisabeth: Geburtsfehler: weiblich. Lebenserinnerungen einer katholischen Theologin. München 2003,

Göttner-Abendroth, Heide: Die Göttin. Das Matriarchat.

Göttner-Abendroth, Heide: Die tanzende Göttin.

Göttner-Abendroth, Heide: Mythologische Landschaft Deutschland.

González, Jasmin: Wir sind die Töchter der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet. Berlin/Wien 2021.

Hagenschneider, Maria: Es reicht jetzt! Frauen in der katholischen Kirche stehen auf. Ostfildern 2020.

Heyward, Carter: Und sie rührte sein Kleid an. Eine feministische Theologie der Beziehung. Stuttgart 1986.

Langsdorf, Antonia: Lilith. Die Weisheit der ungezähmten Frau. Überarbeitete Neuaflage München 2018.

Kohler-Spiegel, Helga/Schachl-Raber, Ursula: Wut und Mut. Feministisches Materialbuch für Religionsunterricht und Gemeindearbeit. München 1991.

Kristof, Nicholas D., WuDunn, Cherl: Die Hälfte des Himmels. Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen. Originalausgabe New York 2002. Dt. Ausgabe: München 2010.

Mollenkott, Virginia R.: Gott eine Frau? Vergessene Gottesbilder der Bibel. München 1985.

Moltmann-Wendel, Elisabeth: Das Land, wo Milch und Honig fließt. Perspektiven einer feministischen Theologie. Gütersloh 1985.

Moltmann-Wendel, Elisabeth: Ein eigener Mensch werden. Frauen um Jesus. Gütersloh 1985.

Moltmann-Wendel, Elisabeth: Wenn Gott und Körper sich begegnen. Feministische Perspektiven zur Leiblichkeit. Gütersloh 1989.

Mulack, Christa: Im Anfang war die Weisheit.

Mulack, Christa: Der veruntreute Jesus.

Mulack, Christa: Maria, die heimliche Göttin im Christentum.

Mulack, Christa: Maria Magdalena. Apostelin der Apostel.

Pinkola Estés, Clarissa: Die Wolfsfrau. Die Kraft der weiblichen Urinstinkte. 29. Aufl. der überarb. U. erw. Ausgabe, München 1991.

Prieler-Woldan, Maria: Das Konzil und die Frauen. Pionierinnen für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche. Hg. Von der Frauenkommission der Diözese Linz. Lin 2013.

Radford Ruether, Rosemary: Gaia & Gott. Eine ökofeministische Theologie zur Heilung der Erde. Luzern 1994. Titel der amerikanischen Originalausgabe: Gaia and God. An Ecofeminist Theology of Earth Healing. New York 1992. Aus dem Englischen üs. v. Veronika Merz.

Raming, Ida; Jansen, Gertrud; Müller, Iris; Neuendorff, Mechthilde (Hg.): Zur Priesterin berufen. Gott sieht nicht auf das Geschlecht. Zeugnisse römisch-katholischer Frauen. Wien/München 1998.

Rumpel, Kristina Marita: Die Kraft des Weiblichen. Der Schlüssel für Frau und Mann in eine lebensbejahende Welt. Murnau a. Staffelsee 2016.

Scherzberg, Lucia: Grundkurs Feministische Theologie. 1995.

Schüssler-Fiorenza, Elisabeth: Kongress der Frauen. Religion, Frauen und kyriarchale Macht. Üs. v. Christine Schaumberger. Berlin 2023.(= Internationale Forschungen in Feministischer Theologie und Religion. Befreiende Perspektiven. Bd. 10).

Schüssler-Fiorenza, Elisabeth:         weitere Werke:

  • Zu ihrem Gedächtnis… Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge. München-Mainz 1988.
  • Brot statt Steine. Die Herausforderung einer feministischen Interpretation der Bibel. Freiburg/Schweiz 1988.
  • Frauenkirche – eine Exodusgemeinschaft. Luzern 1990.
  • Grenzen überschreiten. Der theoretische Anspruch feministischer Theologie. Münster 2004.
  • Gerecht ist das Wort der Weisheit. Historisch-politische Kontexte feministischer Bibelinterpretation. Luzern 2008.
  • WeisheitsWege. Eine Einführung in feministische Bibelinterpretation. Stuttgart 2005.

Sommer, Norbert (Hg.): Nennt uns nicht Brüder! Frauen in der Kirche durchbrechen das Schweigen. Stuttgart 1985.

Wörterbuch der Feministischen Theologie, Hg.: Elisabeth Gössmann, Helga Kuhlmann, Elisabeth Moltmann-Wendel u. a.,2., vollst. Überarbeitete und grundlegend erweiterte Aufl. Gütersloh 2002.

Romane:

Fitzgerald, Bea: Girl, Goddess, Queen. Mein Name ist Persephone. München 2023. Aus dem Englischen von Inka Marter. Originalausgabe: London 2023.

Marmery, Nikki: Mein Name ist Lilith. Frankfurt/Main 2024. Aus dem Englischen üs. v. Sabine Herting. Englische Originalausgabe London 2023.

Webadressen:

Österreichisches Frauenforum Feministische Theologie (ÖFFTh):

www.feministisch.at

DI Dr.in Uli Feichtinger: www.weripower.at

Wildmohnfrau /Renate Fuchs-Haberl): www.wildmohnfrau.at

Schule der Kostbarkeiten (MMag. Dagmar Ruhm): www.kostbarleben.jetzt

Facebookgruppe „GöttInnen in Ausbildung“: www.facebook.com/groups/goettinneninausbildung/ – an Sonn- und Feiertagen eine Live-Kurzpredigt und vieles mehr

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Gleichnis aus dem Lukasevangelium, das wir eben gehört haben, ist nicht nur einer der bekanntesten Texte unter Christen, sondern ist weltweit bekannt, gehört praktisch zur Weltliteratur.

Worum geht’s?

Der jüngere Sohn ist erstens an seiner Notlage selber schuld.

Zweitens kehrt er bemerkenswerterweise nicht zu seinem Vater zurück, weil er plötzlich große Sehnsucht nach seiner Familie verspürt, sondern schlicht und einfach, um nicht zu verhungern.

Dann bekommt er nicht nur gerade das Notwendigste, sondern wird als Mitglied der Familie wertschätzend wieder aufgenommen.

Und viertens regt sich sofort jemand auf, der eigene Bruder, bei dem, der geholfen hat, dass es ihm wieder gut geht.

Mit all dem ist die Caritasarbeit und die Menschheit allgemein ständig konfrontiert.

Viele helfen leichter und lieber, wenn Menschen unverschuldet in Not geraten sind, aufgrund einer Katastrophe, Brand, Unfall, Krankheit … Das ist oft ganz wichtig bei der Berichterstattung in den Medien, bei Hilfs- und Spendenaufrufen.

Wenn da wer „selber schuld“ ist, auch nur vermeintlich, schaut die Sache schon anders aus. -Aha, der war eingesperrt, die haben sich scheiden lassen, da sind Drogen, Alkohol, Spielsucht die Ursachen, oder die Menschen, die ihr Land wegen der dort herrschenden Not oder wegen des Krieges verlassen …….…man hört sogar den Ausspruch „Ich bin ja nicht die Caritas“

Nun: Wir sind die Caritas, schließlich sind wir Christinnen und Christen – oder?

„Die Caritas hilft allen, da wird gar nicht mehr gefragt, ob das Christen sind, ja wenn die alle wenigstens in die Kirche gehen würden!“ – Der Vorwurf ist auch zu hören.

Gottseidank ist das seit mehreren Jahrzehnten so, dass man nicht Kirchgänger sein oder einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehören muss, um Hilfe zu erfahren.

Das Kriterium, ob jemandem geholfen wird, ist die Notlage, dass es ein Mensch ist, der oder die Hilfe braucht. Sonst nichts.

Die Organisation der Caritas arbeitet – auch seit mehreren Jahrzehnten – höchst professionell. Durchdacht, strukturiert und wissenschaftlich und weltanschaulich, christlich theologisch fundiert.

Das christliche Menschenbild kennt nur Familienmitglieder auf Augenhöhe. Eine Hilfe von oben herab, so ein bisschen Almosen auf der Basis „mei bist du arm“, wo es Underdogs gibt, die irgendwie doch nicht so ganz dazugehören, weil man für sie sorgen muss, weil sie selbstständig nicht über die Runden kommen, weil sie das gesellschaftliche schöne Bild – alles perfekt, gesund, wohlsituiert – stören … so etwas kommt nicht in Frage.

Der ältere Bruder, der ordentliche brave Bürger, hätte sich, denke ich, nicht aufgeregt, wenn der abgesandelte Heimkehrer tatsächlich als Tagelöhner hätte arbeiten müssen. 

Jesus erzählt dieses Gleichnis ja gerade deswegen, weil die damaligen „Guten“ es in keiner Weise eingesehen haben, dass die Zöllner und Sünder die gleichen Chancen bei Gott haben, von Jesus Zuwendung und Heil erfahren.

Und: Missgunst und Neid, auch allzustrenges „Bravsein“, verstellen den Blick. Ich finde es höchst bezeichnend, dass der ältere Bruder, der tüchtige, anständige Bürger, es die ganzen Jahre, die er „seinem Vater dient“, nicht auf die Idee kommt, dass er ja selber der Eigentümer oder zumindest Miteigentümer ist – er sieht nur das Negative, fühlt sich als Knecht und unrecht behandelt.

Wie geht es uns da?

Wie fühlen wir uns?

Reich beschenkt vom Universum?

Eines lehrt das wunderbare Gleichnis nämlich noch: JHWH ist überaus großzügig. Wie oft und wie sehr und aus welchen Gründen wir unser Vermögen verspielen, Misserfolg haben, scheitern …; Die Fülle steht für uns bereit, und jederzeit und unter allen Umständen sind wir geliebt und Anwärterinnen für die Fülle und den Reichtum. Immer und immer wieder. Bedingungslos. Einfach, weil wir ihre Kinder, Töchter oder Söhne, sind.

Wenn wir voll Freude nutzen, was da ist, es wirklich von Herzen schätzen, dann verlieren wir diese ungesunde Sicht auf das, was was fehlt, schiefläuft, nicht gelingt, gerade nicht verfügbar ist …

Zum Beispiel: In der Natur wächst derzeit bereits so viel, dass wir einen Salatteller voll bekommen:

Bärlauch. Gundelrebe. Gänseblümchen. Veilchen. Brennnesseln, Schnittlauch. Petersilie, Löwenzahn, Zitronenmelisse, Blattknospen von Obstbäumen, Rosen …

Davon jeden Tag u essen, stärkt unser Immunsystem und damit unsere Gesundheit enorm.

Probiert es aus!

Darüber hinaus heilen wir unseren Geist, indem wir uns regelmäßig reich beschenkt vorkommen durch die Großzügigkeit der Natur. Dankbar, lebensfroh, erfolgreich (weil wir immer etwas finden) – und an der frischen Luft.

Nach dem Ritual ist vor dem Ritual…

Vor einer Woche begingen wir die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche mit einem Ritual.

Und heute beginne ich, das nächste zu planen: Walpurgisnacht, die nächste heilige Festzeit im alten Frauenjahreskreis.

Hoch- Zeit des Frühlings, eigentlich schon der Sommerbeginn.

Es beginnen tags darauf die vier Monate „ohne r“, wo man nach der Bauernregel ohne Schuhe übers Gras laufen und sich ins Gras setzen darf.

Badesaison.

Wann, fragt ihr?

Natürlich am 30. April, von19.00 bis ca. 20.30, Uhrzeit wie immer.

Ich freue mich, wenn ihr dabei seid!