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Menschen, die nie rausgehen, werden krank.

Diesen Satz habe ich zur 24 Stunden-Betreuerin meines Vaters gesagt. Sie verlässt das Haus grundsätzlich nicht, höchstens um einkaufen zu gehen.

Ich persönlich kann mir ein Leben ohne ausgiebige Spaziergänge in der Natur nicht vorstellen. Zur Not gehe ich auch einmal eine halbe Stunde durch die Stadt, aber durch Wald und Feld ist es doch ganz anders.

Erholsamer, An einem Fluss entlang. Rund um einen See.

Energiegeladen nach Hause kommen.

Sonnenlicht auf unserer Haut – und sei es noch so wenig – ein paar Quadratzentimeter Gesicht im Winter – und das Einatmen der frischen Luft …

durchpulst werden von Lebendigkeit.

Die Gedanken werden frei, das Kreisen hört auf, Neues fällt ein und fällt einem zu …

Schönheitssinn entdeckt Blumen, Tiere, Bäume, Landschaften … oder Schneekristalle, Wolkengebilde, Farben.

Eine orientalische Weisheitsgeschichte:

Ein vornehmer Mann, dem Vollkommenen in besonderem Masse zugetan, vernahm von dem Liebreiz eines armen Mädchens. Er hatte alle Schätze zu besitzen vermeint und glaubte sich gesättigt von ihrer Schönheit. Aber von diesem Tage an verzehrte er sich in Sehnsucht, und er wünschte nichts so sehr, als zu allen anderen Kostbarkeiten auch noch das Herz dieses Mädchens zu gewinnen. Er durchstreifte das Land viele Tagereisen weit, ohne sie erblickt zu haben, die er suchte. Einmal, am hohen Mittag, kam er in ein weites Tal. Die Sonne brannte so heiß, dass die Luft wie ein glühender Nebel vor seinen Augen wallte, und außer einigen niederen Sträuchern unterbrach nichts die Ruhe. 

Da und dort arbeiteten Leute auf den Feldern. Aber ihr hartes Los rührte nicht an das träge Herz des reichen Mannes, der seinem Wunschtraum nachjagte. Plötzlich trat aus einem der Büsche ein Mädchen auf ihn zu. Der Mann verhielt den Schritt, geblendet von ihrer Schönheit. Nie hatte er ein solches Ebenmaß an Gestalt, so zierliche Füße, so prächtiges Haar und einen so schönen Mund gesehen!

“Bist du es, die ich suche?” fragte er. Aber da sah er plötzlich, wie die Blätter, welche ihre Hand gestreift hatten, zu welken begannen und wie die kleinen Tiere aus der Spur ihrer Schritte flüchteten. Ja, selbst der Bach, der die Felder tränkte, bog plötzlich wie erschrocken aus und änderte seinen Lauf. Nun erst bemerkte er voll Entsetzen, dass die Vermeintliche Schönheit innen hohl war und bedeutungslos.

Kaum hatte er das aber erkannt, so begann sich das schöne Antlitz auf eine so grauenhafte Art zu verändern, dass er schnell entfloh.

Er kam dabei vom Wege ab und geriet an eine schattige Stelle. Aber hier war es wenigstens nicht so unerträglich heiss. Eine Quelle sprudelte, die Zweige eines Baumes bedeckten wie ein Baldachin ein morsches Boot, der im Wasser schaukelte. Darin lag ein Mädchen und schlief. Es lag da mit nackten Füßen, in einem ärmlichen Gewand, das Gesicht zur Hälfte von einem Strohhut verdeckt. Das Mädchen schien nicht besonders hübsch zu sein, und seine Hände zeigten die Spuren harter Arbeit. Der Verirrte hätte es kaum beachtet, so aber weckte er es, um es nach dem Weg zu fragen. Als es aber die Augen aufschlug, da sah er: Ihre Augen lachten, obwohl sie seine Frage nach dem Weg ungeduldig beantwortete- um rascher wieder zu Ihrer Familie zu kommen, der sie bei der Feldarbeit helfen sollte.

Und er sah: Die kleinen Vögel kamen herbei, setzten sich auf den Baum und begannen zu singen, stärker sprudelte der Quell, und an jedem Zweig, den die Hand des Mädchens berührte, brach eine Fülle weißer Blüten auf. Und als der Mann näher herantrat, sah er das Wesen des Menschen ihm gegenüber leuchten in einer unsagbaren Schönheit. 
Da verneigte sich der Mann tief vor ihr, denn er erkannte in einem einzigen Augenblick, dass wahre Schönheit als ein göttliches Geheimnis aus den Tiefen steigt und nichts mit Äußerlichkeit gemein hat. Er bat sie, mit in seinen Palast zu kommen, und wurde einer der glücklichsten Menschen. 

Mit dem Feiertag übermorgen ist es wieder vorbei; aber heute war es noch ungewohnt wie nie zuvor – Sonntag, nach dem Frühstück wegfahren, in der Natur spazierengehen, Keksbacken, Mittagessen kochen, essen, lesen, Mittagsschlaf, nochmal Keks backen, mit lieben Menschen telefonieren, noch einmal kurz hinausgehen, ein paar Dinge ordnen, Computerarbeit, ausgiebige Schönheitspflege, schlafen gehen …

Viele haben solche Sonntage – viele nehmen nie oder sehr selten an Gottesdiensten teil.

Ja, mir geht es ab – ich bin ja fast immer zum Gestalten dran – das pünktliche Ankommen in der Pfarre, die Vorbereitung, die manchmal stressig ist, etwas aufgeregt bin ich immer noch – vor jedem Wortgottesdienst, vor jeder Predigt, die ich halte …

Das erhebende Gefühl nach dem Ende des Gottesdienstes in der Sakristei …

das beschwingte ermutigte Hinausgehen, Heimkommen, der Rest des Sonntags ab 10.30 …

Wie geht es euch?

Natur in Traun – gleich neben dem Haus, in unmittelbarer Nähe zu einer Fabrik – traumhaft!

und schon ist man in der Au.

Brombeeren gibt es auch. Ein Angler war unterwegs.

Wunderbare Kurzerholung.

Schon mein Angebot gesehen?

Hier der Text:

Heil werden an Leib und Seele …

3 Tage mit der Bibel, mit Elementen der traditionellen europäischen Medizin, kreativen und schamanischen Impulsen.

Was mich erwartet:

SEMINARZEITEN:

9.30 – 21.00  mit einer Vormittags- und Nachmittagspause, einer längeren Mittags- und Abendpause.

Ende am Samstag: 16.00

Vorträge, Übungen, Meditation, Einzel- und Gruppenphasen im Haus und im Freien.

Morgen- und Abendritual.

Feste Schuhe und wetterfeste Kleidung sind von Vorteil.

Für den Aufenthalt (wenn Sie nicht täglich anreisen möchten) ist ein eigenes Quartier zu buchen. Das Tourismusbüro Lunz ist Ihnen gern dabei behilflich: Tel. 07486 8081

In der Mittagspause Eigenverpflegung (wir gehen gemeinsam in ein Gasthaus im Ort).

Getränke und Pausensnacks sind vorhanden, Abendjause im Haus (Zubereitung gemeinsam z. T. aus gesammelten Naturprodukten)

Anmeldung persönlich per Mail oder Brief:

MMag. Dagmar Ruhm, Ledererstr. 5, 4070 Eferding

dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

Kosten: EUR 200,- Mit der Anzahlung von EUR 70,- wird ein Seminarplatz fix reserviert.

Bankverbindung: IBAN: AT162033003401096007

BIC: SPPBAT21034

Menschen, die glücklich sind, die spirituell aktiv sind, in einer intakten Gemeinschaft leben, viel lachen bzw. mit Humor gesegnet sind und die sich häufig in der freien Natur, v. a. im Wald, aufhalten, deren Immunsystem ist auf höchstem Niveau.

Gesunde Ernährung und Bewegung tun ein Übriges dazu, ausreichend Schlaf und Freizeit.

Sinn.

Ich bezweifle, dass ein solches Leben vielen Menschen in China vergönnt ist.

Kann ja sein: das Coronavirus ist ein Hilferuf, ein Aufruf, das System zu ändern.

Spiritualität, Natur, Freiheit, Selbstbestimmung, Sinn: Chinesen, nehmt euch, was ihr braucht!

Und Krankheitserreger verlieren ihren Schrecken, ihre Macht.

Was meint ihr dazu?

Kein Schnee, nicht einmal winterlich war es heute.

Sehr erholsam. Auch nicht grün, aber ein Eintauchen in die Stille, in die reduzierte, verlangsamte Lebendigkeit der Natur war möglich.

Es ist Winter, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick sieht.

Heute hatte ich ein wunderbares Erlebnis. Seit April habe ich mich auf den Outdoortag gefreut, heute war es so weit: Beim Arthofergut in Hartkirchen lernten wir, mittels Feuerstein ein Lagerfeuer zu entzünden, wanderten ca. 2 Stunden durch den Wald, um die Gegend zu erkunden, uns in Baum- und Pilzkunde zu vertiefen und Pilze zu sammeln.

Dann wurde gemeinsam gekocht, auch Brot gebacken, gegessen, erzählt, Erfahrungen ausgetauscht.

Super!

 

Das müsst ihr auch erleben!

Termine gibt es mehrmals im Jahr. Näheres erfahrt ihr bei Outdoor Eferding, Günther Arthofer.

Die Bischofskonferenz in Lima wird von der Diözese Linz lernen, wie man Seelsorgeteams aufbauen kann.

Habe ich heute im Vortrag von Gabriele Eder-Cakl erfahren.

“Soviel Anfang war noch nie”.

Das Seminar für Haupt-und ehrenamtliche in der Diözese Linz war eine echte Bereicherung.

Noch etwas sagte die Pastoralamtsleiterin: Die Menschen im Amazonasgebiet brauchen die Eucharisitiefeier, um Kraft zu haben für ihren Einsatz für Gerechtigkeit, für ihren Kampf um die Erhaltung der Natur, des Regenwaldes. Und für vieles mehr.

Sie brauchen die Eucharistie dringend. Lebensnotwendig.

Und deswegen müssen endlich Frauen die Priesterweihe empfangen, damit dies gewährleistet ist.

Und der Stammesälteste, der auch der Schamane ist, muss sie empfangen, weil er der glaubwürdige Respräsentant der Spiritualität ist für den Stamm.

 

Bitten wir Gottes heilige Geistin ruach, dass sie darauf hinarbeitet.

Ich hatte heute eine Ehesegnung.

Hier meine Predigt (Namen gelöscht) für Sie, für Ihre Beziehung oder für eine Heirat, die Sie eventuell vorbereiten müssen… oder einfach zum Nachdenken und als Anregung.

Predigt                         Ehesegnung 31. 8. 2019, 16.00

 

Liebe Frau X, lieber Herr Y! Liebe Verwandte und Freunde des Paares, liebe Festgäste!

 

Dieser Bibeltext, den wir soeben gehört haben, wird oft und gern bei Hochzeiten ausgesucht. Ja, weil es um eine Hochzeit dabei geht, natürlich. Aber da steckt noch mehr dahinter.

Die Verwandlung von Wasser in Wein, in einer unglaublichen Menge. 600 Liter sind ja wirklich nicht gerade wenig.

Bisschen schräg, was da von Jesus erzählt wird. Manchen kommt das beinahe unmoralisch vor. Will er alle betrunken machen?

 

Liebe Brüder und Schwestern, Jesus zeigt da etwas davon, wie Gott ist. Wie Gott es meint mit den Menschen, mit uns. Mit Ihnen, Herr Y, Frau X.

 

Gott gönnt uns alles Gute in großer Fülle. Es gibt da keine knausrige Kleinkariertheit, bürgerliche Engstirnigkeit, was jemandem unter Umständen gerade noch zusteht und was nicht. Kalkulation und Berechnung. Weil: es könnte ja irgendwann aus sein, die Ressourcen sind begrenzt, einmal wird es zu Ende sein mit dem Segen…

 

Nein, bei Gott gibt es keine Knappheit, keine Missgunst und Zurückhaltung …

 

Gott wünscht sich nichts mehr, als dass wir in Freude und Fülle leben. In Begeisterung.

Alles möchte er uns, IHNEN, schenken und noch mehr.

 

Aber – jetzt kommt das große ABER.

Die Menschen müssen auch etwas machen dafür. Im Evangelium ist es zunächst nötig, dass die Diener Jesus Vertrauen schenken. Zutrauen, dass er weiß, was er tut, ist ja keine Kleinigkeit, die 6 großen Krüge zu füllen, das bedeutet schließlich Wasser schleppen. Das ist ganz schon anstrengend. 60 Gänge zum Brunnen und zurück mit einem 10-Liter-Eimer.

 

Damit ihre Ehe, ihre Beziehung gelingt, bitten Sie beide heute Gott um seinen Segen. Das heißt, Sie vertrauen ihm, trauen ihm zu, dass er sich um Sie kümmert, Sie begleitet, Situationen in der Zukunft zum Guten wendet, Sie als Paar und Familie wachsen und gedeihen lässt.

Viele ganz junge Paare haben bei der Eheschließung NICHT im Blick, dass sie auch selber an der Beziehung arbeiten werden müssen. Dass eine gute Ehe kein Zufall ist und nicht einfach so vom Himmel fällt.

Diese Gefahr besteht bei Ihnen nicht mehr. Lange und intensiv haben Sie erprobt, wie das geht, haben Mühe aufgewendet, schwierige Zeiten gemeinsam überstanden.

Diese Anstrengung, dass Menschen das Ihre tun, ist Voraussetzung, dass Gott das Seine in der besten Weise tun kann. Thomas von Aquin hat dazu gesagt: Die Gnade baut auf der Natur auf.

Er stattet uns mit Fähigkeiten und Begabungen aus, damit unser Glück von Dauer sei, damit Beziehung gelingt.

Aus den vielen Kleinigkeiten, wo Sie im Alltag Verständnis zeigen, Selbstbeherrschung, Rücksichtnehmen, Verzeihen, ein Lächeln, wo Ihnen gar nicht danach ist, wo Sie den ersten Schritt machen, eine winzige Geste oder Aufmerksamkeit … das sind die vielen Tropfen und Liter Wasser, die Gott in die Kostbarkeit einer wundervollen Beziehung verwandelt …

 

Und zur Erinnerung daran, dass das so ist, habe ich Ihnen eine Flasche Wein mitgebracht als Startgeschenk für die neue Qualität Ihrer Ehe. Sie können die Flasche wo aufstellen, wo Sie sie immer sehen können und sich erinnern, dass Gott mit seinem Segen bei Ihnen ist.

Oder: wenn Sie in der Beziehung einmal an einen Punkt kommen, wo Sie den Eindruck haben, dass nichts mehr geht, dann lade ich sie ein, DANN sich zusammen an einen Tisch zu setzen und die Flasche zu öffnen, miteinander ein, 2 Gläser zu trinken und währenddessen ins Gespräch zu kommen.

Dies wird Sie mit ziemlicher Sicherheit aus der Sackgasse herausführen und zurück zum Glück, das Ihnen von Herzen gegönnt ist.