Habt ihr schon einmal einen Rosenkranz gebetet?

Oder tut ihr das vielleicht öfter, regelmäßig?

Ich war früher total dagegen, einfach immer die gleichen Worte aufzusagen.

Jesus sagt doch im Evangelium: Wenn ihr betet, macht nicht viele Worte wie die Heiden …

Inzwischen bin ich – auch mir selbst gegenüber – toleranter geworden: Ich glaube, ganz egal was und wie man betet, Gott nimmt es an und macht das Beste daraus. Freut sich einfach, wenn wir mit ihm/ihr reden, ins Gespräch, in Kontakt kommen.

Egal was.

In der Bibel steht AUCH: Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an, wenn wir nicht wissen, wie wir in rechter Weise beten sollen.

Also –

Legt los, fangt an, redet mit Gott, Jesus, irgendwas, irgendwie,schüttet euer Herz aus, findet super Formulierungen, schreibt Psalmen, komponiert Lieder, pilgert, meditiert… was auch immer es ist: aber macht es.

Jetzt gleich.

Wie geht ein Rosenkranz: Hier mit den glorreichen Geheimnissen:

 

Kreuzzeichen

Glaubensbekenntnis

Vater unser

Ave Maria mit der Einfügung: der in uns den Glauben vermehre

Ave Maria m.d.E. der in uns die Hoffnung stärke

Ave Maria m.d.E. der in uns die Liebe entzünde

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und in Ewigkeit. Amen

10 Ave Maria m.d.E. der von den Toten auferstanden ist

Ehre sei …

Vater unser

10 Ave Maria m.d.E. der in den Himmel aufgefahren ist

Ehre sei…

Vater unser

10 Ave Maria m.d.E. der uns den Heiligen Geist gesandt hat

Ehre sei …

Vater unser

10 AveMaria m.d.E. der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat

Ehre sei …

Vater unser

10 Ave Maria m.d.E. der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat

Ehre sei…

Kreuzzeichen

 

Wer mag, kann jeweils nachdem „Ehre sei…“ einfügen: O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden.Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle. Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die am meisten deiner Barmherzigkeit bedürfen.

Predigt                                    Mariä Himmelfahrt 2013

 

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Kinder!

 

Was wissen wir über Maria?

Mutter von Jesus. Mehr als das, was im Evangelium  gepriesen wird – sie hat ihn erzogen, sprechen und beten gelehrt …

Staatszugehörigkeit, Beruf, Mann, Kind(er)… das Leben mit den Aposteln nach der Auferstehung ihres Sohnes. „Ich bin überzeugt, dass ihr Leben ganz einfach gewesen sein muss“ schreibt Edith Stein, wir haben diesen Satz in der Kapelle auf dem Gobelin stehen.

Legenden. Eine davon: dass sie im Moment ihres Sterbens plötzlich nicht mehr da war. Entrückt, Gott hat sie ganz zu sich genommen, mit Leib und Seele.

 

Wir glauben, und die ganze Kirche glaubt bis heute: Maria war – ist ein ganz besonderer Mensch.

Aber im Grunde ist dieser Glaube sehr klein – etwas beschränkt, wenn wir der Aussage Jesu im heutigen Evangelium Glauben schenken: Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen. Seine Mutter hat das in vorbildlicher und einzigartiger Weise getan.

 

Aber es steht dem nichts im Wege, dass wir dies auch tun.

Und weil wir ganz verschiedene einzigartige Wesen sind, wird jeder, der diesen Weg einschlägt, dies in einzigartiger Weise tun – und manche bestimmt auch in vorbildlicher Weise.

Gott macht keinen Wertunterschied zwischen den Menschen.

Gerade Maria, die in ihrem Erdendasein unscheinbar war, die niemand um ihre Meinung gefragt hat, die nichts galt bei den Mächtigen und Vornehmen ihrer Zeit, kann uns da Mut machen.

 

 

Die Heilkräuter bringen diese Wertordnung Gottes auch ganz toll zum Ausdruck:

Da ist es ganz ähnlich: Für welche Pflanze müssen wir im Blumengeschäft, in der Gärtnerei wohl mehr zahlen?

Rose – Orchidee – Lilie

Brennessel – Spitzwegerich – Löwenzahn

 

Aha, die sind gratis. Unkraut, das gar nicht in die Blumenhandlung hinein darf …

Aber gerade die haben eine gewaltige Heilkraft.

Die Unscheinbaren. Holler. Weidenrinde. Hirtentäschel. Beifuß, Beinwell und Baldrian. Gänseblümchen. Storchenschnabel. Farnkraut. Wo man kein 2. mal hinschaut. Viele Menschen kennen diese Kräuter nicht einmal.

 

Bei den Menschen kann es ebenso sein. Die, von denen keine Zeitung schreibt, sind oft die, die im Sinne Gottes viel Heilsames und Großartiges leisten.

 

Mir ist beim Vorbereiten bewusst geworden, dass wir mit den Augenblicken unseres Lebens ganz genau so umgehen.

Wir teilen sie ein in Sternstunden und normal, in wichtig und unwichtig. Momente, denen wir nicht sonderlich viel Beachtung schenken:

Beim Gemüseschneiden oder Bügeln, Zähneputzen, der Weg in die Arbeit, das Warten an der Supermarktkasse … das Warten auf die Telefonverbindung, auf den Bus …auf das Grünwerden der Ampel …

Verlorene Zeit?

Aber aus diesen kleinen alltäglichen Momenten setzt sich unser Leben zusammen, nicht einmal nur der Alltag.

Diese Augenblicke sind Lebenszeit. Kostbar und unwiederbringlich, unwiederholbar. Gerade die normalen, unscheinbaren – auch hier – die, auf die es ankommt, die den Takt, die Richtung unseres Lebensweges bestimmen.

Fröhlich und hoffnungsfroh – oder ärgerlich, ungeduldig, gestresst, unzufrieden, hektisch, oberflächlich oder genau, bewusst, voll Angst oder Vorfreude, gelassen und ruhig. Vertrauensvoll, gläubig, voll Liebe für die Mitmenschen oder für das, was rund um mich geschieht …halte ich mich heraus oder bringe ich mich ein …

Diese sind die Einheiten unserer Zeit, auf die es ankommt …

In so einem unscheinbaren Moment ist Maria vom Verkündigungsengel angesprochen worden.

Würden wir den Engel hören?

Im „Gegrüßet seist du, Maria“ heißt die Bitte zum Schluss: „Bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes.“ Da ist beides drin. Jetzt, der alltägliche banale Augenblick, nichts Besonderes, und der wichtigste und besonderste aller Momente, in dem wir den Schauplatz wechseln, die Daseinsform vom sichtbaren zum unsichtbaren Bereich … es wird die Zusammenfassung und Steigerung aller dieser kleinen Augenblicke sein.

Jeder von ihnen ist heilig.

Wie das unscheinbarste Gewächs gewaltige Heilkraft entwickeln kann, wie der unscheinbarste Moment unser Gesamtes Leben beeinflusst, so ist auch der unbekannteste und unscheinbarste Mensch einer, der als Gottes ebenbild seine Wirklichkeit zum Ausdruck bringt.

 

Nach dem Mittagessen – Lunzer Spinatknödel – sitze ich noch auf der Seeterrasse, trinke aus – und eine Dame betritt das Lokal, ich schaue zweimal hin, es ist Ricki Harner aus Braunau, gleich dahinter ihr Mann Gerhard.

Sie haben dann noch gegessen, ich habe gewartet, wir haben  Neuigkeiten ausgetauscht, dann bekamen sie eine Hausführung am Lüftleck 13, ich habe Gerhard meinen kleinen Nussbaum geschenkt.

Eine nette Überraschung!

Im Regen im Wald spazierengehen …

Hier und da ein paar Heidelbeeren, Brombeeren finden.

Auf einem schmalen Wiesenstück grasen Schafe, dicht zusammengedrängt unter einem Zwetschkenbaum.

Ein Waldweg führt steil nach rechts.

Trotz Schirm beginne ich ihn entlang zu gehen und erinnere mich: Vor vielen Jahren, ich rechne genau nach, wann das war, 1993, bin ich da schon einmal gegangen. An einem Mittwoch, und am gleichen Nachmittag habe ich telefonisch Exerzitien gebucht im Stift Göttweig bei Rupert Dinhobl.

Inzwischen ist er seit vielen Jahren verheiratet und Psychotherapeut.

Aber auf diesem Umweg bin ich zum Europakloster geführt worden.

Ohne Lunz geht nichts…

Ich spüre große Dankbarkeit.

 

Schlechtwetterprogramm (ok, es gibt kein schlechtes Wetter), also Regenwetterprogramm: Ich war im Kino.

„Leberkäsjunkie“. Ein Eberhoferkrimi von Rita Falk.

Gelesen habe ich ihn vor ein paar Monaten schon.

Die Charaktere: aus dem Leben gegriffen.

Vieles schrecklich, aber lustig.

Tragisches in Humor verpackt.

Menschlich.

Göttlich.

Ja, eine Gotteserfahrung.

Die Liebe zum Leben, zum Menschen in all seiner/ihrer Beschränktheit, Kleinlichkeit, Liebesbedürftigkeit, Größe, Mitmenschlichkeit, Einsatzfreude, mit Lebenshunger und Lebensangst, Freundschaft, Zusammenhalten, Ernst, Liebe und Schmerz…

die Kleinigkeiten des Alltags auf die Schaufel genommen, hellauf zum Lachen, dann kamen mir die Tränen – bei der Szene, wo sich der Vater beim  Sohn entschuldigt.

Schaut euch das an!

Und: Wer da nicht fromm wird, im besten Sinne, an Gott zu glauben lernt, an die immense Menschenfreundlichkeit, die da über den Himmeln lacht und weint …

Am Vormittag und über Mittag Wanderung zum Mittersee (ca. eine Gehstunde vom hinteren Ende des Lunzer Sees, eine „Etage“ höher gelegen) und zurück. Ich habe versucht, im Mittersee kurz zu schwimmen, bin aber gleich wieder aus dem Wasser raus gegangen … Meine Vermutung: 16 Grad.

Am Nachmittag war es dann wieder richtig heiß, und das Lunzer Seebad war dementsprechend gut besucht.

Ja, ein wunderbarer Sonntag.

Am Abend noch Besuch mit Feuerkorbgrillen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Wie geht es uns denn mit dem Warten?

Mir nicht so gut. Ich bin ein ziemlich ungeduldiger Mensch. Auf der Mongoleireise im Jahr 2010 haben wir 20 Reiseteilnehmer/innen oft gewartet – zuletzt 12 Stunden statt 10 auf dem Moskauer Flughafen. Aber wir wussten den Zeitpunkt, wann die Maschine starten wird, auch wenn er verschoben war – und irgendwann, um 3.00 nachts, waren wir dann auch zu Hause.

Wir warteten nicht ins Leere hinein wie z. B. im Stück Jean Paul Sartre „Warten auf Godot“, wo die 2 Landstreicher keine Ahnung haben, wer Godot ist und warum sie warten sollen.

Viele Menschen warten in ihrem Leben: auf bessere Zeiten, auf anderes Wetter, auf die nächsten Wahlen, auf das Ende der Schulausbildung, auf den Urlaub, auf den Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses, auf einen Besuch, darauf, dass sie einen Partner, eine Partnerin kennenlernen, dass sie eine bessere Stelle erhalten, eine Gehaltserhöhung bekommen, wieder einen Job finden, dass sie gesund werden, dass sie in Pension gehen können, dass sie Schulden abbezahlt haben werden …

Und viele warten da ins Leere hinein – ohne Vorstellung davon, was sie dann machen wollen, was dann tatsächlich besser würde. Es ist nicht sicher, wann es so weit sein wird. Zermürbend, geist- und sinnlos. So ein Warten kann einen krank machen.

 

Es gibt aber eine zweite Art des Wartens, und diese unterscheidet sich grundlegend von der ersten.

 

Ich stehe an einer Kreuzung vor der roten Ampel – und bin bereit, jederzeit loszugehen oder loszufahren, sobald sie auf Grün umschaltet.

Oder umgekehrt: Ich fahre und bin bereit sofort stehenzubleiben, wenn ich zu einer roten Ampel komme oder ein Kind auf die Straße läuft …

Ich sitze beim Arzt oder auf einer Behörde und bin bereit, sobald ich aufgerufen bin, weil ich an die Reihe komme, unverzüglich aufzustehen und mich ins Sprechzimmer zu begeben – zu tun, wozu ich eben gekommen bin.

Rettungs- oder Feuerwehrleute, Ärzte und Seelsorger/innen in Bereitschaft stehen bereit, im Notfall so schnell wie möglich ihre Tätigkeit, was sie gelernt haben, auszuüben.

Ist 100 und eins, oder?

 

Jesus möchte uns heute im Evangelium Mut machen zum Warten. Allerdings zu einem Warten, das heil und froh macht, das einen Sinn hat – zum Warten der 2. Art – seid bereit, legt den Gürtel nicht ab und lasst die Lampen brennen!

Wir engagierten Christen haben meistens das Problem, dass vieles an Gutem nicht gelingt. Oder zumindest keinen dauerhaften Erfolg und Bestand hat.

Wir bemühen uns und strampeln und rudern, damit die Gottesdienste ansprechend sind je nach Feiergemeinde, für Alte und Junge, Kinder, Jugendliche …– Texte, Musik, Symbole, Handlungen, Raumgestaltung – aber viele gehen nicht in die Kirche.

Wir zeigen, wie Notleidenden, Armen, Kranken, ungerecht Behandelten, Gestrandeten, Heimatlosen, Zerstrittenen, Schuldig gewordenen, Gestressten … geholfen werden kann – aber viele nehmen die Angebote der Pfarren und kirchlichen Einrichtungen gar nicht in Anspruch. Und trotz aller Bemühungen geschieht weiter Unrecht, Gewalt, es herrscht Unfrieden und Krieg, Gleichgültigkeit gegenüber der Natur und Umweltzerstörung, gegenüber Mitmenschen …

Geld verdienen um jeden Preis, Machterhalt statt Wahrheit und Anstand, Hass statt Menschenfreundlichkeit, Zeit totschlagen mit Vergnügen und Konsum statt sinnerfüllte Tätigkeit, Nachdenken, Lernen und echte Erholung …Das Recht des Stärkeren, das propagiert wird, Egoismus … und die Behinderungen, die sich die Kirchenleitung noch dazu einfallen lässt, Richtlinien, die entmutigen –

es scheint, also ob die lebensfeindlichen Mächte überhand nehmen in dieser Welt … als ob das Evangelium zum Scheitern verurteilt wäre, das Wirken sämtlicher Christen vergebens …

Das war schon damals so, zur Zeit Jesu, zur Zeit der ersten Jüngergemeinden.

Es bestand und besteht in der Tat die Gefahr zu verzweifeln. Aufzugeben, alles hinzuschmeißen. Hat eh keinen Sinn. Die Wiederkunft des Herrn hat sich damals nicht ereignet, als man sie täglich und stündlich erwartet hat.

Jesus weiß, dass es den Seinen so geht.

Und er sagt: Seid bereit.

Er sagt nicht: Wartets geduldig. Passives Geschehen lassen dessen, was kommt – nein. Aktiv sollen wir sein. In dem, was wir tun: Nächstenliebe. Die Knechte sollen beschäftigt sein, wenn Jesus kommt. Glauben wie Abraham, meint der Hebräerbrief (Lesung).

Die Lage kann sich jederzeit ändern. JEDERZEIT. Abraham hat eine Reihe widersinniger Taten gesetzt: wo es nichts mehr zu holen und zu tun gibt, am Ende des Lebens, setzt sich der Senior nicht zur Ruhe, sondern bricht auf, macht sich auf die beschwerliche Reise. Vom Haus ins Zelt. Als Nomade glaubt er an das Finden des Landes, des festen Wohnsitzes. An die Geburt des Sohnes, obwohl nach menschlichem Ermessen – beide über 70 – na ja da geht nichts mehr. Und dann diesen Sohn, den Verheißenen, den Hoffnungsträger, wieder herzugeben. Ein Leben von Moment zu Moment aus der Gnade Gottes.

 

Um dieses Glauben und Vertrauen geht es: Es gibt noch eine andere Wirklichkeit als die des menschlich Machbaren und Vorhersehbaren. Ja, mehr: Diese andere Wirklichkeit ist die, die zählt, auf die es ankommt, die Bestand haben wird. Und: Sie kann jederzeit eintreten.

Gott ist über unsere Logik und Kausalzusammenhänge, über Naturgesetze, über Zeitläufe, Kirchengesetze, unsere Beschränktheit im Hoffen und Erwarten … erhaben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… sind ja Ferien, Zeit zum Lesen …

 

Habe heute im Lunzer Seebad (da gibt es einen Bücherkasten zum Ausborgen und Lesen) ein Buch entdeckt, das ich vor mehreren Jahren gelesen habe:

Heiteres und Besinnliches rund um den Krummstab“

Autor: der ehemalige Diözesanbischof Reinhold Stecher.

Gibt es sicher noch irgendwo!

Lustig und zutiefst christlich-menschenfreundlich … Eine echte Fundgrube und echt aufbauend.

Das gleichnamige Buch von Pam Grout möchte ich euch heute empfehlen.

Ich bin in dieser Woche fertig damit geworden, es zu lesen.

Es leitet ein Jahr hindurch – in 52 Wochen – durch Übungsaufträge und Zuspruch an, die eigene Kreativität ernstzunehmen, zu entwickeln, ihr zum Durchbruch zu verhelfen…

Lesen!

Hier ein Textauszug:

 

Ein Lehrer für Töpferei teilte zu Beginn des Semesters seine Schüler in zwei Gruppen auf. Die erste sollte ausschließlich nach der Quantität ihrer Werke benotet werden.Die Noten würden mithilfe einer Badezimmerwaage gemessen werden. Schüler, die zum Beispiel 50 Krüge fertigten, bekämen eine Eins,solche mit 40 Krügen eine Zwei,und so weiter. Die zweite Gruppe musste nur einen Krug herstellen, allerdings musste er perfekt sein. Die Noten würden sich alleine auf die Qualität beziehen.

Dann passierte etwas Lustiges. Am Ende des Semesters waren die Schüler mit einem Topf nicht nur mit den Nerven völlig am Ende, darüber hinaus waren ihre Töpfe, die angeblichen Meisterwerke, an denen sie vier lange Monate gearbeitet hatten, alles andere als perfekt.

Die Schüler, die einfach drauflos getöpfert und einen Krug nach dem anderen geformt hatten, lieferten am Ende Arbeiten von höchster Qualität ab. Anstatt herumzusitzen und über die besten Methoden zu theoretisieren, haben diese Schüler einfach geübt und immer wieder geübt, aus ihren Fehlern gelernt und weiter geübt.

Wenn Sie einfach anfangen, direkt mit der Arbeit loslegen, können Sie so gut wie immer herausfinden, wie man eine Sache meistert.

Fürchten Sie nichte, fehlerhafte oder schlechte Projekte zu machen. Fürchten Sie höchstens, überhaupt nichts zu machen.

 

 

(Seite 331 f)

Wann ist der Lunzersee am schönsten?

Wenn es zeitweise bedeckt, aber nicht zu kühl ist, das Seebad eher spärlich besucht und man sich eigentlich überlegt, ob man überhaupt baden gehen soll …

Die Seeoberfläche ist ganz ruhig, dunkelgoldgrün, mit feinen Stäubchen drauf – Blütenstaub.

Das Wasser ist nicht zu kalt und nicht zu warm – 21 bis 23 Grad.

Wenn man aus dem See kommt, ist es ratsam, sich sofort abzutrocknen und umzuziehen.

So war es heute, hochgradig erholsam, und das angekündigte Gewitter brach erst um 18.15 aus.