Gesund oder krank…
Ich bin es wert, dass es mir gut geht!
Wieviele Menschen gibt es, die das nicht glauben können? Nicht einmal ansatzweise?
Ich treffe immer wieder Bekannte oder Verwandte, die resigniert haben.
„Für mich gibt es keine Hilfe“, sagen sie. Oder: „Da kann man nichts machen. Mit den Schmerzen muss ich leben.“ „Früher oder später kommt halt etwas daher.“ „In meinem Alter ist das normal.“
Ich bin ja auch Theologin. Und da behaupte ich strikt: Nein, das alles muss keineswegs so sein.
Gerade wenn ich das heutige Evangelium zum Sonntag (Mt 9,36-10,8) lese, packt mich der „heilige Zorn“. Da steht ausdrücklich, dass Jesus von seinen JüngerInnen (von Menschen, die sich an ihm orientieren) verlangt, „alle Krankheiten und Leiden zu heilen.“ (Mt 10,1)
Kirchliche Verkündiger haben jahrhundertelang Menschen eingeredet, dass sie ihre Leiden geduldig ertragen sollen. „Aufopfern“. Ja eh. Bei den heidnischen Opfern an Gottheiten wurde immer das Beste und Schönste gegeben, sicher keine Krankheitssymptome und Schmerzen.
Davon abgesehen: Ich frage mich, wie man überhaupt auf solche Ideen kommen kann, wen man die Bibel liest?
Woher kommt diese menschenverachtende Einstellung? Aus der historischen sozialen de facto-Situation, wo Unrecht, Unterdrückung, Unwissenheit und materielle Not gang und gäbe waren, vermutlich.
Inzwischen dürfen wir es besser wissen – und besser machen. So wie die Menschheit in der Zwischenzeit begriffen hat, dass Freiheit, Geschwisterlichkeit, Gleichheit vor dem Gesetz, Bildung und Unversehrtheit des Leibes und Geistes unser Geburtsrecht sind, so dürfen wir uns auch den Gedanken zu eigen machen: Gesundheit ist uns quasi per himmlischem Dekret zugesichert – und auch der Wille, uns nach Kräften dabei zu unterstützen.
Wir werden ja mit allem, was uns als Menschen ausmacht, unvorstellbar und unendlich geliebt,
Nehmt euch heute doch einige Minuten Zeit, um in diese Vorstellung einzutauchen!



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