Wir alle essen Schokolade. Im Advent und das ganze Jahr hindurch.

Wo kommt Schokolade eigentlich her?

Kakaobohnen wachsen auf Sträuchern, werden geerntet, geröstet, gemahlen, weiterverarbeitet.

Kakao mit Fett und Zucker erwärmen, glattrühren, erstarren lassen ergibt Schokolade.

In Ländern der sogenannten 3. Welt wachsen unsere Genussmittel wie Kakao, Kaffee, auch Tabak.

Plantagenarbeiter bekommen oft nicht den Lohn, der ihnen zusteht.

Familien verarmen, leiden Not.

Die Initiative Eine Welt unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, selber Kakao oder Kaffee anzubauen. Die Initiative garantiert, eine bestimmte Menge der Ernte zu kaufen, wodurch der Lebensunterhalt der kleinbäuerlichen Familien gesichert ist.

Kakao oder Kaffee ist im Weltladen teurer als bei bekannten Firmen, weil die Gewinnspanne hier eingerechnet ist, die die Bauern tatsächlich verdienen. Großkonzerne zahlen kaum etwas für das Grundprodukt und sind so billiger.

Im Dritteweltladen gibt es auch den „Fairen Nikolaus“. Noch ist Zeit, einen solchen für morgen zu besorgen …

Und zum Schluss hier noch das vorgestern versprochene Rezept für die Schokoladecreme, mit der die Ischler gefüllt werden, und für die Schokoladeglasur:

Schokoladecreme:

16 dkg Kochschokolade (gibt es leider bis dato nur im Supermarkt, wenn ihr anderes wisst, bitte melden!) im Backrohr bei 100 Grad erweichen,.

In der Zwischenzeit 16 dkg Staubzucker und 16 dkg Butter flaumig rühren.

Zerlassene Schokolade dazugeben, weiterrühren, zuletzt 2 Eier einmixen, schaumig rühren (die Creme wird immer heller).

Schokoladeglasur:

22 dkg Butter und 22 dkg Kochschokolade im Wasserbad schmelzen, fein verrühren.

Die mit Creme zusammengesetzten Ischler mit einer Seite tunken, auf dem Küchenkastl trocknen lassen.

Mit gehackten Pistazien oder Mandelsplittern verzieren.

In der Speis, im Keller oder Kühlschrank aufbewahren.

Heute, am 4. Dezember, ist Barbaratag.

Die Heilige Barbara lebte der Legende nach in der heutigen Türkei. siewurde als junges Mädchen Christin und weigerte sich, den vom Vater ausgewählten Mann, der Heide war, zu heiraten.

Der Vater sperrte sie in einen Turm, um sie zur Räson zu bringen.

Dort besuchte sie regelmäßig ein Priester, der ihr die Eucharistie brachte.

Außerdem soll der dürre Zweig eines Kirschbaums am Fenster zu blühen begonnen haben.

Kirschen stehen symbolisch für Liebe, d. h., Barbaras Liebe galt Jesus Christus.

Als der Vater draufkam, dass Barbara keineswegs ihren Sinn änderte, sondern regelmäßig mit einem Priester sprach und die Kommunion empfing, ließ er sie enthaupten.

Eine alte fromme Geschichte, Barbara zählt zu den §drei Heiligen Madln“ (zusammen mit Katharina und Margarete), außerdem zu den 14 Nothelfern, dachte ich früher.

Wir können den heutigen Gedenktag zum Anlass nehmen uns zu vergegenwärtigen:

Vielen Mädchen in heutigen islamischen Ländern droht dasselbe Schicksal:

  • wenn sie Christinnen werden
  • wenn sie sich weigern, die vorbestimmte Ehe einzugehen
  • überhaupt wenn sie anderer Meinung als Vater, Brüder …sind und zu dieser Meinung stehen

Nein, die „alten Zeiten“ sind nicht vorbei.

Millionen Mädchen und Frauen dieser Erde vertragen gut unser Gebet und die Fürsprache der Heiligen Barbara.

Und vehementes Engagement.

Wie wäre es heute mit Keksbacken?

Hätten Sie Lust dazu?

Gleichzeitig kann gut eine ruhige adventliche Musik oder eine geistliche CD angehört werden.

Hier ein Rezept.

Ischler Krapferl

Zutaten: 14 dkg Butter, 14 dkg Staubzucker,18 dkg griffiges Mehl, 12 dkg geriebene Walnüsse, 1 Ei

Mürbteig zubereiten, 30 bis 60 min omKühlschrank ruhen lassen.

In drei Teile teilen, jeweils auswalken, runde Formen ausstechen (ich mache immer Herzen).

Bei 200 Grad auf der mittleren Schiene 8-10 min backen.

Es werden drei Blech voll.

Mit Marmelade oder Schokocreme zusammensetzen, mit Schokoladeglasur überziehen.

Die Rezepte dazu gibt es morgen.

Während des Frühstücks die erste Kerze am Adventkranz anzünden und die Vorfreude auf Weihnachten – oder auf den bevorstehenden Tag – auf sich wirken lassen …

Wenn du Probleme befürchtest, Schwieriges vorhast oder viel Arbeit auf dich wartet, vielleicht die Fortsetzung eines Streits,einer verfahrenen Situation: Bitte den Heiligen Geist, Gottes Ruach, schon jetzt, im Vorhinein, in diese Situationen hineinzukommen und sie mit Liebe und Freude zu füllen.

Und lass dich überraschen, was passieren wird!

So ein Frühstück mit Gottes Geist wirkt immer.

Predigt                                                                    1. Advent 2019 Haid

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

Seid wachsam!

Wieso hält Jesus es offenbar für nötig, uns dies ausdrücklich zu verordnen? Wir schlafen ja schließlich eh nicht, oder?

Das „Wachsamsein“, das im Evangelium gemeint ist, erstreckt sich auf mehrere Aspekte; und es geht hier ursprünglich um das 2. Wiederkommen Jesu, um das Weltende und Jüngste Gericht.

Wir sind es gewohnt, den Advent als Warten auf die Geburt des kleinen Jesus als Kind zu begehen, die erste Ankunft nachzufeiern …

In beiden Fällen geht es darum, Gottes Wirken wahrzunehmen – und das ist gar nicht so leicht. Möglich ist es schon, aber dazu braucht es eben dieses Wachsamsein, den sogenannten 6. oder 7. Sinn, offene Augen, trainierte Sinne…

Ein Nüchtern-Sein ist gefragt. Tatsächlich ein Verzicht auf sich Zudröhnen: mit Sucht- und Genussmitteln, oder dieses gar nicht mehr zum Denken kommen vor lauter Hektik, Vorbereitungen für das Fest. Eine ständige Reizüberflutung: der 5. Punschstand, der 3. Weihnachtsmarkt, das 4. Adventkonzert …

Stress vermindert die Wahrnehmungsfähigkeit tatsächlich, hat die medizinische Forschung festgestellt. Das Sprichwort wusste schon immer, dass soviel los sein kann, dass einem Hören und Sehen vergeht …

Sich aus allem heraushalten ist aber auch keine Lösung.

Kennen Sie das Märchen vom Bösen Wolf und den 7 Geißlein? Das kleinste versteckt sich und schläft in der Pendeluhr, während seine Geschwister gefressen werden. Wir stecken manchmal so in unserem Alltag, in unseren Systemen drin, dass wir die furchtbarsten aber auch großartigsten Ereignisse nicht mitbekommen.

Wer wachsam ist, bekommt mehr mit als sonst, schaut weiter und tiefer als üblich, ist offen für das Ganze, und das ist mehr als die dreidimensionale Welt. Gottes Wirklichkeit ist wahrnehmbar für geschulte Augen.

Wir dürfen rechnen damit, dass Gott handelt.

Wachsam sein meint aber auch, bei aller Spiritualität und der Offenheit für das Übernatürliche nüchtern zu bleiben. Nicht jedem Phänomen nachzulaufen, nicht jede esoterische Geheimniskrämerei oder sich sensationell gebärdende Sonderoffenbarung für bare Münze zu nehmen. Einen gesunden Blick haben, ein Unterscheidungsvermögen zwischen echt und religiöser Spintisiererei.

Weltuntergangspropheten und Sekten gab es zu allen Zeiten …

Wachsam sein… Wenn wir wach sind, ist das eine aktive Haltung dem Leben gegenüber. Das Gegenteil wäre: alles passiv über sich ergehen zu lassen. Die Zukunft, das, was andere planen, …

Adventliches Erwarten ist nicht „Abwarten und Tee trinken“, sondern ein Darauf Hinarbeiten, ein Gestalten der Zukunft – die Schwangerschaft der Maria ist ein treffender Vergleich. Wer ein Kind erwartet, trifft Vorkehrungen: Babysachen, Einrichtung, Schwangerschaftsgymnastik, Untersuchungen, … Übung in Säuglingspflege. Das gesamte Leben ändert sich …

Das Warten auf Jesus Christus verändert unser Leben. Wir bereiten uns vor – durch Information, Weiterbildung im religiösen Bereich, durch ein Handeln in seinem Sinne, durch eine Veränderung dieser Welt zum Guten, Hilfsbereitschaft, Anstand, …

Der Advent jedes Jahr ist gedacht als Einüben und Hinarbeiten auf das endgültige Kommen Jesu.

Bedeutet das jetzt, dass wir all unsere gewohnten liebgewordenen adventlichen Tätigkeiten vergessen sollen?

Nein, natürlich nicht.

Wenn mir das Keksbacken, Basteln, das Geschenkebesorgen, die weihnachtliche Musik und Dekoration dabei hilft, den Blick für Gott zu öffnen, dann ist es gut.

Wenn es mich ablenkt vom Wesentlichen oder stresst und nervt, tue ich gut daran, die eine oder andere Gewohnheit und (Familien)Tradition, die irgendwann sinnvoll war, auch wieder loszulassen.

Und immer wieder haben wir die Augen zu gemacht – vor der Wirklichkeit.

Wir wollen nicht hinschauen, was auf dieser Welt alles los ist, wir geben uns Illusionen hin, wir pflegen Traditionen und gehen darin auf, so dass kein Platz bleibt für Veränderung oder Nachdenken, wie es besser sein könnte, wo unser Einsatz, ein Umdenken gefragt ist.

Wir wollen vieles nicht wahrhaben. Schauen Nachrichten nicht an, lesen nicht Zeitung … Wir benützen die Adventstimmung und die vorweihnachtlichen Gefühle dazu, uns abzuschirmen gegen die „böse raue“ Welt, in Watte gepackt wollen wir sein. Weil wir dem, was da alles los ist, fürchten, nicht gewachsen zu sein. Aber Gott lädt uns ein, aufzuwachen. Denn wir dürfen wissen:

Gott interessiert sich für diesen Planeten und alles, was darauf passiert.

Er oder sie hat die Erde im Blick – und jeden einzelnen, Sie und mich.

Es ist ihm schon nicht egal, was mit diesem Himmelskörper geschieht. Wieviel mehr betrifft das die Menschen.

Nur Mut: Wenn wir unsere Augen, Geist und Sinne öffnen, bemerken wir nämlich auch Gottes Anwesenheit und Wirken bei uns.

Egal was ist oder sein wird – wir sind darin geborgen.

Heute, wenn die Sonne untergeht und es dunkel wird, beginnt der Advent.

Bereits heute finden an vielen Orten Adventmärkte, Adventkranzsegnungen usw. statt.

Ab morgen findet ihr an dieser Stelle einen Adventkalender – jeden Tag einen Text oder einen Tipp zum Stillwerden, zum Wohlfühlen, zum Vorbereiten und Einstimmen auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu.

Ich freu mich über alle BesucherInnen dieser Seite, und ich freue mich, wenn ihr eure Eindrücke, Beiträge, Meinungen., Erfahrungen … hier hinterlasst.

Also: Bis morgen!

Heute eine Buchempfehlung:

Renata Schmidtkunz: Himmlisch frei. Warum wir wieder mehr Transzendenz brauchen.

Liegt seit Mai bei mir zu Hause, jetzt habe ich begonnen, darin zu lesen.

Lest es – wünscht es euch zu Weihnachten, verschenkt es – es ist großartig.

Euer Leben wird durch die Lektüre nicht leichter, aber es lohnt sich.

Ein Tipp für ein Toplokal, wenn ihr nach Linz kommt und gut und vollwertig essen wollt:

OK-Platz 1

0732 784182

Heute habe ich das 4, Kind getauft an meiner neuen Arbeitstelle als Pfarrassistentin in Haid und Pucking. Insgesamt sind es, glaub ich, 40 Kinder – in 20 Jahren.Eigentlich in 14 Jahren, denn 6 Jahre lang habe ich nicht getauft.

Ich finde es derart schön, sinnvoll, bereichernd, dass wir jetzt dank Bischof Manfred Scheuer wieder taufen dürfen in der Diözese Linz – vom Erstkontakt zur Familie über das Taufgespräch, die gemeinsame Vorbereitung der Feier und natürlich zuletzt das Spenden des Sakraments.

Kurz: Es ist mir eine Freude …

Predigt  zur Firmvorstellung                   Christkönig 2019

Liebe Firmkandidaten, liebe Brüder und Schwestern!

Ist der, der da gerade am Kreuz stirbt, ein König? Oder nicht doch eher ein Looser. In jeder Beziehung?

Wie soll ein König aussehen, woran erkennt man, dass jemand ein König ist?

Könige – die gab es – damals, in der „guten alten Zeit“ … Als die Welt in Ordnung war. Zeit vom Hl. Leopold? Oder Maria Theresia oder Kaiser Franz Josef … ?

In den 60er-Jahren?

Die Vermutung liegt nahe, dass die „gute alte Zeit“ immer die eigene Jugendzeit ist, wo man voller Tatendrang, voller Pläne und Hoffnungen war und sich gen zurückerinnert …

Für die Juden zur Zeit Jesu war die gute alte Zeit die des Königs David und Salomo. Fromm und gerecht, auf der Seite der Schwachen, das Reich in Sicherheit, Frieden und Wohlstand … eine Ära, die im nachhinein golden oder ideal erscheint. Sicher besser war als davor und danach, deswegen verklärt wird.

So einen 2. David erwarten die Juden – auch heute noch. Ein Nachkomme Davids, der ein ideales Reich Israel wiederherstellt, die äußeren Feinde vernichtet, die weniger Frommen bekehrt, für Recht sorgt, einen Ausgleich zwischen Arm und Reich, dass alle dieselbe Würde und Geltung haben im Land, Recht spricht ohne Ansehen der Person …

Zu Jesu Zeit hat es bereits viele Prophezeiungen gegeben, woran dieser König zu erkennen sei, was er tun würde usw.

Jesus hat mehrere dieser Erwartungen erfüllt, ja sogar übertroffen: Wunder, Heilungen, gleicher Wert aller Menschen, egal ob arm, reich, Mann, Frau, Kind, Krank, Gesund … Ausländer, Sünder … alle in die Mitte geholt vom Rand, Frieden in den Herzen gestiftet durch die Sündenvergebung.

Nur die eine nicht: als irdischer König mit Waffengewalt aufzutreten, eine neue politische Ordnung zu errichten.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

Dies wurde ihm zum Verhängnis. Die führenden Schichten waren enttäuscht. Sie haben sehr wohl gehofft, dass dieser Jesus er Messias sei – aber dass er so af irdische Macht verzichtet, das passt nicht, dann muss er ein religiöser Spinner sein so wie viele andere vor und nach ihm auch. Weg mit ihm.

Hätte Jesus den Erwartungen entsprochen, diese Szene, wo er gekreuzigt wird, gäbe es gar nicht.

Wenn du der erwartete große König bist, rette dich unduns… In unserer heutigen Redeweise würden sie sagen: Du Jesus bist ein Looser, mit dir wollen wir nichts zu tun haben.

Viele Menschen wollen mit dem Christentum nichts zu tun haben, weil sie meinen, es ist eine Religion der Looser.

Aber – ist es das?

Jesus ist auferstanden, ja, er ist ein König. Könnte es nicht sein, dass er zu uns sagen möchte: Aber eure allzu irdischen befangenen traditionellen Vorstellungen von oben und unten, von Herrschaft und Macht und weltlichem Sieg und religiöser und staatlicher Ordnung, die mag ich nicht, mit mir nicht. Ich habe Besseres mit euch vor, ganz anderes.

Der Verbrecher am Nebenkreuz begreift: das ist der, der kommen sollte! Jesus ist der, dem alle Macht gegeben ist.

Der Tod am Kreuz war unter anderem notwendig, dass wir Menschen endlich die Angst vor Gott ablegen. Die Befürchtung, Gott könnte es schlecht mit uns meinen. Wir hätten kein schönes Leben mehr, wenn wir religiös werden …

Dabei haben wir ein schönes Leben, wenn Jesus in unserem Leben Raum bekommt und wir ihm erlauben, dass er alles in Ordnung bringt, was nicht ok ist. All diese Dinge, nach denen wir uns richten: Meinung der Whatsappgruppe, der Facebookfreunde, der Werbung, der Schulklasse, der Wirtschaft und der politischen Zwänge, ungute gesellschaftliche oder auch religiöse Traditionen, unserer schlechten Gewohnheiten, unsere Süchte, Genussmittel, Vorurteilen, fixen Ideen, Handicaps usw und so fort …

Wenn wir Jesus unseren König sein lassen, dann befreit er uns von allem, was irgendwie Macht über uns ausüben will. Er duldet nicht, dass wir uns zu Sklaven machen lassen – von wem oder was auch immer.

Und wir brauchen es nur wollen und ihn bitten darum.