Heute habe ich zweimal etwas erlebt, wo ich mir gedacht habe: Muss das sein?

Ich schaute kurz in die Lunzer Pfarrkirche – drinnen zwei Damen, in ein Gespräch vertieft. Laut, privater Austausch. Mundnasenschutz trugen sie beide nicht. Ich ging möglichst weit von ihnen weg, ihr Austausch von Neuigkeiten war jedoch nicht auszublenden, einfach zu laut, zu gut konnte man mithören. An Gebet oder nur kurzes Aufatmen – wozu man halt kurz eine Kirche betritt – war nicht zu denken. Die beiden dachten jedenfalls auch nicht daran, dass dies vielleicht gewünscht sein könnte …

Kurz nachdem sie hinausgegangen waren, kam ein Paar ohne Mundnasenschutz. Sie holten sie welche aus dem Auto, dann kamen 6,7 Personen – keine jungen, wahrscheinlich eine Pensionistenreisegruppe … die Hälfte mit Maske, die andere Hälfte ohne … Ich verließ die Kirche … kurz vor dem Ausgang bemerkte ein Senior ziemlich selbstgefällig mit einem abschätzigen Blick auf meinen Mundnasenschutz: Na, man braucht ja doch in einer Kirche keine Maske mehr …

Einige seiner KollegInnen widersprachen ihm zwar gleich, aber mir war das auch zuviel. Ich habe ihm erklärt, was Sache ist. Ob ers geglaubt (!) hat, kann ich nicht beurteilen…

Es wundert mich nicht, dass die Infektionszahlen im Steigen begriffen sind.

Nur: ich, ich, ich … ob das für andere ok ist, ist wurscht. Keine Ehrfurcht vor der Gesundheit und dem Wohlbefinden anderer Menschen. Und selbst nicht vor dem Gesetz bzw. vor der kirchlichen “Hausordnung” wenn man so will, den Instruktionen der österreichischen Bischofskonferenz.

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