Ringelblumen – Calendula officinalis – sind eine wunderbar vielseitige Heilpflanze.

Ringelblumensalbe wirkt keimtötend und wundheilend sowie beruhigend.

Ringelblumentee beruhigt den Magen und die gesamte Verdauung. Die Wirkung beginnt im Mund beim Ausspülen und hilft bei Sodbrennen; im Zwölffingerdarm und Dünndarm löst der Tee Krämpfe und intensiviert die Verdauungskraft.

Probiert es aus!

Vermutlich gibt es Ringelblumen in jeder Apotheke zu kaufen; im nächsten Sommer könnt ihr sie selbst im Garten ziehen und ernten. Optimal: ein ganzes Beet!

Viel Freude und Erfolg wünsche ich euch!

Esst Nüsse! Fast egal, ob es sich um Haselnüsse oder Walnüsse handelt: sie sind gesund!

Ihr könnt auch Pistazien oder Paranüsse nehmen, wenn ihr sie zu Hause habt – oder Pinienkerne. Letztere sind zwar keine Nüsse im biologischen Sinn, aber gesund und schmecken vorzüglich. Auch Erdnüsse sind keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte.

Ein paar Infos über Walnüsse:

Inhaltsstoffe:

Die grünen, unreifen Walnüsse weisen dieselben Inhaltsstoffe (vielleicht weniger Omega-3-Fettsäuren) auf wie die reifen Nüsse: ätherische Öle und Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbsäure, Gerbstoffe, Juglon, Lecithin und Tannine, Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Zink,), Omega-3-Fettsäuren, Pantothensäure (Vitamin B5), Phenolkarbonsäure, Proteine, Tocopherolen (eine Gruppe von vier verschiedenen Vitamin-E-Formen,), Vitamine A, B1, B2, B3, C.[1]

Sie wirken appetitanregend, verdauungs-, v. a. leberstärkend, blutreinigend und durchblutungsfördernd.


[1] Vgl. www.kostbarenatur.net; https://gesund.co.at/walnuss-heilpflanzenlexikon

Sie sind noch nicht vorbei, die Rauhnächte.

Wie geht es euch damit? Räuchert ihr jeden Abend – oder habt ihr zu Weihnachten aufgehört?

Gestern war ja eine besondere Nacht, die Silvesternacht, der Wechsel zwischen den Jahren 2023 und 2024.

Was will, soll bei dir anders werden?

Die Silvesternacht ist meistens ziemlich laut und feierfröhlich.

Und doch lädt sie uns auch ein, in der Stille für uns nachzudenken: Was will ich im alten Jahr lassen – was will ich beibehalten und ausbauen, wachsen lassen?

Worauf freue ich mich?

Habe ich Angst vor irgendetwas, das mit ziemlicher Sicherheit vor mir liegt?

Was mache ich dagegen?

Was kann mich stärken und ermutigen?

Was wünsche ich mir?

Womit will ich neu beginnen?

Bis 6. Jänner dauern sie noch, die Rauch – Nächte.

Jeden Abend passt es, zu räuchern und sich mit diesen Fragen zu beschäftigen.

Ihr könnt euch auch ein Tagebuch besorgen und jeden Abend 5 Minuten (oder länger, wenn ihr wollt) hineinschreiben.

Dann werdet ihr merken, wie sich euer Leben allmählich verändert. Zum Besseren hin. (Gleich, wie gut es jetzt vielleicht schon ist)

Dann handelt es sich beim folgenden Wunsch nicht um leere Worte: Viel Glück!

Zum Jahreswechsel 2023/2024

Liebe Mitmenschen!

Nur noch wenige Stunden, und ein neues Jahr beginnt 2024.

Wie fühlen Sie sich da? Voller Vorfreude und Tatendrang, voll Hoffnung, dass sich Wünsche erfüllen und Pläne verwirklichen lassen, dass jemand gesund oder gesünder wird, dass Versöhnung möglich ist …?

Oder herrscht bei Ihnen die Angst vor, eine Art Beklemmung: Was wird noch alles auf uns zukommen, womit wir nicht gerechnet haben … Oder vielleicht Wehmut: Früher, ja früher – da war alles besser, da bestand auch Grund zur Hoffnung …

Eine Frage: Wann war denn das, dieses „Früher“? Zur Zeit des Wirtschaftswunders in den 1960er-Jahren? Bei der Modernisierung des Gesellschaftslebens in den 1970er- und 80er-Jahren? Bei der Ostöffnung, beim EU-Beitritt …? Oder liegt es einfach daran, dass Sie jung waren: beim guten Abschluss der Ausbildung, beim Berufseinstieg, bei der Heirat, als die Kinder klein waren, das Haus gebaut, die Wohnung eingerichtet wurde …?

Ich spüre heuer auch ein bisschen diese Wehmut. Seit Oktober bin ich in Pension, und die heurige Weihnachtszeit ist für mich die erste seit 29 Jahren, in der ich nicht im Dienst bin: keine Proben, keine Gottesdienste, kein Organisieren, dass in der Pfarre alles reibungslos abläuft incl. Bedanken und Beschenken aller Beteiligten, kein Sternsingen, kein Abschließen der Kirchenrechnung … kurz: kein Stress.

Und, wie sehr mir auch immer wieder so manches auf die Nerven gegangen ist, irgendwie fehlt mir das alles, sehne ich mich zurück in die „gute alte Zeit“ …

Vor mehreren Jahren, in einer Situation ungewisser Zukunft, hatte ich einen Geistesblitz, eine sehr hilfreiche Einsicht:

Über die Vergangenheit haben wir keine Macht. Die einzige Zeit, die wir beeinflussen können, ist die je momentane Gegenwart – und somit die Zukunft.

Die Astrologie und Esoterik sagen: Morgen, mit 1. 1. 2024, tritt der Planet Pluto in das Zeichen Wassermann. Die Zeichen stehen auf Revolution, Umbruch des Bestehenden, Rundumerneuerung. Alle Möglichkeiten stehen offen.

Bei solchen Aussichten kann Panik aufkommen. Muss aber nicht, erstens: siehe oben.

Und zweitens: Einmal ehrlich: Ist in unserer Welt nicht unwahrscheinlich viel nicht in Ordnung, um nicht zu sagen: katastrophal und furchtbar? Da müssen wir doch froh sein, wenn sich etwas ändert. Es kann ja nur besser werden.

Und, drittens: Wenn wir Christen sind, glauben wir an den Einen, die Eine, die stets bei und mit uns ist. Mit aller Macht, mit grenzenloser Weisheit, mit der Fülle der Liebe für uns, für Sie und mich.

Egal, was kommt – wir haben vieles selber in der Hand, und allein sind wir auch nicht. In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes, frohes Jahr 2024!

Hier also das Rezept – soweit ich mich halt erinnere, habs gestern selber ausprobiert und zum ersten Mal zubereitet

Zutaten:

1 kl. Tasse Reis, doppelte Menge Wasser, 1 Schuss Weißwein, 1 kl. Zwiebel, 1/2 Lauchstange, 1/4 Biozitrone

Salz, Pfeffer, 1 gr. Knoblauchzehe, Prise Gemüsesuppenpulver, 1 nussgroßes Stück Butter

Zwiebel feinwürfelig schneiden, Lauch in Ringe schneiden, in der Butter kurz anschwitzen,

Reis dazugeben, kurz mitrösten. Mit einem Schuss trockenem Weißwein ablöschen.

Salz, Pfeffer, zerdrückten Knoblauchdazugeben.

Das Wasser nach und nach beigeben, ca. 4-5x ein bisschen, umrühren, bis der Reis es aufgesaugt hat, dann die nächste Ration usw.

Beim ersten Mal das kleinwürfelig geschnittene Zitronenviertel (mit Schale!) und die Prise oder 1/2 Kaffeelöffel Gemüsesuppenpulver dazugeben.

Es entsteht eine breiige Masse. Nach dem Beigeben der letzten Menge Wasser vom Feuer nehmen und noch etwas nachquellen lassen. Fertig!

Ich habe noch die restlichen Kohlsprossen vom Vortag beigefügt (Foto).

Schmeckt umwerfend köstlich!

Heute beim Aufräumen habe ich eine Entdeckung gemacht: Eines meiner Zitronenbäumchen hat mehrere Blüten angesetzt!

Na, wenn die Pflanze meint … steht übrigens unmittelbar neben dem Christbaum…

Zitronen sind nicht nur für den Saft und die Schale zu gebrauchen; heute gab es Lauch-Zitronenrisotto zum Mittagessen.

Rezept kommt morgen!

Kohlsprossenernte am 27. Dezember

Vor einem Monat, beim Hauseinwintern, habe ich schon einmal jede Menge Kohlsprossen geerntet in Lunz am Lüftleck. Nur eine von den fünf Pflanzen wollte damals nicht so recht. Die Kohlsprossen waren sehr klein, zu klein, um sie abzupflücken.

Aber heute, siehe Foto: wunderbar! Fast ein Kilo habe ich mitgenommen, auch auf den anderen vier Pflanzen hatten sich inzwischen wieder neue kleine Auswüchse gebildet.

Mit schmeckt dieses Gemüse, das einen ersten Frost braucht, um ganz reif zu werden. Vielleicht ist Kohl nicht jedermanns und -fraus Geschmack – aber der regelmäßige Genuss als Beilage oder Hauptgericht empfiehlt sich auch aufgrund der positiven Wirkung auf unsere Gesundheit.

Alle Arten von Kohl haben gesundheitsfördernde Wirkung:

Abgesehen davon, dass die Ballaststoffe der kräftigen Blätter die Darmtätigkeit anregen, wie bekannt ist:

Kohl enthält Kalzium, Kalium, Eisen, Provitamin A, Vitamin C und Folsäure. 10 dkg Grünkohl decken den Tagesbedarf an Vitamin C.

Eiweiß ist ein wichtiger Bestandteil.

Die Senföle wirken keimtötend und entzündungshemmend, beugen schädlichen Entwicklungen im Darm vor, z. B. Darmkrebs.

Sucht euch Rezepte! Es gibt unzählige. Noch unsere Großeltern wussten jede Art von Kohl und Kraut als Grundnahrungsmittel zu schätzen. Kohlsuppe, Eintopf, gefüllte Kohlrouladen, Krautstrudel, Krautsuppe, Rotkraut, Krautfleckerl, Krautsalat warm oder kalt, Sauerkraut, Krautrouladen, Stöcklkraut, Kohlsprossen mit Käse überbacken …

Trotz allem – und erst recht!

Weihnachtspredigt 2023

Liebe Brüder und Schwester, liebe Kinder!

Je länger der Advent dauert – gegen Weihnachten hin -, hört man, auch oft in der Kirche, die Klage: Vor lauter Vorbereitungen, Vorweihnachtsstress, einkaufen, backen, Punschständen, … vergessen die Menschen auf den eigentlichen Sinn des Festes, denken nicht an Gott usw.

Aber: Das ist vielleicht gar nicht so weit vom tiefen Sinn von Weihnachten entfernt.

Die Heilige Familie damals, so erzählt es das Evangelium, diese Herbergsuche in Betlehem, das Nicht-Aufgenommenwerden, der Stall, die Armut, die Notsituation: Ich denke mir, die haben vielleicht auch gerade keinen Nerv gehabt, an Gott zu denken…

Wir fragen uns : Wie können wir Weihnachten feiern angesichts der momentanen Weltlage? Katastrophal fast überall, Kriege, Unfrieden, Naturkatastrophen, Krankheiten, – auch wenn es uns selber gerade nicht betrifft – oder doch: Wir hatten jetzt 2 Tage und Nächte Sturm …

Die wirklich gute Botschaft von Weihnachten:

Gott ist Mensch geworden. Da überall mitten drin. Nicht nur dass er es versteht, sondern er hat es am eigenen Leib erfahren.

Wir haben ja öfter so eine Vorstellung: der Gott der Philosophen: weit weg, der über den Himmeln thront, der unbewegte Beweger, schon allmächtig, aber nicht besonders interessiert an uns … oder die heidnische Vorstellung. Wir müssten uns etwas Besonderes einfallen lassen, damit Gott aufmerksam wird auf uns. Oder uns wohlverhalten, damit er bereit ist, uns zu helfen.

So ist Gott aber nicht.

Gott ist mitten drin. Auf diese Erde gekommen, nicht um sich herauszuhalten, sondern um mitzumischen.

Gerade in Situationen, wo es uns beutelt, wo es stressig ist und zugeht und drunter und drüber geht, wir nicht ein noch aus wissen, – natürlich auch wenn wir uns freuen und eine gute Gemeinschaft haben zu Weihnachten und in großer Fülle feiern, Gott freut sich ja, wenn es uns gut geht – jedenfalls immer wenn wir keinen Nerv dafür haben, an Gott zu denken, gar nicht zu reden vom Beten: Genau in diesen Momenten und Zeiten denkt er – oder sie 😊 – an uns. Ist dabei und mitten drin.

Und weil das so ist, kommen wir möglicherweise auf gute Ideen, Lösungswege, weil wir nicht allein gelassen sind hier und jetzt, sondern spüren und wissen: Gott ist da.

Frohe Weihnachten!

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

„Wir schaffen das!“ – Das ist praktisch seit mehr als einem Jahr ein geflügeltes Wort; politische Gegner der Angela Merkel haben sich darüber auch lustig gemacht. Aber vielen hat diese Haltung imponiert.

Gibt es nicht viel zu wenige Menschen, die bereit sind, angesichts schwierigster Herausforderungen nach Lösungen zu suchen, sich wirklich mit Haut und Haaren, Herz und Hirn einzusetzen und nötigenfalls auch ihren Kopf hinzuhalten?

Und: Hat das etwas damit zu tun, dass die wenigsten daran glauben, dass Gott da sein und ihnen beistehen wird? Allein auf sich gestellt aufgrund eines heroischen Entschlusses kann man das nämlich natürlich nicht.

Schauen wir uns genauer an, was Maria im Evangelium sagt:

Unbeeindruckt von den großartigen Visionen, die ihr der Engel vor Augen stellt, seine Herrschaft wird kein Ende haben usw., denkt sie an das Naheliegende. Sie schaltet ihr Denkvermögen nicht aus, sondern erkundigt sich: Also gut – und wie genau soll das gehen, bitte? Ich bin schließlich noch nicht verheiratet …

Nachdem – erst nachdem – es einleuchtend erklärt wurde, willigt sie ein.

Und macht Gottes Wirken sichtbar.

Doulos Theou ist übrigens der Ehrentitel für Abraham, Moses, David und die Propheten und wird im AT mit „Gottesknecht“ übersetzt. Maria wird vom Evangelisten in diese Reihe gestellt. Es bedeutet, die gesamte Existenz, Leib und Seele, das persönliche Schicksal, Gott zur Verfügung zu stellen.

Liebe Brüder und Schwestern: So, wie Gott bei Abraham, Moses, den Propheten und Maria quasi anklopft und höflich fragt, ihnen den Auftrag nennt und die Frage nach der Bereitschaft stellt, so tut er das auch bei uns. Bei jedem von Ihnen hier und bei allen Menschen.

Gott beruft uns und bittet um unser Ja.

Wie Maria sollen und dürfen wir fragen: Und wie genau soll das gehen, wenn ich etwas für dich tue? Und wo ist mein Einsatzgebiet? In der Familie, im Verwandten- und Freundeskreis? Oder im Beruf? In meinem Hobby? Ist es ein Ehrenamt in Pfarre, im Verein, Feuerwehr, in der Lokal- oder Landespolitik, , …? Soll ich einfach nur zuhören? Gespräche führen? Durch mein Vorbild wirken – in Umweltfragen, in Erziehung, im Konsumverhalten, bei Versöhnlichkeit oder Hilfsbereitschaft oder Tüchtigkeit, Verlässlichkeit – oder mit meiner Lebensfreude, mit dem wachen Verstand, mit Humor oder Menschenfreundlichkeit?

Im bekannten Lied singen wir jedes Jahr: Als Maria mit dem ungeborenen Jesus in sich durch die Öde ging, da haben die Dornen Rosen getragen.

Ja, wo Menschen, wo wir Gottes Wirken bejahen und sichtbar in dieser Welt machen, da beginnt die Wüste zu blühen, da geschehen Wunder, da werden Menschen, Beziehungen, Umstände heil … da ist Gott präsent und erfahrbar.

Dann ist alles möglich und es gibt nichts, das nicht zu schaffen wäre.

Denken wir immer daran, wenn wir Nachrichten hören – über Krieg, über Katastrophen, über irgendetwas, was nicht in Ordnung ist auf unserer Welt.

JHWH – Gott ist da – im Bauch der Maria, er ist da, wo Menschen ihn zu anderen Menschen tragen.

Die Vorgeschichte des Lukasevangeliums ist bereits Neues Testament, ist Neuer Bund, das Reich Gottes ist angebrochen noch vor der Geburt Jesu.

Gott ist auf unsere Seite gegangen, hat die Seite gewechselt, ist herüben … für immer.

Übrigens: Nicht versäumen: Morgen Abend Predigt zu Weihnachten live auf Facebook in meiner Gruppe: „GöttInnen in Ausbildung“!

Die Rauhnächte laden dazu ein, still zu sein.

Morgen ist der letzte Tag vor Weihnachten. Samstag. Die Geschäfte haben bis zum Abend geöffnet. Könnte ja noch jemand etwas einkaufen wollen…

Oder zu Hause etwas erledigen: putzen. Eine Weihnachtstorte backen. Den Baum schmücken, Drei oder fünfzehn Bekannte, Verwandte … anrufen. Irgendetwas reparieren, was schon Wochen nicht mehr in Ordnung ist. Oder … oder … oder …

Ich kann mich auch entscheiden: Keine Torte zu backen. Das Ding heute zumindest – nicht in Ordnung zu bringen. Nicht noch einmal schnell die Waschmaschine einzuschalten.

Das Ersatzteil für die Kamera nicht noch heute schnell zu besorgen.

Ich kann mich entscheiden: Mich still hinzusetzen und 20 Minuten zu lesen. Einen Spaziergang zu machen. Ein Entspannungsbad zu nehmen. Mir Zeit für eine Meditation zu nehmen.

Christbaumschmücken geht ganz rasch, leicht und freudig, wenn dabei Weihnachtliches im Fernsehen läuft oder eine CD mit ruhiger Musik.

Bis morgen also – morgen Abend werdet ihr den Unterschied spüren.