Heute ist der vorletzte Tag.

Bevor morgen zum Abschluss wieder ein Evangeliumstext im Zentrum stehen wird, ist es heute für uns Zeit, innezuhalten und uns den Verlauf der letzten Wochen zu vergegenwärtigen.

Diese Fragen könnte ich stellen:

  • Wann (an welchen Tagen) ist meine Seele besonders in Bewegung gekommen?
  • Welche Texte habe ich besonders liebgewonnen – oder in Erinnerung (vielleicht auch, weil sie mich nicht angesprochen, sondern abgestoßen haben)?
  • Welche Art zu beten, zu meditieren … ist so richtig „meine“ geworden?
  • Gibt es ein Wort, einen Satz, eine Übung, bei dem/der mir „das Herz brannte“, wo ich das Wehen des Heiligen Geistes, die Nähe Gottes gespürt habe?

Es gibt so etwas wie die „persönliche Berufung“. Die geistliche Übung – es kann sich durchaus um eine handeln, die nach außen hin ganz unscheinbar wirkt -, die in mir eine Bewegung auslöst, mich im Tiefsten meines Herzens beschwingt, motiviert, erfreut, tröstet, glücklich macht…, deutet auf dieses Persönliche hin: auf die gottgegebene Einmaligkeit meiner Person.

Ein Beispiel: Aus : Herbert Alphonso: Die persönliche Berufung. Münsterschwarzach 1993, S. 18:

„Du hast lange nicht gebetet. Sag mir: Hast du dich irgendwann in deinem Leben spontan Gott nahe gefühlt … hast du jemals dein Herz angerührt gefühlt und dich selbst in Berührung mit Gott, in Einheit mit Gott?“ Kaum hatte ich die Frage formuliert, da sagte er: „Natürlich, immer wenn ich auf mein vergangenes Leben zurückschaue und sehe, wie gut Gott zu mir gewesen ist, …“ Ich merkte, wie er dabei lebendig geworden war, daß er aus der Tiefe heraus sprach und seine Augen zu leuchten begannen.“

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