Heute habe ich das 4, Kind getauft an meiner neuen Arbeitstelle als Pfarrassistentin in Haid und Pucking. Insgesamt sind es, glaub ich, 40 Kinder – in 20 Jahren.Eigentlich in 14 Jahren, denn 6 Jahre lang habe ich nicht getauft.

Ich finde es derart schön, sinnvoll, bereichernd, dass wir jetzt dank Bischof Manfred Scheuer wieder taufen dürfen in der Diözese Linz – vom Erstkontakt zur Familie über das Taufgespräch, die gemeinsame Vorbereitung der Feier und natürlich zuletzt das Spenden des Sakraments.

Kurz: Es ist mir eine Freude …

Predigt  zur Firmvorstellung                   Christkönig 2019

Liebe Firmkandidaten, liebe Brüder und Schwestern!

Ist der, der da gerade am Kreuz stirbt, ein König? Oder nicht doch eher ein Looser. In jeder Beziehung?

Wie soll ein König aussehen, woran erkennt man, dass jemand ein König ist?

Könige – die gab es – damals, in der „guten alten Zeit“ … Als die Welt in Ordnung war. Zeit vom Hl. Leopold? Oder Maria Theresia oder Kaiser Franz Josef … ?

In den 60er-Jahren?

Die Vermutung liegt nahe, dass die „gute alte Zeit“ immer die eigene Jugendzeit ist, wo man voller Tatendrang, voller Pläne und Hoffnungen war und sich gen zurückerinnert …

Für die Juden zur Zeit Jesu war die gute alte Zeit die des Königs David und Salomo. Fromm und gerecht, auf der Seite der Schwachen, das Reich in Sicherheit, Frieden und Wohlstand … eine Ära, die im nachhinein golden oder ideal erscheint. Sicher besser war als davor und danach, deswegen verklärt wird.

So einen 2. David erwarten die Juden – auch heute noch. Ein Nachkomme Davids, der ein ideales Reich Israel wiederherstellt, die äußeren Feinde vernichtet, die weniger Frommen bekehrt, für Recht sorgt, einen Ausgleich zwischen Arm und Reich, dass alle dieselbe Würde und Geltung haben im Land, Recht spricht ohne Ansehen der Person …

Zu Jesu Zeit hat es bereits viele Prophezeiungen gegeben, woran dieser König zu erkennen sei, was er tun würde usw.

Jesus hat mehrere dieser Erwartungen erfüllt, ja sogar übertroffen: Wunder, Heilungen, gleicher Wert aller Menschen, egal ob arm, reich, Mann, Frau, Kind, Krank, Gesund … Ausländer, Sünder … alle in die Mitte geholt vom Rand, Frieden in den Herzen gestiftet durch die Sündenvergebung.

Nur die eine nicht: als irdischer König mit Waffengewalt aufzutreten, eine neue politische Ordnung zu errichten.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

Dies wurde ihm zum Verhängnis. Die führenden Schichten waren enttäuscht. Sie haben sehr wohl gehofft, dass dieser Jesus er Messias sei – aber dass er so af irdische Macht verzichtet, das passt nicht, dann muss er ein religiöser Spinner sein so wie viele andere vor und nach ihm auch. Weg mit ihm.

Hätte Jesus den Erwartungen entsprochen, diese Szene, wo er gekreuzigt wird, gäbe es gar nicht.

Wenn du der erwartete große König bist, rette dich unduns… In unserer heutigen Redeweise würden sie sagen: Du Jesus bist ein Looser, mit dir wollen wir nichts zu tun haben.

Viele Menschen wollen mit dem Christentum nichts zu tun haben, weil sie meinen, es ist eine Religion der Looser.

Aber – ist es das?

Jesus ist auferstanden, ja, er ist ein König. Könnte es nicht sein, dass er zu uns sagen möchte: Aber eure allzu irdischen befangenen traditionellen Vorstellungen von oben und unten, von Herrschaft und Macht und weltlichem Sieg und religiöser und staatlicher Ordnung, die mag ich nicht, mit mir nicht. Ich habe Besseres mit euch vor, ganz anderes.

Der Verbrecher am Nebenkreuz begreift: das ist der, der kommen sollte! Jesus ist der, dem alle Macht gegeben ist.

Der Tod am Kreuz war unter anderem notwendig, dass wir Menschen endlich die Angst vor Gott ablegen. Die Befürchtung, Gott könnte es schlecht mit uns meinen. Wir hätten kein schönes Leben mehr, wenn wir religiös werden …

Dabei haben wir ein schönes Leben, wenn Jesus in unserem Leben Raum bekommt und wir ihm erlauben, dass er alles in Ordnung bringt, was nicht ok ist. All diese Dinge, nach denen wir uns richten: Meinung der Whatsappgruppe, der Facebookfreunde, der Werbung, der Schulklasse, der Wirtschaft und der politischen Zwänge, ungute gesellschaftliche oder auch religiöse Traditionen, unserer schlechten Gewohnheiten, unsere Süchte, Genussmittel, Vorurteilen, fixen Ideen, Handicaps usw und so fort …

Wenn wir Jesus unseren König sein lassen, dann befreit er uns von allem, was irgendwie Macht über uns ausüben will. Er duldet nicht, dass wir uns zu Sklaven machen lassen – von wem oder was auch immer.

Und wir brauchen es nur wollen und ihn bitten darum.

Seit ein paar Tagen darf ich wieder Sport betreiben, trainieren …

Heute: das erste Mal Pilates seit Ende September. Morgen habe ich bestimmt einen Muskelkater.

Wo? Im Vitadrom Alkoven.

Habt ihr schon einmal Pilates probiert? Oder wart ihr bereits im Fitnessstudio Vitadrom?

SEHR empfehlenswert.

Was ist Pilates?

Laut Wikipedia:

„Pilates, auch Pilates-Methode genannt, ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, primär von Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Das Pilatestraining kann auf der Matte und an speziell entwickelten Geräten stattfinden. Erfunden hat es der Deutsche Joseph Hubertus Pilates (1883–1967). Er nannte seine Methode zunächst Contrology, da es bei Pilates darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern.

Da „Pilates“ kein geschützter Begriff ist und eine einheitlich festgeschriebene Ausbildung fehlt, gibt es weltweit viele unterschiedlich arbeitende Pilatestrainer.“

Auszug aus der Predigt zum Elisabethsonntag                                                 17. 11. 2019 Haid

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

Heute begehen wir den Caritas- oder Elisabethsonntag.

Beim Hören der Lesung hat es uns möglicherweise gerissen – die Formulierung des Paulus: „Wer nichtarbeitet, soll auch nicht essen“ -das ist ja quasi der Anti-Slogan der Caritasarbeit. Oder nicht?

In den letzten 2 Jahrzehnten wird ja vermehrt von “Sozialschmarotzern“ gesprochen, die auf Kosten derer leben, die ordentlich und fleißig arbeiten. Und die, die so blöd sind und ihnen helfen, werden als „Gutmenschen“ beschimpft.

So, was jetzt? Können sich Politiker, die einen harten Kurs gegen Arme jeder Art fahren, zu Recht auf Paulus berufen (die christlichen Fundamentalisten in Nord- und Südamerika tun das übrigens)?

Paulus und die ersten Missionare, die Apostel fanden folgende Situation vor:

Menschen, die zu Christen geworden waren, nahmen die Worte z. B. des heutigen Evangeliums im buchstäblichen Sinne todernst. Man erwartete das rasche Wiederkommen Jesu Christi, für die eigene Lebenszeit, für jederzeit, und man wollte sich bereithalten und entsprechend leben.

Eine Reihe von Leuten schlug nun diesen Weg ein, als ob alles sowieso schonegal wäre, dass sie nicht mehr arbeiteten, sondern tatsächlich Tag und Nacht im Tempel waren oder in den Häusern und beteten und predigten ohne einer Arbeit nachzugehen.

Es bilden sich immer wieder spirituelle Gruppen, wo auch einige spätberufene Jugendliche -Menschen um die 30 – plötzlich befinden, ihr Beruf sei zweitrangig, sie gehen jeden Tag in der Früh in die Heilige Messe, an Wochenenden fahren sie zu Versammlungen oder in Gebetszentren und Seminare – auch Familienväter, die plötzlich so tun, als sei die Wiederkunft Christi bereits hereingebrochen und jede Berufsausübung unwesentlich geworden, manche arbeiten ehrenamtlich in Sozialprojekten – aber als Techniker, Polizist oder Verkäuferin oder Bankangestellte Geld verdienen gilt als unschick.

Die Elterngeneration und auch Ehepartner, auf deren Kosten gelebt wird, regen sich zu Recht auf und manche Partnerschaft geht kaputt…

Wir wissen über den Apostel Paulus, dass er von Beruf Zeltmacher war und in Städten, wo er wirkte, immer bei Zeltmachern unterkam und dort im Betrieb mitarbeitete. Gepredigt hat er in der Freizeit, am Abend und am Sabbat.

Was heißt das für uns?

Selbstverständlich lautet die christliche Botschaft: Wir sollen nicht nur sondern müssen uns um Mitmenschen kümmern, die Notleiden. Fundierte Caritasarbeit – und man kann sogar Caritaswissenschaften studieren – bietet wo es geht Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn möglich keine Almosen, sondern Sorge für Gereichtigkeit, fairen Lohn …

Das Ziel muss eine gesunde Gesellschaft sein, wo Menschen grundsätzlich geborgen sind und haben, was sie brauchen. Darum arbeitet qualitativ hochstehende Caritas immer auch sozialpolitisch und meinungsbildend.

Anfeindung von geizigen, selbstsüchtigen Kreisen ist auch Tradition – die Heilige Elisabeth von Thüringen hat da alles Mögliche von ihren Verwandten aushalten müssen.

Christen dürfen wissen: Bei welchem Einsatz immer für das Gute sind wir nicht allein, sondern handeln im Auftrag Gottes und haben ihn auf unserer Seite – und irgendwann wird jede Mühe ein Ende haben, weil diese sichtbare Welt nicht die endgültige ist.

Jedoch: Das göttliche endgültigen Richten, In-Ordnung-Bringen von allem und jedem macht unseren Einsatz für eine bessere Welt keineswegs überflüssig, sondern gibt ihm erst richtig Sinn – weil es schlussendlich Erfolg haben wird.

Um 17.00, nach Einbruch der Dunkelheit, begann die traditionelle Hubertusmesse der Jägerschaft – nicht nur Jäger aus Pucking, sondern auch aus Ansfelden, Hargelsberg und Linz waren gekommen, z. T. mit Familie. Ca. 100 Personen standen im Halbkreis um die Hubertuskapelle am Waldrand, der Jägerchor sang.

Jäger-Erntedank, so sagte Pfarrer Franz Salcher bei Begrüßung und Predigt.

Ein eindrucksvolles Erlebnis.

Sonntagskommentar, erschienen im aktuellen JA-die neue Kirchenzeitung

Angst vorm Welt“untergang“?

Haben die Esoteriker und fundamentalistischen Evangelikalen recht, die seit Jahren (2012 war so ein Eckdatum) vom Weltende reden, vom bevorstehenden „Gericht“, weswegen man sich schleunigst bekehren, d. h. sich der entsprechenden Gruppierung anschließen bzw. mittels strahlensicherer Bunker und Vorratshaltung sich auf die weltweit zu erwartende Katastrophe vorbereiten  soll?

Tatsächlich hören wir im Evangelium dieses Sonntags die Prophezeiung eines katastrophalen Endes dieser Welt aus dem Mund Jesu. Was daran ist „Frohe Botschaft“?

Wenn so ziemlich alles, was auf dieser Erde normalerweise Halt und Sinn gibt, mit mehr oder weniger Getöse verschwindet: religiöse (Tempel) und staatliche (Kriege) Ordnung, Grundversorgung (Hunger, Seuchen), Stabilität der Natur (Erdbeben), familiärer Zusammenhalt (Verrat durch Nahestehende), ist das

furchtbar genug.

Wir dürfen nicht vergessen: 1. In weiten Teilen der Erde ist dies bereits Alltag.

2. Es handelt sich bei diesen Dingen, so wichtig sie sind, um Zweitrangiges. Die jetzt sichtbare Wirklichkeit wird nicht auf ewig bestehen.

Erstrangig ist: Jesus kündigt für diese Zeit sein Wiederkommen als Weltenrichter an. Müssen wir uns davor fürchten?

Ein einfacher Vergleich aus der Justiz: Wer fürchtet sich vor der Gerichtsbarkeit: Übertäter/in oder Geschädigte/r?

Leben wir so, dass wir uns freuen können, wenn alles in die gute Ordnung Gottes umgewandelt wird!

Das göttliche endgültigen Richten, In-Ordnung-Bringen von allem und jedem macht unseren Einsatz für eine bessere Welt keineswegs überflüssig, sondern gibt ihm erst richtig Sinn – weil es schlussendlich Erfolg haben wird.

Heute möchte ich euch eine echt tolle Druckerei vorstellen: Die Druckerei in.takt in Linz, Köglstraße, stellt auf Bestellung nicht nur wunderbare Zeitschriften (Pfarrblätter mehrerer Pfarren, die ich kenne) her, sondern auch Kalender, Broschüren, Visitenkarten, Drucksorten, Flyer, Plakate usw. usf.

Schauen Sie sich die Website an! www.in-takt.at

Betreiberist pro mente Oberösterreich.

Ich komme direkt vom Dankefest für die PfarrblattausträgerInnen der Pfarre Haid.

36 Personen waren da, inclusive meiner Person und inclusive Altpfarrer Josef Pichler.

Es war richtig fröhlich, alle haben sich gefreut über die Jause und über das Danke – und nebenbei konnte die Liste erneuert, vervollständigt werden.das neue Pfarrblatt für Advent und Weihnachten gab es natürlich auch gleich zum Mitnehmen stapelfertig bereitgelegt …

Frisch gestärkt und energiegeladen gingen die Apostel und Apostelinnen (sie tragen die Botschaft bis an die Grenzen der Pfarre) um ca. 20.30 das Pfarrzentrum.

Predigt                                                                                           9./10. 11. 2019

Liebe Brüder und Schwestern!

Im Evangelium ist von Sadduzäern die Rede, klugen, einflussreichen Leuten, die einmal die Elite stellten in Israel. Sie können mit der Auferstehung nichts anfangen, halten das alles auch für neumodisches Zeug. Als sie Jesus in ein Gespräch verwickeln, verraten sie, dass sie sich die neue Welt nur als Fortsetzung der alten vorstellen könnten. Wenn sieben Brüder, Männer – letztlich ist es egal – eine Frau haben: wem wird sie gehören? Der Himmel als Wiederkehr – eine furchtbare Vorstellung. Wer entscheidet dann, wer entscheidet sich für, wer gegen – einen? Dann sogar letztmalig und für immer! Die große Not, die Menschen schon zu Lebzeiten miteinander haben, überdauert dann den Tod. Dann gehörte der Himmel den Platzhirschen – und den Diven. Ich fürchte: Für mich wäre kein Platz … Ich möchte nicht mehr kämpfen … Ich kann nicht mehr.

Die Indios im von Spaniern und Portugiesen eroberten Lateinamerika haben damals reihenweise Selbstmord begangen. Die katholischen Missionare haben nämlich gepredigt, dass Selbstmörder nicht in den Himmel kommen. Und die unterdrückten Menschen haben eine furchtbare Angst gehabt, dass sie dann im Jenseits, in der Ewigkeit, wenn sie in den Himmel kommen, so wie sich das im 17. Jahrhundert die strenggläubigen Katholiken vorgestellt haben, dass sie dann ihre Zwingherren wieder treffen … Und diese Vorstellung war für sie derart unerträglich, das wollten sie um jeden Preis vermeiden.

Nein, nicht die Wiederholung des Alten, des ewig Gleichen! Jesus zeigt die Würde der Menschen in der Welt Gottes: Engeln gleich – durch die Auferstehung zu Töchtern und Söhnen Gottes geworden. Ich weiß: die Worte können nur andeuten, sie versuchen etwas zu fassen, das sich in Worten nicht fassen lässt. Aber sie verändern etwas bei und unter uns: Ich möchte Tochter, möchte Sohn Gottes sein! Da bekommt sogar die „alte“ Welt ein neues Outfit. Allen Unkenrufen zum Trotz: Menschen dürfen wieder hoffen!

Die Sadduzäer damals, aus ihren Reihen kamen auch die Hohenpriester, waren vergleichbar mit einem Adel, einer gehobenen Gesellschaftsschicht. Es ging ihnen gut, sie hatten sich so weit mit den Besatzern arrangiert – haben Sie den Film „Ben Hur“ gesehen? Wie der Jude aus vornehmem reichem Haus mit dem römischen Offizier befreundet ist, mit ihm an Wettkämpfen teilnimmt …

Diesen Menschen ging es gut. Natürlich wollten sie im Himmel eine Fortsetzung, eine Steigerung noch des jetzt Bestehenden.

In unserer Zeit ging esden Menschen nie so gut wie seit Ende der Sechziger Jahre bis vor kurzem.

Kein Wunder, dass man sich vom Jenseits eine Steigerung des Bestehenden erwartet, immer noch mehr, immer noch besser. Konsumdenken bis nach dem Tod. Kein Wunder, dass die Vorstellung der Wiedergeburt plötzlich so attraktiv geworden ist.

Was ich in diesem Leben nicht erlebt habe, kann und darf ich in einem nächsten nachholen… Negativ gesprochen: Probleme, die ich jetzt auf Erden nicht lösen kann, nehme ich mir als Aufgabe, als Arbeit zum Abarbeiten, in dasoder die nächsten Leben mit.

Da müssen wir als Christen dagegenhalten: Nein danke!

Wir dürfen glauben: Jesus hat uns erlöst, von der Erbsünde. Wir brauchen keinerlei Lasten und Arbeitsaufträge dieser Art und aufbürden lassen – er trägt sie ja, hat sie aufgelöst und aufgehoben am Kreuz.

Gott selber hat uns ein für allemal von solchen Dingen – von diesem Übel – befreit.

Seltsam, dass, statt dieses unermessliche Geschenk dankbar und voll Freude anzunehmen es heutzutage wieder Menschen gibt, die das alles selber regeln wollen — für Menschen ungeheuer schwierig, dauert wohl wirklich mehrere Leben, bis es geschafft ist – wenn überhaupt …

Aber Gott zwingt uns nicht. Wenn jemand lieber unter der Herrschaft des Karma steht – ist nicht verboten. Wer will, darf die negativen Auswirkungen falschen und bösen Handelns selber ausbaden. Ist ein Glaubensabfall, Menschen, die das tun, kündigen Jesus Christus das Vertrauen auf – sietrauen ihm nicht zu, dass er unsere Sünden, die Schuldverstrickung, die negativen Muster der Menschheitsgeschichte, tatsächlich getragen und beseitigt hat – und zwar für immer.

Zum Glück gibt es Jesus, und zum Glück gibt es dieses heutige Evangelium.

Im Reich Gottes herrschen andere Gesetze, andere Prioritäten – als wir im allgemeinen annehmen.

Gott betrachtet Menschen als ganze Persönlichkeit, die Bibel nennt das „er schaut aufs Herz“; weitere Begleitumstände wie Geschlecht, Familienstand, Beruf, Nationalität, Familienname spielen im Jenseits keine Rolle mehr.

Wir tun gut daran und sind von Jesus herzlich dazu eingeladen, ihnen schon im Hier und Jetzt keine allumfassende Bedeutung beizumessen.

Im Grund geht es darum, dass wir endlich begreifen: Gott ist unser bester Freund.

„Ich habe dich in meine Hand geschrieben“ und wir sind unendlich geliebt … lassen wir uns das genügen.

Auferstehung

Manchmal stehen wir auf

Stehen wir zur Auferstehung auf

 Mitten am Tage

Mit unserem lebendigen Haar

Mit unserer atmenden Haut.

Nur das Gewohnte ist um uns.

Keine Fata Morgana

von Palmen

Mit weidenden Löwen

Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken

Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

 Und dennoch leicht

 Und dennoch unverwundbar

Geordnet in geheimnisvolle Ordnung

Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.

 ein Gedicht von Marie Luise Kaschnitz