Kein Schnee, nicht einmal winterlich war es heute.

Sehr erholsam. Auch nicht grün, aber ein Eintauchen in die Stille, in die reduzierte, verlangsamte Lebendigkeit der Natur war möglich.

Es ist Winter, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick sieht.

Nachdem ich in Haid die Aktion organisiert habe, war ich heute selber sternsingen.

Dabei habe ich festgestellt:

Manche freuen sich wirklich und warten schon, dass die Sternsinger kommen.

Manche freuen sich nicht bzw. wollen das nicht.

Manche wissen überhaupt nichts (mehr) mit diesem Brauch anzufangen.

Was verbindest du mit dem Sternsingen? Was weißt du darüber?

Beteiligst du dich an der Aktion in irgendeiner Weise?

Hier erfahrt ihr mehr darüber: www.dioezese-linz.at//sternsingen

oder einfach googeln.

Also wird es etwas mit der türkis-grünen Koalition.

Ich dachte immer, dass das die beste Variante darstellt.

Hoffentlich kommen sieaberauch wirklich zum Regieren, zum guten Einflussnehmen in unserem Land.

Zum Weichenstellen, zum Schwerpunktsetzen, zum Handeln …

Bitte: keine Streitereien, keine Untergriffigkeiten, kein Ideologisieren – das Unterrichtsministerium hätte unbedingt von den Grünen besetzt gehört!

Aber immerhin: viele Damen.

Das spricht dafür, dass wir mit Pragmatismus rechnen dürfen, mit Tun um der Sache willen, ohne Eitelkeiten und Selbstdarstellungswahn.

Gerechtigkeit und Einsatzfreude statt alte Zöpfe, wohltuend!

Also bitte: nur weiter so!

Wir sind dazu bestimmt zu leuchten

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind,
unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.

Wir fragen uns, wer ich bin,
mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?

Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist,
zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,
geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Marianne Williamson

Viel Freude mit meiner Predigt.

Den Sektkorken müsst ihr selber knallen lassen.

Und den Text von Marianne Williamson gibt es morgen.

Predigt                                                                 Jahresschluss 2019

Sektkorken knallt – 1 Glas einschenken

Liebe Brüder und Schwestern!

Ein sogenannter „Knalleffekt“. Was ist ein Knalleffekt?

Ein lauter Krach, und dann kommt etwas Gutes, zumindest etwas Neues, dabei heraus. Der Krach muss etwas Großartigem oder doch Bemerkenswertem zum Durchbruch verhelfen. Es muss etwas schöner, besser, heller, gerechter werden als es vorher gewesen ist.

Wieviele solcher Knalleffekte haben wir im vergangenen Jahr erlebt?

Vielleicht das Bekanntwerden des Ibiza-Videos, das zu Neuwahlen geführt hat, wo der Weg frei gemacht hat für eine ganz neuartige Konstellation, wie wir sie jetzt dankenswerter Weise haben. Wo echte Hoffnung aufkommt.

Der Brand der Notre Dame in Paris. Oder der Anschlag in Christchurch, Neuseeland.

Oder das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump.

Viele erwarten sich Knalleffekte, weil sie sich eine schlagartige Besserung erhoffen.

Viele gehen ja zu Silvester den umgekehrten Weg: Man lässt es ordentlich krachen, Raketen und Sektkorken, in der Sehnsucht, das neue Jahr würde dann viel Neues, Gutes, eine dauerhafte Veränderung zum Glück bringen.

Statt über den Lärm zu schimpfen, könnte man sich auch darüber freuen, dass die Menschen die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben.

Die Frage ist nur: Wie kommt denn Veränderung zum Besseren wirklich?

Oder: Sind Knalleffekte die Methode Gottes?

Wir haben uns den Advent hindurch mit dieser Wurzel hier beschäftigt.

Die Bibel verwendet verschiedene Bilder, um die Änderung zum Besseren, die Gottes Geist bewirkt, zu beschreiben:

  • der tote Wurzelstock, Stamm, aus dem ein neuer Zweig wächst – hervorbricht.
  • das Samenkorn, das aufgeht und reiche Frucht bringt
  • der Sauerteig, der sich in der Wärme vermehrt und das Brot weich und  genießbar macht
  • die schwangere Frau, die in Geburtswehen liegt und so neues Leben hervorbringt
  • das Licht, das in der Dunkelheit unbeirrt leuchtet

Bilder neuen Lebens. Gott arbeitet in der Weise organischen Wachstums. Fast im Verborgenen. Manches schaut aus, als ginge es von selber.

Nicht mit Gewalt, aber durchaus auch nicht immer leicht und mühelos.

Es sind durchaus Knalleffekte dabei.

Viele Theologen haben von der Sprengkraft des Evangeliums gesprochen.

Es ist nicht eine gigantische Umwälzung wie die Sintflut gemeint – oder dass der Weltuntergang mit Pauken und Trompeten kommt.

Eher die Kraft der Wurzel, die den Beton sprengt – oder das Samenkorn, das auch gesprengt wird, damit der Keimling sich entfalten kann.

Die Kraft der Auferstehung, wo Särge und Gräber sich öffnen. Natürlich auch im übertragenen Sinn: Wenn starre Herzen wieder lebendig werden. Die Sicht, der Blickwinkel sich ändert, in Richtung Helligkeit und Weite.

Neues Leben kann über Nacht kommen; wie ein Knalleffekt. Aber zum Wachsen braucht es Zeit und Geduld.

Ich habe einen Text von Marianne Williamson, einer amerikanischen Mystikerin, mitgebracht, den Sie vielleicht bereits kennen. Ist einer meiner Lieblingstexte. Nelson Mandela hat ihn bei einem Kongress in Südafrika vorgelesen und auf Apartheid – Rassentrennung – bezogen. Manche Menschen, so wie er, sind Knalleffekte des Heiligen Geistes, durch die sich enorm viel verändert auf dieser Welt. Film – Maria Theresia. Was ist das Nachhaltigste, was von ihrer Regierungszeit blieb? Die allgemeine Schulpflicht. Erste weltweit.

Franz von Assisi. Ihm verdanken wir 2 Dinge, die wir jetzt noch haben: Die Krippendarstellungen und das Verständnis dafür: Natur ist heilig. Elisabeth von Thüringen: Burgherrin Verantwortung übernimmt für das Wohlergehen der Untertanen, der Menschen im Dorf unten. Charityveranstaltungen jedweder Art gehen im Grunde auf sie zurück. Das gab es vorher nicht.

Ich möchte Ihnen diesen Text heute mitgeben ins neue Jahr mit der Einladung, dass wir uns öffnen und umdenken.

Vom 21. 12., der längsten Nacht des Jahres, bis zum Dreikönigstag am 6. 1. sind die sogenannten „Rauhnächte“.

Dies kommt von „Rauch“, weil es üblich war, Haus und Hof auszuräuchern, von bösen Geistern, Schmutz, Mief, allem Negativen, zu befreien.

Wir wissen inzwischen, wie heilsam sich Gerüche auf Leib und Seele auswirken können.

In der katholischen Tradition nimmt man gern Weihrauch. Älter ist der Brauch, Kräuter zu verwenden, v. a. Beifuß oder Salbei.

Auch das Harz von Fichte und Föhre eignet sich gut. Ist sozusagen natürlicher einheimischer Weihrauch.

Eine Kerze anzünden, etwas Rauchwerk über eine Kerze halten oder in eine Räucherpfanne, denken, dass Gott da ist, um Schutz und Segen bitten. Danken für alles, was im vergangenen, gerade vergehenden Jahr schön und gut war.

Sehen Sie gut?

Sehen Sie, wenn Sie über 50 oder 60 sind, genausogut wie mit – sagen wir – 20?

Hat sich Ihr Sehvermögen in den letzten Jahren verschlechtert, verbessert ,,,?

Es gibt zahlreiche Übungen, die die Sehkraft verbessern können.

Vorgestern ist mir ein Buch in die Hände gefallen: Lumira: Aktiviere deine Sehkraft.

Es sind Ratschläge drin, die ich schon als Kind kannte.

Und z. T. befolgt habe.

Probieren Sie doch selbst einiges aus!

Komme gerade aus dem Kino, habe einen sensationellen film gesehen: „But beautiful“ von Erwin Wagenhofer.

Hoffnungszeichen – wie nachhaltig die Erde zum Guten verändert werden kann, Beispiele, die gelingen, mutmachende Worte des Dalai Lama und der Initiatoren der gezeigten Projekte und Initiativen.

ANSCHAUEN! BITTE!

Heute habe ich versucht, einen weltweiten Jahresrückblick für die Jahresschlussandacht der Pfarre zu verfassen.

Leider fehlen Quellen von den ersten 4 Monaten des Jahres. Das Ibiza-Video war derart wirkkräftig, dass alles davor irgendwie verblasst sein dürfte.

Im Profil nichts, im Fernsehen nichts, keine Bekannten erinnern sich an wichtige Begebenheiten …

Naja, vielleicht finde ich noch Hinweise.

Predigt                                            Hl. Stephanus 2019

Liebe Brüder und Schwestern!

Der rote Faden da verläuft von der Krippe … wohin? Zur letzten Kreuzwegstation. Der rote Faden des Evangeliums beginnt beim Weihnachten Feiern und zieht sich durch die Welt, durch die Geschichte …

Weihnachten feiern viele. Auch Atheisten, weil es so schön ist. Auch in den Harry Potter – Büchern wird jedesmal Weihnachten gefeiert.

Der rote Faden stört auch – wie Jesus. Einige von Ihnen haben geschaut, was das ist – versucht, ihn ein bisschen zur Seite zu schieben, haben sich sogar anderswo hin gesetzt, lenkt uns ein bisschen ab vom gewohnten Geschehen.

Jesus hat auch gestört:

  • die in Ruhe fromm auf ihrem Platz sein möchten
  • die nur die Idylle von Weihnachten oder von der Religion wollen
  • auch die, die nur das negative, das Kreuz sehen, die Drohbotschaft
  • die, die ihre Umgebung im Grunde nicht interessiert
  • die ausschließlich auf das Hier und Jetzt achten, ohne an Anfang, Gründe, Ziel und Ende zu denken
  • die nicht wahrhaben wollen, dass nicht alles in Ordnung ist … und dass Menschen etwas dagegen unternehmen können und sollen

Rot – bedeutet „Alarm!“ Stop! Tu was! Herz und Hirn einschalten!

Rot ist die Farbe des Lebens: Das volle Leben für alle möchte ich, sagt Gott – und eher lasse ich euch nicht in Ruhe.

Der rote Faden von Gottes Wirklichkeit zieht sich von der Krippe durch die gesamte Geschichte der Menschheit sowie jeder/s einzelnen. Wenn ein Mensch ihn nicht absichtlich auslässt oder abschneidet. Und wieder in das andere Leben hinein.

Menschen wie Stephanus machen auf den roten Faden aufmerksam – und bewirken, dass er allmählich zu einer immer breiteren Straße wird.

Rot ist auch die Farbe des Heiligen Geistes.

Menschen wie Stephanus sind vom Geist Gottes erfüllt, bringen die Gaben, ihre Charismen ein ins Kirchen- und Weltgeschehen.

Machen wir Gottes Straße breiter.