Um 17.00, nach Einbruch der Dunkelheit, begann die traditionelle Hubertusmesse der Jägerschaft – nicht nur Jäger aus Pucking, sondern auch aus Ansfelden, Hargelsberg und Linz waren gekommen, z. T. mit Familie. Ca. 100 Personen standen im Halbkreis um die Hubertuskapelle am Waldrand, der Jägerchor sang.

Jäger-Erntedank, so sagte Pfarrer Franz Salcher bei Begrüßung und Predigt.

Ein eindrucksvolles Erlebnis.

Sonntagskommentar, erschienen im aktuellen JA-die neue Kirchenzeitung

Angst vorm Welt“untergang“?

Haben die Esoteriker und fundamentalistischen Evangelikalen recht, die seit Jahren (2012 war so ein Eckdatum) vom Weltende reden, vom bevorstehenden „Gericht“, weswegen man sich schleunigst bekehren, d. h. sich der entsprechenden Gruppierung anschließen bzw. mittels strahlensicherer Bunker und Vorratshaltung sich auf die weltweit zu erwartende Katastrophe vorbereiten  soll?

Tatsächlich hören wir im Evangelium dieses Sonntags die Prophezeiung eines katastrophalen Endes dieser Welt aus dem Mund Jesu. Was daran ist „Frohe Botschaft“?

Wenn so ziemlich alles, was auf dieser Erde normalerweise Halt und Sinn gibt, mit mehr oder weniger Getöse verschwindet: religiöse (Tempel) und staatliche (Kriege) Ordnung, Grundversorgung (Hunger, Seuchen), Stabilität der Natur (Erdbeben), familiärer Zusammenhalt (Verrat durch Nahestehende), ist das

furchtbar genug.

Wir dürfen nicht vergessen: 1. In weiten Teilen der Erde ist dies bereits Alltag.

2. Es handelt sich bei diesen Dingen, so wichtig sie sind, um Zweitrangiges. Die jetzt sichtbare Wirklichkeit wird nicht auf ewig bestehen.

Erstrangig ist: Jesus kündigt für diese Zeit sein Wiederkommen als Weltenrichter an. Müssen wir uns davor fürchten?

Ein einfacher Vergleich aus der Justiz: Wer fürchtet sich vor der Gerichtsbarkeit: Übertäter/in oder Geschädigte/r?

Leben wir so, dass wir uns freuen können, wenn alles in die gute Ordnung Gottes umgewandelt wird!

Das göttliche endgültigen Richten, In-Ordnung-Bringen von allem und jedem macht unseren Einsatz für eine bessere Welt keineswegs überflüssig, sondern gibt ihm erst richtig Sinn – weil es schlussendlich Erfolg haben wird.

Heute möchte ich euch eine echt tolle Druckerei vorstellen: Die Druckerei in.takt in Linz, Köglstraße, stellt auf Bestellung nicht nur wunderbare Zeitschriften (Pfarrblätter mehrerer Pfarren, die ich kenne) her, sondern auch Kalender, Broschüren, Visitenkarten, Drucksorten, Flyer, Plakate usw. usf.

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Betreiberist pro mente Oberösterreich.

Ich komme direkt vom Dankefest für die PfarrblattausträgerInnen der Pfarre Haid.

36 Personen waren da, inclusive meiner Person und inclusive Altpfarrer Josef Pichler.

Es war richtig fröhlich, alle haben sich gefreut über die Jause und über das Danke – und nebenbei konnte die Liste erneuert, vervollständigt werden.das neue Pfarrblatt für Advent und Weihnachten gab es natürlich auch gleich zum Mitnehmen stapelfertig bereitgelegt …

Frisch gestärkt und energiegeladen gingen die Apostel und Apostelinnen (sie tragen die Botschaft bis an die Grenzen der Pfarre) um ca. 20.30 das Pfarrzentrum.

Predigt                                                                                           9./10. 11. 2019

Liebe Brüder und Schwestern!

Im Evangelium ist von Sadduzäern die Rede, klugen, einflussreichen Leuten, die einmal die Elite stellten in Israel. Sie können mit der Auferstehung nichts anfangen, halten das alles auch für neumodisches Zeug. Als sie Jesus in ein Gespräch verwickeln, verraten sie, dass sie sich die neue Welt nur als Fortsetzung der alten vorstellen könnten. Wenn sieben Brüder, Männer – letztlich ist es egal – eine Frau haben: wem wird sie gehören? Der Himmel als Wiederkehr – eine furchtbare Vorstellung. Wer entscheidet dann, wer entscheidet sich für, wer gegen – einen? Dann sogar letztmalig und für immer! Die große Not, die Menschen schon zu Lebzeiten miteinander haben, überdauert dann den Tod. Dann gehörte der Himmel den Platzhirschen – und den Diven. Ich fürchte: Für mich wäre kein Platz … Ich möchte nicht mehr kämpfen … Ich kann nicht mehr.

Die Indios im von Spaniern und Portugiesen eroberten Lateinamerika haben damals reihenweise Selbstmord begangen. Die katholischen Missionare haben nämlich gepredigt, dass Selbstmörder nicht in den Himmel kommen. Und die unterdrückten Menschen haben eine furchtbare Angst gehabt, dass sie dann im Jenseits, in der Ewigkeit, wenn sie in den Himmel kommen, so wie sich das im 17. Jahrhundert die strenggläubigen Katholiken vorgestellt haben, dass sie dann ihre Zwingherren wieder treffen … Und diese Vorstellung war für sie derart unerträglich, das wollten sie um jeden Preis vermeiden.

Nein, nicht die Wiederholung des Alten, des ewig Gleichen! Jesus zeigt die Würde der Menschen in der Welt Gottes: Engeln gleich – durch die Auferstehung zu Töchtern und Söhnen Gottes geworden. Ich weiß: die Worte können nur andeuten, sie versuchen etwas zu fassen, das sich in Worten nicht fassen lässt. Aber sie verändern etwas bei und unter uns: Ich möchte Tochter, möchte Sohn Gottes sein! Da bekommt sogar die „alte“ Welt ein neues Outfit. Allen Unkenrufen zum Trotz: Menschen dürfen wieder hoffen!

Die Sadduzäer damals, aus ihren Reihen kamen auch die Hohenpriester, waren vergleichbar mit einem Adel, einer gehobenen Gesellschaftsschicht. Es ging ihnen gut, sie hatten sich so weit mit den Besatzern arrangiert – haben Sie den Film „Ben Hur“ gesehen? Wie der Jude aus vornehmem reichem Haus mit dem römischen Offizier befreundet ist, mit ihm an Wettkämpfen teilnimmt …

Diesen Menschen ging es gut. Natürlich wollten sie im Himmel eine Fortsetzung, eine Steigerung noch des jetzt Bestehenden.

In unserer Zeit ging esden Menschen nie so gut wie seit Ende der Sechziger Jahre bis vor kurzem.

Kein Wunder, dass man sich vom Jenseits eine Steigerung des Bestehenden erwartet, immer noch mehr, immer noch besser. Konsumdenken bis nach dem Tod. Kein Wunder, dass die Vorstellung der Wiedergeburt plötzlich so attraktiv geworden ist.

Was ich in diesem Leben nicht erlebt habe, kann und darf ich in einem nächsten nachholen… Negativ gesprochen: Probleme, die ich jetzt auf Erden nicht lösen kann, nehme ich mir als Aufgabe, als Arbeit zum Abarbeiten, in dasoder die nächsten Leben mit.

Da müssen wir als Christen dagegenhalten: Nein danke!

Wir dürfen glauben: Jesus hat uns erlöst, von der Erbsünde. Wir brauchen keinerlei Lasten und Arbeitsaufträge dieser Art und aufbürden lassen – er trägt sie ja, hat sie aufgelöst und aufgehoben am Kreuz.

Gott selber hat uns ein für allemal von solchen Dingen – von diesem Übel – befreit.

Seltsam, dass, statt dieses unermessliche Geschenk dankbar und voll Freude anzunehmen es heutzutage wieder Menschen gibt, die das alles selber regeln wollen — für Menschen ungeheuer schwierig, dauert wohl wirklich mehrere Leben, bis es geschafft ist – wenn überhaupt …

Aber Gott zwingt uns nicht. Wenn jemand lieber unter der Herrschaft des Karma steht – ist nicht verboten. Wer will, darf die negativen Auswirkungen falschen und bösen Handelns selber ausbaden. Ist ein Glaubensabfall, Menschen, die das tun, kündigen Jesus Christus das Vertrauen auf – sietrauen ihm nicht zu, dass er unsere Sünden, die Schuldverstrickung, die negativen Muster der Menschheitsgeschichte, tatsächlich getragen und beseitigt hat – und zwar für immer.

Zum Glück gibt es Jesus, und zum Glück gibt es dieses heutige Evangelium.

Im Reich Gottes herrschen andere Gesetze, andere Prioritäten – als wir im allgemeinen annehmen.

Gott betrachtet Menschen als ganze Persönlichkeit, die Bibel nennt das „er schaut aufs Herz“; weitere Begleitumstände wie Geschlecht, Familienstand, Beruf, Nationalität, Familienname spielen im Jenseits keine Rolle mehr.

Wir tun gut daran und sind von Jesus herzlich dazu eingeladen, ihnen schon im Hier und Jetzt keine allumfassende Bedeutung beizumessen.

Im Grund geht es darum, dass wir endlich begreifen: Gott ist unser bester Freund.

„Ich habe dich in meine Hand geschrieben“ und wir sind unendlich geliebt … lassen wir uns das genügen.

Auferstehung

Manchmal stehen wir auf

Stehen wir zur Auferstehung auf

 Mitten am Tage

Mit unserem lebendigen Haar

Mit unserer atmenden Haut.

Nur das Gewohnte ist um uns.

Keine Fata Morgana

von Palmen

Mit weidenden Löwen

Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken

Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

 Und dennoch leicht

 Und dennoch unverwundbar

Geordnet in geheimnisvolle Ordnung

Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.

 ein Gedicht von Marie Luise Kaschnitz

Eine Arbeitswoche geht zu Ende, die fast zur Gänze im Zeichen von Firmanmeldung und Firmung stand: in Haid und Pucking insgesamt 2 x Elternabend, 3x Firmanmeldung …

Die Vorbereitung beginnt dann mit Advent.

Können Sie sich noch an die Zeit Ihrer Firmung erinnern?

Wie war das damals?

Welche guten oder weniger guten Erinnerungen haben Sie noch heute?

Schreiben Sie doch einfach Ihre Erfahrungen, Anmerkungen … in den Blog!

Heute eine Leseempfehlung; JA – die neue Kirchenzeitung.

Bestelladresse: 3508 Paudorf, Hellerhof

Gibt es nur in Papierform. Allerdings können frühere Ausgaben auf einer stillgelegten Website angesehen werden. Googeln!

Zachäus hat Jesus bei sich zu Besuch.

So sehr freut er sich darüber, dass er sein Verhalten ändert.

Er spürt: Jesus mag ihn, nimmt ihn an, sieht seine guten Möglichkeiten. Behandelt ihn als Freund.

Die anderen, die „Frommen“, haben das damals nicht verstanden. Ausgerechnet bei DEM kehrt Jesus ein, der mit der feindlichen Besatzungsmacht kollaboriert, für die Römer Geld – und weit mehr als nötig – eintreibt von seinen eigenen  Volks- und Glaubensgenossen … – der ist doch unwürdig, Gott gegenüberzutreten …und dann isst und trinkt Jesus noch mit ihm und Seinesgleichen … Vom Messias, dem „Heiligen Gottes“, haben sie so etwas nicht erwartet.

Jesus ist in der Tat dieser „Heilige Gottes“ – aber noch viel mehr und ganz anders, als die engstirnigen Bürger – nicht nur – Jerichos vermuten.

Jesus ruft tatsächlich mit seinem Evangelium zur Umkehr auf, und: Ja, die Erzählung von Zachäus ist eine Bekehrungsgeschichte.

Allerdings: Jesus fordert nicht, dass Zachäus zuerst sein Leben ändert, damit er dann bei ihm Gast sein kann.

So manche Diskussion darüber, wer unter welchen Voraussetzungen die Kommunion empfangen darf oder nicht, würde sich erübrigen, nähmen heutige GlaubenswächterInnen die Zachäusgeschichte ernst …

Auch besteht „Bekehrung“ gerade nicht darin, dass Zachäus so wird wie die Pharisäer. Jesus verlangt z. B. nicht, dass er seinen Beruf als Zöllner aufgibt.

Fromme Initiativen heute beten und arbeiten dafür, dass Menschen (sogenannte „Fernstehende“) sich bekehren – und messen den Erfolg daran, ob diese dann zu Gruppentreffen, in Gebetskreise, zu Gottesdiensten usw. kommen. Das alles kann natürlich Folge neu erwachten Glaubens, einer wichtig gewordenen Jesusbeziehung sein, muss es aber nicht.

Die Frage lautet: Wie finden Menschen (wieder) zu Gott – und nicht: wie vermehren wir unsere TeilnehmerInnenzahlen.

Menschen müssen – wie Zachäus damals – merken: Auf dem neuen Weg mit Jesus bin ich glücklicher, freier, gesünder, führe ein besseres Leben als vorher. Dann werden sie diesen Weg gehen, auch wenn er gängigen Frömmigkeitsmustern widerspricht.

Dieser Text erschien vorige Woche in“Ja – die neue Kirchenzeitung“ mehr dazu morgen im Blog.

Predigt                                                          

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

In den letzten Wochen haben sich 2  Gespräche mit Bekannten ergeben über den Tod und das Sterben.

Eine Dame hat über die Lektüre eines Buches gesprochen, in dem eine Mutter schreibt, wie sie mit der Trauer über den plötzlichen Tod eines Kindes umgeht. In diesem Buch hat sie mehrere Male (sinngemäß) gelesen: Man weiß ja nicht, was ist – es war so schrecklich, ich wollte Gewissheit, einen Hinweis, wie es ihm geht … Die Autorin sucht eine Frau auf, die Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen verspricht, um diese Gewissheit zu bekommen.

Und vor ein paar Tagen sagt eine eigentlich gläubige Frau, Kirchgeherin: Man weiß ja nicht, was dann ist, ob und wie es weitergeht …

 

Liebe Schwestern und Brüder: Wir könnten es wissen.

Die Frage nach dem ewigen Leben ist eine zentrale, wenn nicht die zentrale Frage in allen Religionen – und im Christentum erst recht – wir sind die einzige Religion, die ein Vorbild hat, der „drüben“ war und zurückgekommen ist.

 

Zu Allerseelen, dem Gedenktag aller Verstorbenen, ist es angebracht, 2 oder sogar drei Problembereiche auseinanderzuhalten:

  1. was passiert im Sterben, was ist danach? Und
  2. Wie gehe ich als Trauernde/r mit dem Verlust eines Nahestehenden, geliebten Mitmenschen um? Und
  3. Wie verhalte ich mich, wie gestalte ich mein Leben glücklich und sinnvoll mit meinem eigenen Tod vor Augen?

 

Das heutige Evangelium zeigt einen Weg, der vielleicht überrascht, aber sehr nahe liegend ist.

Ich denke mir: Manchmal wäre ich gern an der Stelle Martas – ich würde gern mit Jesus über den Tod reden.

Es ist ein Gespräch, wo beide einander ernst nehmen. Klartext. Keine Ausflüchte. Offene Begegnung.

Und dieses Gespräch hilft – Jesus trauert ja selbst – Marta ist getröstet, bevor Jesus ihren Bruder wieder aus der Grabhöhle heraus und ins Leben zurückruft.

 

Liebe Brüder und Schwestern: Wir sind an Martas Stelle. Es ist kein Problem, mit Jesus zu reden – über den Tod, aber auch über das Leben und über Gott und die Welt – einfach über alles.

Die Freundschaftsbeziehung – Jesus möchte nichts lieber als mit uns eine haben wie mit Marta und ihren Geschwistern.

Wenn einer der unseren uns im Tod verlässt, dann trauert unser Freund Jesus mit uns – auch wenn wir meinen er käme zu spät, weil wir gern die Heilung eines Kranken lieber erleben würden als sein Sterben.

Wenn Lebensträume zerstört werden, auch menschliche Katastrophen wie Trennung, Scheitern von Beziehung, von Arbeit und Einsatz – Verlust der Heimat z. B. wirken sich psychisch wie der Tod eines Familienmitglieds aus – , dann sind wir immer eingeladen uns damit zu beschäftigen, wer wir im Grunde sind, uns und unseren Lebenssinn neu zu definieren.

 

Glücklich sind wir, wenn wir in solchen Zeiten nicht nur auf menschliche Freunde, die einen auffangen, sondern auch auf die schon bestehende Beziehung mit Jesus, mit Gott zurückgreifen können. Wenn wir spüren: wir sind nicht allein und im Stich gelassen.

 

Und Jesus hat ja übrigens zu dem Verstorbenen, um den ich trauere, diese direkte Kontaktmöglichkeit, die wir nicht haben – und auch nicht anstreben sollen. Die haben eh genug mit sich selbst zu tun, wir sollen sie in Ruhe lassen.

Wir dürfen mit Jesus natürlich über die Toten reden. Er ist auch der, der ihnen „zuwi“ kann, den sie brauchen.

 

Die Freundschaft mit Jesus hört mit dem Verlust alles Liebgewordenen und sogar mit unserem eigenen Tod nicht auf, sondern bekommt einen neuen Grad an Intensität, eine ganz andere Dimension: von Angesicht zu Angesicht, wie Paulus einmal schreibt.