Heute kannich das üben:

beim Einkaufen: wenn ich etwas kaufen will, weniger davon nehmen oder es überhaupt bleiben lassen.

beim Vorbereiten zu Hause: wenn ich eine Deko anbringe: eine weniger nehmen oder die schlichtere Variante

wenn ich noch hektisch die letzten Putzarbeiten verrichte.: schnell drüber statt gründlich (nur heute) – oder gar nicht. Bestimmt wurde erst vor kurzem gesaugt, gewischt, … es ist noch sauber genug! Bügelwäsche verräumen – außer etwas davon wird dringend benötigt.

Keine Weihnachtspost mehr. Sie kommt ohnehin zu spät. Lieber kurz anrufen. Das geht übrigens auch gut am 26. …

Beim Essen und Trinken: früher waren die letzten Tage vor dem Fest Fasttage. Aus gutem Grund. Reste verbrauchen.

beim Verpacken der Geschenke: Material sparen, oder originell sein: Zeitungspapier, nur ein Mascherl ohne Papier, Packpapier …

in einem Körbchen anrichten …

ausprobieren!

Predigt                                                                                     4. Advent 2019

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

„Träume sind Schäume“, sagt der Volksmund. Stimmt das?

Dahinter steckt die gleiche Geisteshaltung, die Blumen in einem Garten für überflüssig hält…

Die großen spirituell Begabten der Menschheitsgeschichte aller Religionen und die moderne Wissenschaft sagen etwas anderes.

Die Psychologie weiß: In den Traumphasen während des Schlafes regeneriert sich das Gehirn, erholt sich die Seele: Erfahrungen des Tages – und von denen verdanken wir 70 % dem Unterbewusstsein, wir nehmen viel mehr wahr, als das Wachbewusstsein mitbekommt, werden geordnet zu einem Ganzen, aber so, dass oft ein neues Muster entsteht – oft spüren wir nach einem guten Traum plötzlich ganz genau, was wir zu tun haben.

Viele glaubende Menschen haben die Erfahrung gemacht: Gott spricht zu uns mit Hilfe der Träume.

Bei Exerzitien wird immer nach den Träumen gefragt, sie sind wichtig für die geistliche Erfahrung.

Und dann gibt es noch die anderen Träume, die wir so nennen: die großen mutigen Entwürfe der Menschheit, Visionen, Ideen, die oft lang im Verborgenen wirken und sich entfalten, bis sie sichtbar und für viele, die so etwas bislang für unmöglich gehalten haben, überraschend ans Licht kommen.

Von beiden Arten zu träumen spricht heute das Evangelium zu uns, gibt es eine gute Nachricht Gottes an uns.

Es wird von einem Traum Josefs berichtet.

Josef hatte zuvor einen Traum für sein Leben, der soeben zerbrochen war: Bei den Römern gearbeitet monatelang, tüchtige Zimmerleute wurden gebraucht beim Aufbau der Stadt Sephoris und anderswo, gutes Geld ließ sich da verdienen, und dann baue ich mir eine eigene Werkstatt auf in Nazareth, mit Maria zusammen, über ein Jahr sind wir schon verlobt, es wird Zeit für die Hochzeit, wie ich mich freue …

Geplatzt wie eine Seifenblase – als er heimkommt, ist Maria sichtlich schwanger. Aus der Traum. Was soll er tun? Alles kurz und klein schlagen vor Wut? Maria vor Gericht bringen? Sich betrinken? Mit einem Freund drüber reden? Beten? Oder alles nacheinander? Er kommt zum Schluss: Je eher ich von hier fortgehe, diesmal für immer, desto besser … Und während Josefs Gedanken und Gefühle noch rotieren, fällt er in einen unruhigen Schlaf.

Und in diesem Moment, in dem er seinen Lebenstraum verloren gibt, gerät er an einen anderen, größeren Traum: Gottes Lebensentwurf ist anders und schöner – du hast dich in Maria nicht getäuscht, verbringe dein Leben mit ihr, sie erwartet Gottes Kind, sei diesem Kleinen ein guter Vater, sei für ihn da, erziehe ihn, lehre ihn zu vertrauen, gib ihm Sicherheit…

Gott träumt – von großherzigen, liebenden, vertrauenden, tatkräftigen Menschen, die die Welt ein Stück besser hinterlassen, als sie sie vorgefunden haben.

Gott träumt von und hofft auf Menschen wie Josef – die hinausschauen über die engstirnigen Vorstellungen der jeweiligen Zeit und über den eigenen Tellerrand.

Mit solchen Menschen kann die Wüste blühen.

Wovon träumt Gott heute?

Wieviele Träume Gottes sind in der Geschichte schon Wirklichkeit geworden?

Lange Zeit galt es als unvorstellbar, dass alle Menschen frei geboren sind und die gleiche Würde und die gleichen Rechte haben.

Dass nicht jede Geburt ein Risiko auf Leben und Tod darstellt oder dass man einen Blinddarm- oder Lungenentzündung im allgemeinen überlebt.

Dass alle Kinder zur Schule gehen.

Dass in unserem Land niemand erfriert oder verhungert.

Dass Menschen ihre Regierung selber wählen und bilden und nicht den Launen einzelner Familien oder Monarchen ausgeliefert sind.

Dass man den ganzen Planeten bereisen kann.

Dass Frieden herrscht – zumindest zwischen Deutschland und Frankreich. Zwischen Frankreich und England. Zwischen England und Amerika. Zwischen Österreich und Italien.

Da fällt uns auch sofort ein, wo die Träume Gottes noch auf Verwirklichung warten. Die Wüste blüht noch nicht überall, weil Menschen es vorziehen Leben zu zerstören statt zu ermöglichen …

Wovon träumen wir? Wovon träumst du?

Dass ein Streit aufhört, Versöhnung möglich ist? Dass jemand gesund wird? Dass die neue zusammengewürfelte Familie hält, endlich Geborgenheit und Glück vermittelt? Dass es nach 3 schlechten Erfahrungen einmal eine gute gibt? Einen sicheren Arbeitsplatz? Mehr Freude und Erfolg in der Schule? Verlässliche Freunde?

Dass die Natur nicht weiter vergiftet und zerstört wird? Friede zwischen allen Völkern und Menschen dieser Erde?

Dass alle spüren können: Gott liebt uns und ist immer da?

Wir sind eingeladen zu träumen. Gottes Möglichkeiten zu sehen, so tief zu glauben und so unkonventionell zu handeln und so praktisch zu lieben wie Josef es getan hat.

Die Nächte sind sehr lang zur Zeit, es sind die längsten des Jahres.

Sonnenuntergang um 16.00, Sonnenaufgang um 8.00.

Die Dunkelheit aushalten. Unsere Nächte sind ohnehin viel zu hell, zugepflastert mit Laternen, Reklamen, Fahrzeugscheinwerfern, …

Sich zu Hause hinsetzen im Dunkeln. Oder auch im Wald, im Garten.

Nichts anschauen, nichts lesen, … vielleicht etwas Meditationsmusik hören.

Gerüche wahrnehmen, Geräusche, Körperempfindungen.

Erinnerungen hochsteigen lassen.

Erwartungen, Hoffnungen hegen.

Alles ist möglich.

Finsternis war der Urgrund Gottes vor der Schöpfung.

Alle Möglichkeiten in Fülle enthalten.

Warten, bis außer mir niemand zu Hause ist.

Bis alle in der Arbeit in der Mittagspause sind.

Oder beim Heimkommen. Nicht gleich zu werken beginnen wie sonst (Kochen, Waschmaschine einschalten oder ausräumen, je nachdem, Handy checken, gleich wieder los für Besorgungen, Einkäufe verstauen …). auch nicht Zeitung lesen oder die Post.

Sich einfach hinsetzen, eine Kerze oder die drei vom Adventkranz anzünden vielleicht.

5 oder 10 Minuten NICHTS TUN.

In die Stille eintauchen.

Heute zum ersten Mal, heute damit beginnen.

Und: schreibt mir, wie es euch geht damit!

dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

Viel Gelegenheit ist in diesem Advent ja nicht mehr – aber vielleicht möchten Sie noch in eine „Rorate“ gehen?

Es handelt sich um einen Gottesdienst im Dunkeln, früher ausschließlich zeitig in der Früh, z. B. 6.00 oder 6.30, zu dem jede/r die eigene Kerze mitbringen musste, um die Lied- und Gebetstexte lesen zu können.

In den letzten Jahren gibt es auch Roraten am Abend.

Die Bezeichnung stammt von den lateinischen Anfangsworten dieser adventlichen Marienmessen, wie sie auch genannt wurden: Rorate coeli …

Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken regnet ihn herab – wie wir auch im bekannten Adventlied singen.

Also auf, erkundigen, wo ist noch eine – und dabeisein!

Heute könnte ich mir Zeit nehmen, den Weihnachtsabend zu planen.

Was möchte ich, möchten wir in Familie, Partnerschaft, Freundeskreis … eigentlich machen?

Ein gemeinsames Essen, eine Bescherung, Lieder singen, einen kurzen Gottesdienst mit Texten und dem Weihnachtsevangelium?

Gehen wir in die Mette – und wenn ja: Wann und wo?

Fahren wir woanders hin oder laden wir Menschen zu uns ein?

Was essen wir? Wann und wo besorgen wir die Zutaten?

Wann packe ich meine Geschenke ein?

Wann schmücken wir den Baum, wann machen wir uns fein (Dusche, Styling, umziehen …)

Wann ist ein Friseurbesuch drin?

Heute, am 17. Dezember, beginnt die letzte vorweihnachtliche Woche.

Eine heilige Zeit.

Und noch ist Zeit, jemand Liebem ein Weihnachtspackerl mit der Post zu schicken.

Heute überlegen: Wem möchte ich eine Kleinigkeit schenken, eine kleine Freude bereiten?

Es eignet sich eine kleine Keksdose (natürlich gefüllt), ein Kalender, ein Buch, ein Bild, Fotos, ein handlicher Gegenstand, vielleicht eine Krippenfigur.

Also: Verpacken, und ab zum nächsten Postamt! Brief beilegen nicht vergessen.

Jeden Tag beten, vielleicht sogar mehrmals – na, das ist mir dann doch zuviel.

Oder?

Ordenschristen und Priester, aber auch gar nicht so wenige „LaiInnen“verwenden zum täglichen Gebet das sogenannte „Brevier“ oder Stundenbuch.

Psalmen, Bibeltexte, immer Wiederkehrendes.

Langweilig, ja, aber es gibt eine gewisse Sicherheit, strahlt Ruhe aus.

Ich muss mir nicht groß überlegen, was ich beten soll.

Und es geht ja im Grunde beim Beten um nichts anderes, als mit Gott in Kontakt zu treten.

Wenn das eine Anregung ist, mit Gott oder Jesus ins Gespräch zu kommen, hat es seine Funktion schon erfüllt.

Übrigens: 7 Tagzeiten werden vorgeschlagen: Lesehore, Laudes (Morgenlob), Terz (9.00), Sext (12.00), Non(15.00), Vesper(ca. 18.00), Komplet (vor dem Schlafengehen).

Wenn, dann bete ich immer nur eine, höchstens zwei. Vorzugsweise die Vesper, manchmal die Laudes.

Probiert es einfach einmal aus! Warum nicht von heute an bis Weihnachten?

Heute gibt es keine Predigt, sondern den als Bußgottesdienst gestalteten Sonntagsgottesdienst der Pfarre Haid.

Einfach langsam lesen und auf sich wirken lassen …

Sonntagsgottesdienst 3. Advent                             15. 12. 2019 Haid

Einzug: Orgel

Lied: Wir sagen euch an den lieben Advent             223/1,2,3

Begrüßung, Kreuzzeichen

Einführung – Wir schauen, was im Adventkalender diesmal drin ist – Hand

Gott hat keine Hände als die unseren, heißt es in einem bekannten Text. Wir tragen die Möglichkeit in uns, mit unseren Händen, mit allem, was wir tun, Gottes Wirklichkeit in unserer Umgebung, im kleinen und im großen, spürbar werden zu lassen.

Darauf vergessen wir oft. Wir tun sogar manchmal das genaue Gegenteil. Unsere Hände sind fähig, Gutes wie Böses zu bewirken, zuviel oder zuwenig des Guten zu tun.

Ich lade Sie ein, sich heute auf eine Zeit der Besinnung einzulassen, vielleicht auch der Neuorientierung und Umkehr.

Besinnung – Teil 1

Viel zu viele Hände vermehren auf unserer Erde, in unseren Staaten, in unserer Gesellschaft, in Gruppen und Familien Gewalt und Unrecht.

Zuschlagen, wenn einem die Argumente ausgehen.

Waffen erfinden. Konstruieren. Verkaufen. Verteilen. Bedienen.

Kinder, Andersdenkende, Schwächere, Minderheiten, Wehrlose misshandeln.

Ihnen wegnehmen, was sie zum Leben brauchen. Lebensmittel, Wasser, gesunde Umwelt, Sicherheit, Geborgenheit, die Angehörigen, Ausbildung, Gesundheit, Rechte…

Zerstörungswut. Beschädigen von Dingen.

Unachtsames Umgehen mit Menschen, mit fremdem und eigenem Eigentum. Mit der Natur.

Tätigwerden zum Schaden anderer. Und sei es nur die drohend erhobene Faust. Oder der Vogel, den ich jemandem zeige. Oder die Meinung, die ich mit einer wegwerfenden Handbewegung vom Tisch wische.

Erlege ich anderen Menschen Verpflichtungen auf, mit denen sie schwer zurecht kommen? Fordere ich sie ein um jeden Preis?

Setze ich Verleumdungen in Umlauf? In Wort und Schrift? Per Mausklick?

Lüge ich aus Feigheit, aus Bequemlichkeit, um Fehler nicht eingestehen zu müssen? Geht die Phantasie mit mir durch?

Es gibt Gesten, die Menschen eindeutig herabsetzen.

Fordere ich mitunter dazu auf, über andere, über einen Menschen zu verfügen?

Einen als Eigentum, als Sex-Objekt, zum Erreichen eigener Zwecke zu missbrauchen?

Bibelstelle (Mt 20,25f)

Jesus hat gesagt:

Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein…

Die Hände verlegen in den Manteltaschen vergraben, wenn es gilt, zu helfen, tatkräftig zuzupacken, die Geldbörse zu zücken – oder auch, jemanden einzuladen, näherzubitten, die Hand zur Begrüßung oder zur Versöhnung zu reichen.

Manche wenden sich demonstrativ ab, andere verschwinden verstohlen,

wenn ein Dunkelhäutiger schlecht behandelt,

wenn ein Kind missbraucht,

wenn eine Ehefrau geschlagen,

wenn ein Behinderter ausgelacht,

wenn eine Kollegin gemobbt,

wenn ein Arbeitsloser übersehen,

wenn ein Lästiger mundtot gemacht,

wenn über eine Alleinerzieherin getuschelt wird.

Zählt Hilfsbereitschaft heute zu den vergessenen Tugenden?

Wie steht es mit unserer Zivilcourage?

Wie gehen wir mit den „Verlierern“ in unserer Gesellschaft, in unserer unmittelbaren Umgebung um?

Vom Wegschauen, Schneiden, Übersehen angefangen über Unversöhnlichkeit und verweigerte Anteilnahme und Hilfe gibt es zu viele Wege, Leben zu verhindern, unmöglich zu machen.

Welche Gesten sind meinen Händen mehr vertraut: Resignation, Abwehr…

Oder doch die geöffneten Arme, die liebevoll aufnehmen, trösten, ermutigen, verzeihen, beschenken wollen?

Kyrie: Tau aus Himmelshöhn                  158

Tagesgebet

Gott, du Freund der Menschen,

du willst, dass dein Reich bei uns anbricht. Du gibst uns Hände, damit wir nach dem Vorbild deines Sohnes handeln. Dafür danken wir dir.

Doch wir wissen auch, wie oft unser Verhalten diesem Ideal nicht entspricht. Mach uns bereit, neu auf deinen Willen zu achten und uns zu ändern, wo es nötig und heilsam ist. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.

Lesung: Jes 35, 1-6a.10

Lied: Sing ma im Advent

Besinnung- Teil 2    Wie es besser gehen könnte

Warum verordnen wir uns selbst Untätigkeit? Weil wir uns nichts zutrauen? Wir können ab heute versuchen, uns unserer Fähigkeiten und Talente mehr und mehr bewusst zu werden.

Statt uns mit anderen zu vergleichen, die ganz andere Gaben haben als wir und die vielleicht lauter, auffälliger sind oder „in“; – ab sofort das gesunde Maß Gottes für uns ganz persönlich in uns, in unserer Mitte suchen.

Wir sind mit Gottes Gaben reich beschenkt; einmalig mit unserer Art zu leben, zu lieben, zu arbeiten, zu feiern, zu beten. Unterschätzen wir nicht unseren individuellen Beitrag für Umgebung, Kirche und Welt!

Jede/r wird gebraucht.

Unersetzbar – gerade auf dich kommt es an.

Sind wir uns dessen bewusst?

Nicht jammern ich über das, was ich nicht kann. Sondern froh und dankbar die mir gegebenen Fähigkeiten einsetzen.

Ab jetzt kann ich meine Begabungen ausbilden, meine Möglichkeiten wahrnehmen.

Bereit sein, meinen Platz im Leben einzunehmen, auszufüllen?

Gern dazulernen.

An meiner Persönlichkeit arbeiten.

Mit meinen Talenten wuchern, statt sie zu vergraben…

Gebet

Deine Jünger, uns Christen, nennst du „Stadt auf dem Berg“ und „Licht der Welt“, das wir nicht unter den Scheffel stellen sollen.

Manchmal ist Nichtstun und Wartenkönnen die bessere Möglichkeit.

Wenn wir alles getan haben, was in unserer Macht stand,

wenn uns die Kraft ausgeht, wenn wir nicht weiterwissen;

wenn die Freiheit eines anderen beschnitten würde;

wenn jemand anderer größere, ältere Rechte hat als wir oder geeigneter ist.

Wenn Wichtigeres auf dem Programm steht:

Zuhören, einfach da sein, wachsen. Etwas geschehen oder auf mich wirken lassen, bis ich es besser „verdauen“ kann.

Gemeinschaft pflegen. Feier. Beten. Meditation. Gottesdienst.

Erholung, Schlaf, Spiel, Lesen, Lernen, Eindrücke verarbeiten, das Leben genießen, reif werden.

Wir müssen wirklich nicht ständig im Stress gefangen sein.

Unseren Wert, unsere Lebensberechtigung … beziehen wir nicht aus Arbeit, Tüchtigkeit, Erfolg…

Ich darf meine Hände öffnen zu einer Schale und mich beschenken lassen – von Gott und von den Menschen.

Orgel instr.

Evangelium: Mt 11, 2-11

Erklärung zur Zeichenhandlung

Salbung der Hände – in Stille

Gemeinsames Glaubensbekenntnis – eig. Text

Sanctus/Jubellied: Heilig … 338

Fürbitten

Liebender Gott, wir träumen von einem Ort, an dem sich Himmel und Erde berühren. Wo deine Liebe und deine Gegenwart spürbar sind und uns die Kraft schenken, uns für eine lebenswerte Welt für alle Menschen einzusetzen. Du ermutigst uns immer wieder diesen Traum zu leben. Deshalb bitten wir voll Vertrauen:

  1. Für alle Menschen, die sich für Gerechtigkeit engagieren und sich für eine geschwisterliche Welt einsetzten. Gott des Lebens:

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für alle, die sich für Menschlichkeit engagieren und sich für eine menschenwürdige, faire Welt einsetzen. Gott des Lebens.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für alle, die solidarisch handeln und sich für eine gemeinschaftsfähige, lebenswerte Welt engagieren. Gott des Lebens.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für die Menschen in Mozambique, deren Lebensgrundlagen zerstört wurden. Gott des Lebens.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Liebender Gott, erhöre unsere ausgesprochenen und unausgesprochenen Bitten. Dafür danken wir dir und preisen dich durch Jesus, unseren Freund und Bruder. Amen.

Orgel instr.       glz. Tafelsammlung, Hostien

Einleitung zum Vater unser

Vater unser              singen

Friedensgruß

Lamm Gottes    In Nacht und Dunkel liegt die Erd

Kommunionspendung, glz. Orgel instr.

Danklied: Ave Maria mit Gnaden gezieret

Schlussgebet

Barmherziger, lebenspendender Gott,

wir wollen uns nicht mehr lähmen lassen von unserer Herzenshärte,

von Geiz, Neid, Unzufriedenheit,

vom Nicht-Vergeben-und-Vergessen-Können,

von Zeitdruck oder Zukunftsangst,

vom Diktat der anderen.

Mach unser Herz weit und offen, großzügig und verständnisvoll. Lass es warm und hell werden auf dieser Erde durch uns, damit ein Stück von deinem Reich und deiner Botschaft sichtbar wird.

Laudatio Fr.Müller

Verlautbarungen   zuerst v. Zettel

Seit über 60 Jahren unterstützt Sei So Frei Menschen in Entwicklungsländern. Die gemeinsamen Ziele sind die Verbesserung von­­ Lebensbedingungen, soziale Veränderungen und der Aufbau gerechter Strukturen. Unsere Arbeit funktioniert unmittelbar und sorgsam, unabhängig von politischen, religiösen oder ethnischen Zugehörigkeiten. Die Möglichkeit für die Familien in unseren Projektgebieten, in Freiheit und Würde zu leben und sich selbst Chancen zu schaffen, steht dabei zu jeder Zeit im Mittelpunkt.

An dieser Stelle wissen wir gar nicht, wo wir mit unseren Berichten beginnen sollen. Mosambik ist eines der allerärmsten Länder der Welt, vom Klimawandel auch ohne Katastrophen stärker betroffen als viele andere, und gilt generell als aufstrebendes Entwicklungsland. Bis im März 2019, als die Sturmkatastrophe über die Menschen hereinbrach. Nun ist alles anders. Hunderttausende Menschen sind immer noch von Hilfslieferungen abhängig. Was die KMB mit den Spendengeldern vorhat:

– Wiederaufbau von Lebensgrundlagen für die kleinbäuerlichen Familien
– Förderung der nachhaltigen ländlichen Entwicklung
– Saatgut und Werkzeug werden für den Eigengebrauch zur Verfügung gestellt
– Nutztiere wie Hühner und Ziegen werden angeschafft
– Im Gegenzug dafür erfüllen die Familien bestimmte Vorgaben (z. B. rein biologische Landwirtschaft, Organisation in Gruppen)
– Trainings in Tierhaltung, Bodenbearbeitung und Aufforstung für Bauerngruppen
– Gemeinsame Bestellung von Demonstrationsfeldern
– Langfristiges Ziel: Vermarktung der eigenen Produkte, um kleine Ersparnisse anzulegen für Dürre/Überschwemmungen, Werkzeugankauf, Krankheit etc.

Segen

Der Engel der Gerechtigkeit segne euer Engagement, euren Einsatz für eine gerechte, geschwisterliche Welt.

Der Engel der Menschlichkeit segne euren Mut, euren Einsatz für eine menschenwürdige, faire Welt.

Der Engel der Freiheit segne eure Kreativität, euren Einsatz für eine freie, lebenswerte Welt.

So segne, begleite und beschütze euch der liebevolle Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, Amen.

Schlusslied: Is finster draußt

Gestern war ich an der Vorbereitung mehrerer Gottesdienste beteiligt:

  • Bußgottesdienst in Pucking am 19. 12.
  • Hirtenmette in Pucking am 24. 12. um 17.30
  • Christmette in Pucking am 24. 12. um 22.30
  • Kindermette in Haid am 24. 12. um 16.00
  • Begräbnisgottesdienst für Montag, 16. 12. in Haid
  • Totenwache am Sonntag, 15. 12. um 19.00 in Haid
  • Urnenbeisetzung am Dienstag, 17. 12. in Pucking
  • Sonntagsgottesdienst mit Elementen einer Bußfeier am Sonntag, 15. 12., um 9.00 in Haid

…und zwar in dieser Reihenfolge …

Und: ja, es hat Freude gemacht.

Hoffe, den Menschen, die zu den einzelnen Ereignissen kommen, macht es ebenfalls Freude. Wenn sie ein bisschen zumindest mit dem göttlichen Funken in Berührung kommen…