Gestern Abend war Elternabend für die Erstkommunion.

Fast niemand geht mehr mit Kindern in die Kirche, und die, die kommen, erleben mindestens jedes 2. Mal einen Wortgottesdienst.

Bei dem aber – natürlich – die Kommunion ausgeteilt wird, mit Kommunionspendung also.

Ein Sakrament ist es, habe ich den versammelten Eltern erklärt. Ein heiliges Zeichen, ein sichtbares Zeichen ,das eine unsichtbare Wirklichkeit ausdrückt.

Eigentlich sollen wir alle uns „Jesus zu Gemüte führen“, ihn in uns aufnehmen, verdauen, was er sagt und tut und meint und verlangt …

Das, was wir essen, macht uns sichtbar zu dem, was wir sind und lässt uns leben.

Wenn wir Jesus essen, werden wir verwandelt in ihn hinein, in seine Wirklichkeit. Erlässt uns leben.

Blutsbrüder haben gegenseitig Blut vermischt, auch getrunken, um miteinander blutsverwandt zu sein. Jesus gibt uns seinen Leib und sein Blut,damit wir mit ihm blutsverwandt sind. Wir sind,wenn wir zur Kommunion gehen, seine nächsten Verwandten.

Menschen, die glücklich sind, die spirituell aktiv sind, in einer intakten Gemeinschaft leben, viel lachen bzw. mit Humor gesegnet sind und die sich häufig in der freien Natur, v. a. im Wald, aufhalten, deren Immunsystem ist auf höchstem Niveau.

Gesunde Ernährung und Bewegung tun ein Übriges dazu, ausreichend Schlaf und Freizeit.

Sinn.

Ich bezweifle, dass ein solches Leben vielen Menschen in China vergönnt ist.

Kann ja sein: das Coronavirus ist ein Hilferuf, ein Aufruf, das System zu ändern.

Spiritualität, Natur, Freiheit, Selbstbestimmung, Sinn: Chinesen, nehmt euch, was ihr braucht!

Und Krankheitserreger verlieren ihren Schrecken, ihre Macht.

Was meint ihr dazu?

Heute möchte ich euch auf Beate Topp aufmerksam machen.

Hier der Link zu ihrer Website: toppinspiration.com

Höchst interessante Angebote! Vielleicht ist für euch etwas dabei.

Predigt    Darstellung des Herrn                     1. + 2. 2. 2020

Liebe Brüder und Schwestern!

So schöne Begegnungen, die wir gerade im Evangelium gehört haben.

Zwei alte Menschen, die im kleinen Kind Jesus den lang ersehnten Retter erkennen …

Der Prophet Simeon und die Prophetin Hanna.

Was ist das eigentlich, ein „Prophet“?

Niemand, der die Zukunft voraussagen könnte, wie wir es z. B. von Nostradamus annehmen oder ähnliches. Weltuntergangspropheten, Wetterpropheten usw. oder die Seherkinder in Fatima und Medugorje.

Im biblischen Sinn ist Prophet ein Mensch, Mann oder Frau, die mit Gott verbunden lebt und quasi mit Gottes Augen sehen kann, mitbekommt, was Gott möchte, stört, worüber sich freut …

Die alttestamentlichen Propheten haben falsche Verhaltensweisen kritisiert und Wege zu richtigem Tun und Leben aufgezeigt und eingefordert.

Kritikpunkte gab es hauptsächlich zwei: Wenn Menschen das Vertrauen in Gott verloren haben und sich deswegen anderen religionsfremden Heilsversprechen zugewandt haben – Götter der geografischen Umgebung, Geldverdienen -Kommerz – oder militärische Stärke.

Das 2. Thema, das sich durchzieht, ist Sozialkritik: dass die reiche Oberschicht die Armen im Land immer ungerechter zu behandeln begann. Unterdrückung, Rechtsverdrehung …

Schauen wir uns uns aber noch an, was die beiden Propheten im
Evangelium überhaupt für eine Botschaft haben.

Sie sehen das kleine Baby das von den Eltern in den Tempel getragen wird und erkennen in ihm den lang ersehnten Messias, den Retter der Welt; sie sehen die Möglichkeiten, die in ihm angelegt sind, die zur Entfaltung kommen, nach und nach in Erscheinung treten werden.

Sie sprechen auch darüber, dass im zukünftigen Leben dieses Kleinen nicht alles vollkommen reibungslos ablaufen wird, alles nur mit Triumph und Erfolg – Eltern und er selber werden auch – no na net, sagen wir heute – mit Leid und Schmerz konfrontiert werden. Auch – und gerade weil er der Hoffnungsträger ist.

Es sind sehr alte Menschen, die hier im Evangelium sprechen. Nicht mehr die Großeltern-, sondern eher die Urgroßelterngeneration. Viel Erfahrung haben sie, viele Jahrzehnte Lebenserfahrung. Und jetzt haben sie Zeit. Zum Erinnern, zum Nachdenken, zum Beten, Zum Lesen, für persönliche Begegnungen.

Auch in unserer Zeit sind die ganz Alten oft die „Weisen“. Die, die Zeit haben – denn Eltern und meistens auch Großeltern stehen voll im Berufsleben.

In unserer Zeit braucht es Menschen, die tiefer sehen und weiter – wie damals auch.

Menschen, die voll Liebe auf die ganz Jungen und die ganz Kleinen schauen – die prophetisch erkennen, was in so einem kleinen Kind steckt. Die Möglichkeiten sehen und sie ins Gespräch bringen.

Wir kennen das auch aus dem normalen Leben.

Ein Kind kann eine besondere Begabung haben – und Eltern, Mutter, Vater oder ein Lehrer sprechen eines Tages ein Machtwort, so sagen wir, du setz dich in deiner Freizeit hin und male. Oder über Klavier. Oder schreiben ihn in einen Sportverein ein. Vor wenigen Jahrzehnten war es auf dem Land noch so: Ich habe Klassenkameradinnen gehabt, die waren im Internat in St. Pölten bei den engl. Frl., da hat in der 4. Volksschule die Klassenlehrerin in Annaberg oder Mariazell oder Lilienfeld, Pöchlarn … ein Machtwort gesprochen: die ist gscheit, die müssts was lernen lassen…

Jeder Mensch hat eine individuelle persönliche Berufung. Meist kommen wir drauf, wenn uns andere das auf den Kopf hin zusagen – wenn es uns im Herzen trifft. Wir spüren das. Wir sprechen davon, dass ein kleiner Mensch der geborene Arzt ist, die Gerechtigkeit in Person, es gibt unter Kindern Friedensstifter, Musiker, Dichter, Humoristen, Schönheitsberaterinnen, usw. …

Jeder Mensch hat als Lebensaufgabe, einen Aspekt Gottes zu verwirklichen – Kreativität oder Barmherzigkeit oder Ordnung oder Wahrheit oder Fülle oder Zuflucht oder Reinheit …

Jeder neue Mensch, jedes Kind bringt etwas Neues in diese Welt, etwas, was noch nie in dieser speziellen Ausprägung vorher da war.

Im Judentum wartet man noch immer auf den Meschiach.

Wir glauben, dass er in Jesus gekommen ist. Aber wir können uns die Grundhaltung an sich zum Vorbild nehmen: In jedem Neugeborenen steckt die Möglichkeit, das Potential, die Welt, die Menschheit komplett rundumzuerneuern, etwas absolut Neues zu bringen, einen Umschwung, eine Kehrtwende zum Guten einzuleiten …

In jedem Menschen. Wirklich in jedem und jeder, weil wir alle Auserwählte Gottes, Gesegnete sind.

Berufen, Licht und Segen zu verbreiten. Wo wir leben. An jedem Ort, wohin wir kommen. Überall.

Kennt ihr die Initiative schon?

Klickt euch rein und schaut euch die Homepage an!

christlichgehtanders.at

Ich war heute bei einer Fortbildung der Diözese Linz, wo es um dieses Thema ging, auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre.

Morgen mehr dazu.

FrauenGenussAbend                      

                                                                              Mittwoch,                             

11. 3. 2020, 19.00

Pfarre Haid, Josefstüberl                    

Mit MMag. Dagmar Ruhm,

Pfarrassistentin                                                    

Thema:

Fastenzeit – fade Zeit? Oder: Sehen lernen, was da ist – in meinem Leben, im Glauben, in der Natur, … und mit Freude verwenden und genießen.

       Was mich erwartet:

        Impuls, kreative und meditative Übungen,  

        spirituelle Texte, saisonale Köstlichkeiten, die

        wir z. T. im Freien aufspüren und gemeinsam

        zubereiten.

Bitte um Anmeldung:

0676 87765305

Unkostenbeitrag: EUR 10,-   

Weitere Abende:

Mi., 15. 4.: „Steh auf!“ – Diese göttliche Aufforderung an mehrere Propheten des AT gilt auch – und gerade – uns.

Mi., 13. 5.: Maria – und wir. Aus der vielfältigen Tradition Heilsames auswählen

Mi., 17. 6.: Sommerfreuden … oder noch mehr Stress als sonst?

Veranstalterin: Pfarre 4053 Haid, Kirchenstr. 1, Tel.: 0676/87765305

Heute von mir gekocht:

Semmelschmarren

Weißbrotreste zerkleinern, in Milch z. B. wenn sie schon an der Grenze zum Sauerwerden ist,) ca. eine halbe Stunde lang einweichen, Milch abgießen, Semmelmasse mit einem Ei, etwas Zucker, Vanillezucker, 1 Esslöffel Rum, Zitronenschalen und Rosinen vermischen.

In einer gefetteten Auflaufform 20-30 min bei 200 Grad backen.

Mit Beerenobst oder Kompott servieren.

Predigt                                                                       26. 1. 2020   Haid

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

Diese Berufung der ersten Jünger, v. a. Petrus und Andreas, haben wir, vermute ich, gut im Gedächtnis. Vielleicht noch aus dem Religionsunterricht, auch wenn er viele Jahre zurückliegt; vielleicht aus einem Film, in den klassischen Jesusfilmen kommt das ja oft vor. Oder aus Redewendungen, oder einfach aus dem Gottesdienst, es kommt ja jedes Jahr wieder.

Es fasziniert uns, wie diese Fischer am See Genezaret alles stehen und liegen lassen und mit Jesus mitgehen. Ihm nach – folgen im wörtlichen Sinn.

Es fasziniert uns – und wir verstehen es nicht.

Alles aufgeben? Beruf, Familie, Heimat, ein geregeltes Leben überhaupt? Wie kann man nur… würden wir das tun?

Zuerst muss eines klargestellt werden: Es war dieser Moment, den das Evangelium schildert, nicht ein Abschied auf Nimmerwiedersehen. Wir wissen, dass Jesus bald darauf bei Petrus zu Hause zu Gast ist und dort die kranke Schwiegermutter heilt. Und wir wissen aus den Paulusbriefen, dass Petrus seine Frau auf den Missionsreisen bei sich hatte als zweite, begleitende Apostelin.

Wir können uns Gedanken darüber machen, ob die Kinder schon groß genug waren, den Fischereibetrieb weiterzuführen …

Das bedeutet, wir wollen feststellen, ob der richtige Zeitpunkt war.

Gleichzeitig geschah damals, dass Johannes der Täufer inhaftiert wurde. Weil er das Königshaus kritisiert hatte.

Im Textheißt es: Jesus zog sich nach Galiläa zurück – er setzt sich ab, verschwindet für eine Weile aus Jerusalem und Umgebung, dort ist nämlich jetzt der Boden zu heiß.

Es ist gefährlich, als Prophet momentan öffentlich aufzutreten – der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig, und doch: Genau jetzt beginnt Jesus verstärkt oder auch mit seinem eigentlichen Wirken, indem er erstens die Umkehrpredigt des Vorläufers fortsetzt und zweitens, indem er Jünger beruft.

Aber, liebe Schwestern und Brüder, ist es nicht so: wenn wir da lang nachdenken mit unserer menschlichen Sicht: Nach menschlichem Ermessen ist der richtige Zeitpunkt nie.

Wir alle sind getauft und somit aufgerufen, Jesus nachzufolgen, seine Jüngerinnen und Jünger zu sein.

Wie kann das bei uns ausschauen?

Sollen wir alle unverzüglich Beruf und Familie verlassen und in einen Orden eintreten, als WanderpredigerInnen umherziehen oder uns im Priesterseminar anmelden – davon abgesehen, dass sie nur 50% von uns nehmen werden …?

Vor 40 Jahren ca. gab es die Munsekte, Hare Krishna usw., die Jugendliche dazu brachten, einfach wegzugehen – weg von Familie, Studium, Beruf.

So in der Art kann es auch gehen – aber in 99,5 % der Fälle – und für Sie heute hier in unserer Kirche kann das nicht wirklich gemeint sein mit „Nachfolge“.

Was ist aber dann sonst gemeint?

Tatsächlich ist es ganz einfach. Es wäre ganz einfach.

Bei allem, was wir tun, fragen: Wie würde Jesus Christus sich an meiner Stelle verhalten: Zu Hause, im Beruf, im Straßenverkehr, beim Einkaufen, beim Sport, in der Freizeit, im Gottesdienst …

Was würde Jesus essen und trinken? Anziehen? Wie sorgfältig wäre er bei einzelnen Arbeitsvorgängen? Wie würde er reden und umgehen mit Familienmitgliedern, Kindern, Nachbarn, Kollegen, Vorgesetzten, MitarbeiterInnen, mit Schwächeren und solchen, die sich aufspielen…? Wie seine Freizeit gestalten, wie die Wohnung reinigen, wo den Urlaub verbringen, das Gemeindeleben und den Staat mitgestalten, Kulturelles genießen, wo würde er energisch einschreiten und wo heraushalten, was täte er in einem Konfliktfall, angesichts von Unrecht, Dummheit, Not …? Was würde er lesen, wofür sich interessieren?

Wie wir das erfahren können? Auch ganz einfach: Das sind doch eh die ganz normalen Inhalte unseres persönlichen Betens. Oder?

Das Problem ist nicht, ob wir das wissen können, sondern ob wir unser tiefes inneres Wissen ernst nehmen oder verdrängen, ob wir Vorbildern folgen, die wir uns aus Filmen, Werbung, Gesellschaftsleben oder sonstwoher beziehen, ausgesucht haben oder aufdrängen lassen … oder was grad angesagt ist im Freundeskreis, in der Schulklasse, im Verein, in den Medien …

Da auszusteigen, sich neu auf das eigene Christsein zu besinnen, auf den, dem wir folgen sollen und dürfen – bestimmt denken wir da : Ist da jetzt die richtige Zeit dafür? Soll ich nicht lieber zuerst meine Ausbildung oder die Schule abschließen, im Beruf eine gute Position erreicht haben, im gesellschaftlichen Umfeld anerkannt sein …?

Wie gesagt, der rechte Zeitpunkt ist, wenn wir so denken, nie. Oder immer – wenn wir uns vergegenwärtigen, dass wir Gesegnete sind, Menschen, bei denen Gott anwesend ist. Als Helfer, Schutz, Begleiter, Freund.

Die ganze Woche hindurch machte ich einen weiten Bogen um die Aufgabe, eine Predigt für morgen vorzubereiten.

Zwischendurch habe ich ein bisschen in einem liturgischen Behelf gelesen, das Evangelium angeschaut, Da wir in Haid morgen Kindersegnung haben, und irgendwie der Spagat zwischen Berufung der ersten Apostel (Menschenfischer) und Segen klappen sollte, schob ich die entsprechende Vorbereitungsarbeit vor mir her. Begeistert war ich nicht.

Heute Vormittag musste es sein. Evangelium durchlesen, hinsetzen, Computer einschalten – und siehe da: nach einer guten Stunde: fertig!

Am späteren Nachmittag noch drübergeschaut, ein bisschen im Predigtforum der Redemptoristen recherchiert, was die zum Thema so haben – die Gedanken in einer der 4 Predigten dort fast gleich …

Also gut.

Wie geht es euch, wenn ihr eine Predigt vorbereitet?

Austausch wäre nett!

In meiner Laufbahn als Pfarrassistentin habe ich in den letzten 2 Jahrzehnten 4 Bau- und Umbauprojekte durchgeführt. Übrigens sind das genauso viele wie in meinem eigenen Haus.

Heute war ich mehrere Stunden bei einer Veranstaltung im Bildungshaus Schloss Puchberg,bei der die Abteilung Kirchliches Bauen der DFK und das Pastoralamt, Liturgie- und Kunstreferat, wertvolle Informationen zu diesem Thema gaben.

Wenn ihr mehr darüber wissen wollt: Schaut dort auf die Homepage (googeln!), ruft an, macht euch einen Termin aus. Ich trau mich nämlich wetten, dass nicht alle, die Umbauten vorhaben in der Pfarre, heute dabei waren.

Also: los!