Das gleichnamige Buch von Pam Grout möchte ich euch heute empfehlen.

Ich bin in dieser Woche fertig damit geworden, es zu lesen.

Es leitet ein Jahr hindurch – in 52 Wochen – durch Übungsaufträge und Zuspruch an, die eigene Kreativität ernstzunehmen, zu entwickeln, ihr zum Durchbruch zu verhelfen…

Lesen!

Hier ein Textauszug:

 

Ein Lehrer für Töpferei teilte zu Beginn des Semesters seine Schüler in zwei Gruppen auf. Die erste sollte ausschließlich nach der Quantität ihrer Werke benotet werden.Die Noten würden mithilfe einer Badezimmerwaage gemessen werden. Schüler, die zum Beispiel 50 Krüge fertigten, bekämen eine Eins,solche mit 40 Krügen eine Zwei,und so weiter. Die zweite Gruppe musste nur einen Krug herstellen, allerdings musste er perfekt sein. Die Noten würden sich alleine auf die Qualität beziehen.

Dann passierte etwas Lustiges. Am Ende des Semesters waren die Schüler mit einem Topf nicht nur mit den Nerven völlig am Ende, darüber hinaus waren ihre Töpfe, die angeblichen Meisterwerke, an denen sie vier lange Monate gearbeitet hatten, alles andere als perfekt.

Die Schüler, die einfach drauflos getöpfert und einen Krug nach dem anderen geformt hatten, lieferten am Ende Arbeiten von höchster Qualität ab. Anstatt herumzusitzen und über die besten Methoden zu theoretisieren, haben diese Schüler einfach geübt und immer wieder geübt, aus ihren Fehlern gelernt und weiter geübt.

Wenn Sie einfach anfangen, direkt mit der Arbeit loslegen, können Sie so gut wie immer herausfinden, wie man eine Sache meistert.

Fürchten Sie nichte, fehlerhafte oder schlechte Projekte zu machen. Fürchten Sie höchstens, überhaupt nichts zu machen.

 

 

(Seite 331 f)

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