Heute, am vorletzten Tag, eine Übung, wie Vertrauen entstehen kann.

Wahrscheinlich ist Ihnen das Buch „Der kleine Prinz“ bekannt.

Hier ein Abschnitt, den Sie eingeladen sind, heute zu lesen:

Da verstummte der Fuchs und schaute den kleinen Prinzen lange an:

»Bitte … zähme mich!«, sage er.

»Das würde ich gern tun«, antwortete der kleine Prinz, »aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge lernen.«

»Man versteht nur die Dinge, die man zähmt«, sagte der Fuchs. »Die Menschen haben keine Zeit mehr, um etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Da es aber keine Läden für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich!«

»Was muss ich machen?«, sagte der kleine Prinz.

»Du musst sehr geduldig sein«, antwortete der Fuchs. »Du wirst dich zunächst mit einem kleinen Abstand zu mir in das Gras setzen. Ich werde dich aus den Augenwinkeln aus anschauen und du wirst schweigen. Sprache ist eine große Quelle für Missverständnisse. Aber jeden Tag setzt du dich ein wenig näher …«

Am nächsten Tag kam der kleine Prinz wieder.

»Es wäre besser gewesen, wenn du zur gleichen Zeit gekommen wärest«, sagte der Fuchs. »Wenn du zum Beispiel um vier Uhr am Nachmittag kommst, dann kann ich schon um drei Uhr beginnen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit voranschreitet, umso glücklicher werde ich. Um vier werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; dann entdecke ich den Preis des Glücks! Aber wenn du zu irgendeiner Zeit kommst, werde ich nie wissen, wann mein Herz bei dir sein soll … Es muss Bräuche geben.«

»Was ist ein Brauch?«, frage der kleine Prinz.

»Das ist auch in Vergessenheit geraten«, sagte der Fuchs. »Dies ist etwas, das einen Tag vom anderen unterscheidet, eine Stunde von der anderen Stunde.

Aus: Antoine de Saint-Éxupery: Der kleine Prinz

Vertrauen Gott gegenüber wächst ebenfalls durch „feste Bräuche“. Es wächst möglicherweise langsam, aber es wächst.

Wichtig:

Wählen Sie jeden Tag eine bestimmte Zeit, die Sie für das Gespräch mit Gott reservieren.

20 Minuten sind ausreichend.

5 Minuten davon brauchen wir meistens, bis wir ruhig geworden sind.

Reden Sie frisch von der Leber weg. Verwenden Sie keine Floskeln. Werden Sie dann still und hören Sie hin …

Richten Sie sich ein Tagebuch oder einen Notizblock her: es kann sein, dass Ihnen etwas einfällt, was Sie aufschreiben möchten.

Wichtig: jeden Tag!

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