Karsamstag.

Wie ist es den JüngerInnen gegangen, als Jesus begraben war?

Es war nichts zu tun.

Das Paschafest war im Gange. Schabbat. Ruhetag.

Gleich nach Jesu Tod salbten Maria Magdalena, Maria, die Mutter Jesu, und seine Tante . die drei Frauen, die unter dem Kreuz ausgeharrt hatten – den Leichnam, umwickelten ihn mit Leinenbinden.

Sie taten es rasch. Die Sonne ging ca. um 18.30 unter. Da musste jede/r wieder zuhause sein.

Eine Stunde maximal, flüchtig … übermorgen würde man noch einmal kommen und es in Ruhe tun, ordentlich, …

Und jetzt ist der Tag des Wartens.

Sie laufen nicht davon. Wohin auch? Es ist ja auch morgen Arbeit da, wenn auch eine traurige.

Ich habe in meinem Leben Bereiche, Situationen, Menschen, Informationen … – vor denen ich am liebsten weglaufen würde.

Heute stelle ich mich diesen „Dämonen“. Ich harre aus. Ich mache nichts.

Verordne mir keine Beschäftigungstherapie (Kochen, Putzen, Backen, Einkaufen, Rasenmähen, Reparaturarbeiten …). OK., vielleicht Zeitung lesen zur Erinnerung daran, was in unserer Welt im Argen liegt (außerhalb von Corona).

Es heißt, Jesus stieg in die Unterwelt hinab – an diesem Tag zwischen Kreuzigung und Auferstehung besucht er die Geister, die Guten und die, die wir unerlöst nennen.

Er harrt aus in ihrer Gegenwart. Jede/n schaut er an, wendet sich nicht ab. Ist präsent.

Das vermag den Bann zu brechen.

Wo bin ich gerufen hinzuschauen, da zu bleiben, mich nicht ab- sondern zuzuwenden?

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