Schule der Kostbarkeiten
  • Home
  • Kostbarkeiten
    • Theologie
    • Natur
  • Angebote & Preise
  • Termine
  • Blog
  • Biografie
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Aktuell

es anders machen. Predigt

Autofahrer auf der Abbiegespur. Einer kommt etwas spät drauf, dass er auf der falschen Spur ist und versucht sich einzureihen. Ja, manche machen Platz, damit das geht. Aber oft kommt es vor, dass grimmig weitergefahren wird. Vor mir sicher nicht. Oder es wird geschimpft: Aha, ein … (wer auch immer…), soi dahambleiben, wenn a si net auskennt …

Oder vielleicht kennen Sie selber Menschen, die ständig auf der Höh sind, permanent Gründe finden, sich aufregen zu können, nichts passt, und egal was passiert, es wird auf jeden Fall erst einmal als persönlicher Angriff auf sie interpretiert …

Lästig, unangenehm, wenn man oft mit so wem zu tun hat. Kunden, die sich dauernd beschweren …oder gar mit Klage drohen.

Es sind Menschen, die ständig überall nur Feinde sehen und sich dementsprechend wehren. Und wir stehen ihnen oft hilflos gegenüber.

Das heutige Evangelium bietet uns eine Lösung an. Wir sollen nicht auf der gleichen Schiene reagieren, denn dann kommt ja unsere Aggression zurück, die notorisch sich aufregenden bekommen es plötzlich mit echten „Feinden“, aggressiv agierenden, zu tun, und die Stimmung schaukelt sich explosionsartig auf.

Jesus rät, das Unerwartete zu tun. Die Aggression zu unterlaufen, dann läuft sie nämlich ins Leere, sie zu überbieten – und zwar in überraschender Weise, die geradezu humorvoll ist.

Wird aber nicht so leicht gehen, meinen Sie?

In der Situation, in der sich Jesus damals und seine Zuhörerschar befunden hat, handelte es sich um echte Feinde, wenn Jesus sagt: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen – dann waren damit die Soldaten der römischen Besatzungsmacht gemeint. Nicht bloß Menschen mit überzogenen Ansprüchen und schlechtem Benehmen aus unserem Kulturkreis, sondern schwere Jungs, Söldner, Berufssoldaten, die tatsächlich jederzeit von den Bewohnern des eroberten Landes verlangen konnten, sie irgendwohin zu begleiten, eine Meile weit, um genau zu sein, etwas für sie zu tragen, ihnen den Mantel zu überlassen, wenn sie ihn konfiszierten … das war alltägliche Erfahrung.

Jesus verlangt von denen, die ihm zuhören-das sind heute wir -, sich nicht zu wehren, sondern den Aggressoren freundlich entgegenzukommen.

Wenn der judäische Bauer sagt: Ja, lieber Herr, kann ich noch was für Sie tun, ich möchte noch eine Meile mitgehen … oder zu dem, der ihm den Mantel nimmt: Ja, darf ich Ihnen noch was mitgeben…

Liebe Brüder und Schwestern, das hat damals funktioniert.

Im römischen Reich, in den ersten Jahrhunderten. Das war einer der Gründe, wieso sich das Christentum ausgebreitet hat. Diese innere Stärke, Mut, die gleiche Augenhöhe, auf der die Unterdrückten den Gewalttätigen begegnet sind, das hat denen imponiert.

Woher haben die das, die sind ja nicht kleinzukriegen …

Wer schenkt und gibt und anbietet, macht es wie Gott. Verbreitet eine Atmosphäre von Fülle und Gnade. Von Vollkommenheit. Wie Gott die Welt eigentlich gemeint hat.

Wie es auch gehen kann, dazu habe ich 2 Geschichten mitgebracht. Zuerst eine Weisheitsgeschichte:

Mitten in der Nacht stieg ein Einbrecher durch das Fenster ins Haus des Meisters ein und begann, nach Wertvollem zu suchen.

Der Meister, der von den Geräuschen erwachte, sprach den Dieb an: Hier werden Sie nichts finden. Nehmen Sie doch hier meine Geldbörse und da diese Vase, …Verblüfft steckte der Dieb beides in seinen Rucksack und machte sich davon.

Einige Zeit später wurde er gefasst. Zur Gerichtsverhandlung wurde auch der Meister als betroffenes Opfer geladen, Vom Richter befragt, was der Dieb bei ihm gestohlen habe, antwortete er: Bei mir hat er nichts gestohlen. Alles, was er mitgenommen hat, habe ich ihm geschenkt.

Nach verbüßter Haftstrafe bat der Dieb um Aufnahme in das Kloster des Meisters.

Und jetzt eine wahre Begebenheit:

In einem irakischen Dorf lebten Christen und Muslime. Die Muslime hatten, weil in der Mehrheit, die christlichen Familien immer weiter ins feuchte und z. T. sumpfige Gebiet in der Talsenke abgedrängt und wohnten selber mehr auf der Anhöhe in der gesunden Luft.

Als in einem Jahr der Frühjahrsregen ausblieb, vertrockneten sämtliche höhergelegenen Brunnen.

Nur in der Talsenke gab es noch Wasser, in den christlichen Häusern. Und sie teilten es großzügig mit allen, die daarum baten. Damit die muslimischen Mitbürger wissen konnten, wo es Wasser gab, brachten die Christen Schilder an ihren Häusern an: „Hier wohnen Christen“.

23. Februar 2022
Schlagworte: Bergpredigt, chrisrliches Verhalten, Feinde, Frieden, Jesus, Predigt, Überraschung, verblüffend
Eintrag teilen
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf LinkedIn
  • Per E-Mail teilen
https://www.kostbarleben.jetzt/wp-content/uploads/20211017_164910.jpg 231 412 Dagmar Ruhm https://www.kostbarleben.jetzt/wp-content/uploads/logo_zweig_kostbarleben-300x164.png Dagmar Ruhm2022-02-23 21:19:362022-02-23 21:19:37es anders machen. Predigt
Das könnte Dich auch interessieren
Pixabay Allerseelen. Predigt
Aschermittwoch. Predigt
Warum Konflikte …
Dagmar Ruhm Elia und wir. Predigt
Florian, Muttertag und Hirtensonntag. Predigt
Dagmar Ruhm Was hat Feminismus mit Frieden zu tun…
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.

Weitere Beiträge

  • Gesund oder krank…15. Juni 2026 - 10:41
  • afrikaansvatter-cat-44533
    Trägheit, eine Todsünde. Wieso? Zugleich eine Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag31. Mai 2026 - 10:33
  • Klugheit14. Mai 2026 - 21:32
  • smuldur
    Gerechtigkeit. Zugleich eine Predigt zum Muttertag10. Mai 2026 - 11:43
  • Dominique Vince
    Tapferkeit. fortitudo9. Mai 2026 - 9:44
  • Martin Hengenius
    Bald gibt es wieder ein Ritual8. Mai 2026 - 21:35
  • Dagmar Ruhm
    Licht und Liebe – und alles ist gut?7. Mai 2026 - 13:47
  • Karma und göttliche Barmherzigkeit. Predigt12. April 2026 - 11:10
  • erste Zeugin der Auferstehung5. April 2026 - 11:26
  • Passion – so oder so… Predigt zum Palmsonntag29. März 2026 - 10:05

Kontakt

MMag. Dagmar Ruhm
Gerichtsfeldgasse 3
3100 St. Pölten

T: +43 650 2814707
M: dagmar.ruhm@kostbarleben.jetzt

Anmeldung zum Newsletter:
https://tinyurl.com/kostbarkeiten-news"

Seiten

  • Angebote & Preise
  • Biografie
  • Blog
  • Datenschutz
  • Home
  • Kontakt
  • Kostbarkeiten
  • Landingpage

Kategorien

  • Aktuell
  • Kurs
© 2019 - 2026 by MMag. Dagmar Ruhm
  • Intern
Link to: Frieden Link to: Frieden Frieden Link to: für den Frieden beten Link to: für den Frieden beten für den Frieden beten
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen